Sieger ziehen ins Halbfinale ein
Wahnsinn: Könnecke erklärt seinen Tordrang
Zwickau – David gegen Goliath? Bei diesem plakativen Vergleich kann Joe Enochs nur müde lächeln. Gegen Neugersdorf oder Eilenburg hat er ihn schon einmal gehört und bügelt ihn in gleicher Art ab.

Damit will er seine Elf vor dem morgigen Sachsenpokal-Viertelfinale bei Einheit Kamenz nicht aus der Favoritenrolle herausnehmen, sondern vielmehr vor Leichtsinn warnen.

“Kamenz steht nicht umsonst in der Landesliga an erster Stelle. Wir nehmen dieses Spiel sehr ernst und werden nicht groß experimentieren”, stellt Enochs klar:

“Wir werden die Mannschaft auf den Platz stellen, von der wir der Meinung sind, dass sie dieses Spiel gewinnt.”

Dass dabei nix dem Zufall überlassen wird, verdeutlicht die akribische Vorbereitung auf den Pokalauftritt in der Lessingstadt.

“Wir haben sie bei ihrem letzten Heimspiel gescoutet”, berichtet Enochs. Erwartet seine Elf eine Zerstörertruppe, die dem Drittligisten unentwegt auf den Füßen stehen wird oder ein Gegner, der sein Heil in der Flucht nach vorn sucht?

“Kamenz besitzt Qualitäten über die Außen, hat flinke Flügelspieler und kann vorne die Bälle festmachen”, plaudert der US-Amerikaner aus dem Nähkästchen.

Eines ist er sich definitiv bewusst: “Sie werden uns das Spiel überlassen!” Damit können die Westsachsen einmal mehr unter Wettkampfbedingungen für die 3. Liga am Offensivspiel feilen, denn da klemmt momentan die Säge.

“Jede Woche Unentschieden werden auf Dauer nicht reichen”, ließ Kapitän Toni Wachsmuth jüngst wissen, nachdem der FSV Zwickau mit dem dritten Remis in Serie in den hinteren Regionen der Tabelle auf der Stelle trat. Nun haben die Sachsen wieder in die Dreier-Spur gefunden und können der Partie gegen den Tabellenvorletzten SV Meppen etwas entspannter entgegensehen.

Mit acht Punkten aus vier Partien gestartet, in ein tiefes Loch gefallen mit nur vier Zählern aus sieben Spielen, dann mit drei Unentschieden etwas stabilisiert und mit einem 2:0 in Würzburg am vergangenen Freitag die Wende geschafft – der FSV Zwickau atmet vor der Länderspielpause tief durch.

Den ersten Erfolg seit dem 9. Spieltag stufte Trainer Joe Enochs im Anschluss als einen “ganz schweren Arbeitssieg” ein, den Dreier sah er aber als “verdient” an. Gegenüber “Telekomsport” verwies er darauf, dass sein Team “die ersten 30 Minuten forsch nach vorne gespielt, mutig nach vorne verteidigt” und “auch zwei richtig schöne Tore erzielt” habe. Julius Reinhardt (21.) und Mike Könnecke (26.) stellten früh die Weichen.

“Die kämpferische Leistung war Wahnsinn”, merkte Könnecke an, der nun schon drei Tore auf dem Konto hat und die Unentschieden-Serie des FSV beendete. “Ich suche jetzt entschlossener die Abschlüsse”, erklärte Zwickaus Mittelfeldspieler sein Erfolgsgeheimnis. Gegen das auswärts noch sieglose Meppen (0/2/5) gilt es nun für die Elf von Joe Enochs, mit dem dritten Heimsieg nachzulegen, um sich weiter von der Abstiegszone absetzen zu können.

Ob da René Lange und Janik Mäder wieder mitmischen, wird sich zeigen. Beide sind am Mittwoch wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen, wie der Drittligist mitteilte. Lange, der mit einem Muskelbündelriss im Adduktorenbereich ausfiel, verpasste bis zum neunten Spieltag keine einzige Ligaminute. Mäder, von Nordost-Regionalligist ZFC Meuselwitz vor der Saison gekommen, hat bislang fünf Kurzeinsätze zu verzeichnen.

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