Glasner setzt beim VfL Wolfsburg auf Altbewährtes - Wolfsburger Nachrichten
Itter-Ersatz: Otavio ist im VfL-Visier
Nach dem Abgang von Gian-Luca Itter zum SC Freiburg will der VfL Wolfsburg noch einen neuen Linksverteidiger verpflichten – und hat dabei mehrere Kandidaten im Visier. Eine Spur führt nach Nürnberg.

Im vergangenen Sommer hatten die VfL-Verantwortlichen um Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer Top-Transfers getätigt. Wout Weghorst, Daniel Ginczek, Pavao Pervan, Felix Klaus und Jerome Roussillon wussten allesamt zu überzeugen. Letzterer war gar einer der besten Linksverteidiger der Fußball-Bundesliga. Aber nach dem Verkauf von Roussillon-Backup Gian-Luca Itter (wechselte dank einer Ausstiegsklausel zum SC Freiburg) braucht es hinten links nun Ersatz. Der VfL hat nun mehrere Kandidaten im Visier – unter anderem Tim Leibold von Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg.

Es schien so, als ob der gebürtige Böblinger zu seinem Ex-Verein VfB Stuttgart wechseln könnte. Aber nach dem Abstieg der Schwaben haben sich die Dinge verändert für den 25-Jährigen. Leibold möchte weiterhin in der Bundesliga spielen, gleichwohl ist auch ein Verbleib beim FCN nicht ausgeschlossen.

Der Linksverteidiger war im Sommer 2015 vom VfB Stuttgart II zu den Franken gewechselt, entwickelte sich zum Stammspieler. In der gerade abgeschlossenen Saison hatte Leibold 34 Pflichtspiele absolviert und dabei sechs Tore vorbereitet. Beim VfL, der in der neuen Spielzeit in drei Wettbewerben unterwegs ist, wäre Leibold der Ersatzmann für Rakete Roussillon. Der Top-Franzose war jüngst mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht worden, eine Anfrage für den bis 2023 gebundenen 26-Jährigen liegt jedoch nicht vor. Der VfL plant fest mit dem Publikumsliebling.

Damit Roussillon in der neuen Runde auch mal eine Pause bekommen kann, sucht der Klub nun Ersatz – und hat dabei neben Leibold und zwei Optionen aus dem Ausland laut Kicker online auch Ingolstadts Paulo Otavio auf dem Zettel. Der Brasilianer musste gerade mit den Schanzern den Gang in die Drittklassigkeit antreten, nachdem der FCI in der Relegation am SV Wehen Wiesbaden gescheitert war. 29 Mal war der 24-Jährige in der letzten Spielzeit zum Einsatz gekommen. Sein möglicher Vorteil im Vergleich zu Leibold: Oliver Glasner. Wolfsburgs neuer Trainer und Otavio haben in der Vergangenheit schon beim Linzer ASK zusammengearbeitet. Im Sommer 2016 war der Linksfuß von Tombense FC nach Linz gewechselt und kennt deshalb das von Glasner favorisierte aggressive Angriffspressing. Auf 28 Einsätze (zwei Tore, sieben Vorlagen) war Otavio in der Spielzeit 2016/17 für Linz gekommen. Auch in Ingolstadt eroberte sich der Brasilianer einen Stammplatz, stieg jedoch wie Leibold ab und könnte nun wie der Nürnberger seinen Noch-Arbeitgeber verlassen – nach Wolfsburg?

Beim Abgang von Gian-Luca Itter waren dem VfL Wolfsburg die Hände gebunden, der Linksverteidiger machte von einer Ausstiegsklausel Gebrauch und wechselt für 2,5 Millionen Euro zum SC Freiburg. Nun fahndet der VfL nach Ersatz – und könnte nach kicker-Informationen fündig werden in Ingolstadt.

Gian-Luca Itter kam in der abgelaufenen Saison nicht über die Rolle des Ersatzmannes hinaus. Zu gut spielte Wolfsburgs Linksverteidiger Jerome Roussillon, zudem war das Großtalent immer mal wieder angeschlagen. Gleichwohl nahm der 20-Jährige, der 2018/2019 nur auf zwei Erstliga-Einsätze kam, eine Kaderposition ein, die der VfL nun neu besetzen will. Der Itter-Ersatz könnte nach kicker-Informationen aus Ingolstadt kommen – Paulo Otavio ist im VfL-Visier.

Der Brasilianer, einer von mehreren Wolfsburger Kandidaten, kam in der abgelaufenen Spielzeit in 27 Partien für den FCI zum Einsatz, nach dem Abstieg der Schanzer in die 3. Liga kann er jedoch den Klub gegen eine Ablöse verlassen. Und passt gut in das Wolfsburger Beuteschema. Otavio ist ausgesprochen schnell, hat einen ausgeprägten Offensivdrang. Und: In der Saison 2016/2017 spielte der Linksverteidiger beim Linzer ASK unter Wolfsburgs neuem Trainer Oliver Glasner.

Otavio ist also bereits vertraut mit der grundsätzlichen Spielidee des Österreichers, der mit dem LASK vor allem für aggressives Angriffspressing und schnelles Umschaltspiel stand. In der Saison 16/17 absolvierte der heute 24-jährige Verteidiger in der 2. österreichischen Liga 28 Spiele für Linz, erzielte dabei zwei Tore und gab sieben Vorlagen. Im ersten Zweitligajahr in Ingolstadt folgten acht Einsätze, in der nun abgelaufenen Spielzeit eroberte sich Otavio (zwei Vorlagen) einen Stammplatz. Der FCI jedoch stieg ab, für den Brasilianer könnte der Aufstieg nach Wolfsburg erfolgen.

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