Bei schwülen 30 Grad: VfL Wolfsburg testet gegen Frankfurt - Wolfsburger Nachrichten
VfL Wolfsburg in China: Schäfer, Labbadia und Co. schnüren noch mal die Schuhe
Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt sind derzeit in China zu Gast. SPORT1 zeigt das Duell der Bundesliga-Klubs am Freitag LIVE ab 14 Uhr im Free-TV.

Großer Saisonabschluss von VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt in China: SPORT1 überträgt das Duell der Bundesligaklubs am Freitag, 24. Mai, live ab 14.00 Uhr im Free-TV.

Diesen Markt will der VfL, der seit 2012 zum vierten Mal vor Ort ist und seit 2017 ein Büro in Peking unterhält, weiter erobern. Und so schwärmten die Wolfsburger nach der Ankunft direkt zu den ersten Aktivitäten aus. Eine Gruppe um Kapitän Josuha Guilavogui besuchte ein Fußballcamp von FAW-Volkswagen, dem dortigen Gemeinschaftsunternehmen des VfL-Eigners. Maximilian Arnold, Elvis Rexhbecaj und Tim Mertens (U19) waren Teil einer Kung-Fu-Vorführung und eines chinesischen Löwentanzes, in dem sie sich anschließend selbst versuchen durften. Trainer Bruno Labbadia, der sich auf seiner letzten Dienstreise mit dem VfL befindet, führte eine Gruppe an, die eine Schule im Stadtbezirk Chancheng besuchte und mit den Schülern ein Training absolvierte.

Nur wenige Tage nach dem Ende einer spannenden Bundesliga-Spielzeit präsentieren sich die beiden Teams im Century Lotus Stadion von Foshan in der Provinz Guandong ihren Fans. Die Full-Service Event- und Sportberatungs-Agentur Match IQ, die wie die Sport1 GmbH zum Constantin Medien-Konzern gehört, hat die Begegnung im Süden Chinas organisiert und implementiert, Ausrichter ist die Foshan Sports Industry Association.

Es gibt reichlich zu feiern dieser Tage für den VfL Wolfsburg. Den Europapokaleinzug am Samstag auf dem Rasen der Volkswagen-Arena nach dem triumphalen 8:1 gegen den FC Augsburg, über den Wolken an diesem Mittwoch nun den Geburtstag von Robin Knoche, der 27 wird. Mit einem Tag Verspätung aufgrund eines defekten Flugzeugs sind die Niedersachsen nach einer Reisezeit von 20 Stunden im chinesischen Foshan angekommen. Und starteten direkt ihr Programm. “China ist ein spannendes Land für uns, weil es sich zum einen zunehmend für Fußball begeistert und zum anderen auch für unseren Partner Volkswagen ein sehr relevanter Markt ist”, sagt Geschäftsführer Michael Meeske.

Ausführliche Highlights des Spiels gibt es am Freitagabend in “Bundesliga Aktuell” ab 23.15 Uhr zu sehen.

In der vergangenen Bundesliga-Saison kämpften Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg bis zum Schluss um die internationalen Plätze – mit Happy End: Der VfL Wolfsburg landete dank des fulminanten 8:1 gegen Augsburg auf Platz 6 und qualifizierte sich direkt für die Gruppenphase der UEFA Europa League.

Die Bundesligasaison wurde erfolgreich beendet, ganz abgeschlossen ist diese Spielzeit aber noch nicht für den VfL Wolfsburg. Ein Rumpfkader, ergänzt mit Spielern aus der U 23 und U 19, ist am Mittwoch in China gelandet. Eine Werbetour für den Klub, eine Abschiedstour für den scheidenden Trainer Bruno Labbadia.

Die SGE verlor zwar das Saisonfinale in München, kam aber dank der Hoffenheimer Niederlage in Mainz noch auf Rang sieben ins Ziel und nimmt Ende Juli an der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League teil. In diesem Wettbewerb machte Frankfurt in dieser Spielzeit von sich reden, die “Heldenreise” der Hessen durch Europa endete erst im Halbfinale nach der Niederlage im Elfmeterschießen beim FC Chelsea.

Nationalspieler wie John Anthony Brooks (USA), Wout Weghorst (Niederlande), Josip Brekalo (Kroatien), Yunus Malli (Türkei) oder Felix Uduokhai (Deutschland) sind ebenso nicht dabei wie verletzte (Koen Casteels, Ignacio Camacho) oder zuletzt angeschlagene (Daniel Ginczek, Jerome Roussillon) Spieler.

Beide Klubs sind mit einem großen Aufgebot nach China gereist, darunter viele Stars wie zum Beispiel die Frankfurter Angreifer Ante Rebic und Luka Jovic beziehungsweise die beiden Wolfsburger Maximilian Arnold und Josuha Guilavogui. In der Bundesliga standen sich die Mannschaften zuletzt im April beim 1:1 in Wolfsburg gegenüber.

