BBL: Würzburg unterliegt Bamberg im Frankenderby
BBL, 1. Spieltag: Alba Berlin zerlegt Jena mit 57 – Brose Bamberg siegt im Derby
ALBA Berlin und die EWE Baskets Oldenburg starten furios in die neue Bundesliga-Saison. Brose Bamberg tut sich schwer und siegt nur knapp.

Die Basketballer von Alba Berlin sind mit einer Galavorstellung in die neue Bundesliga-Saison gestartet, Brose Bamberg dagegen tat sich schwer.

Gegen Science City Jena siegten die Albatrosse souverän mit 112:55 (52:31) und unterstrichen dabei ihre Ambitionen, Meister Bayern München Paroli im Titelrennen bieten zu wollen. Die Münchner hatten sich am Freitag zu einem 83:77 bei ratiopharm Ulm gemüht. (Tabelle BBL)

Nach 33 Minuten waren erstmals in diesem Derby lautstarke Anfeuerungsrufe der 300 Bamberger Fans zu hören: Das Brose-Team hatte sich mit der Unterstützung von Tyrese Rice, der zuvor blass geblieben war, eine Acht-Punkte-Führung erarbeitet. Jordan Hulls sorgte mit fünf Punkten in Folge aber wieder für gute Laune der Hausherren-Anhänger – Ainars Bagatskis versuchte beim 75:72 den Lauf der Unterfranken mit einer Auszeit zu stoppen. Jelovac, Stuckey und Rubit sorgten zwei Minuten vor dem Ende für das 82:74. Doch die Hausherren gaben sich noch nicht geschlagen: 14,7 Sekunden vor dem Ende lagen sie nur noch mit zwei Zählern zurück. Nach einem schnellen Foul an Jelovac verwandelte der Serbe seine beiden Freiwürfe eiskalt. Perry Ellis vergab den letzten Wurf der Gastgeber, der überragende Rubit sicherte den Rebound und hielt den Ball und den Sieg fest.

Die Bamberger mussten im Frankenderby bei sOliver Würzburg ebenfalls lange zittern, ehe der 84:80 (39:37)-Erfolg feststand. Erst im letzten Viertel konnte sich der neunmalige deutsche Meister allmählich etwas absetzen, ohne allerdings entscheidend davonzuziehen.

In der letzten Saison hatte Maurice Stuckey im Auftaktspiel der Basketball-Bundesliga mit den Würzburgern noch einen überraschenden Sieg über den deutschen Meister aus Bamberg gefeiert. Ein Jahr später trug Stuckey das Brose-Trikot und hatte maßgeblichen Anteil, dass die Bamberger in einem abermals spannenden Frankenderby bei den Unterfranken mit 84:80 (39:37) die Oberhand behielten.

Im Blickpunkt stand Maurice Stuckey, der im Sommer von Würzburg nach Bamberg gewechselt war. Stuckey kam auf 13 Punkte, bester Bamberger Schütze aber war Augustine Rubit mit 24 Zählern.

Die Berliner lagen im gesamten Spiel nur nach dem ersten Korberfolg der Gäste in Rückstand. Schnell baute die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses die Führung aus und überzeugte dabei mit perfekt harmonisierendem Zusammenspiel.

Bester Spieler war der Litauer Rokas Giedraitis (20 Punkte), der mit allen seiner acht Korbversuchen, darunter vier Dreier, erfolgreich war.

Brose Bamberg: Rubit (24 Punkte), Jelovac (17), Stuckey (13), Rice (10), Alexander (5), Zisis (4), Kulboka (4), Schmidt (3), Olinde (2), Heckmann (2)

Auch die EWE Baskets Oldenburg deklassierten ihren Gegner und knackten die 100-Punkte-Marke. Der Play-off-Teilnehmer der Vorsaison setzte sich bei den Basketball Löwen Braunschweig souverän mit 100:64 (48:30) durch.

Meister Bayern München hatte vorgelegt, die ambitionierten Albatrosse aus Berlin legten am Samstag nach – und wie! Science City Jena war am Ostbahnhof nur ein Spielball. Das Franken-Derby in Würzburg ging knapp an die umformierten Bamberger.

Alba Berlin ist mit einem überdeutlichen Sieg in die neue Saison der Basketball-Bundesliga gestartet. Gegen Science City Jena gewann der Vizemeister am Samstag problemlos mit 112:55 (52:31) und bot über 40 Minuten eine überzeugende Partie. Neuzugang Rokas Giedraitis war mit 20 Punkten Top-Scorer der dominierenden Berliner. Der aus Ludwigsburg verpflichtete Nationalspieler Johannes Thiemann (18 Zähler) zeigte vor 9113 Zuschauern bei seinem Pflichtspiel-Debüt ebenfalls eine ansprechende Leistung.

Auch die EWE Baskets Oldenburg begannen die neue Spielzeit mit einem deutlichen Erfolg. Bei den Basketball Löwen Braunschweig gab es ein klares 100:64 (48:30) und die ersten beiden Punkte. Der neue Spielmacher Will Cummings überragte bei den Oldenburgern mit 25 Zählern. Die Braunschweiger, bei denen NBA-Star Dennis Schröder seit Saisonbeginn Mehrheitseigner ist, enttäuschte nach einem guten ersten Viertel. Ein 26:1-Lauf der Baskets sorgte aber schnell für klare Verhältnisse.

Die Bamberger mussten im Frankenderby bei s.Oliver Würzburg ebenfalls lange zittern, ehe der 84:80 (39:37)-Erfolg feststand. Erst im letzten Viertel konnte sich der neunmalige deutsche Meister allmählich etwas absetzen, ohne allerdings entscheidend davonzuziehen. Im Blickpunkt stand Maurice Stuckey, der im Sommer von Würzburg nach Bamberg gewechselt war. Stuckey kam auf 13 Punkte, bester Bamberger Schütze aber war Augustine Rubit mit 24 Zählern.

Der letztjährige Playoff-Halbfinalist MHP Riesen Ludwigsburg bezwang die Fraport Skyliners aus Frankfurt mit 83:76 (41:34). Neu-Nationalspieler Karim Jallow war mit 24 Punkten treffsicherster Schütze beim Team von Trainer John Patrick.

Punkte Berlin: Giedraitis 20, Thiemann 18, Sikma 14, Wagner 12, Giffey 11, Siva 11, Saibou 9, Schneider 8, Chapman 5, Peno 3, Ogbe 1; Science City Jena: Allen 14, Mackeldanz 8, Jenkins 7, Joyce 7, Theis 7, Iroegbu 6, Wolf 5, Heber 1; Zuschauer: 9113

Punkte Löwen Braunschweig: Lansdowne 20, Eatherton 15, Sengfelder 12, Lagerpusch 6, Figge 3, Klepeisz 2, Kovacevic 2, Taylor 2, Blake 1, Kone 1; EWE Baskets Oldenburg: Cummings 25, Boothe 16, Mahalbasic 15, Stojanovski 14, Massenat 12, Schwethelm 9, Paulding 6, Bacak 3; Zuschauer: 3115

Punkte s.Oliver Würzburg: Olaseni 14, Hulls 13, Koch 13, Bowlin 12, Ellis 11, Wells 6, Cooks 4, Loncar 3, Loesing 2, Richter 2; Brose Bamberg: Rubit 24, Jelovac 17, Stuckey 13, Rice 10, Alexander 5, Kulboka 4, Zisis 4, Schmidt 3, Heckmann 2, Olinde 2; Zuschauer: 3140

Punkte MHP Riesen Ludwigsburg: Jallow 24, Mbakwe 15, Crawford 11, Waleskowski 11, Best 10, Hill 5, Martin 3, von Fintel 3, Wilder 1; Skyliners Frankfurt: Robertson 20, Bell-Haynes 14, Wohlfarth-Bottermann 12, Murphy 9, Clark 8, Huff 8, Vargas 5; Zuschauer: 3151

Kontakt | Jobs | Impressum | Links | Nutzungsbedingungen | Datenschutzhinweis | Nutzungsbasierte Online-Werbung | zur mobilen Ansicht wechseln