Überlebende von Madeira in Deutschland gelandet - Vermischtes aus Deutschland & Welt - WESER-KURIER
Madeira: Überlebende von Busunglück in Deutschland gelandet
Die meisten Überlebenden des Busunglücks auf Madeira sind wieder in Deutschland. Ein speziell ausgerüstetes Flugzeug der Luftwaffe landete am Samstagnachmittag mit 15 Verletzten an Bord in Köln. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte sie nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn. Sieben Betroffene wollen nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours mit normalen Linienflügen zurückkehren.

Bei dem Busunglück waren am Mittwochabend 29 deutsche Touristinnen und Touristen in Caniço nahe Funchal gestorben. Aus bislang ungeklärten Gründen war ihr Reisebus von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war in ein leer stehendes Wohnhaus gestürzt. Als mögliche Auslöser der Katastrophe gelten entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Zwei Tage vor Karfreitag aber gibt es auf Madeira Regenschauer, viel Wind und Temperaturen unter 20 Grad. An diesem typischen Apriltag schlägt für knapp 60 Urlauber das Schicksal zu. Was ein fröhlicher Ausflug in die Hauptstadt Funchal samt typisch madeirischem Dinner werden sollte, endet schon nach wenigen Minuten in einer Katastrophe. Vom schmucken Hotel “Quinta Splendida” bricht die Gruppe – vermutlich fast alles Deutsche – gegen 18.30 Uhr in das wenige Kilometer entfernte Lokal auf. Aber in einer abfallenden Linkskurve kommt der voll besetzte Bus plötzlich von der Straße ab und durchbricht ein Geländer. 29 Menschen sterben, fast genausoviele werden verletzt.

Busunglück auf Madeira: 29 Tote – Airbus holt Verletzte nach Deutschland

27 Menschen erlitten bei dem Unfall Verletzungen, konnten das Krankenhaus aber zum Teil schnell wieder verlassen. Eine Deutsche ist laut der behandelnden Klinik in Funchal noch nicht transportfähig und muss vorerst am Unglücksort behandelt werden. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte bei seinem Besuch der Unglücksstelle am Donnerstag versprochen, die Bundesregierung bemühe sich darum, die Überlebenden baldmöglichst nach Deutschland zu bringen. 

Überlebende und ihre Angehörigen nahmen am Karfreitag in Funchal an einem Gedenkgottesdienst hinter geschlossenen Türen teil. Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, so berichtet es die Zeitung “Correio da Manhã”. Eingeladen in die Kirche Igreja Presbiteriana hatte die Pfarrerin der Deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo: “Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen”, sagt sie. “Wir sind dankbar für alle tröstlichen Worte.”

Einer Mitteilung des portugiesischen Justizministeriums zufolge ist die Autopsie der Toten inzwischen abgeschlossen. Für die eindeutige Identifizierung seien aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten nötig. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten in Deutschland bekannt gegeben werden sollen, blieb zunächst unklar.

Madeira ist für viele Reisefans, gerade auch aus Deutschland, ein Sehnsuchtsziel. Kurz vor Ostern grünt und blüht schon an allen Ecken auf der Vulkaninsel im Atlantik – nicht umsonst begeistern sich vor allem Botanikfreunde für das farbenprächtige Kleinod. Wegen des subtropischen Klimas herrschen das ganze Jahr über angenehme Temperaturen, die kältegeplagte Deutsche in Richtung des milden Wanderparadieses ziehen lassen. Schon Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sissi, wusste die klimatischen Vorzüge zu schätzen und weilte hier 1860 zur Lungen-Kur.

Am Karfreitag hatten Überlebende und ihre Angehörigen in Funchal an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, geladen. Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt. “Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen”, sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier.

Die britische Königin Elizabeth II. schickte nach dem Unglück ein Kondolenzschreiben nach Deutschland. "Prinz Philip und ich waren zutiefst betrübt über die Nachricht von dem Busunfall auf Madeira", schrieb die Queen an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. "Wir drücken unser aufrichtiges Beileid aus, unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Angehörigen der Betroffenen." Das Schreiben wurde auf dem Twitter-Account der britischen Königsfamilie veröffentlicht.

15 Verletzte des Busunglücks haben die portugiesische Ferieninsel Madeira verlassen. Die Bundeswehr fliegt sie mit einem Spezialflugzeug aus. Nur eine Frau ist noch nicht transportfähig. Die Autopsie der 29 Todesopfer aus Deutschland ist derweil abgeschlossen.

Die Überlebenden an Bord der Maschine stammen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte. Der Rettungsdienst der Domstadt stehe mit seinen Teams und Fahrzeugen für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit. Die Identität der 29 Getöteten war auch nach der Autopsie weiterhin nicht abschließend geklärt. Ebenso gab es noch keine endgültigen Aussagen zur Unfallursache.

Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben die portugiesische Ferieninsel verlassen. Am Mittag startete ein speziell ausgerüsteter Airbus der Luftwaffe mit deutschen Urlaubern und einem Ärzteteam von der Inselhauptstadt Funchal in Richtung Deutschland. An Bord waren 15 Verletzte, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt in Berlin erfuhr. Die Flugzeit betrug etwa drei Stunden.

