Stöger lobt neuen Wolfsburg-Coach Glasner - Schwäbische
Stöger über Glasner: Das überrascht mich nicht
Oliver Glasner wird Nachfolger von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg. In Deutschland ist der Österreicher ein unbeschriebenes Blatt. Aber nicht für seinen Landsmann Peter Stöger, der in der Bundesliga den 1. FC Köln sowie den BVB trainierte. Wer ist Oliver Glasner? Und wie stark kann er den VfL Wolfsburg machen? Das erklärt Stöger exklusiv.

Während Fußball-Deutschland noch nicht so recht weiß, wer dieser Oliver Glasner überhaupt ist und was der neue Trainer des VfL Wolfsburg so alles kann, kennt Peter Stöger den Olli schon ewig lang. Bereits zu aktiven Zeiten trafen die beiden Österreicher in der heimischen Liga als Spieler aufeinander – wir gehörten in unseren Vereinen beide zum Kreis der Führungsspieler, er war Kapitän beim SV Ried, erinnert sich Stöger, und bereits damals, erklärt der ehemalige Coach des 1. FC Köln (2013 bis Dezember 2017) und von Borussia Dortmund (bis Ende der Saison 2017/18), war er schon gut im strategischen Bereich unterwegs – von daher überrascht es mich nicht, dass er einen so guten Job als Trainer macht.

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VfL Wolfsburg: Peter Stöger glaubt an Oliver Glasner

Das sei nun Gott sei Dank auch in der deutschen Bundesliga wahrgenommen worden, so Stöger, wir haben hier in Österreich ein paar gute Trainer – und die können sich auch woanders durchsetzen. Am Dienstag gab nun also der VfL die Verpflichtung des 44-Jährigen vom Linzer ASK zur neuen Saison bekannt, doch ebenso gern hätten der VfB Stuttgart und wohl auch Schalke 04 Glasner mit Kusshand genommen.

“Man steht ganz anders im Rampenlicht, was die Erfolge, aber auch die Misserfolge anbelangt. Das bekommt in Deutschland eine andere Größenordnung – und dazu relativ schnell. Den Schritt habe ich geschafft, den hat Adi Hütter geschafft – und den wird auch Olli Glasner schaffen”, ist Stöger in der “Wolfsburger Allgemeinen” überzeugt.

In seiner Heimat hat der Coach seit der Amtsübernahme 2015 beim LASK inzwischen einen ausgezeichneten Ruf erlangt, steht mit dem Klub auf Platz zwei hinter Primus RB Salzburg. Das ist sicher überraschend, weil die Wiener Klubs allein von den Rahmenbedingungen her eigentlich höher gehandelt wurden, sagt Stöger.

“Olli hat eine Idee entwickelt in Linz und die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt – er hat dafür aber auch die nötige Zeit bekommen”, meint der frühere Köln- und BVB-Trainer – und genau dies sei die heikle Frage: “Hat man kurzfristig einigermaßen Erfolg, um seine Arbeit langfristig fortsetzen zu können?”

Oliver Glasner, der zur kommenden Saison den VfL Wolfsburg übernimmt, wird der 15. Bundesligatrainer aus Österreich. Einer seiner Vorgänger ist sich sicher, dass Glasner die Herausforderung meistern wird.

Glasner schon als Spieler “gut im strategischen Bereich unterwegs” Der 53-Jährige verweist darauf, dass er Glasner “schon ewig lang” aus Spielerzeiten kennen würde. Damals war er “schon gut im strategischen Bereich unterwegs – daher überrascht es mich nicht, dass er einen so guten Job als Trainer macht.”

Peter Stöger weiß aus eigener Erfahrung, welche veränderten Rahmenbedingungen ab 1. Juli auf Oliver Glasner zukommen werden, selbst wenn Stöger im Jahr 2013 von Austria Wien “nur” zum damaligen Zweitligisten 1. FC Köln gewechselt war. “Die Erwartungshaltung ist eine andere, auch die Medienarbeit ist in Deutschland eine andere Größenordnung”, sagte Stöger, der zwischen 2014 bis 2018 in 135 Bundesligapartien für Köln und Dortmund auf der Bank Platz nahm, dem kicker.

Deutschland sei für österreichische Trainer durchaus attraktiv. “Klar schaut man auf die deutsche Liga, man bekommt davon am meisten mit, das ist der große Nachbar”, erklärte Stöger. “Man steht ganz anders im Rampenlicht, was die Erfolge, aber auch die Misserfolge anbelangt. Das bekommt in Deutschland eine andere Größenordnung – und dazu relativ schnell”, sagte der 53 Jahre alte Wiener. “Den Schritt habe ich geschafft, den hat Adi Hütter (Trainer bei Eintracht Frankfurt) geschafft – und den wird auch Olli Glasner schaffen.”

Stöger traut Glasner diesen Schritt aber uneingeschränkt zu. “Da ist der Olli gut aufgestellt. Er war schon als Gegner in Ried ein Führungsspieler, der vorangegangen ist”, sagte der 53-Jährige über Glasner, der auf seiner zweiten Trainerstation den Linzer ASK von der Zweitklassigkeit bis in die Europa League führte. “Es überrascht mich nicht, dass er als Trainer erfolgreich ist”, sagt Stöger.

Der frühere Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld sieht derweil für die Beliebtheit von Trainern aus Österreich und der Schweiz in der Fußball-Bundesliga verschiedene Gründe. Ein Vorteil sei, “dass die Trainer die deutsche Sprache sprechen, und zudem sind sie vergleichsweise bezahlbar”, sagte der ehemalige Schweizer Nationaltrainer der Deutschen Presse-Agentur.

Und auch in der Zusammenarbeit mit Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke sieht Stöger keine Probleme. “Das”, ist Stöger überzeugt, “wird passen.” Selbst wenn das Ende der gemeinsamen Zeit mit Schmadtke in Köln alles andere als reibungslos verlief: “Es hat fast viereinhalb Jahre wunderbar gepasst – das muss uns erst mal einer nachmachen”, sagte Stöger im Rückblick.

Stöger kennt Glasner “schon ewig lang”, in der österreichischen Liga spielten die beiden noch gegeneinander. Bereits damals war Glasner “schon gut im strategischen Bereich unterwegs – von daher überrascht es mich nicht, dass er einen so guten Job als Trainer macht”, meinte Stöger.

Lesen Sie in der aktuellen Donnerstagausgabe ein Porträt von Oliver Glasner, von wessen Philosophie sich dieser als Trainer hat inspirieren lassen und welche Änderungen im Spielstil Manager Jörg Schmadtke unter dem Österreicher erwartet.

Lange wurde spekuliert, nun ist es fix: LASK-Trainer Oliver Glasner wechselt zum Ende der Saison in die deutsche Bundesliga.

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