FSV Zwickau noch auf Hilfe angewiesen - MDR
Wachsmuth treibt Kaderplanung vom FSV voran: “Wird etwas passieren!”
Trotz des großen Vorsprungs nach hinten: Selbst bei einem Sieg beim SV Meppen, rein rechnerisch kann der FSV Zwickau am 35. Spieltag den Klassenerhalt noch nicht aus eigener Kraft schaffen.

Zwei Teams auf Kurs Klassenerhalt: Vor dem direkten Drittliga-Duell zwischen dem SV Meppen und dem FSV Zwickau (Sa. 14:00 Uhr) spricht die aktuelle Form allerdings eindeutig für die Gäste.

Nach drei Liga-Siegen winkt dem FSV Zwickau schon nach dem Spiel in Meppen der ersehnte Klassenerhalt in der 3. Liga. Finanziell gibt es noch Gesprächsbedarf. Sebastian Dost berichtet.

Während der FSV zuletzt drei Siege in Folge einfahren konnte, holte Meppen in dieser Phase nur einen einzigen Zähler. Trainer Joe Enochs hat trotzdem eine hohe Meinung von den Emsländern: “Ich erwarte eine Mannschaft, die sehr stabil und zweikampfstark ist. Es ist eine gefährliche Mannschaft, die gegen uns ebenfalls de Chance hat, die Klasse zu halten.”

Sein eigenes Team kann trotz der glänzenden Bilanz zuletzt die Klasse rechnerisch noch nicht aus eigener Kraft schaffen. Selbst bei einem Zwickauer Sieg und dann mindestens acht Punkten Vorsprung auf den Tabellen-Siebzehnten Cottbus – andere Teams müssen am Wochenende “mitspielen”. Gewinnt Zwickau, kommen die Westsachsen auf 49 Punkte. Wer aus dem Quintett Lotte (39), Großaspach, Cottbus, Fortuna Köln (je 38) und Jena (37) nicht auf 40 Zähler kommt, kann die Enochs-Elf nicht mehr einholen. Schaffen das nur zwei der fünf – dann wäre Zwickau gerettet.

Planungssicherheit in Sachen Klassenerhalt würde auch dem Kapitän und designierten Sportchef Toni Wachsmuth in den Kram passen. “Tag24″ sagte er: ” “Ohne den Klassenerhalt geht es nicht. Die Spieler wollen wissen in welche Liga es nächstes Jahr geht.” Und das je schneller, desto besser, so Wachsmuth: “Je eher wir Klarheit haben, desto schneller können wir uns um Details bemühen.” Seine Planung sieht einen kleineren, aber gleichzeitig qualitativ besseren Kader vor.

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Statistisch sind die Zwickauer mit ihren 46 Punkten aber bereits mehr oder weniger durch, dass ein Tabellen-Viertletzter (in der aktuellen Saison gleichbedeutend mit Abstieg) nach 38 ST nur 46 Punkte hatte, gab es in der gesamten Geschichte der 3. Liga erst 2 mal.Und Zwickau hat noch 4 Spiele, um den einen oder anderen weiteren Punkt zu holen. Selbst Meppen mit derzeit 43 Punkten hat noch genug Spiele Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.

Sehr guter und realistischer Artikel! Schwäne kommt ins Stadion! Gänse bleibt zu Hause! Nur der FSV!!

Der FSV Zwickau kommt dem Klassenerhalt immer näher. Die Sachsen hatten gegen die Würzburger Kickers trotz Überzahl lange Zeit Probleme. Ein direkter Freistoß brachte die Gastgeber auf Kurs.

Der FSV Zwickau hat erstmals bei der SpVgg Unterhaching gewonnen. Die Westsachsen setzten sich in der Drittliga-Partie am Sonntag knapp durch und zogen damit in der Tabelle an der Spielvereinigung vorbei.

Der Kampf um den Drittliga-Klassenerhalt könnte kaum spannender sein. Carl Zeiss Jena siegt und punktet derzeit wie am Schnürchen. Cottbus holte in Lotte drei wichtige Zähler und trifft nun auf Aufsteiger Osnabrück.

Dauerklatschen, Gesänge, Laola-Welle nach dem Schlusspfiff – der Hallesche FC hat weiterhin die Chance, die 3. Liga Richtung 2. Bundesliga zu verlassen. Halle belegt nun Relegationsplatz drei.

Nach Halle und Jena hat nun auch der FSV Zwickau den Lizenzbescheid des DFB für die kommende Drittligasaison erhalten – allerdings müssen die Westsachsen noch Auflagen und "ambitionierte" Bedingungen erfüllen.

Mit dem FC Carl Zeiss Jena hat die zweite mitteldeutsche Mannschaft aus der 3. Liga einen Lizenzbescheid vom DFB bekommen. Allerdings müssen die Thüringer im Gegensatz zum Halleschen FC Bedingungen erfüllen.

Zwickau – Toni Wachsmuth kann sich derzeit über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Der 32-Jährige stellt gleich an zwei Fronten für den FSV Zwickau die Weichen für die sportliche Zukunft.

Als Kapitän trägt er mit dafür Sorge, dass die Drittliga-Mannschaft den Ligaverbleib in trockene Tücher bringt, am Schreibtisch treibt der künftige Sportchef die Kaderplanung für 2019/20 voran.

“Es finden fortlaufend Gespräche mit Beratern und Spielern statt. Man muss Augen und Ohren ständig offen halten” sondiert Wachsmuth bereits den Transfermarkt.

Bevor er Vertragsgespräche überhaupt anbahnen kann, muss jedoch ein wichtiger Punkt geklärt sein – der Klassenerhalt. “Ohne den geht es nicht. Die Spieler wollen wissen in welche Liga es nächstes Jahr geht.”

Mit 46 Punkten ist Zwickau fast auf der sicheren Seite. “Je eher wir Klarheit haben, desto schneller können wir uns um Details bemühen.” Wachsmuth hat dabei schon konkrete Vorstellungen: “Wir werden den Kader verkleinern, aber qualitativ stärken.”

Aktuell stehen 25 Spieler, davon drei Torhüter, unter Vertrag. Bei zehn Akteuren, unter anderem Nico Antonitsch, Anthony Barylla, Morris Schröter, Alexander Sorge oder Kevin Hoffmann laufen die Verträge beziehungsweise Leihen im Sommer aus. Gut möglich, dass da die ein oder andere Trennung ansteht.

Wachsmuth: “Es wird etwas im aktuellen Kader passieren. Klar, ist das keine alltägliche Situation für mich, aber wir haben vor Wochen kommuniziert, wer die Entscheidungen für die kommende Saison trifft und das weiß jeder.”