Fliegende Intensivstation der Bundeswehr bringt Verletzte nach Deutschland - B.Z. Berlin
Nach Busunglück auf Madeira: Bundeswehr holt Verletzte nach Deutschland
Funchal (Madeira) – Ein Airbus der Luftwaffe ist am frühen Samstagnachmittag von Madeira Richtung Deutschland gestartet, um die Verletzten des Busunglücks mit 29 Toten von der portugiesischen Ferieninsel nach Hause zu fliegen.

Nach BILD-Informationen werden 15 Personen ausgeflogen. Sie waren bei dem Busunglück in dem Ort Caniço am Mittwochabend teilweise schwer verletzt worden. Die Flugzeit bis Deutschland beträgt etwa drei Stunden. Sie werden mit einer medizinischen Versorgungs-Maschine der Bundeswehr nach Deutschland geflogen, sagte Chefarzt Miguel Reis (40) am Klinikum in Funchal.

Überlebende des Busunglücks auf Madeira fliegen heim

Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden.. Aus medizinischen Gründen habe sie noch keine Erlaubnis für die Heimreise. Ein weiterer Deutscher sei bereits am Freitagabend nach Deutschland zurückgekehrt. 28 Menschen hatten das Unglück überlebt.

Der erste von mehreren Krankenwagen war am Morgen gegen 8.45 in Richtung Flughafen abgefahren. In den Ambulanzen waren Ärzteteams aus Portugal und Deutschland im Einsatz. Begleitet wurden die Fahrzeuge von Polizei und Zivilschutz. Die Verletzten wurden am Flughafen direkt in den Airbus gebracht, der für medizinische Notfälle speziell ausgerüstet ist.

Sieben Betroffene wollten nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours am Samstag mit normalen Flügen heimkehren. Unabhängig von den Verletzten fliegen die ersten Gäste heute zurück, sagte ein Sprecher. In den kommenden Tagen sollen weitere Gäste folgen. Wann sie abreisen, sei ihnen freigestellt. Wir haben ausreichend Flugkontingente für unsere Gäste reserviert, hieß es. Für Angehörige der Verletzten, die von der Bundeswehr nach Köln zurückgeflogen werden, habe trendtours dort Hotelzimmer reserviert.

Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen. An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Außerdem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen.

► Seit mehr als 48 Stunden war Chefarzt Miguel Reis (40) am Klinikum in Funchal am Freitagabend im Dienst, als er tapfer vor die Journalisten tritt. Sie können sich vorstellen, wie kaputt ich bin, sagte der Mediziner zu BILD. Von 28 Deutschen, die mit teils schweren Verletzungen eingeliefert wurden, seien bereits elf entlassen worden.

An Bord waren 15 Verletzte, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt in Berlin erfuhr. Die Flugzeit betrug etwa drei Stunden. Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Aus medizinischen Gründen habe sie noch keine Erlaubnis für die Heimreise. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus.

Nach der jetzigen Planung soll der Flieger Richtung Köln fliegen – weil dort die meisten Reisenden herkamen.

An Bord waren 15 Verletzte, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt in Berlin erfuhr. Die Flugzeit betrug etwa drei Stunden. Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Aus medizinischen Gründen habe sie noch keine Erlaubnis für die Heimreise. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus.

Gegenüber BILD berichtete Chefarzt Reis, dass ein Patient im Krankenhaus – wie bereits bekannt war – verstarb: Acht Opfer wurden in der Orthopädie behandelt, zwei kämpften auf der Intensivstation um ihr Leben, zwei Personen sind in der Abteilung für Herz-Thorax-Chirurgie untergebracht und die restlichen in allgemeinen Abteilungen. Der deutsche Botschafter in Portugal, Dr. Christof Weil, lobte am Abend mehrfach die professionelle Arbeit der Ärzte.

Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, berichtete die Zeitung Correio da Manhã. Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt. Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen, sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier.

Rechtsmediziner auf Madeira haben die Autopsie der 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekannt gegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

Außenminister Heiko Maas reiste am Donnerstag zum Unglücksort auf der portugiesischen Insel Madeira. Bei einem Busunfall waren am Mittwochabend Dutzende Urlauber aus Deutschland ums Leben gekommen. (Quelle:Reuters)

Bei dem Unfall am Mittwochabend waren nach portugiesischen Angaben 29 Menschen getötet und 27 verletzt worden. Die Urlauber wollten am Mittwoch vom Hotel Quinta Splendida im östlich der Inselhauptstadt gelegenen Ort Caniço zu einem traditionellen Abendessen nach Funchal fahren. Ihr Bus fuhr eine leicht abschüssige Straße hinunter und kam in einer Kurve – nur etwa 250 Meter vom Hotel entfernt – von der Fahrbahn ab. Der Bus stürzte mehrere Meter tief und schlug in ein Haus ein.

Nach dem schweren Busunfall: Außenminister Maas trauerte vor Ort um die Opfer. (Quelle: Reuters)

Nach dem Busunglück auf Madeira hat die Bundeswehr damit begonnen, die verletzten Deutschen in ihre Heimat zurückzubringen. Ein medizinisch ausgerüstetes Spezialflugzeug hob am Samstagmittag vom Cristiano-Ronaldo-Flughafen auf der portugiesischen Insel ab. An Bord seien 15 verletzte Deutsche gewesen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Nachrichtenagentur AFP. Sie sollen nun in Deutschland weiter behandelt werden.

Die Bundeswehr fliegt die Verletzten des Busunglücks von Madeira nach Deutschland. Ein Airbus der Flugbereitschaft ist im Einsatz – der Flieger kann auch Schwerstverletzte befördern. 

Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Aus “medizinischen Gründen” habe sie keine Erlaubnis für die Heimreise. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach im Krankenhaus.

Ein “MedEvac”-Airbus der Luftwaffe ist am frühen Morgen von Köln-Wahn Richtung Madeira gestartet. Der Airbus A310 der Flugbereitschaft nahm dort die Verletzten des Busunglücks vom Mittwoch auf und startete gegen 13 Uhr wieder zum Rückflug nach Deutschland. Die Flugzeit beträgt rund 3 Stunden und 15 Minuten. An Bord waren neben Ärzten zwölf Patienten, nach portugiesischen Medienberichten sechs Männer und sechs Frauen. Eine verletzte Deutsche war nach Angaben der Klinikleitung noch nicht transportfähig und blieb zunächst im Krankenhaus.

Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als “wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen”.

Am Mittwoch war ein Bus auf der Insel Madeira verunglückt, 29 Menschen starben. Die Bundeswehr bringt nun 15 verletzte Deutsche mit einem medizinisch ausgerüsteten Spezialflugzeug zurück.

Landung auf Madeira: Der MedEvac soll Verletzte zurück nach Deutschland bringen. (Quelle: Armando Franca/AP/dpa)

An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

Am Mittwoch war auf Madeira ein Reisebus von der Straße abgekommen und hatte sich überschlagen. 29 Menschen starben, viele wurden verletzt. Am Freitag befanden sich noch 16 Verletzte in der Klinik von Funchal. Das Krankenhaus hatte jedoch empfohlen, die Verletzten nicht schon am Freitag auszufliegen. Die Ursache des Unglücks ist noch immer unklar – ein Überlebender vermutete allerdings Bremsversagen als Grund für den Unfall.

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