Niederlande gewinnt ESC-Finale – nur wenige Punkte für Deutschland! - B.Z. Berlin
ESC-Finale im Live-Ticker: Wer glänzt, wer patzt und wo wird Deutschland landen?
Die Niederlande haben den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Der im Vorfeld als großer Favorit gehandelte Sänger Duncan Laurence setzte sich in der Nacht zu Sonntag am Ende im Finale in Tel Aviv doch nur knapp mit 27 Punkten Vorsprung vor Italien durch.

Künstler aus 26 Ländern kämpften unter dem Motto Dare To Dream um den ersten Platz. Sie alle wollten Netta beerben, die im vergangenen Jahr den Sieg für Israel einfuhr. Nebenher trat auch Popstar Madonna auf der ESC-Bühne auf.

Am meisten wurde der Auftritt von Superstar Madonna (60) erwartet, die als Stargast eingeflogen wurde und auf Instagram versprach, dass sie was ganz Besonderes für ihre Fans vorbereitet hat. Doch ihr Auftritt – sie sang ihren alten Hit Like A Prayer und ihren neuen Song Future – war echt schief. Sie musste wie alle anderen LIVE singen und hatte damit zu kämpfen. Krass, nach so vielen Jahrzehnten auf der Bühne!

Für Deutschland ging das Duo S!sters an den Start. Buchmacher sahen das Lied Sister von Laurita Spinelli aus Wiesbaden und Carlotta Truman aus Hannover auf dem letzten Platz, tatsächlich sprang der drittletzte Rang heraus. Von der Jury erhielt der deutsche Beitrag 32 Zähler, vom internationalen Publikum keinen einzigen.

Für Deutschland haben die Sängerinnen Carlotta Truman (19) und Laurita Spinelli (26) mit der Nummer vier bereits gesungen. Als Duo S!sters haben sie sich mit ihrem Song Sister wacker geschlagen, wollen damit nicht nur einen guten Platz für Deutschland holen, sondern auch für den Zusammenhalt zwischen Frauen werben.

Bittere Nachricht: Deutschland erhält keine Punkte vom Publikum. Einen Raunen in der Veranstaltungshalle. Fassungslosigkeit. Damit sind wir Drittletzter.

Acht Punkte aus Dänemark. Wenig überraschend bekommt Schweden die volle Punktzahl und ist derzeit knapp hinter Nordmazedonien zweiter.

Die Jury-Botschafter haben sich in Schale geworfen. Mancher mag es bunt. Der Grieche spielt gerade E-Gitarre und Islands Jury-Botschafter standesgemäß im Trainigsanzug.

…zumindest von hinten. Estland bekommt fünf Punkte aus Albanien. Damit noch drei Länder ohne Punkte von der Jury. Vorne zieht Nordmazedonien davon

Um die Spannung bei der Punktevergabe zu steigern, wurde für 2019 eine neue Punkteregelung beschlossen. Nach der Bekanntgabe der Juryvotings werden die Ergebnisse des Televotings nicht mehr in der Reihenfolge der niedrigsten zur höchsten Punktzahl verkündet, sondern in der Reihenfolge der niedrigsten bis zur höchsten Jurywertung. Das Land, das nach dem Juryvoting also Schlusslicht ist, wird zuerst mit dem Televoting bepunktet.

Ganz vorne liegen nach zwölf Ländern Nordmazedonien, Italien, Russland und Schweden. Keine Punkte haben bisher Estland, Israel, Spanien und natürlich…. Deutschland.

Wo landet Deutschland? Hoffentlich nicht ganz hinten. Zunächst werden die Jury-Punkte vergeben. Das Voting des Publikums wird später hinzugerechnet. Von den ersten beiden Ländern gibt es nichts.

Die Single-Auskopplung “Fire Away” aus ihrem Debütalbum wurde durch Verwendung in einem Nescafé-Song bekannt. Wach wird man von ihrem ESC-Beitrag auf jeden Fall. Das Kostüm ist prachtvoll, gut auf die eine oder andere Rüsche hätte man verzichten können, aber wer kann, der kann. Der Look und auch die Töne erinnern an Florence and the Machine. Nur was haben die Fechterinnen auf der Bühne verloren?

Madonna ist aber natürlich nicht in erster Linie zum Plaudern nach Tel Aviv gekommen. Die Halle feiert ihren Auftritt – diese Frau ist einfach beeindruckend.

Die 19-Jährige sei schon ein Kinderstar gewesen und in Garbsen sehr bekannt, sagte Stadtsprecher Benjamin Irvin. Carlotta sei schon als Neunjährige aufgetreten und habe bei vielen Events in der Stadt gesungen.

Die S!sters gehen für Deutschland ins Rennen und versuchen sich im größten Musikspektakel der Welt gegen 25 weitere Länder beziehungsweise Kompositionen durchzusetzen. Sie treten als Vierte auf. Geht es nach den Buchmachern, stehen die Chancen für das Duo allerdings nicht sonderlich gut. Mehr über Carlotta  Truman und Laurita Spinelli erfahren Sie hier in unserem Porträt der S!sters.

Auf dem Programm des Public Viewings standen von 18 Uhr an Livemusik sowie Interviews unter anderem mit Carlottas Mutter. Auch einen Videogruß der ESC-Kandidatin gab es. Sie freut sich sehr, dass wir ihr die Daumen drücken, betonte Irvin.

Der in London geborene Sänger, wurde von einem schwedischen Ehepaar adoptiert und lebt seit seinem sechsten Lebensjahr in Skandinavien. Seine erste Leidenschaft war der Sport – als Sprinter gewann er mehrere nationale Titel. In seinem Song geht es darum, dass es nie zu spät für die Liebe ist. John hat übrigens das Hochzeitslied für Schwedens Kronprinzessin Victoria geschrieben.

Rund 4000 Fans fiebern bei der offiziellen Party zum Eurovision Song Contest auf der Hamburger Reeperbahn mitgefiebert. Auf der Open-Air-Bühne traten unter anderem Nico Santos, Annett Louisan, Laing und der ESC-Vorjahresvierte Michael Schulte auf. Mit stürmischem Applaus wurde Sarah Connor begrüßt. Sie präsentierte den Song Vincent von ihrem neuen Album Herz Kraft Werke.

Ein bisschen Marylin Manson, ein bisschen Rammstein, nur alles irgendwie nicht ganz. Eine politische Botschaft haben sie allerdings: Nach ihrem Sieg zum ESC-Vorentscheid kündigte die Band an, ihre Teilnahme für einen Protest gegen die Politik in Israel nutzen zu wollen. Und tatsächlich: Die heile Welt des ESC wird durch den Auftritt von Hatari wenn auch nur kurz aufgebrochen.

Auch nach der Siegerehrung in Tel Aviv soll auf St. Pauli noch weitergefeiert werden: Zur Grand Prix Party, die auch live vom Spielbudenplatz in der ARD übertragen wird, sind Auftritte von Stefanie Heinzmann und des Belgiers Milow geplant.

Zala Kralj und Gašper Šantl singen “Sebi” (auf Deutsch: “Selbst”). In dem ruhigen Elektro-Popsong geht es darum, sich selbst treu zu bleiben und Ängste zu überwinden. Die beiden Künstler haben sich auf Instagram getroffen. Musikalisch liefern die beiden den ersten wirklich interessante Beitrag. Der schwermütige Hypnosesong hebt sich deutlich ab von seinen Vorgängern.

Deutsche Fans äußern sich nach dem Auftritt der S!sters mit Sister zufrieden. Ich hatte den Eindruck, das war ein ganz toller Auftritt, sagt Michael Sonneck, Präsident des Eurovision Club Germany. Auch Wolfgang Grube, Sprecher des deutschen OGAE-Fanclubs, lobt: Die Mädels waren heute ganz prima, die haben ihre Sache gut gemacht.

Duncan Laurence aus den Niederlanden ist mit dem Song “Arcade” Sieger des diesjährigen Eurovision Song Contest. Insgesamt bekam er 492 Punkte. Nordmazedonien hatte zwar viele Punkte von der Jury bekommen, dafür nur 54 von den Anruferinnen und Anrufern. Damit war das Land nicht mal unter den ersten Fünf. Auf Platz zwei hinter dem Gewinnerland Niederland liegt Italien.

Grube schätzt allerdings, dass Deutschland nur zwischen dem 20. und dem letzten Platz landen werde. Problematisch sei einfach gewesen, dass das Lied an sich nicht so authentisch rüberkomme – als wenn echte Schwestern den Song geschrieben hätten. Stattdessen waren Laurita Spinelli (26) aus Wiesbaden und Carlotta Truman (19) aus Hannover für die ESC-Teilnahme gecastet worden.

Die Abstimmung läuft. Alle 26 Auftritte sind durch. Bis zu 20 Mal kann von einem Gerät angerufen werden. Für das eigene Land kann nicht abgestimmt werden. Jetzt gilt es: Daumen drücken für die S!sters!

Der 23-jährige Katalane tritt mit dem poppigen Gute-Laune-Song La Venda (Die Augenbinde) auf. In dem Partysong geht es darum, die Augen zu öffnen und sich weiterzuentwickeln. Mit einem ziemlich genauso klingenden Song rechnet man bei einem jungen Katalanen: Die Halle feiert den letzten Auftritt bevor es Richtung Abstimmung geht.

Der deutsche Auftritt! Carlotta Truman (19) aus Hannover und Laurita Spinelli (26) aus Wiesbaden singen über Schwesterliebe. Sie wollen mit ihrem Song für mehr Solidarität unter Frauen werben, Schwestern sind sie nicht. Mal sehen, ob die beiden nicht doch mehr als den letzten Platz rausholen. Die beiden hatten auf jeden Fall sichtlich Spaß auf der großen Bühne. Und sie sollen ja träumen… Der letzte Platz wäre auf jeden Fall für diesen Auftritt nicht verdient.

Heute tritt sie mit dem bunten Drei-Minuten-Theaterstück “Chameleon” an. Sie ist ganz in Weiß gekleidet, wird mitsamt der Bühne aber ständig von anderen Motiven angestrahlt. Soll die Bühnenshow von ihrer Stimme ablenken? Oder doch die fragwürdige Jacke mit Plastikärmeln? Insgesamt ein etwas überinszenierter Auftakt, der keine Chance auf den Sieg hat.

\nDie deutschen Starter mit einem Gruß an die WELT-Nutzer: Drückt uns die Daumen, bitten sie.

Duncan Laurence gilt als großer Favorit, auf der Bühne macht er sich eher klein. Auf einem winzigen Hocker kauert sich der 25-Jährige hinter sein Klavier und singt seinen Song “Arcade”. Das macht der Niederländer, der eigentlich Duncan de Moor heißt, ganz gut. Er singt in seiner melancholischen Ballade von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe.

WELT-Reporter Tobias Kaiser hat sich festgelegt: Er drückt Schweden und Großbritannien heute Abend am kräftigsten die Daumen. Die Buchmacher hingegen sehen den Niederländer Duncan Laurence ganz vorne.

Die Wettquoten sagen die Gewinner bereits seit Jahren voraus – und liegen damit oft erstaunlich richtig. So wurden die Siege von Måns Zelmerlöw im Jahr 2015 ebenso wie der von Netta im vergangenen Jahr von den Buchmachern William Hill & Co. vorhergesagt. So sehen die Tipps für 2019 aus: 1. Niederlande, 2. Schweden, 3. Australien, 4. Russland.

Die liebsten ESC-Fans sind Tobias Kaiser die britischen: Einige von ihnen setzen während der zähen Brexit-Verhandlungen mit Europa-Kleidern ein Zeichen.

Lena Meyer-Landrut kam damals im schlichten schwarzen Kleidchen daher und schaffte es auf den ESC-Thron. John Lundvik singt “Too Late for Love” und setzt auch auf Einfachheit. Dunkles T-Shirt, schwarze Glänzhose, das wars – zunächst. Bis dann der Gospelchor aus dem Nichts erscheint und die meisten Konkurrenten stimmlich von der Bühne bläst.  

Entsprechend dem Motto des ESC 2019, Dare to Dream, werden in Tel Aviv Träumer willkommen geheißen. WELT-Reporter Tobias Kaiser ist bei der großen Show live dabei und teilt seine Einschätzungen auf Twitter. Auf dem Weg zum großen Finale fällt ihm als erstes auf: Die Halle ist winzig dieses Jahr.

In Tel Aviv treten nicht nur Musiker aus 26 Ländern gegeneinander an, auch Weltstar Madonna wird – außer Konkurrenz – auftreten. Madonna wird laut Medienberichten ihren 80er-Jahre-Hit Like a Prayer und als Weltpremiere den neuen Song Future aufführen. Nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies wird der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams die gesamten Kosten für Madonnas Auftritt tragen – schätzungsweise rund 1,15 Millionen Euro.

Der norwegische Beitrag zum Eurovision Song Contest, Spirit in the Sky, ist auch mit deutscher Beteiligung entstanden. Der norwegische Sänger Tom Hugo (39) vom Trio KEiiNO lebt mit seinem Mann in Berlin. Der Berliner Komponist und Produzent Rüdiger Schramm (33) hat an dem Titel mitgeschrieben.

Es geht um Menschen, die in irgendeiner Weise unterdrückt worden sind oder nicht für voll genommen wurden, dass die einen Weg finden zu erstrahlen, sagte Schramm der Nachrichtenagentur dpa in Tel Aviv. Ich denke, da kann sich jeder darin wiederfinden, in irgendeiner Art und Weise. Die Buchmacher sahen Norwegen kurz vor dem Finale auf Platz neun.

Die Gastgeber haben sich für einen Casting-Show-Import entschieden, der eine ganz dramatische Kindheit hatte: Er war mal dick. Meine Güte, was für eine Drama-Queen. Er hat es aber drauf und bekommt viel Unterstützung aus dem Publikum, immerhin ist er in Tel Aviv ja auch Zuhause. Nach dem Auftritt fließen bei ihm die Tränen.

Der Niederländer Duncan Laurence fühlt sich von der Favoritenrolle beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv geschmeichelt. Dass die Leute wollen, dass Du gewinnst, ist das größte Kompliment, das Du bekommen kannst, sagte Laurence in Tel Aviv. Es ist ziemlich überwältigend, ein bisschen verrückt. (…) Aber ich fühle mich immer noch so: Bleib einfach mit beiden Beinen auf dem Boden und schau, was passiert.

Kralg und Šantl perfomen in Weiß und heben sich damit, im Gegensatz zu ihrem Song, nicht sonderlich ab. Auch das Bühnenbild haben wir doch jetzt irgendwie schon öfter gesehen. Minimalismus, Universum, zwei Instrumente. Das wars. Es wirkt, als hätte Marie Kondo vorbeigeschaut und alles augemistet, leider auch die Emotionen.

Laurence singt in seiner melancholischen Ballade Arcade von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Eine Erklärung für seine Beliebtheit bei den Fans hat er 25-Jährige nicht. Hoffentlich ist es, weil das Lied eine Geschichte erzählt, und ich hoffe, es berührt die Menschen.

Den jüngsten Quoten zufolge stehen Deutschlands Chancen auf einen Sieg ziemlich schlecht. Buchmacher sehen S!sters bislang auf dem letzten Platz. Als Topfavorit geht demnach Duncan Laurence für die Niederlande ins Rennen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Australierin Kate Miller-Heidke und der schweizer Luca Hänni. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Teilnehmer Michael Schulte Platz drei bei den Buchmachern belegt – am Ende wurde er Vierter.

Sie ist die Plastikausgabe von Eleni Foureira, Zyperns furioser Kandidatin vom vergangenen Jahr, die mit “Fuego” fast gewonnen hätte. Tamta wirkt aber cleaner: Hautfarbener Stoff unter einem Fetischgeschirr ist ein bisschen verklemmt. Ihr Song heißt “Replay”. In Dauerschleife will man den Song eher nicht hören.

26 Länder sind für das Finale des 64. Eurovision Song Contests qualifiziert. 20 setzten sich in den vorherigen Halbfinals durch. Die fünf großen Beitragszahler Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien waren bereits für das Finale in Tel Aviv gesetzt, ebenso Gastgeber Israel. Das sind die diesjährigen Teilnehmer:

Diesmal kommt er in achtfacher Ausführung on stage. Wie immer bei den Russen aufwendigst inszeniert. Musikalisch bieten sie eine konventionelle Pop-Ballade, die Sergey theatralisch vorträgt. Wie meist wird es für Russland mit vielen Nachbarstimmen aus den ehemaligen Satellitenstaaten weit nach vorne gehen.

0 Anzeige Die Niederlande haben den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Der im Vorfeld als großer Favorit gehandelte Sänger Duncan Laurence setzte sich in der Nacht zu Sonntag am Ende im Finale in Tel Aviv doch nur knapp mit 27 Punkten Vorsprung vor Italien durch.

Glockengeläut im Hintergrund, ein Mönchschor steht auf der Bühne. Der Hintergrund sieht aus wie eine Kathedrale. Klar, was Madonna nun präsentiert: “Like a Prayer”. Allerdings anders als gewohnt. Alles ist ganz langsam und die “Queen of Pop” bekommt fast ausschließlich schiefe Töne raus. Was ist da los?

Künstler aus 26 Ländern kämpften unter dem Motto Dare To Dream um den ersten Platz. Sie alle wollten Netta beerben, die im vergangenen Jahr den Sieg für Israel einfuhr. Nebenher trat auch Popstar Madonna auf der ESC-Bühne auf.

Chingiz hat nicht nur beeindruckende Oberarme, sondern auch ein beeindruckendes Falsetto. Er ist vermutlich der beste Sänger des gesamten Jahrgangs 2019. Nicht schlecht. Bis auf den Roboterquatsch auf der Bühne, die wohl eher in eine Fabrikhalle gehören. Trotzdem: Er schafft es sicherlich in die Top 10.

Für Deutschland ging das Duo S!sters an den Start. Buchmacher sahen das Lied Sister von Laurita Spinelli aus Wiesbaden und Carlotta Truman aus Hannover auf dem letzten Platz, tatsächlich sprang der drittletzte Rang heraus. Von der Jury erhielt der deutsche Beitrag 32 Zähler, vom internationalen Publikum keinen einzigen.

Sergey Lazarev ist in seinem Heimatland ein Superstar. Für Russland tritt er mit dem Song “Scream” an: Der 36-jährige Moskauer gilt mit seiner gefühlvollen Ballade als ein Favorit. Er startet bereits zum zweiten Mal beim ESC. 2016 versuchte er es in Stockholm und wurde Dritter. Erfahrungen hat er also.

Bittere Nachricht: Deutschland erhält keine Punkte vom Publikum. Einen Raunen in der Veranstaltungshalle. Fassungslosigkeit. Damit sind wir Drittletzter.

Den Song von Lake Malawi könnte man sich auch gut als Hintergrundmusik für einen Urlaubswerbespot vorstellen – in den Charts sowieso. Die Tschechische Republik wiederholt ihr Rezept vom letzten Jahr, obwohl das Gemisch 2018 nicht ganz aufging. Moderner Elektrofunk, der ein bisschen harmlos wirkt. 

19.05.2019 Die Publikumspunkte kommen Die Letztplatzierten bekommen ihre Punkte zuerst. Schweden dementsprechend als letztes.

So ganz versteht man nicht, was KEiiNO mit ihrem Song “Spirit In The Sky” auf der Bühne darstellen will. Das Trio singt im Joik-Stil, eine besondere Gesangstechnik des nordischen Volkes der Samen (Lappen). Sie wären allerdings nicht die ersten, die mit einer eigenwilligen Bühnenshow punkten können.

Acht Punkte aus Dänemark. Wenig überraschend bekommt Schweden die volle Punktzahl und ist derzeit knapp hinter Nordmazedonien zweiter.

“Nana Banana” heißt das neue Lied von Netta, die den ESC nach Israel holte. Passend dazu ist die Farbe ihres Bühnenlooks: Im glänzenden und plüschigen Minikleid in einem kräftigen Bananengelb präsentiert die 26-Jährige ein Gute-Laune-Lied mit dem Motto: “Ich mache eh, was ich will”.

Die Jury-Botschafter haben sich in Schale geworfen. Mancher mag es bunt. Der Grieche spielt gerade E-Gitarre und Islands Jury-Botschafter standesgemäß im Trainigsanzug.

Das wars! Der diesjährige Eurovision Song Contest startete unter dem Motto “Dare To Dream!” im Internationalen Kongresszentrum in Tel Aviv. Für Deutschland trat das Duo S!sters an – und konnte nicht überzeugen. Umso mehr hat der niederländische Künstler Duncan Laurence gepunktet.

19.05.2019 Deutschland vergibt Punkte Die deutsche Jury vergibt zwölf Punkte an Italien. Barbara Schönberger auf der Hamburger Reeperbahn agiert wie immer souverän. In diesem Jahr ausnahmsweise Mal ohne Regen.

…zumindest von hinten. Estland bekommt fünf Punkte aus Albanien. Damit noch drei Länder ohne Punkte von der Jury. Vorne zieht Nordmazedonien davon

Ganz vorne liegen nach zwölf Ländern Nordmazedonien, Italien, Russland und Schweden. Keine Punkte haben bisher Estland, Israel, Spanien und natürlich…. Deutschland.

Der letzte Auftritt des Abends. Für Spanien geht nun noch Miki mit dem poppigen Gute-Laune-Song “La Venda” (auf Deutsch: Die Augenbinde) an den Start. In dem Lied, das der 23-jährige Katalane präsentiert, geht es darum, die Augen zu öffnen und sich weiterzuentwickeln.

19.05.2019 Shalom Europa! Wie beim ESC üblich begrüßen die Ländern das Publikum in Landessprache des Gastgebers. Die Punktevergabe geht übrigens rasend schnell. Gerade bekommt Australien zwölf Punkte aus Polen.

Zena singt “Like It”. Mit 16 Jahren ist die in Minsk geborene Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin Zinaida Kupriyanovich die jüngste Kandidatin im ESC-Finale. Ihr Alter sieht man ihr aber nicht an, aber man hört es. Ihre Englisch ist vielleicht nicht das beste.

Wo landet Deutschland? Hoffentlich nicht ganz hinten. Zunächst werden die Jury-Punkte vergeben. Das Voting des Publikums wird später hinzugerechnet. Von den ersten beiden Ländern gibt es nichts.

Wenn alles nach Plan läuft, werden sie mit ihrer sterilen Nummer und dem unfassbar uninspirierten Auftritt im hinteren Drittel landen. Die Buchmacher sehen die beiden Frauen sogar auf dem letzten Platz. Auch bei den Twitter-Usern kommt die Performance nicht gut an.

Madonna ist aber natürlich nicht in erster Linie zum Plaudern nach Tel Aviv gekommen. Die Halle feiert ihren Auftritt – diese Frau ist einfach beeindruckend.

18.05.2019 Madonna spricht über den ESC Bald ist es soweit: Madonna hat ihren Auftritt beim ESC in Tel Aviv. Davor wird sie noch kurz interviewt. Als sie die verbindende Kraft von Musik betont, die Menschen zusammenbringe, jubeln ihr die ESC-Teilnehmer aus allen 26 Ländern zu.

18.05.2019 Anrufen von zu Hause – Party in Tel Aviv Während die Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen für ihren Favoriten anrufen können, wird in der Halle in Tel Aviv eine Riesenparty gefeiert.

18.05.2019 Garbsen fiebert mit seiner ESC-Kandidatin Carlotta Daumendrücken für ESC-Kandidatin Carlotta Truman und das Duo S!sters: Ihre Heimatstadt Garbsen bei Hannover hat ein Public Viewing für die 19-jährige Sängerin organisiert. Die Fans können auf dem Rathausplatz die Übertragung auf der Großbildleinwand verfolgen.

Die 19-Jährige sei schon ein Kinderstar gewesen und in Garbsen sehr bekannt, sagte Stadtsprecher Benjamin Irvin. Carlotta sei schon als Neunjährige aufgetreten und habe bei vielen Events in der Stadt gesungen.

Auf dem Programm des Public Viewings standen von 18 Uhr an Livemusik sowie Interviews unter anderem mit Carlottas Mutter. Auch einen Videogruß der ESC-Kandidatin gab es. Sie freut sich sehr, dass wir ihr die Daumen drücken, betonte Irvin.

Rund 4000 Fans fiebern bei der offiziellen Party zum Eurovision Song Contest auf der Hamburger Reeperbahn mitgefiebert. Auf der Open-Air-Bühne traten unter anderem Nico Santos, Annett Louisan, Laing und der ESC-Vorjahresvierte Michael Schulte auf. Mit stürmischem Applaus wurde Sarah Connor begrüßt. Sie präsentierte den Song Vincent von ihrem neuen Album Herz Kraft Werke.

Auch nach der Siegerehrung in Tel Aviv soll auf St. Pauli noch weitergefeiert werden: Zur Grand Prix Party, die auch live vom Spielbudenplatz in der ARD übertragen wird, sind Auftritte von Stefanie Heinzmann und des Belgiers Milow geplant.

Deutsche Fans äußern sich nach dem Auftritt der S!sters mit Sister zufrieden. Ich hatte den Eindruck, das war ein ganz toller Auftritt, sagt Michael Sonneck, Präsident des Eurovision Club Germany. Auch Wolfgang Grube, Sprecher des deutschen OGAE-Fanclubs, lobt: Die Mädels waren heute ganz prima, die haben ihre Sache gut gemacht.

Grube schätzt allerdings, dass Deutschland nur zwischen dem 20. und dem letzten Platz landen werde. Problematisch sei einfach gewesen, dass das Lied an sich nicht so authentisch rüberkomme – als wenn echte Schwestern den Song geschrieben hätten. Stattdessen waren Laurita Spinelli (26) aus Wiesbaden und Carlotta Truman (19) aus Hannover für die ESC-Teilnahme gecastet worden.

Die Abstimmung läuft. Alle 26 Auftritte sind durch. Bis zu 20 Mal kann von einem Gerät angerufen werden. Für das eigene Land kann nicht abgestimmt werden. Jetzt gilt es: Daumen drücken für die S!sters!

Der 23-jährige Katalane tritt mit dem poppigen Gute-Laune-Song La Venda (Die Augenbinde) auf. In dem Partysong geht es darum, die Augen zu öffnen und sich weiterzuentwickeln. Mit einem ziemlich genauso klingenden Song rechnet man bei einem jungen Katalanen: Die Halle feiert den letzten Auftritt bevor es Richtung Abstimmung geht.

18.05.2019 #25 Australien: Kate Miller Heidke mit "Zero Gravity" Das hat noch gefehlt: Die 37-Jährige singt ihr Lied im Opernstil in einem weiß glitzernden Kostüm, das an eine Eisprinzessin erinnert. Die Performance auf einer schwankenden Stange in mehreren Metern Höhe erweckt die Illusion, sie würde schwerelos über der Erde schweben. Am Fernsehbildschirm sieht das ziemlich cool aus. Finden die Buchmacher auch: Sie glauben an Platz zwei für Kate Miller Heidke.

18.05.2019 #24 Schweiz: Luca Hänni mit "She Got Me" Er ist einer der großen Stars in der Schweiz und hat die Eidgenossen erstmals seit 2014 wieder ins ESC-Finale gesungen: Luca Hänni. Der 24-jährige Schweizer ist ein Multitalent – er arbeitet nicht nur als Musiker, sondern auch als Schauspieler, Tänzer und Moderator. Er hat sein eigenes Modelabel und singt von Dirty Dancing. Starker Auftritt!

18.05.2019 #23 Serbien: Nevena Božović mit "Kruna – Krone" Die 24-jährige Serbin mit den langen, blonden Haaren tritt mit einem selbstgeschriebenen Gitarren-Liebeslied an. Die hat richtig Power in der Stimme. Und zu sehen gibt es auf der Bühne auch so einiges.

18.05.2019 #22 Italien: Mahmood mit "Soldi" Der 26-Jährige Alessandro Mahmoud ist Sohn einer italienischen Mutter und eines ägyptischen Vaters. In seinem Elektro-Song geht es um einen jungen Mann, der erkennt, dass sein Vater nur Geld von ihm will. Die Halle feiert den jungen Mann und seinen Song – obwohl die wenigsten verstehen dürften, was er da auf italienisch singt. Peter Urban findet einmal mehr: Zuviel Hintergrundbrimborium, das vom Lied und dem Sänger ablenkt.

18.05.2019 #21 Frankreich: Bilal Hassani mit "Roi" Der YouTuber ist Sohn marokkanischer Eltern. Nach seiner Qualifizierung musste der 19-Jährige sich gegen rassistische und homophobe Angriffe wehren. Er wandelt mit seinem androgynem Auftreten auf den Spuren von Conchita Wurst – ob damit seine Siegchancen steigen?

18.05.2019 #20 Aserbaidschan: Chingiz mit "Truth" Der in Moskau geborene 28-jährige Chingiz machte schon als Kind Musik. In seinem Song beschreibt er die Verbitterung nach einer unehrlichen Liebesbeziehung. Aus diesem Abend dürfte er eher nicht verbittert rausgehen, wenn die Buchmacher Recht behalten: Die sehen ihn derzeit auf einem souveränen einstelligen Platz. Für Kommentator Peter Urban ist da aber zu viel Effekthascherei auf der Bühne, unter anderem tanzen Roboter.

18.05.2019 #19 Weißrussland: Zena mit "Like It" Mit 16 Jahren ist die in Minsk geborene Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin Zinaida Kupriyanovich die jüngste Kandidatin im ESC-Finale. Viele Effekte – vielleicht zu viele? Wenn es gut für Zena läuft, haben die vielen Lichter und Co. nicht nur sie vom Singen abgelenkt, sondern auch die Zuschauer vom Zuhören.

18.05.2019 #18 Estland: Victor Crone mit "Storm" Der 26-jährige schwedische Sänger Victor Crone, der aus einer Musikerfamilie stammt, tritt mit seinem eingängigen Popsong für Estland an. Großes Ohrwurmpotenzial, Siegpotenzial aber wohl eher nicht.

18.05.2019 #17 Island: Hatari mit "Hatrið mun sigra – Hass wird siegen" Das ist mindestens optisch einer der interessantesten Auftritte heute Abend: Hatari ist eine antikapitalistische Performance-Gruppe, die in Sado-Maso-Fetisch-Kostümen auftritt. Aber will man das wirklich sehen? Peter Urban riet vor dem Auftritt, die Kinder doch zum Getränke holen zu schicken…

18.05.2019 Politische Botschaft aus dem Publikum Während der Brite singt, ruft das Publikum den Briten zu: Bleibt! Gemeint ist wohl: Bleibt in der EU!

18.05.2019 #16 Großbritannien: Michael Rice mit "Bigger Than Us" Der 21-jährige frühere Straßenmusiker setzt sich gegen Mobbing von Kindern und Jugendlichen ein. Die Menschen in der Halle in Tel Aviv gehen bei seinem Song richtig mit – die Buchmacher sehen Michael Rice eher im hinteren Mittelfeld. Aber der junge Mann hat Überraschungspotential!

18.05.2019 #15 Norwegen: KEiiNO mit "Spirit In The Sky" Das Trio singt im Joik- Stil, eine besondere Gesangstechnik des nordischen Volkes der Samen (Lappen). Der norwegische Beitrag zum Eurovision Song Contest, Spirit in the Sky, ist auch mit deutscher Beteiligung entstanden. Der norwegische Sänger Tom Hugo (39) vom Trio KEiiNO lebt mit seinem Mann in Berlin. Der Berliner Komponist und Produzent Rüdiger Schramm (33) hat an dem Titel mitgeschrieben. Gibt das Extrapunkte aus Deutschland?

18.05.2019 #14 Israel: Kobi Marimi mit "Home" Tel Aviv feiert den 27-jährigen Kobi Marimi, der dafür sorgen soll, dass der ESC auch 2020 in Israel ausgetragen wird. Er will mit seinem Song all jenen Hoffnung geben, die sich minderwertig oder ausgegrenzt fühlen. Marimi wird wegen seines Aussehens und seiner Stimme auch als Israels Freddy Mercury beschrieben.

18.05.2019 #13 Griechenland: Katerine Duska mit "Better Love" Die in Kanada geborene 29-jährige Katerina Duska wird wegen ihrer markanten Stimme als griechische Amy Winehouse beschrieben. Trifft aber nicht jeden Geschmack. – Viel wichtiger gerade: Die Buchmacher sehen Deutschland nicht mehr auf dem letzten Platz, sondern immerhin schon auf dem vorletzten…

18.05.2019 #12 Niederlande: Duncan Laurence mit "Arcade" Der große Favorit: Der 25-jährige niederländische Sänger, eigentlich Duncan de Moor, singt in seiner melancholischen Ballade von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Ein berührender Auftritt, der auch in Tel Aviv ist er gut angekommen. Reicht diese Performance für den Sieg?

18.05.2019 #11 Zypern: Tamta mit "Replay" Die 38-jährige Tamta ist in Griechenland ein bekannter Popstar. Den peppigen Tanzsong Replay trägt die blonde Sängerin in schwarzem Lackkostüm und Lackstiefeln vor. Mehr was fürs Late Night-Programm, meint Peter Urban. Hat was von Madonna – aber die kommt erst noch.

18.05.2019 #10 Slowenien: Zala Kralj und Gašper Šantl mit "Sebi – Selbst" In dem ruhigen Elektro-Popsong von Zala Kralj und Gašper Šantl geht es darum, sich selbst treu zu bleiben und Ängste zu überwinden. Die beiden haben während der Performance fast nur Augen für sich – am Ende gibts ein schüchternes Bussi. Wie beim ersten Date, meint Kommentator Peter Urban. In der Halle interessiert das eher weniger, viele Blicke richten sich auf die Handys, viele fangen an sich zu unterhalten.

18.05.2019 #9 Schweden: John Lundvik mit "Too Late for Love" Der Sänger John Lundvik wurde in London geboren, dann von einem schwedischen Ehepaar adoptiert. Seine erste Leidenschaft war der Sport – als Sprinter gewann er mehrere nationale Titel. In seinem Song geht es darum, dass es nie zu spät für die Liebe sei. Und, hat er die Erwartungen von WELT-Reporter Tobias Kaiser in der Halle erfüllt? Klares ja! Tel Aviv tobt – zurecht.

18.05.2019 #8 Nordmazedonien: Tamara Todevska mit "Proud" Tamara Todevska, die Tochter einer Opernsängerin und eines Musikprofessors, ruft in ihrer emotionalen Ballade Frauen auf der ganzen Welt dazu auf, stolz zu sein und ihre Stimme zu erheben. Eine wichtiger Appell, den sie schlicht hinter dem Mikro stehend, aber mit toller Stimme vorträgt.

18.05.2019 #7 San Marino: Serhat mit "Say Na Na Na" Mit 54 Jahren ist der in Istanbul geborene und aufgewachsene Serhat der älteste ESC-Kandidat. In seiner Heimatstadt hat er die deutsche Schule besucht, der Zwergstaat San Marino ist sein zweites Zuhause. Um hier heute was zu reißen, müsste es beim ESC aber schon einen Altersbonus geben.

18.05.2019 #6 Dänemark: Leonora mit "Love Is Forever" Die 20-jährige Leonora Colmor singt ihren munteren Song in vier Sprachen – Englisch, Dänisch, Französisch und auch eine Zeile auf Deutsch: Liebe ist für alle da. Mal sehen, ob die Deutschen ihr das mit vielen Punkten danken. Etwas schüchtern singt Leonora ihr Kinderlied von einem Riesenstuhl aus.

18.05.2019 #5 Russland: Sergey Lazarev mit "Sream" Der 36-jährige Moskauer Sergey Lazarev startet seiner poetischen Ballade Scream zum zweiten Mal, nachdem er beim ESC 2016 in Stockholm knapp am Sieg vorbeigeschrammt war. Naja – zum Sieg dürfte es auch heute eher nicht reichen. Auch wenn Lazarev als einer der Favoriten gilt.

Der deutsche Auftritt! Carlotta Truman (19) aus Hannover und Laurita Spinelli (26) aus Wiesbaden singen über Schwesterliebe. Sie wollen mit ihrem Song für mehr Solidarität unter Frauen werben, Schwestern sind sie nicht. Mal sehen, ob die beiden nicht doch mehr als den letzten Platz rausholen. Die beiden hatten auf jeden Fall sichtlich Spaß auf der großen Bühne. Und sie sollen ja träumen… Der letzte Platz wäre auf jeden Fall für diesen Auftritt nicht verdient.

18.05.2019 #3 Tschechische Republik: Lake Malawi mit Friend Of A Friend Die 2013 gegründete Band Lake Malawi will mit ihrem poppigen Song Menschen auf aller Welt erreichen: Über Freunde von Freunden ist theoretisch jeder mit jedem verbunden. In Tel Aviv kommen die drei Jungs super an.

18.05.2019 #2 Albanien: Jonida Maliqi mit "Ktheju tokës – Kehre zurück in dein Land" Die 36-jährige Jonida Maliqi ist in dem Balkanstaat Albanien eine bekannte Popsängerin und gilt als Stilikone. In ihrem Song geht es um Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Die 36-jährige ist in dem Balkanstaat Albanien eine bekannte Popsängerin und gilt als Stilikone. In ihrem Song geht es um Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Tatsächlich leben mehr Albaner im Ausland als in Albanien – wird das noch ein Vorteil für die Sängerin?

18.05.2019 #1 Malta: Michaela mit "Chameleon" Die 18-jährige Malteserin Michaela ist ein absoluter Newcomer. Die Studentin mit der kraftvollen Stimme tritt ganz in weiß auf, während sich auf der Bühne ständig die Farben ändern, wie ein Chamäleon, so heißt auch ihr Song: Chameleon. Klasse Show, aber gesanglich schwach. Das Urteil von ARD-Kommentator Peter Urban: In den vielen Farben geht die Sängerin manchmal unter.

18.05.2019 Stimmung? Bestens! In der Halle präsentieren sich in der Reihenfolge ihrer Auftritte die Teilnehmer aus allen 26 Ländern. Die Stimmung ist bereits sehr ausgelassen.

WELT-Reporter Tobias Kaiser hat sich festgelegt: Er drückt Schweden und Großbritannien heute Abend am kräftigsten die Daumen. Die Buchmacher hingegen sehen den Niederländer Duncan Laurence ganz vorne.

18.05.2019 Deutschland mit der Startnummer 4 In weniger als zehn Minuten, um 21 Uhr, startet der ESC 2019 in Tel Aviv. S!sters haben den Startplatz 4. Vor ihnen treten nur die Teilnehmer aus Malta, Albanien und Tschechien auf die Bühne.

Die liebsten ESC-Fans sind Tobias Kaiser die britischen: Einige von ihnen setzen während der zähen Brexit-Verhandlungen mit Europa-Kleidern ein Zeichen.

18.05.2019 Das ist die deutsche Jury Barbara Schöneberger stellt in Hamburg die deutsche ESC-Jury vor. Von diesen fünfen kommt die Hälfte der deutschen Punkte: Joe Chialo, Annett Louisan, Nicola Rost, Nico Santos und Michael Schulte. Schulte belegte beim ESC 2018 in Lissabon den vierten Platz.

Entsprechend dem Motto des ESC 2019, Dare to Dream, werden in Tel Aviv Träumer willkommen geheißen. WELT-Reporter Tobias Kaiser ist bei der großen Show live dabei und teilt seine Einschätzungen auf Twitter. Auf dem Weg zum großen Finale fällt ihm als erstes auf: Die Halle ist winzig dieses Jahr.

18.05.2019 Der Countdown läuft Barbara Schöneberger hat auf der Reeperbahn in Hamburg den Countdown zum ESC 2019 eingeläutet: Zum fünften Mal moderiert sie die deutsche ESC-Party und gibt später die Punkte bekannt, die die Deutschen vergeben haben. Sie hofft auf eine nicht all zu schlechte Platzierung der S!sters mit Sister. Die Buchmacher sehen den Beitrag aus Deutschland auf dem letzten Platz. Aber: Dare to Dream, also wage zu träumen, heiße das Motto schließlich nicht umsonst, so Schöneberger.

In Tel Aviv treten nicht nur Musiker aus 26 Ländern gegeneinander an, auch Weltstar Madonna wird – außer Konkurrenz – auftreten. Madonna wird laut Medienberichten ihren 80er-Jahre-Hit Like a Prayer und als Weltpremiere den neuen Song Future aufführen. Nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies wird der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams die gesamten Kosten für Madonnas Auftritt tragen – schätzungsweise rund 1,15 Millionen Euro.

Der norwegische Beitrag zum Eurovision Song Contest, Spirit in the Sky, ist auch mit deutscher Beteiligung entstanden. Der norwegische Sänger Tom Hugo (39) vom Trio KEiiNO lebt mit seinem Mann in Berlin. Der Berliner Komponist und Produzent Rüdiger Schramm (33) hat an dem Titel mitgeschrieben.

Es geht um Menschen, die in irgendeiner Weise unterdrückt worden sind oder nicht für voll genommen wurden, dass die einen Weg finden zu erstrahlen, sagte Schramm der Nachrichtenagentur dpa in Tel Aviv. Ich denke, da kann sich jeder darin wiederfinden, in irgendeiner Art und Weise. Die Buchmacher sahen Norwegen kurz vor dem Finale auf Platz neun.

Der Niederländer Duncan Laurence fühlt sich von der Favoritenrolle beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv geschmeichelt. Dass die Leute wollen, dass Du gewinnst, ist das größte Kompliment, das Du bekommen kannst, sagte Laurence in Tel Aviv. Es ist ziemlich überwältigend, ein bisschen verrückt. (…) Aber ich fühle mich immer noch so: Bleib einfach mit beiden Beinen auf dem Boden und schau, was passiert.

Laurence singt in seiner melancholischen Ballade Arcade von der Sehnsucht nach einer verlorenen Liebe. Eine Erklärung für seine Beliebtheit bei den Fans hat er 25-Jährige nicht. Hoffentlich ist es, weil das Lied eine Geschichte erzählt, und ich hoffe, es berührt die Menschen.

Den jüngsten Quoten zufolge stehen Deutschlands Chancen auf einen Sieg ziemlich schlecht. Buchmacher sehen S!sters bislang auf dem letzten Platz. Als Topfavorit geht demnach Duncan Laurence für die Niederlande ins Rennen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Australierin Kate Miller-Heidke und der schweizer Luca Hänni. Im vergangenen Jahr hatte der deutsche Teilnehmer Michael Schulte Platz drei bei den Buchmachern belegt – am Ende wurde er Vierter.

26 Länder sind für das Finale des 64. Eurovision Song Contests qualifiziert. 20 setzten sich in den vorherigen Halbfinals durch. Die fünf großen Beitragszahler Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien waren bereits für das Finale in Tel Aviv gesetzt, ebenso Gastgeber Israel. Das sind die diesjährigen Teilnehmer: