Überlebende von Madeira sind zurück in Deutschland - WEB.DE News
Madeira: Überlebende von Busunglück in Deutschland gelandet
Die meisten Überlebenden des Busunglücks auf Madeira sind wieder in Deutschland. Ein speziell ausgerüstetes Flugzeug der Luftwaffe landete am Samstagnachmittag mit 15 Verletzten an Bord in Köln. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte sie nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn. Sieben Betroffene wollen nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours mit normalen Linienflügen zurückkehren.

Bei dem Busunglück waren am Mittwochabend 29 deutsche Touristinnen und Touristen in Caniço nahe Funchal gestorben. Aus bislang ungeklärten Gründen war ihr Reisebus von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war in ein leer stehendes Wohnhaus gestürzt. Als mögliche Auslöser der Katastrophe gelten entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Die Verletzten wurden von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im militärischen Teil des Flughafens empfangen. Laschet dankte den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung des Lazarettflugzeugs. Außerdem stand am Flughafen der Rettungsdienst für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit. Die Verletzten sind mit dem Airbus A310 “MedEvac” – der fliegenden Intensivstation der Bundeswehr – nach Deutschland geflogen worden. Zuvor hatten am Samstagmorgen Krankenwagen die Verletzten zum Flugzeug gefahren. Sie wurden auf Tragen in den Airbus gebracht. An Bord des Airbus A310 “MedEvac” sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung und 38 weitere Liegeplätze.

27 Menschen erlitten bei dem Unfall Verletzungen, konnten das Krankenhaus aber zum Teil schnell wieder verlassen. Eine Deutsche ist laut der behandelnden Klinik in Funchal noch nicht transportfähig und muss vorerst am Unglücksort behandelt werden. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte bei seinem Besuch der Unglücksstelle am Donnerstag versprochen, die Bundesregierung bemühe sich darum, die Überlebenden baldmöglichst nach Deutschland zu bringen. 

Einer Mitteilung des portugiesischen Justizministeriums zufolge ist die Autopsie der Toten inzwischen abgeschlossen. Für die eindeutige Identifizierung seien aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten nötig. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten in Deutschland bekannt gegeben werden sollen, blieb zunächst unklar.

Auch die Unfallursache ist noch unklar. Der Reisebus war von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war anschließend in ein Wohnhaus gestürzt. Der Unfall passierte nur wenige Minuten nach Abfahrt vom Hotel der Touristen im Ort Caniço nahe der Inselhauptstadt Funchal. Als mögliche Auslöser der Katastrophe werden entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen vermutet.

Am Karfreitag hatten Überlebende und ihre Angehörigen in Funchal an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, geladen. Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt. “Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen”, sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier.

Funchal (Madeira) – Ein Airbus der Luftwaffe ist am frühen Samstagnachmittag von Madeira Richtung Deutschland gestartet, um die Verletzten des Busunglücks mit 29 Toten von der portugiesischen Ferieninsel nach Hause zu fliegen.

Unter den Überlebenden des Busunglücks von Madeira sind auch Reisende aus Thüringen. Das hat die Stadt Köln bekanntgegeben. Dort landete am Samstagnachmittag eine Sondermaschine der Bundeswehr mit 15 Verletzten an Bord. Damit seien die meisten Überlebenden zurück in Deutschland.

Nach BILD-Informationen werden 15 Personen ausgeflogen. Sie waren bei dem Busunglück in dem Ort Caniço am Mittwochabend teilweise schwer verletzt worden. Die Flugzeit bis Deutschland beträgt etwa drei Stunden. Sie werden mit einer medizinischen Versorgungs-Maschine der Bundeswehr nach Deutschland geflogen, sagte Chefarzt Miguel Reis (40) am Klinikum in Funchal.

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Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden.. Aus medizinischen Gründen habe sie noch keine Erlaubnis für die Heimreise. Ein weiterer Deutscher sei bereits am Freitagabend nach Deutschland zurückgekehrt. 28 Menschen hatten das Unglück überlebt.

Der erste von mehreren Krankenwagen war am Morgen gegen 8.45 in Richtung Flughafen abgefahren. In den Ambulanzen waren Ärzteteams aus Portugal und Deutschland im Einsatz. Begleitet wurden die Fahrzeuge von Polizei und Zivilschutz. Die Verletzten wurden am Flughafen direkt in den Airbus gebracht, der für medizinische Notfälle speziell ausgerüstet ist.

Manche Schüler dürften sich beim Anschauen der Halbjahreszeugnisse in Thüringen die Augen gerieben haben: Da fehlten Zensuren. Weil in manchen Fächern nur wenig Unterricht stattfindet, reicht es nicht für eine Bewertung.

Sieben Betroffene wollten nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours am Samstag mit normalen Flügen heimkehren. Unabhängig von den Verletzten fliegen die ersten Gäste heute zurück, sagte ein Sprecher. In den kommenden Tagen sollen weitere Gäste folgen. Wann sie abreisen, sei ihnen freigestellt. Wir haben ausreichend Flugkontingente für unsere Gäste reserviert, hieß es. Für Angehörige der Verletzten, die von der Bundeswehr nach Köln zurückgeflogen werden, habe trendtours dort Hotelzimmer reserviert.

► Seit mehr als 48 Stunden war Chefarzt Miguel Reis (40) am Klinikum in Funchal am Freitagabend im Dienst, als er tapfer vor die Journalisten tritt. Sie können sich vorstellen, wie kaputt ich bin, sagte der Mediziner zu BILD. Von 28 Deutschen, die mit teils schweren Verletzungen eingeliefert wurden, seien bereits elf entlassen worden.

Nach der jetzigen Planung soll der Flieger Richtung Köln fliegen – weil dort die meisten Reisenden herkamen.

Die Trockenheit der vergangenen Tage und Wochen erhöht die Gefahr von Waldbränden in Thüringen. Für offenes Grasland gilt sogar die zweithöchste Warnstufe. Einige Gemeinden haben mittlerweile Osterfeuer untersagt.

Gegenüber BILD berichtete Chefarzt Reis, dass ein Patient im Krankenhaus – wie bereits bekannt war – verstarb: Acht Opfer wurden in der Orthopädie behandelt, zwei kämpften auf der Intensivstation um ihr Leben, zwei Personen sind in der Abteilung für Herz-Thorax-Chirurgie untergebracht und die restlichen in allgemeinen Abteilungen. Der deutsche Botschafter in Portugal, Dr. Christof Weil, lobte am Abend mehrfach die professionelle Arbeit der Ärzte.

Lange mussten Radsportler warten, doch seit Samstag dürfen sie wieder auf die (Schnee-)Piste am Fallbachhang. Dort ist der Bikepark wiedereröffnet worden, nachdem ein neuer Lift aufgebaut worden ist.

Rechtsmediziner auf Madeira haben die Autopsie der 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekannt gegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.