1860 empfängt Würzburg
TSV 1860 gegen Würzburg: Paul und Lacazette fit, Ziereis wieder im Training
Nur mit einem Sieg am Montag (19 Uhr) gegen die Würzburger Kickers können die Löwen eine Katerstimmung schon vor der ersten Mass auf der Wiesn vermeiden.

Denn: auch bei einer Pleite wird der offizielle Besuch auf dem Oktoberfest am Dienstag nicht abgesagt.

Sie müssen sich stellen. Wenn einem die Leute immer nur auf die Schulter klopfen, ist es als Fußballer einfach. Aber man muss auch lernen, sich zu stellen, wenn es nicht so läuft, sagt Trainer Daniel Bierofka (39).

Was ein Krimi in Unterhaching! Am Ende mussten die Löwen nach hartem Kampf doch noch den späten Ausgleich durch Stefan Schimmer hinnehmen. Dabei hatte es so gut ausgesehen bis kurz vor Schluss. Nach etlichen vergebenen Chancen brachte Grimaldi den TSV nach knapp einer Stunde auf die vermeintliche Siegerstraße, zehn Minuten vor Schluss parierte Keeper Marco Hiller sogar noch einen Foulelfmeter, das Happy End schien zum Greifen nahe. 

Doch so weit will er es gar nicht erst kommen lassen: Ich hoffe auf eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität, sagt der Trainer. Sein Plan: Ganz einfach: Wenn wir führen, müssen wir nachlegen. Und bis zum Ende durchhalten. Denn bereits vier Mal schenkten die Löwen in dieser Drittliga-Saison schon eine Führung her.

Wir sind einfach noch kein Top-Team, wir befinden uns noch in der Entwicklung und noch nicht stabil genug, sagt Bierofka.

Der TSV 1860 München trifft am zweiten Wiesn-Wochenende auf die Würzburger Kickers und möchte nach den verschenkten Punkten gegen Unterhaching wieder einen Dreier einfahren. Der Live-Ticker.

Ganz im Gegensatz zu den Franken. Würzburg hat sich extrem stabilisiert, sagt er. Nach drei Pleiten zu Saisonbeginn haben die Kickers nun seit sechs Spielen nicht mehr verloren (fünf Siege, ein Remis).

Gute Nachrichten gibt es bei 1860 von Herbert Paul (24/Gehirnerschütterung). Bierofka: Er ist wieder fit, hat keine bleibenden Schäden, kann sich an alles erinnern. Er steht zur Verfügung.

So könnte 1860 spielen: Hiller; Paul, Weber, Lorenz, Steinhart; Wein, Moll, Abruscia; Karger, Mölders, Grimaldi

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Der TSV 1860 kann im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am Montag wieder auf Herbert Paul zurückgreifen. Auch Neulöwe Romuald Lacazette stellt eine Option für den Kader dar, Markus Ziereis ist wieder im Teamtraining.

München – Der TSV 1860 kann im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am Montag (19 Uhr, im AZ-Liveticker) wieder auf Rechtsverteidiger Herbert Paul bauen. Wie Trainer Daniel Bierofka am Sonntag erklärt hat, sei der 24-Jährige nach seiner Gehirnerschütterung wieder fit.

"Heppi kann spielen. Er hat ganz normal trainiert, hat auch keine Kopfschmerzen mehr, keine bleibenden Schäden. Er kann sich auch an alles erinnern, also kann er spielen", so Bierofka im Rahmen der Pressekonferenz.

Auch Neulöwe Romuald Lacazette, den Sechzig zum Nulltarif vom SV Darmstadt 98 ausgeliehen hatte, sei dem 39-Jährigen zufolge nach anfänglichem Trainingsrückstand mittlerweile eine Option für den Kader.

Gute Nachrichten gibt es auch an vorderster Front: Torjäger Markus Ziereis ist nach überstandenem Außenbandanriss im Knie wieder ins Teamtraining eingestiegen. Der 25-Jährige müsse sich laut Bierofka allerdings noch gedulden. "Markus trainiert seit Donnerstag wieder, hat keine Schmerzen mehr", so Bierofka, der allerdings auch wusste, dass ein Comeback auf den Platz noch Zeit brauche: "Er war jetzt acht Wochen raus, das geht nicht von heute auf morgen."

Bierofka sei aber "froh", dass "Zier" wieder da sei, denn: "Er ist ein Junge, der immer einen guten Spruch drauf hat, eine gewisse Lockerheit in die Kabine trägt." Aus sportlicher Sicht gab es für Ziereis bisher keinen Weg an den beiden wuchtigen Torjägern Adriano Grimaldi und Sascha Mölders vorbei. Nun kann er sich wieder auf dem Platz beweisen.