Wuppertal will zurück auf die Siegerstraße
Fußball-Regionalliga: WSV leitet den Umbruch ein
Nachdem der Wuppertaler SV in den letzten zwei Partien keinen Dreier holen konnte, will das Team von Trainer Adrian Alipour am Samstag gegen den 1. FC Köln II zurück auf die Siegerstraße.

Aktuell belegt der WSV mit 23 Punkten den neunten Platz und konnte sich seit der Amtsübernahme von Alipour dank einer Serie von sechs ungeschlagenen Spielen aus dem Tabellenkeller befreien. Nach der Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf II und dem 1:1 gegen Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn wollen die Wuppertaler jetzt endlich wieder drei wichtige Punkte.Doch ein einfacher Gegner werden die Domstädter nicht sein – das weiß auch der WSV-Trainer: Köln ist vor allem taktisch sehr gut und sie sind gut darin, die Räume zu verengen. Die Mannschaft ist mit Sicherheit sehr ernst zu nehmen, ist er sich über die Stärken des kommenden Gegners bewusst.Die Kölner befinden sich zurzeit mit neun Punkten auf dem vorletzten Platz und kämpfen damit gegen den Abstieg. Als Favorit sieht der Coach seine Mannschaft deswegen jedoch nicht: Ich tue mich generell schwer damit in dieser Liga Favoriten zu sehen. Wir haben die letzten beiden Spiele gegen Mannschaften aus den unteren Regionen ja auch nicht gewonnen. Wir sind definitiv kein Favorit, stellt Alipour klar.Nach einem Katastrophen-Start übernahm der Trainer die Mannschaft und kann in seinen ersten zehn Spielen eine beeindruckende Bilanz von sechs Siegen, drei Unentschieden und einer Niederlage aufweisen. Trotzdem setzen ihn die zwei sieglosen Spiele nach dem erfolgreichen Start als Chef-Coach in Wuppertal nicht unter Druck: Wir haben keinen Druck. Wir spielen weder um den Aufstieg noch um den Abstieg. Natürlich hoffen wir auf einen Sieg, diesen Anspruch sollte man schon haben, wenn man zwei Spiele in Folge nicht gewonnen hat, erzählt er.Vom Verletzungspech bleibt der WSV weiterhin verschont. Lediglich Daniel Hägler wird der Mannschaft am Samstag fehlen. Der Mittelfeldspieler ist nach einer Operation schon die ganze Saison nicht zum Einsatz gekommen und wird auch gegen Köln fehlen. Ich kann zum Glück weiterhin aus dem Vollen schöpfen, freut sich der Trainer über die positive Personalsituation seines Teams.  Autor: Charmaine Fischer

Nein, es wird wahrlich kein Spitzenspiel im Franz-Kremer-Stadion. Während zeitgleich in der RheinEnergie-Arena zum Zweitliga-Match des FC gegen Dynamo Dresden mehr als 50.000 Fans erwartet werden, dürfte die Kulisse hier kaum vierstellig werden.

Das liegt einerseits daran, dass die Kölner Reserve mit gerade einmal 9 Punkten auf dem vorletzten Platz dümpelt – aber eben auch, dass der WSV nach dem 2:3 gegen Düsseldorf II und dem 1:1 gegen Kaan-Marienborn wohl auch die letzten Aufstiegshoffnungen ad acta legen kann. Spitzenreiter Viktoria Köln ist 14 Punkte entfernt.

Und so richtet Vorstandsmitglied Manuel Bölstler den Blick auf das (auch finanziell wichtige) Pokal-Viertelfinale am 24. November beim Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg, das geplante Trainingslager im Süden (“Wir fliegen weg, weil wir im Winter keine vernünftigen Trainingsplätze und Bedingungen in Wuppertal haben”) – und den Umbau des Kaders.

Der aktuelle war nach Bölstlers Aussagen auf die Spielphilosophie des Anfang September beurlaubten und am 10. Oktober zum Westfalen-Oberligisten Rot-Weiß Ahlen gewechselten Christian Britscho ausgerichtet. Nun soll er mehr den Vorstellungen von Adrian Alipour angepasst werden.

Gut möglich, dass Kamil Bednarski (er saß zuletzt zwei Mal nur auf der Tribüne) den Club verlässt. Weitere Ab- und Zugänge sind nicht ausgeschlossen.