Rassismus bei Länderspiel in Wolfsburg: Mildes Urteil - Politik - Wolfsburger Nachrichten
DFB-Elf: Entscheidung nach Rassismus-Vorfall gegen Gündogan und Sané
Zwei der drei Männer, die beim Länderspiel gegen Serbien (1:1) Mitte März in Wolfsburg gegen die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan (28) und Leroy Sané (23) gehetzt hatten, kommen ohne Strafe davon. Ein weiterer Beschuldigter muss eine Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro zahlen. Das gab das Amtsgericht Wolfsburg am Dienstag bekannt.

Der Test zwischen Deutschland und Serbien (1:1) in Wolfsburg hat ein Nachspiel – zumindest in den sozialen Netzwerken!

Länderspiel – Mildes Urteil nach rassistischen Sprüchen bei DFB-Spiel

Der Journalist André Voigt wurde während des Spiels nach eigener Aussage auf der Tribüne Zeuge von massiven rassistischen Beleidigungen gegen Gündogan und Sané. Diese sollen von drei betrunkenen Männern in der Reihe hinter ihm gekommen sein.

Voigt erklärte danach in einem Video, das er in den sozialen Netzwerken teilte: Immer wenn Sané am Ball war, war vom Neger die Rede. Gündogan war auf einmal der Türke. Da wurde dann Pseudo-Türkisch geredet, wenn er am Ball war. Und dann immer wieder Neger, Neger, Neger.

Nachdem Voigt die Männer auf ihre Ekel-Aussagen angesprochen hatte, wurden diese noch aggressiver und pöbelten weiter. Nach dem Spiel leiteten DFB und Polizei weitere Maßnahmen ein, um die Täter zu identifizieren – mit Erfolg.

Nun allerdings das milde Urteil. Das Amtsgericht Wolfsburg begründete die Entscheidung damit, dass ein hinreichender Tatverdacht einer Volksverhetzung bei den Beleidigungen gegen die DFB-Stars nicht gegeben sei. Der dritte Pöbler muss eine Geldstrafe zahlen, weil dieser die Parole Sieg Heil skandiert hatte.

Nach rassistischen Beleidigungen bei einem Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien (1:1) vom 20. März in Wolfsburg sind zwei von drei Beschuldigten straffrei geblieben.

Zwei der drei Personen, die im Stadion von Wolfsburg beim Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien rassistische Parolen und Beleidigungen von sich gegeben haben, sind freigesprochen worden. Das teilte das Amtsgericht Wolfsburg am Dienstag mit.

Nach Angaben des Amtsgerichts Braunschweig muss lediglich ein dritter Mann mit einer Strafe von 2400 Euro rechnen, weil er “Sieg Heil” skandierte. Vor dem Amtsgericht Wolfsburg wurde ein entsprechender Strafbefehl gestellt.

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Die drei Männer hatten eingeräumt, einige Spieler, darunter Leroy Sané und İlkay Gündoğan, als “Neger”, “Bimbo” oder “Türke” betitelt zu haben. Doch die Beleidigungen reichen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht für ein Verfahren wegen Volksverhetzung aus.

Die Affäre ins Rollen gebracht hatte der Journalist André Voigt, der ein Video veröffentlicht hatte, in dem er von verbalen Ausfällen einiger Zuschauer während der Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien berichtetet hatte.

Ein Journalist hatte in einem Video über rassistische Ausfälle von Zuschauern beim Länderspiel in Wolfsburg berichtet. Nun hat die Polizei drei Männer vernommen.