Peta schlägt Alarm: Werden Elefanten in Wuppertal gequält?
Wuppertal: Elefanten-Streit im Wuppertaler Zoo – Peta überzieht die Stadt mit tausenden Spam-Mails
Wuppertal.  Tierpfleger sollen im Zoo Wuppertal Elefanten quälen, behauptet die Tierrechtsorganisation Peta. Das sagt eine Tierärztin zu den Vorwürfen.

Die Tierrechtsorganisation Peta erhebt schwere Vorwürfe gegen den Wuppertaler Zoo. Elefanten würden von ihren Pflegern geschlagen, damit sie Kunststücke für Besucher vorführen, heißt es. Ein Video, das in den Sozialen Medien für viel Aufregung sorgt, soll die Tierquälerei beweisen. Der Wuppertaler Zoo weist die Anschuldigungen entschieden zurück.

In dem Peta-Video heißt es: Das ist Tuffi. Tuffi wird im Zoo Wuppertal für kommerzielle Zwecke missbraucht. Um mehr Einnahmen zu generieren, führt der Zoo Wuppertal seine Elefanten wie im Zirkus vor. Sie müssen Besucher auf sich reiten lassen, Tricks aufführen und als lebendige Fotokulisse herhalten, klagt Dr. Yvonne Würz von Peta an.

Peta wirft dem Zoo Wuppertal vor, Afrikanische Elefanten für kommerzielle Zwecke zu missbrauchen. Die Dickhäuter würden gezwungen, bei Fotoshootings, Elefantenreiten und Hochzeiten mitzumachen. Mit einem sogenannten Elefantenhaken – einem etwa einen Meter langen Stab mit einer Doppelspitze aus Hartmetall – würden die Tiere gefügig gemacht werden. “Die Elefanten gehorchen nur, weil sie Angst vor der Bestrafung haben”, kritisiert Dr. Yvonne Würz von Peta.

Peta wirft Tierpflegern des Wuppertaler Zoos vor, Elefanten mit einem Elefantenhaken zu schlagen.  Foto: PETA “Auch beim regelmäßigen Abduschen setzt es Schläge mit dem Elefantenhaken, wenn die Elefanten nicht schnell genug reagieren. Schon Babyelefant Tuffi wird gezwungen, Kommandos schnellstens zu befolgen”, sagt Würz. Eine Online-Petition gegen das “Ende der Elefantenquälerei” haben bereits mehr als 16.000 Menschen unterschrieben (Stand: Donnerstag, 8. November, 12 Uhr).

Dass das manchmal etwas auch ruppig aussehen kann ist schlicht der Tatsache geschuldete, dass es sich hier um Tiere mit einem Gewicht zwischen vier bis fünf Tonnen handelt. Der Vorwurf, dass die Dickhäuter an besonders empfindliche Stellen wie dem Mund geschlagen werden, seien aber vollkommen absurd.

Die Vorwürfe von Peta weisen die Verantwortlichen des Zoos zurück. “Bei uns werden keine Tiere geschlagen oder gequält”, sagt Zoo-Sprecher Andreas Haeser-Kalthoff. Dass ein Mensch auf einem Elefant reitet, sei eine Ausnahme für einen Hochzeitsantrag gewesen.

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Wuppertal – Die Tierrechtsorganisation PETA erhebt schwere Vorwürfe gegen den Zoo Wuppertal! Dort würden Elefanten gequält und für Zirkuskunststücke missbraucht. Der Zoo weist das energisch zurück.

Von Mai bis Juli 2018 entstandene Aufnahmen zeigen, wie die Tiere im Zoo Wuppertal von den Zoowärtern gewaltsam unterworfen werden, für Fotos mit Besuchern posieren und Tricks zeigen müssen, behauptet PETA.

Ob es im Grünen Zoo wirklich zu Misshandlungen und Tierquälerei gekommen ist, lässt sich schwer einschätzen. Während Peta anklagt, streitet der Zoo jegliche Vorwürfe ab.

Es ist unerhört, dass der Zoo Wuppertal Elefanten zu lebenden Fotokulissen und Turngeräten degradiert, so Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. Mit dem Elefantenhaken werden die Tiere ‚dressiert, damit sie posieren und Menschen auf ihrem Rücken tragen.

PETA fordert, die Haltung schnellstmöglich auf den geschützten Kontakt umzustellen, bei dem sich zum gegenseitigen Schutz ein Gitter zwischen Tier und Wärter befindet.

Es bleibt dabei: Gegen den Zoo Hannover wird nicht mehr wegen des Vorwurfs der Elefanten-Quälerei ermittelt.

Die umstrittene Tierrechtsorganisation PETA nimmt Politikerinnen ins Visier, veröffentlichte einen geschmacklosen Steckbrief auf Facebook.

Andreas Haeser-Kalthoff (49), Sprecher des Wuppertaler Zoos, weist die Vorwürfe vehement zurück: PETA stellt Behauptungen auf, die in weiten Teilen unrichtig sind. Sie schreiben von quälen, schlagen und missbrauchen und wollen das mit einem Video belegen, das aber nichts davon zeigt. Der ‚Babyelefant, von dem da gesprochen wird, ist beispielsweise zweieinhalb Jahre alt. Bei uns werden keine Tiere geschlagen oder gequält. Mit den Elefanten wird mit positiver Bestärkung gearbeitet.

Dass ein Mensch auf einem Elefant reitet, sei eine Ausnahme für einen Hochzeitsantrag gewesen. Haeser-Kalthoff: Das gehört nicht zum Standardprogramm bei Besucherkontakten. Im Übrigen machen die Elefanten diese Besucherkontakte freiwillig mit. (löb/wit)