Der Reisebus war aus noch immer nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war in ein Wohnhaus gestürzt. Der Unfall ereignete sich nur wenige Minuten, nachdem der Bus vom Hotel "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço nahe Funchal abgefahren war. Als mögliche Auslöser der Katastrophe gelten entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen. Jedoch wird weiterhin ermittelt.

Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Aus "medizinischen Gründen" habe sie noch keine Erlaubnis für die Heimreise. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus.

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Panorama 20.04.19 Nach tragischem Busunglück auf Madeira Spezialflugzeug bringt Verletzte zurück nach Deutschland 29 Insassen des Reisebusses waren bei dem Unglück am Mittwochabend ums Leben gekommen, 27 erlitten Verletzungen. Einige leichter Verletzte konnten das Krankenhaus bald wieder verlassen. Sieben Betroffene wollten nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours mit normalen Flügen heimkehren.

"Unabhängig von den Verletzten fliegen die ersten Gäste heute zurück", sagte ein Sprecher. In den kommenden Tagen sollen weitere Gäste folgen. Wann sie abreisen, sei ihnen freigestellt. "Wir haben ausreichend Flugkontingente für unsere Gäste reserviert", hieß es. Für Angehörige der Verletzten, die von der Bundeswehr nach Köln zurückgeflogen werden, habe trendtours dort Hotelzimmer reserviert.

Der Reisebus war aus noch immer nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war in ein Wohnhaus gestürzt. Der Unfall ereignete sich nur wenige Minuten, nachdem der Bus vom Hotel "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço nahe Funchal abgefahren war. Als mögliche Auslöser der Katastrophe gelten entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen. Jedoch wird weiterhin ermittelt.

Die Urlauber wollten am Mittwoch vom Hotel Quinta Splendida in dem Ort Caniço zu einem traditionellen Abendessen in die Inselhauptstadt Funchal fahren. Madeira, auch als Blumeninsel bekannt, liegt knapp 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon entfernt im Atlantik. Die überwiegend bergige Insel ist neben der Algarve an der Südküste des Festlandes das beliebteste Gebiet deutscher Portugal-Touristen. Nach Madeira kommen insbesondere Rentner, Familien und Naturliebhaber, weniger Partytouristen. Der Ort Caniço, wo der Bus verunglückte, gehört zu den wichtigsten Touristenzentren des Landes.

Rechtsmediziner auf der Atlantikinsel haben derweil die Autopsie der 29 Toten abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Opfer sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Überlebende des Busunglücks auf Madeira und ihre Angehörigen haben am Freitagnachmittag in der Inselhauptstadt Funchal an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der Deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, in der Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen. Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, berichtete die Zeitung “Correio da Manhã” am frühen Abend. Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt.

Panorama 19.04.19 Busunglück auf Madeira Maas besucht Verletzte und verspricht rasche Rückführung Aus Deutschland wurden aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten in Deutschland bekannt gegeben werden sollen, ist bisher unklar.

Medienberichten zufolge waren die Urlauber im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf dem Weg von ihrem Hotel in ein Restaurant in der Provinzhauptstadt Funchal. “Mit großer Erschütterung haben wir von dem tragischen Busunglück auf Madeira erfahren. Wir müssen leider davon ausgehen, dass Opfer aus Deutschland sind”, twittert das Auswärtige Amt am Mittwochabend. Regierungssprecher Steffen Seibert schreibt: “Entsetzliche Nachrichten erreichen uns aus Madeira. Unsere tiefe Trauer gilt all denen, die in dem verunglückten Bus ihr Leben verloren haben, unsere Gedanken sind bei den Verletzten.”

Am Morgen hatten Krankenwagen nach und nach die Verletzten von der Klinik zu dem Lazarettflugzeug gefahren. In den Ambulanzen seien Ärzteteams aus Portugal und Deutschland im Einsatz gewesen, hieß es. Begleitet wurden die Fahrzeuge von Polizei und Zivilschutz. Auf Tragen wurden die Deutschen in den Airbus gebracht. Nach rund zwei Stunden waren alle Verletzten im Flieger.

Unter den 29 Todesopfern des verheerenden Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin wahrscheinlich 27 deutsche Staatsangehörige. Mindestens vier der Schwerverletzten unter den insgesamt 27 im Krankenhaus liegenden Verletzten sollen demnach ebenfalls vermutlich die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Am Mittwochabend war der Reisebus der Urlauber in der Gemeinde Caniço östlich von Funchal in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Er überschlug sich und stürzte eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus.

Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als "wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen". An Bord gibt es bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Außerdem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen.

Madeira stand nach der Tragödie noch immer unter Schock. Am Karfreitag hatten Überlebende und ihre Angehörigen in Funchal an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der Deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, in der Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen.

Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, berichtete die Zeitung "Correio da Manhã". Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt. "Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen", sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier.