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Regen-Alarm: Unwetter-Gefahr breitet sich immer weiter aus
Diese Wetteraussichten sind beängstigend: Vom Nachmittag an sollen in Süddeutschland erhebliche Regenmengen fallen. Von dort breiten sich die Unwetter weiter aus.

In Berlin hat die Feuerwehr nach einem heftigen Gewitter den Ausnahmezustand ausgerufen. In einer halben Stunde kam es zu 50 Notrufen. Größere Schäden gebe es nicht, hieß es am frühen Abend. In Rudow geriet durch einen Blitzeinschlag ein Einfamilienhaus in Brand, Verletzte gab es nicht, wie ein Feuerwehr-Sprecher sagte.

Bis dahin könnten bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen, im Allgäu sogar mehr als 100 und bis zu 180 Liter. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den gesamten Monat Mai liege in Frankfurt bei etwa 84 Liter Regen pro Quadratmeter, erläuterte ein Meteorologe. In mehreren bayerischen Landkreisen – darunter Mühldorf am Inn, Unter- und Ostallgäu sowie Passau und Bad Kissingen – wurden Hochwasserwarnungen ausgesprochen. Auch bei kleineren Gewässern und Wildbächen seien rasch ansteigende Wasserstände zu erwarten, hieß es.

Unwetter im Newsblog: Straßen in Kassel überflutet

Das Gewitter und der heftige Regen haben auch den Betrieb am Flughafen Tegel gestört. Die Abfertigung musste für kurze Zeit unterbrochen werden. Am Flughafen Schönefeld kam es zu Verspätungen. Auch der S-Bahn- und Straßenbahnverkehr wurden beeinträchtigt. Es kam zu Ausfällen und Verspätungen.

Berlin am absaufen… Na was macht ihr jetzt @BVG_Tram? 😳 #Berlin #Regen #Überschwemmung pic.twitter.com/r3FuRspTdT

In Schenkendorf (Brandenburg) hat ein Blitz den Stromverteiler eines Wohnhauses in Brand gesetzt. Bei einer Frau bestehe der Verdacht auf Rauchgasvergiftung, sagte in Polizeisprecher am Montag. Die Größe des Schadens kann noch nicht abgeschätzt werden, das Einfamilienhaus sei jedoch weiter bewohnbar. Auch in anderen Teilen Brandenburgs gab es starke Gewitter. In Erkner (Kreis Oder-Spree) kam nach Angaben der Polizei Wasser aus der Kanalisation auf die Straße.

Tief Axel hat sich über Deutschland festgesetzt. Feuchte und warme Luftmassen hängen besonders an den Alpen fest und regnen sich aus. Das Tief an sich bewegt sich in den kommenden Stunden kaum. Es gibt kaum Höhenwinde, daher ziehen auch die Niederschlagsgebiete und Gewitter nicht von der Stelle, sagte Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net zu BILD.

Die Meteorologen erwarteten im Verlauf der Nacht heftige Regenfälle von Südniedersachsen über Osthessen, Westthüringen, Baden-Württemberg bis nach Bayern. Es deute sich eine “brisante Dauerregenlage” an, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Besonders stark sollen die Alpen betroffen sein. Schneeschmelze könnte die Lage noch verschärfen.

Einzelne Wettermodelle rechnen mit mehr als 200 Litern Niederschlag pro Quadratmeter – bis Mittwochabend, also in nur zwei Tagen. Zum Vergleich: In Berlin fallen in einem ganzen Jahr nur 574 Liter.

Besonders schlimm haben die Unwetter Dörentrup getroffen. In Hillentrup schlug ein Blitz in das Dach eines Wohnhauses ein und setzte die Styropor-Dämmung im Dachstuhl in Brand. Die gesamte Dörentrupper Feuerwehr war vor Ort, unterstützt von einem Leiterwagen und einem Tanklöschfahrzeug aus Lemgo sowie einem weiteren Fahrzeug aus Alverdissen.

Hagel, Starkregen : Am Nachmittag können Gewitter auch in Berlin ankommen

Eine Zusammenfassung der Dauer-/Starkregen- und Gewitterlage bis Mittwoch. Aktuell bilden sich erste Gewitter über der Mitte Deutschlands. Die größten Regenmengen werden immernoch im Allgäu erwartet. #Unwetter #Hochwasser /V pic.twitter.com/US0Mt6KdWG

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz warnt vor Hochwasser an der Ilm. Es droht ein schneller Anstieg der Gewässerpegel durch die vorhergesagten Starkregenfälle. Es müsse daher mit Sperrungen wegen über die Ufer tretende Flüsse gerechnet werden. Die Warnung gilt zwischen Montagnachmittag und Dienstagmittag. Den Höhepunkt beim Hochwasser erwarten die Hydrologen in der Nacht zu Mittwoch.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Baden-Württembergs eine Unwetterwarnung (Stufe 3) ausgegeben. Schwere Gewitter und überflutete Keller oder Straßen sind möglich: Es könnten 40 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, im Südosten sogar örtlich bis zu 140 Liter (Stufe 4).

Am Montagmittag gab der DWD eine neue Warnkarte raus: Darauf sind jetzt auch Teile von Hessen, Thüringen und Niedersachsen von möglichen Unwettern betroffen. Aber auch Berlin Brandenburg und Teile von Mecklenburg-Vorpommern können heftige Gewitter abbekommen.

Die Hauptstraße musste für die Löscharbeiten gesperrt werden, verletzt wurde niemand. “Wir waren schneller hier, weil wird wegen des Unwetters sowieso alle unterwegs waren”, sagte der Dörentruper Feuerwehrsprecher Thomas Lalk.

Die Lage sei sehr heikel, sagt DWD-Meteorologe Clemens Steiner am Montagmorgen. Auch, weil am Sonntag bereits viel Regen gefallen sei, bestehe ein besonderes Hochwasserrisiko. Der DWD warnt außerdem vor möglichen Erdrutschen.

Schäden Sperrungen, Unfälle: Tief “Axel” hat mit heftigen Regenfällen, Sturmböen und Blitzeinschlägen in mehreren Bundesländern für Schäden gesorgt. In Sachsen wurde sogar ein Tornado gesichtet. (Quelle: t-online.de)

Das Unwetter hatte unter anderem in Humfeld und Farmbeck Straßen und Wege mit Wasser und Schlamm überflutet, hier war die Hamelner Straße zeitweise unpassierbar.

Gewitter, Dauerregen und drohende Überschwemmungen: Tief “Axel” bringt Unwetter nach Deutschland. In einigen Regionen ist die Feuerwehr im Dauereinsatz. Alle Informationen im Newsblog.

Gewitter und Starkregen zum Wochenstart

Tief “Axel” hat in Hessen am Dienstagmorgen für starke Regenfälle gesorgt. Vor allem im Norden und Osten des Landes wurden Straßen unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen waren nach Angaben der Polizei die östlichen Kasseler Stadtteile Bettenhausen und Forstfeld sowie die Landkreiskommunen Lohfelden, Kaufungen, Niestetal und Helsa. Dort wurden zahlreiche Hauptverkehrsstraßen gesperrt. “Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen”, sagte ein Polizeisprecher.

Jung: Es wird erstmal weiter regnen in Deutschland. Bis in den Mittwoch hinein können etwa in den Alpen noch weitere 100 Liter pro Quadratmeter niedergehen. Freundlich ist es derzeit in Berlin Brandenburg. Dort können zwischen 23 bis 26 Grad erreicht werden. In den Regengebieten 8 bis 12 Grad. Tief Axel zieht erst Donnerstag ab. Danach kommt Hoch Ophelia, bringt bundesweit Temperaturen von 18 bis 25 Grad. Aber ab Freitag wird das Wetter wieder wechselhaft. Neue Schauer und Gewitter seien möglich.

Die schlechte Wetterlage des Vorabends habe sich am Morgen zugespitzt. Zwar gäbe es derzeit keine Unfälle, jedoch seien viele Keller im Stadtgebiet mit Wasser vollgelaufen. Teilweise stand das Wasser knietief auf den Straßen. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden. Bäche traten über die Ufer. Auch in Fulda, dem benachbarten Künzell und Alsfeld im Vogelsberg mussten mehrere Straßen gesperrt werden. Sowohl in Fulda als auch in Gießen berichtete die Polizei von umgestürzten Bäumen. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.

Ein Polizeisprecher: Die Feuerwehren befinden sich im Dauereinsatz. Besonders betroffen sind die östlichen Kasseler Stadtteile Bettenhausen und Forstfeld sowie die Landkreiskommunen Lohfelden, Kaufungen, Niestetal und Helsa. Derzeit sind in diesen Gebieten zahlreiche Straßen, darunter auch Hauptverkehrsstraßen, wegen des Wassers nicht oder nur noch schlecht befahrbar. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab eine Unwetterwarnung für Osthessen, die Region um Kassel und Teile Südhessens heraus. Es sei mit ergiebigem Dauerregen zu rechnen. Auch für den Rest von Hessen warnte der DWD vor zum Teil heftigen Niederschlägen. Schon am Montagabend hatte das Tief “Axel” die Einsatzkräfte der Feuerwehr besonders in Osthessen in Atem gehalten.

Tief “Axel” hat am Dienstagmorgen auch in Nordrhein-Westfalen für starke Regenfälle gesorgt. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, lag vor allem Ostwestfalen im Einflussgebiet des Unwetters. Auf der Autobahn 44 kam es in dieser Region in der Nacht gleich zu mehreren Unfällen. Wie ein Sprecher der Polizei Bielefeld mitteilte, gerieten auf der Autobahn mehrere Fahrzeuge wegen des Starkregens ins Schleudern – eine Person wurde leicht verletzt. Sperrungen gab es aufgrund der Unfälle am Dienstagmorgen jedoch nicht.

Die Ursache für den Daurregen: Axel ist seit Tagen unbeweglich, zieht nur langsam weiter, weil es nicht genug Höhenwinde gibt, die das Regentief weiterziehen lassen. Jung: Er ist seit Montag da, innerhalb seiner feuchtwarmen Luftmassen sind Gewitter und Regengüsse fast ortsfest. Deswegen gibt es diese heftigen starken Niederschläge an nahezu den selben Stellen.

Besonders stark betroffen waren nach Angaben der Polizei Teile von Detmold. Bereits am frühen Montagabend musste die Feuerwehr zu rund 25 Einsätzen ausrücken. Vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen waren der Hauptgrund für die Einsätze. Auch am Dienstagmorgen waren laut einem Polizeisprecher im Kreis Lippe noch 15 Straßen gesperrt. Dort hatte die Feuerwehr mehrere Straßen von Schlamm befreit, sagte der Sprecher am Dienstagmorgen. Nun werde neue Erde angespült.

Wetter-Experte Dominik Jung von Wetter.net zu BILD: Momentan gibt es Hochwasser-Meldungen in Bayern. Die Pegel steigen dort weiter an. Baden-Württemberg ist gefährdet, Ausnahme dort ist der Südwesten des Bundeslandes, dort ist trocken. In Hessen hat es stark geregnet und in NRW es gibt es Ausuferungen an Bächen und Flüssen.

Auch für den Dienstag rechnete der DWD noch mit Dauerregen und Unwettern. “Der Regen verzieht sich dann aber allmählich nach Süddeutschland”, sagte Speicher.

Dort fielen innerhalb von 24 Stunden bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter. In Hessen und Nordrhein-Westfalen gingen in sechs Stunden bis zu 50 Liter nieder. In Wangen (Bayern) setzten Behörden einen Hochwasser-Einsatzplan in Kraft, verteilten Sandsäcke, richteten ein Bürgertelefon ein.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen habe sich die Lage bereits entspannt, in Westdeutschland werde das im Laufe des Tages passieren. Nur in Bayern und Baden-Württemberg sei noch bis Mittwochmorgen mit starkem bis heftigem Regen zu rechnen.

Im Kreis Lippe (NRW) mussten Dienstagmorgen wegen des Regens mehrere Straßen gesperrt werden. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in Nordrhein-Westfalen bis zum Mittag weiterhin mit teils heftigem Starkregen. In Ostwestfalen mit einzelnen Gewittern, Hagel und starken bis stürmischen Böen.

Im Alpenvorland hätten außerdem mehrere Stationen vier bis neun Liter pro Stunde gemeldet, “das ist auch schon ordentlich”, sagte Speicher.

Eine Zusammenfassung der Dauer-/Starkregen- und Gewitterlage bis Mittwoch. Aktuell bilden sich erste Gewitter über der Mitte Deutschlands. Die größten Regenmengen werden immernoch im Allgäu erwartet. #Unwetter #Hochwasser /V pic.twitter.com/US0Mt6KdWG

Extreme Regenfälle im Süden erwartet

Viel Regen registrierte der DWD auch weiter nördlich. “Aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verabschiedet sich der Dauerregen aber so langsam”, sagte Speicher

Berlin – Feuerwehreinsätze, Chaos im Verkehr, vollgelaufene Keller. Tiefdruckgebiet Axel regnet sich ordentlich über Deutschland aus. Experten warnen sogar vor Extrem-Unwetter in 17 Landkreisen Bayerns und Südost Baden-Württembergs.

Mehrere Pegelstände in Bayern erreichten in der Nacht die Meldestufe 3 von 4, bei der Überflutungen einzelner bebauter Grundstücke oder vereinzelte Verkehrseinschränkungen zu erwarten sind. Örtlich hatten Meteorologen sogar mit Pegelständen der höchsten Warnstufe gerechnet, die wurden bis zum frühen Morgen allerdings nicht erreicht.

Tief Axel wütet über Deutschland: Blitzeinschläge, Schauer und Überschwemmungen

Im bayerischen Aurach kam ein Autofahrer auf der regennassen Autobahn 6 ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und wurde in einem angrenzenden Wald zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Im Allgäu wurde eine Bahnstrecke gesperrt, weil auf den Gleisen wegen der heftigen Regenfälle eine Schutzwand aufgebaut werden sollte.

Im bayrischen Ebersberg seien seit Montag 110 Liter pro Quadratmeter niedergegangen, in München 71 Liter Regen pro Quadratmeter. In Hessen regnete es 60 Liter pro Quadratmeter. Jung: Ein weiterer Regenschwerpunkt liegt im Sauerland.

In Helmstedt (Niedersachsen) musste ein Krankenhaus wegen eines Wasserschadens evakuiert werden. Die “Mitteldeutsche Zeitung” berichtete, dass eine Decke des Helios-Klinikums eingestürzt sei, nachdem sich auf dem Dach wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte

In Aurach (Bayern) kam ein Autofahrer (44) ums Leben. Sein Wagen war auf regennasser Fahrbahn in Schlittern geraten, zwischen zwei Bäumen eingeklemmt worden. Der Mann starb laut Polizei noch an der Unfallstelle.

In Baden-Württemberg löste die Stadt Wangen im Allgäu Hochwasseralarm aus. Der Fluss Obere Argen, der durch die Stadt fließt, habe den Auslösepegel für den Alarm von 2,30 Metern um 1.30 Uhr überschritten, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Behörden setzten einen Hochwasser-Einsatzplan in Kraft, verteilten Sandsäcke und richteten ein Bürgertelefon sowie einen Liveticker ein.

Bei der Bahn fielen auf den Strecken Augsburg-Ulm, Murnau-Garmisch-Partenkirchen und Erding-Markt Schwaben Züge aus. Ein Ersatzverkehr soll eingerichtet werden. Wie lange die Sperrungen dauern? Noch unklar.

Überschwemmungen möglich – Extreme Regenfälle im Süden erwartet

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz führte “Axel” zu sturmartigen Böen und einigen vollgelaufenen Kellern. Auch in Hessen standen einige Keller unter Wasser, außerdem mussten einige Straßen zwischenzeitlich gesperrt werden. Die Autobahn 4 zwischen Herleshausen (Hessen) und Gerstungen (Thüringen) musste in einer Richtung wegen einer überfluteter Fahrbahn gesperrt werden. Auch in Thüringen liefen mehrere Keller voll, außerdem mehrere Turnhallen und ein Jugendclub.

In Naumburg (Sachsen-Anhalt) bildete sich eine Schlammlawine. Mehrere Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden. Die betroffenen Stellen sind inzwischen gesäubert.

Extreme Regenfälle im Land erwartet – Baden-Württemberg

Weiter nördlich in Deutschland beschäftigten vor allem Blitzschläge die Einsatzkräfte. In Mecklenburg-Vorpommern steckten Blitze auf der Ostseeinsel Rügen und in der Gemeinde Gnevkow jeweils ein Reetdach in Brand. Beide Häuser waren nach dem Feuer unbewohnbar. In Berlin sorgte ein kurzes aber heftiges Gewitter am Montagnachmittag für einen Ausnahmezustand bei der Feuerwehr, die wetterbedingt rund 180 Mal ausrücken musste.

In Hessen war vor allem der Norden und Osten des Landes unter Wasser gesetzt. Besonders betroffen war nach Angaben der Polizei Kassel. Zwar gäbe es derzeit keine Unfälle, jedoch seien viele Keller im Stadtgebiet mit Wasser vollgelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Teilweise stand das Wasser knietief auf den Straßen. Bäche traten über die Ufer. Auch in Fulda, dem benachbarten Künzell und Alsfeld im Vogelsberg mussten mehrere Straßen gesperrt werden. Der Deutsche Wetterdienst ab eine Unwetterwarnung für Osthessen, die Region um Kassel und Teile Südhessens heraus. Es sei mit ergiebigem Dauerregen zu rechnen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor heftigen Regenfällen von Südniedersachsen über Osthessen, Westthüringen, Baden-Württemberg bis nach Bayern in der Nacht zum Mittwoch. Niederschlagsmengen zwischen 90 und 120 Liter pro Quadratmeter seien an den Alpen möglich, im Allgäu sogar um 200 Liter. Es deute sich eine “brisante Dauerregenlage” an.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für ganz Mai liege in Frankfurt bei etwa 84 Liter Regen pro Quadratmeter, sagte ein Meteorologe. In mehreren bayerischen Landkreisen – darunter Mühldorf am Inn, Unter- und Ostallgäu sowie Passau und Bad Kissingen – wurden Hochwasserwarnungen ausgesprochen. Auch bei kleineren Gewässern und Wildbächen seien rasch ansteigende Wasserstände zu erwarten.

Sorge auch in Baden-Württemberg: Unter anderem im Schwarzwald sowie im Umfeld der Schwäbischen Alb dürften bis Mittwoch Niederschläge von teils 80 bis 100 Liter pro Quadratmeter niedergehen, so der DWD.

Im Allgäu wird die Bahnstrecke zwischen Kempten und Immenstadt zum Aufbau von Hochwasserwänden entlang der Strecke gesperrt. Auf der Strecke wird Schienenersatzverkehr eingesetzt. Betroffen seien auch Züge der Länderbahn zwischen München und Lindau beziehungsweise Oberstdorf (Alex-Süd), wie die Bahn mitteilte. Reisende sollten mit Verspätungen rechnen.

Im Nordrhein-Westfalen war besonders der Kreis Lippe stark betroffen. Dort mussten wegen des Regens mehrere Straßen gesperrt werden. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, lag insgesamt vor allem Ostwestfalen im Einflussgebiet des Unwetters. Auf der Autobahn 44 kam es in dieser Region in der Nacht gleich zu mehreren Unfällen. Wie ein Sprecher der Polizei Bielefeld mitteilte, gerieten auf der Autobahn mehrere Fahrzeuge wegen des Starkregens ins Schleudern – eine Person wurde leicht verletzt.

Auch für das Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Ostwestfalen hat der gibt es eine Unwetterwarnung. Über Göttingen, Bielefeld, Minden, Paderborn und Höxter soll es teils sehr stark regnen. Es besteht auch die Gefahr von umstürzenden Bäumen durch Böen, Keller könnten absaufen.

In Wangen im Allgäu wurde um 1.30 Uhr der Hochwasseralarm ausgelöst, nachdem der Fluss Obere Argen, der durch die Stadt fließt, den Auslösepegel von 2,30 Metern überschritten hatte. Am frühen Dienstagmorgen lag der Wasserpegel bei 2,70 Metern, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Ab einem Wasserpegel von etwa 2,80 Meter würde der Fluss großflächig über die Ufer treten. In der Nähe von Wangen sind nach Polizeiangaben mehrere Keller vollgelaufen.

Dauerregen in Baden-Württemberg: DWD gibt Unwetterwarnung heraus

Eine Zusammenfassung der Dauer-/Starkregen- und Gewitterlage bis Mittwoch. Aktuell bilden sich erste Gewitter über der Mitte Deutschlands. Die größten Regenmengen werden immernoch im Allgäu erwartet. #Unwetter #Hochwasser /V pic.twitter.com/US0Mt6KdWG

Heftige Regenfälle und schwere Gewitter haben in Teilen Deutschlands Straßen und Keller überflutet. Tief Axel hat in der Nacht zu Dienstag örtlich bis zu 70 Liter Wasser pro Quadratmeter gebracht. In einigen Regionen war der Bahnverkehr beeinträchtigt. Die Stadt Wangen im Allgäu hat Hochwasseralarm ausgelöst, auch in Thüringen wird an einigen kleinen Flüssen Hochwasser befürchtet.

Intensive Gewitter und heftiger Regen haben einige Ortschaften in Hessen unter Wasser gesetzt. Hier zwei Videos aus dem Netz.

In Baden-Württemberg galt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Großteil des Landes noch bis Mittwochmorgen (Stufe 3). Für den Südosten wurde sogar vor extremem Unwetter (Stufe 4) gewarnt.

Ein #Sturzbach, wo eigentlich mal #Straße war! ☔️😮Das #Unwetter hat unsere Nachbar*innen in #Hebenshausen ganz schön getroffen.Einige von uns sind bereits unterwegs gewesen, um ihre #Hilfe anzubieten.→ #Flächenversiegelung verschärft & führt in die #Sackgasse … pic.twitter.com/JRGFBS3Jwb

Nach dem kurzen, aber heftigen Gewitter am Montagabend in Berlin und dem Ausnahmezustand bei der Berliner Feuerwehr hat sich die Lage in der Hauptstadt dagegegen vorerst entspannt.

Auch im Grenzgebiet von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gab der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung heraus. Teils sehr starke Niederschläge könnten bei Göttingen und Bielefeld, Minden, Paderborn und Höxter örtlich Bäume entwurzeln und Keller überfluten lassen.

Große Wassermassen gingen über Deutschland nieder. Die Autobahn 4 wurde wegen Überflutung gesperrt – Berlin rief den Ausnahmezustand aus.

Überschwemmungen in Thüringen – Meteorologen erwarteten heftige Regenfälle

Erste Messwerte vom Abend deuteten bereits an, wie viel Wasser zwischen Südniedersachsen und Bayern vom Himmel stürzte: Laut Kachelmannwetter wurden von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr am Montag im südthüringischen Ort Birx knapp 52 Liter pro Quadratmeter gemessen, im osthessischen Schlüchtern waren es gut 59 Liter, in Ebersberg bei München waren es bis 20.00 Uhr sogar fast 62 Liter. In diesen Werten waren die heftigen Schauer vom späteren Abend noch nicht inbegriffen.

Wetter in Deutschland: Gewitter und Starkregen – Hier droht Unwetter!

Die Autobahn 4 nahe Eisenach musste zwischen Herleshausen in Hessen und Gerstungen in Thüringen in einer Richtung wegen überfluteter Fahrbahn gesperrt werden. Das teilte die Polizei Fulda mit. Der Verkehr staute sich zunächst auf einer Länge von etwa zwei Kilometern. Wie lange die Sperrung andauern sollte, war zunächst unklar. Im hessischen Eschwege standen am Montagabend zwischenzeitlich mehrere Straßen unter Wasser.

Dauerregen in Baden-Württemberg – DWD gibt Unwetterwarnung heraus

Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für den Regierungsbezirk Detmold herausgegeben. In der Region östlich von Bielefeld bis zur niedersächsischen Landesgrenze gebe es teils sehr starke Niederschläge, sagte ein Sprecher. Bei Göttingen und Bielefeld, Minden, Lippe, Paderborn und Höxter könnten örtlich Bäume entwurzelt und Keller geflutet werden, hieß es in der Unwetterwarnung.