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Eintracht Frankfurt wird während der China-Tour vom 22. bis 27. Mai auch in Hongkong Station machen, während die “Wölfe” unter anderem Wolfsburgs Partnerstadt Nanhai besuchen wollen.

“Die DFL unternimmt sehr viel, um die Wahrnehmbarkeit der Bundesliga in China zu erhöhen”, erklärte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. “Davon profitieren alle Vereine, und wir sehen unsere Aufgabe darin, dieses Vorhaben mit unserer Präsenz zu unterstreichen. Das Nützliche verbinden wir mit dem Angenehmen und werden mit unserer Mannschaft den Saisonabschluss in Hongkong feierlich begehen.”

VfL-Geschäftsführer Michael Meeske sagte: “China ist ein spannendes Land für uns, weil es sich zum einen zunehmend für Fußball begeistert und zum anderen auch für unseren Partner Volkswagen ein sehr relevanter Markt ist. So können wir gerade auch im Verbund mit vielen Maßnahmen ein Grundrauschen erhalten, auf welches wir dann anschließend aufbauen können. Wir unterhalten schließlich schon seit 2017 ein eigenes Büro in Peking und konnten die Zahl der chinesischen Partner kontinuierlich steigen. Dadurch sind solche Reisen die logische Konsequenz.”

Match IQ unterstützt sowohl Eintracht Frankfurt als auch den VfL Wolfsburg seit mehreren Jahren bei der Entwicklung, Akquise und Umsetzung von Freundschaftsspielen, Turnieren, Trainingslagern und Auslandsreisen. Auch die Partie der beiden Bundesliga-Klubs in Foshan hat Match IQ organisatorisch vorbereitet.

Um 16.00 Uhr zeigt SPORT1 am Freitag Highlights der Begegnung Minnesota United FC gegen Hertha BSC. Die Berliner halten sich für zehn Tage in den USA auf und sind das erste internationale Team, gegen das Minnesota im neu eröffneten Stadium Allianz Field in St. Paul antritt. Die Vermittlung der Partie lag ebenfalls in der Hand von Match IQ.

Der VfL Wolfsburg im Reich der Mitte – bis Samstag weilt der Fußball-Bundesligist in China. Und auch der zweite Tag stand im Zeichen von Begegnungen. So absolvierte der Fußball-Bundesligist unter anderem eine Trainingseinheit mit Nachwuchskickern. Zudem schnürten Trainer Bruno Labbadia, Sportdirektor Marcel Schäfer und Co. noch mal die Schuhe für ein Legendenspiel.

Um 17 Uhr (chinesischer Zeit) bestritten die Wolfsburger ihr Abschlusstraining vor dem Testspiel am Freitag (14 Uhr, deutscher Zeit) gegen Eintracht Frankurt. Vor den Augen einiger angereister Fans standen im im Century Lotus Stadium Pass- und Ballbesitzübungen auf dem Programm. Und dann zeigten die alten Hasen, was sie noch drauf haben. Eine Auswahl von Verantwortlichen des VfL und Eintracht Frankfurt lief im Legendenspiel gegen eine chinesische Delegation auf. Unter anderem waren in dem Mixed-Team Schäfer, Labbadia, Markenbotschafter Pierre Littbarski, Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic und Frankfurts Teammanager Christoph Preuß am Ball. Die Partie endete mit 1:0 für das deutsche Team.

Vorab standen jedoch noch weitere Punkte auf der Tagesordnung. Coach Labbadia fuhr zusammen mit Geschäftsführer Michael Meeske, Olaf Janßen, Günter Kern aus dem Trainerstab sowie den Profis Josuha Guilavogui, Yannick Gerhardt, William und Nachwuchsspieler Sidnei Baldé zur Foshan-Energy-Football-Training-Base zu einer Kooperations-Veranstaltung mit dem VfL-Partner Linglong Tire. Dort freuten sich 60 Verkäufer des chinesischen Unternehmens über ein Training mit den Wolfsburgern. “Die Trainingseinheit hier war eine sehr interessante Erfahrung. Mir wurde gesagt, dass die Menschen für diese aus dem ganzen Land hergereist sind. Zwar besteht fußballerisch noch etwas Nachholbedarf, doch sie sind sehr begeisterungsfähig und haben uns mit offenen Armen empfangen. Es ist sehr interessant und spannend, diese Kultur, die doch anders ist als unsere besser kennenzulernen”, so Labbadia.

Im Stadtbezirk Nanhai, Partnerstadt von Wolfsburg, wurde ebenfalls gekickt, allerdings mit Kindern der Nanhai Foreign Language School. Zu dieser Veranstaltung machten sich die Profis Robin Knoche, Ismail Azzaoui, Maximilian Arnold, Felix Klaus gemeinsam mit Littbarski und Geschäftsführer Tim Schumacher auf den Weg. Die Spieler erklärten Übungen, stellten sich ins Tor und spielten gemeinsam mit den Nachwuchskickern.