Häuser in Wuppertal rutschen langsamer ab - WDR Nachrichten
Wuppertal: Häuser drohen einzustürzen – Gebäude evakuiert
Video starten, abbrechen mit Escape Einsturzgefahr: Häuser in Wuppertal evakuiert | WDR aktuell | 11.03.2019 | 01:46 Min. | Verfügbar bis 11.03.2020 | WDR

Die evakuierten Häuser in Wuppertal-Langerfeld bleiben weiter einsturzgefährdet. Am Dienstag (12.03.2019) sagte die Bergbaubehörde, dass die Häuser zwar weiter abrutschen würden, aber langsamer als noch am Vortag. Die Experten vor Ort prüfen zurzeit die Statik und untersuchen weiter den Untergrund. Die sieben Bewohner eines Altbaus können wahrscheinlich gar nicht mehr in ihre Wohnungen zurück. Nach Auskunft der Stadt sind die Schäden an dem Haus so stark, dass ein Betreten lebensgefährlich ist.

Am Montag (11.03.2019) hatte die Stadt mitgeteilt, dass die Schäden und Risse an mehreren Häusern mit einem Wasserrohrbruch zusammenhängen könnten. Das ausgetretene Wasser in Verbindung mit Bergbauschäden könnte demnach die Ursache für das Absacken der Häuser sein. Das Wasser soll Erde in einen alten Bergwerkstollen gespült haben. Dadurch entstanden Hohlräume und die Häuser sind hinterhergerutscht.

Nach der Evakuierung mehrerer Wohnhäuser in Wuppertal haben die Behörden am Dienstag ein Gebäude wieder freigegeben. Das Haus habe keine bauliche Verbindung zu den Nachbarhäusern, sagte eine Sprecherin der Stadt. Damit bleiben noch fünf Häuser unbewohnbar. Drei von ihnen konnten am Dienstag kurzzeitig von den Bewohnern betreten werden. Sie konnten persönliche Gegenstände herausholen.

Knapp 70 Bewohner waren bereits am Sonntag in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt wurden acht Gebäude evakuiert. Am Montag wurden zwei Häuser wieder freigegeben. Rund 20 Menschen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Bis auf die Bewohner eines stark einsturzgefährdeten Altbaus durften die Betroffenen am Montagnachmittag kurz in ihre Wohnungen, um wichtige Dinge herauszuholen.

Unter den Häusern werden Hohlräume vermutet. Die Experten gehen davon aus, dass die Schäden an den Gebäuden durch Bergbau-Altlasten im Untergrund entstanden sind und ausgetretenes Wasser zu Instabilität führte. Die etwa 50 Bewohner seien allesamt bei Verwandten und Freunden untergekommen, erklärte die Stadt.

Bewohner hatten am Sonntagnachmittag den Notruf gewählt, weil in einem der Häuser ein verdächtiges Knacken zu hören gewesen sei. In den Wänden hätten sich Risse gebildet. Als Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk das Gebäude untersuchten, fanden sie weitere Schäden auch an den Nachbarhäusern. Polizei und Ordnungsamt hatten daraufhin das gesamte Areal räumen lassen und abgesperrt.

Feuerwehr, THW und Geologen suchten am Montag unter Hochdruck nach der Ursache. Mit Baggern wurde die Straße aufgerissen. Die Bezirksregierung hat Bergbauexperten zu den Häusern geschickt. Die Stadt hat einen Krisenstab gebildet, der über weitere Schritte entscheidet.

Am Sonntag hatte die Feuerwehr zunächst acht Gebäude wegen akuter Einsturzgefahr geräumt. Ein besonders betroffenes Gründerzeithaus sei vermutlich nicht zu retten, sagte die Stadtsprecherin. Von außen sind Risse und die abgesackte Fassade zu erkennen.

Außerdem hat die Stadt umfassende Hilfen zugesichert. Sie erhalten 150 Euro Überbrückungsgeld, Wohnungsangebote und Informationen, wo sie kostenlose Kleidung bekommen. Außerdem helfen die städtischen Mitarbeiter dabei, möglichst schnell Papiere und Bescheinigungen auszustellen. Darüber hinaus wird psychosoziale Hilfe angeboten.

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Ein Wasserrohrbruch und alte Hohlräume aus Bergbauzeiten haben in Wuppertal zu einer fatalen Kombination geführt: Eine ganze Häuserreihe scheint instabil.

Messpunkte hängen an einem vom Einsturz bedrohten Haus in Wuppertal. Foto: Henning Kaiser (Quelle: dpa)

Wuppertal (dpa/lnw) – Nach der Evakuierung mehrerer Wohnhäuser in Wuppertal haben die Behörden am Dienstag ein Gebäude wieder freigegeben. Das Haus habe keine bauliche Verbindung zu den Nachbarhäusern, sagte eine Sprecherin der Stadt. Damit bleiben noch fünf Häuser unbewohnbar. Drei von ihnen konnten am Dienstag kurzzeitig von den Bewohnern betreten werden. Sie konnten persönliche Gegenstände herausholen.

Am Sonntag hatte die Feuerwehr zunächst acht Gebäude wegen akuter Einsturzgefahr geräumt. Ein besonders betroffenes Gründerzeithaus sei vermutlich nicht zu retten, sagte die Stadtsprecherin. Von außen sind Risse und die abgesackte Fassade zu erkennen.

Unter den Häusern werden Hohlräume vermutet. Die Experten gehen davon aus, dass die Schäden an den Gebäuden durch Bergbau-Altlasten im Untergrund entstanden sind und ausgetretenes Wasser zu Instabilität führte. Die etwa 50 Bewohner seien allesamt bei Verwandten und Freunden untergekommen, erklärte die Stadt.

Derzeit wird das Gelände mit Bohrungen und seismischen Untersuchungen sondiert. "Wir müssen abwarten, was die Experten und Wissenschaftler herausfinden", hieß es bei der Stadt. Am Montag waren bereits zwei Häuser wieder freigegeben worden. Die Untersuchungen werden wahrscheinlich Monate dauern.