Löwen vor Partie gegen Würzburg: Bierofka hofft auf Trotzreaktion gegen Kickers
TSV 1860 gegen Würzburger Kickers: Derby in der 3. Liga – Jetzt erst recht!
Nur mit einem Sieg am Montag (19 Uhr) gegen die Würzburger Kickers können die Löwen eine Katerstimmung schon vor der ersten Mass auf der Wiesn vermeiden.

Denn: auch bei einer Pleite wird der offizielle Besuch auf dem Oktoberfest am Dienstag nicht abgesagt.

Statt mit einem Derby-Sieg gehen die Münchner nun mit dem Gefühl gegen die Würzburger Kickers in die Partie, etwas liegen gelassen zu haben. Nach drei sieglosen Spielen in Folge möchte das Team von Trainer Daniel Bierofka nun endlich wieder einen Dreier einfahren. Kein leichtes Unterfangen! Immerhin sind die Gäste aus Würzburg aktuell auf Kurs und haben nach einem Katastrophen-Start mit drei Niederlagen nun seit sechs Spielen nicht mehr verloren. 

Live-Ticker: TSV 1860 München gegen Würzburger Kickers – 3. Liga | 1860 München

Sie müssen sich stellen. Wenn einem die Leute immer nur auf die Schulter klopfen, ist es als Fußballer einfach. Aber man muss auch lernen, sich zu stellen, wenn es nicht so läuft, sagt Trainer Daniel Bierofka (39).

Doch so weit will er es gar nicht erst kommen lassen: Ich hoffe auf eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität, sagt der Trainer. Sein Plan: Ganz einfach: Wenn wir führen, müssen wir nachlegen. Und bis zum Ende durchhalten. Denn bereits vier Mal schenkten die Löwen in dieser Drittliga-Saison schon eine Führung her.

+++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker der Partie TSV 1860 München gegen die Würzburger Kickers am Montag, den 1. Oktober. Anpfiff ist um 19.00 Uhr, hier bekommen Sie alle News rund um das Match und natürlich auch die Aufstellungen. 

Wir sind einfach noch kein Top-Team, wir befinden uns noch in der Entwicklung und noch nicht stabil genug, sagt Bierofka.

Der TSV 1860 München trifft am zweiten Wiesn-Wochenende auf die Würzburger Kickers und möchte nach den verschenkten Punkten gegen Unterhaching wieder einen Dreier einfahren. Der Live-Ticker.

Ganz im Gegensatz zu den Franken. Würzburg hat sich extrem stabilisiert, sagt er. Nach drei Pleiten zu Saisonbeginn haben die Kickers nun seit sechs Spielen nicht mehr verloren (fünf Siege, ein Remis).

Gute Nachrichten gibt es bei 1860 von Herbert Paul (24/Gehirnerschütterung). Bierofka: Er ist wieder fit, hat keine bleibenden Schäden, kann sich an alles erinnern. Er steht zur Verfügung.

So könnte 1860 spielen: Hiller; Paul, Weber, Lorenz, Steinhart; Wein, Moll, Abruscia; Karger, Mölders, Grimaldi

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Nach dem Remis gegen die SpVgg Haching will der TSV 1860 im nächsten bayerischen Derby gegen die Würzburger Kickers am Montagabend endlich wieder drei Punkte. "Die Spieler waren selbst am meisten verärgert", sagt Daniel Bierofka.

München – Kaum ist das eine Derby rum, steht das nächste an. Last-Minute-Remis im Vorstadtduell bei der Spielvereinigung Unterhaching? Oberbayern-Unterfranken-Vergleich gegen die Würzburger Kickers! Und die Chance auf Wiedergutmachung.

"Ich musste gar nichts sagen. Die Spieler waren selbst am meisten verärgert, dass sie das Ding weggegeben haben", sagte Trainer Daniel Bierofka vor dem Duell am Montagabend gegen den Tabellen-Sechsten (19 Uhr im AZ-Liveticker). Grünwalder Stadion. Flutlicht. Giesings Höhen. Was würde sich da besser eignen als eine abendliche Heimspielatmosphäre, um nach der jüngsten Mini-Sieglos-Serie (zwei Remis und eine Pleite in drei Spielen) endlich den Lohn für die großen Löwenmühen einzufahren? "Wir müssen die Atmosphäre aufsaugen. Ich hoffe auf einen Jetzt-erst-recht-Effekt", sagte Bierofka kämpferisch. Und zwar in dreierlei Hinsicht.

Erst recht ein Dreier gegen Würzburg, um zu zeigen, dass man es auch mit dem nächsten, laut Bierofka brandgefährlichen, Drittliga-Gegner aufnehmen kann. "Würzburg hat einen Lauf. Wer in sechs Spielen fünf Siege und ein Remis holt, muss eine sehr gute Mannschaft haben", urteilte der Sechzger-Coach: "Wenn man uns mit Würzburg vergleicht: Man sieht, dass sie sich seit längerer Zeit im Profifußball bewegen. Wir waren letztes Jahr tot, befinden uns weiter im Aufbau und versuchen, den nächsten Schritt zu gehen."

Der sei laut Bierofka, "ein Spiel zu ziehen", was man sich "hart erarbeiten" müsse. Umso süßer wäre ein Erfolg gegen das Team der Stunde von Trainer Michael Schiele, das mit Peter Kurzweg auch einen Ex-Löwen in seinen Reihen hat.

Erst recht auch aufgrund der Erkenntnis, dass man bisher jedem Gegner die Stirn bieten konnte und nur Kleinigkeiten 1860-Dreier verhinderten. "Wir müssen uns selbst an die Nase greifen, dass wir die Tore nicht machen", sagte Bierofka über viele, zu viele vergebene Löwen-Konter. Würde der TSV auch mal den Deckel draufmachen, würde sich die in Bierofkas Augen lästige Gegentreffer-Diskussion legen.

Der Coach sagte dazu: "Es war ja nicht nur der Last-Minute-Fluch, wir hatten in Rostock und gegen Wehen (2:2 und 1:2, d. Red.) ja auch einen Nach-der-Pause-Fluch, bei einem frühen Tor wäre es ein Anfangs-Fluch – wir müssen es einfach besser verteidigen."

Erst recht nicht zuletzt nach der Tatsache, dass Sechzig in Haching zwei äußerst umstrittene Entscheidungen von Schiedsrichter Robert Kampka hinnehmen musste. Die hat Bierofka anscheinend immer noch nicht verdaut. "Wir haben vieles gut gemacht, aber die beiden Entscheidungen waren katastrophal. Der Elfmeter war ein absoluter Witz", erklärte Bierofka über eine Klärungsaktion von Sascha Mölders, die einen Strafstoß und die Doppel-Parade von Torhüter Marco Hiller nach sich gezogen hatte, nur damit Sechzig danach doch noch den Ausgleich hinnehmen musste.

Ebenfalls falsch, wie Bierofka monierte: "Vor dem 1:1 gab es ein ganz klares Handspiel. Man kann meiner Elf vieles vorwerfen, aber wenn wir auch noch irreguläre Tore verhindern sollen, wirds schwierig."

Und noch ein weiterer, für Bierofka vergleichsweise unwichtiger Grund: Am 2. Oktober steht der obligatorische Wiesn-Besuch an. Ohne Trainer, der schon wieder zur Trainerausbildung nach Hennef reisen wird. Aber mit Bier, so Bierofka: "Wenn wir gewinnen, geht schon ein Radler."

Und was, wenn nicht? "Dann dürfen sie vier Maß trinken – das macht die Birne frei." Er ergänzt grinsend: "Vier Maß alle zusammen – mit Strohhalm."