Dauerregen und Gewitter: Unwetterwarnungen im Süden Bayerns

Starker Gewitterregen hat in Berlin auf einzelnen Strecken zu Verspätungen und Ausfällen bei Straßen- und S-Bahnen geführt. Betroffen waren nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe mehrere Straßenbahnlinien in den Stadtteilen Köpenick und Schöneweide. Laut S-Bahn war der Verkehr zwischen Tegel und Schönholz beeinträchtigt. Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung kurz unterbrochen. Auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen.

Lage sehr heikel: Deutscher Wetterdienst warnt vor Überschwemmungen und Erdrutschen

Aufgrund mehrerer Blitzeinschläge in Berlin kann es zu einem abweichenden Zugbeginn bzw. zu einer Verspätung kommen. Das Unwetter ist fast durch in Berlin. Die 🔆 scheint wieder. /gu

Bei einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus in Schenkendorf bei Mittenwalde (Kreis Dahme-Spreewald) ist ein Stromverteiler in Brand geraten. Bei einer Frau bestehe der Verdacht auf Rauchgasvergiftung, sagte in Polizeisprecher. Wie groß der Sachschaden wegen des Brandes war, stand zunächst nicht fest. Das Einfamilienhaus sei jedoch weiter bewohnbar. Auch in anderen Teilen Brandenburgs gab es starke Gewitter. In Erkner (Kreis Oder-Spree) kam nach Angaben der Polizei Wasser aus der Kanalisation auf die Straße.

Karlsruhe 8 Warnung vor Dauerregen in Karlsruhe: Fenster und Türen sollten geschlossen werden

In Sachsen ist am Nachmittag wahrscheinlich ein Tornado gesichtet worden. Nach Angaben von “Kachelmannwetter” trat der Luftwirbel wohl in Brand-Erbisdorf auf.

Die Feuerwehr in Berlin ist wegen der Gewitter zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Die Behörde rief um 17.45 Uhr den Ausnahmezustand aus. Das bedeutet, dass Einsätze je nach Wichtigkeit bearbeitet werden, nicht nach der Zeit des eingehenden Notrufes. Die Berliner seien aufgerufen, kleinere Schäden selber zu beheben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Größere Schäden gebe es nicht, hieß es am frühen Abend. In Rudow geriet durch einen Blitzeinschlag ein Einfamilienhaus in Brand, Verletzte gab es nicht, wie ein Feuerwehr-Sprecher sagte.

Gewitter mit Starkregen haben auf einer Straße in Ebersburg in Osthessen einen kleinen Bach aus Sand und Geröll entstehen lassen.

Nach den heftigen Unwettern vom Sonntag bereiten sich die Einsatzkräfte im Ilm-Kreis auf weitere Überschwemmungen vor. “Wir gehen davon aus, dass die Pegelstände gravierend ansteigen”, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle des Ilm-Kreises. Man rechne damit, dass an den Flüssen Gera und Ilm die höchste Alarmstufe 3 droht. Einsatzkräfte befüllen nach Angaben des Sprechers Sandsäcke, um vorbereitet zu sein.

Bei heftigen Regengüssen ist im Süden Thüringens eine Straße mit Erde und Steinen blockiert worden. Der Regen spülte das Geröll am Sonntagabend auf eine Landstraße bei Schalkau im Landkreis Sonneberg und verteilte es auf einer Länge von rund drei Metern, wie die Polizei mitteilte. Feuerwehrleute entfernten die Steine im Ortsteil Almerswind, die Straße ist inzwischen wieder frei.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen im Süden des Landes rund um den Thüringer Wald örtlich bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde. 

Vollgelaufene Keller und Blechschäden: Starkregen hat in Kaiserslautern und Umgebung am Sonntagabend an vielen Stellen Sachschäden angerichtet. “Wir hatten ein paar Einsätze, zum Glück alles ohne Personenschaden”, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Montagmorgen. Aufgrund von überschwemmten Fahrbahnen sei es auf der A6 und A62 zu Unfällen gekommen, Menschen wurden den Angaben zufolge nicht verletzt.

Ausnahmezustand in Berlin: Nasser “Axel”: Dauerregen in Sicht

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Brisante Wetterlage: In Süddeutschland drohen Regenfälle und Hochwasser

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