Busunglück auf Madeira:Alle Todesopfer kommen aus Deutschland - n-tv NACHRICHTEN
29 Tote bei Busunglück auf Madeira: Dreitägige Trauerzeit in Portugal
Das portugiesische Außenministerium hat bestätigt, dass es sich bei den 29 tödlich Verunglückten auf Madeira um deutsche Staatsangehörige handelt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Den verheerenden Busunfall auf der Insel Madeira haben 29 Deutsche nicht überlebt. Das hat das portugiesische Außenministerium bestätigt. Mindestens vier der Schwerverletzten unter den insgesamt 27 im Krankenhaus liegenden Verletzten haben vermutlich die deutsche Staatsangehörigkeit, wie es bei einer Pressekonferenz der Nélio-Mendonça-Klinik hieß. Insgesamt waren 57 Menschen an Bord.

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News: Busunfall auf Madeira – Krankenhaus korrigiert Angaben zu Todesopfern

Panorama 18.04.19 Überlebende berichten vom Unglück "Der Bus wurde schneller und schneller" Unter den 29 Todesopfern sind den Angaben zufolge 17 Männer und zwölf Frauen zwischen 40 und 60 Jahren. Zuvor hatten die Inselbehörden von 18 Frauen und elf Männern gesprochen. Zahlreiche deutsche Insassen des Busses waren nach dem Unfall im Dorf Caniço zur Behandlung in das Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal gebracht worden. Neun Verletzte wurden nach Klinikangaben inzwischen entlassen, vier befinden sich weiterhin auf der Intensivstation. In Portugal ist derweil eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen worden.

Bei einem schweren Busunglück auf Madeira sind deutsche Urlauber ums Leben gekommen. (Foto: RUI SILVA / AFP) Nach Angaben der Nélio-Mendonça-Klinik in Madeiras Hauptstadt Funchal waren unter den 29 Toten 17 Frauen und zwölf Männer im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. 27 Menschen wurden demnach verletzt, unter ihnen waren nach Medienberichten auch der portugiesische Busfahrer und die portugiesische Reiseführerin. 19 Verletzte lagen nach Klinikangaben am Donnerstag noch im Krankenhaus, vier von ihnen auf der Intensivstation.

Alle Businsassen waren in der Hotelanlage Quinta Splendida in Caniço untergebracht. Nach portugiesischen Medienberichten liegt die Unfallstelle nur etwa 50 Meter von der Unterkunft entfernt. Eine Hotelmitarbeiterin sagte, die Verunglückten seien auf dem Weg zu einem Abendessen in Funchal gewesen. Der Unfall habe sich "Sekunden" nach Abfahrt des Busses ereignet, sagte eine deutsche Überlebende dem portugiesischen Fernsehsender TVI. Die Menschen seien "durch die Fenster geflogen". Ihr Begleiter erzählte, der Bus habe bei hoher Geschwindigkeit eine Mauer gestreift und sich dann überschlagen. Die Hilfskräfte seien sehr schnell dagewesen.

Ein leicht verletzter Passagier berichtete von seinen Eindrücken. "Ich denke, die Bremsen funktionierten nicht. Ich kann mir keine andere Ursache vorstellen. Der Bus fuhr von der Quinta Splendida los, nach einigen Sekunden wurde er immer schneller. Er schlug gegen die Mauer, wir glaubten sofort, dass er außer Kontrolle geraten war. Er wurde immer schneller, und dann überschlug er sich", sagte der Mann nach einem Bericht der Online-Zeitung "Observador".

Die Reisegruppe sei mit einem gecharterten Bus auf dem Weg zu einer Abendveranstaltung in Funchal gewesen, als der Bus aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam und eine Böschung hinab stürzte, erklärte Trendtours. Alle Businsassen waren in der Hotelanlage Quinta Splendida in Caniço untergebracht. Nach portugiesischen Medienberichten liegt die Unfallstelle nur etwa 50 Meter von der Unterkunft entfernt.

Das Auswärtige Amt richtete unter der Rufnummer 030-50003000 eine Krisenhotline ein, die Angehörige anrufen können.

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Eine weitere Augenzeugin des Unglücks berichtet einem Reporter: "Ich habe nur etwas Schmerzen im Nacken. Und mein Mann hat sich eine Rippe gebrochen. Aber das ist nicht so schlimm. Wir leben, wir sind zusammen. Viele andere haben ihre Frau oder ihren Mann verloren. Viele wissen nicht einmal, ob die Ehefrau oder der Ehemann noch lebt."

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Die Leiterin des Krankenhauses, Tomasia Alves, sagte bei der Pressekonferenz, die Zahl der Mitarbeiter in der Rechtsmedizin sei nach dem Busunglück aufgestockt worden. Sie hoffe daher, dass die Toten spätestens bis Samstag freigegeben werden können. Dann könnten sie nach Deutschland gebracht werden.

Der Vizepräsident der Regionalregierung von Madeira, Pedro Calado, sagte, es sei noch zu früh für Aussagen zur Unfallursache. Der Bus sei fünf Jahre alt und noch vor kurzem zur Inspektion gewesen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Am Flughafen von Funchal wurde eine provisorische Leichenhalle eingerichtet, zur Identifizierung der Opfer sollten Ärzte aus Lissabon eingeflogen werden.

Nach Angaben aus dem Kanzleramt in Berlin ist derzeit bereits ein deutscher Beamter vor Ort, der bei der Identifikation der Opfer helfen soll. Am Flughafen von Funchal wurde eine provisorische Leichenhalle eingerichtet, in der ortsansässige und aus Lissabon eingeflogene Ärzte die Toten obduzieren sollen.

Das Luftbild zeigt die Zerstörung des Busses. (Foto: AFP)18. April 2019Deutsche Presse-Agentur Carola Frentzen Nach dem tragischen Busunglück mit zahlreichen deutschen Todesopfern auf der Ferieninsel Madeira hat Portugals Regierung eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) machte sich noch am Donnerstag auf den Weg zum Unglücksort.

Panorama 17.04.19 Busunglück mit vielen Toten Erste Bilder vom Unglücksort in Madeira Bundesaußenminister Heiko Maas ist auf dem Weg nach Madeira. Er will sich vor Ort einen Überblick verschaffen und wird im Laufe des Tages auf der Insel eintreffen. Ein Ärzte-Team und weitere Beamte begleiten ihn.

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Der Vizepräsident der Regionalregierung von Madeira, Pedro Calado, sagte, es sei noch zu früh für Aussagen zur Unfallursache. Der Bus sei fünf Jahre alt und noch vor kurzem zur Inspektion gewesen. Die Staatsanwaltschaft lässt den Unfall untersuchen, am Flughafen von Funchal wurde eine provisorische Leichenhalle eingerichtet.

Bei einem schweren Busunglück auf der Insel Madeira sind am Mittwochabend mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer waren nach Behördenangaben ausschließlich deutsche Urlauber: (Quelle: t-online.de)

Der Unfall auf der besonders bei Deutschen und Briten beliebten Urlaubsinsel ereignete sich nahe dem Dorf Caniço, das zur Gemeinde Santa Cruz gehört. Der Fahrer verlor offenbar in einer engen Kurve die Kontrolle über den mit mehr als 50 Passagieren besetzten Reisebus, der daraufhin eine Böschung hinabstürzte und in ein Haus krachte.

Auf der Insel Madeira: Bei einem schweren Busunfall sind 29 deutsche Urlauber ums Leben gekommen, über die Ursache herrscht noch keine Klarheit. (Quelle: t-online.de)

Der Unfall habe sich kurz nach der Abfahrt des Busses ereignet, berichtete eine deutsche Überlebende dem portugiesischen Fernsehsender TVI. Die Menschen seien durch die Fenster geflogen. Ihr Begleiter erzählte, der Bus habe bei hoher Geschwindigkeit eine Mauer gestreift und sich dann überschlagen.

Ein Busunglück auf der Insel Madeira hat mehrere Dutzend Menschen in den Tod gerissen – laut dem portugiesischen Präsidenten sind alle Unfallopfer Deutsche. Der Bus ist eine Böschung hinunter auf ein Haus gestürzt.

Braun bat um Verständnis dafür, dass die genaue Zahl der deutschen Opfer noch nicht mitgeteilt werden könne. Diese werde auch aus Respekt vor den Angehörigen erst dann veröffentlicht, wenn alle Angehörigen informiert worden seien und Gewissheit über die Identität jedes Opfers bestehe.

Tragisches Ende eines Osterurlaubs unter südlicher Sonne: Bei einem Busunglück auf der Atlantikinsel Madeira sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 17 Frauen und 12 Männer. Alle Todesopfer kamen nach Angaben der portugiesischen Regierung aus Deutschland. Die Identifizierung der Toten dauert noch an, teilte die Klinikleitung auf Madeira in einer Pressekonferenz mit. 

Der Bus, mit dem die Feriengäste unterwegs waren, stürzte am frühen Mittwochabend in der Gemeinde Caniço eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus. Dessen einziger Bewohner war laut portugiesischen Medien zum Unfallzeitpunkt nicht zuhause.

Diese Aufnahmen aus der Luft zeigen das Ausmaß der Katastrophe auf der portugiesischen Insel Madeira. Dabei kamen viele deutsche Touristen ums Leben.Video

Die Bundesregierung macht weiter keine Angaben über die genaue Zahl der ums Leben gekommenen Deutschen. Kanzleramtschef Helge Braun begründete das damit, dass zunächst die Angehörigen informiert würden. “Die Bundesregierung unternimmt nun alles, um dafür zu sorgen, dass schnell Gewissheit für die Angehörigen herrscht”, sagte er vor Journalisten in Berlin.

Die Polizei war auch am Donnerstag noch damit beschäftigt, Spuren zu sichern. Wie ein dpa-Reporter von der Unfallstelle berichtete, sammelten Polizisten Ausweise oder andere Dokumente ein – beziehungsweise suchten sie danach.Wie ein dpa-Reporter von der Unfallstelle berichtete, sammelten Polizisten Ausweise oder andere Dokumente ein – beziehungsweise suchten sie danach.

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa drücke im Namen aller Portugiesen den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Mit Blick auf die Toten sagte er: “Mir wurde gesagt, dass es alles Deutsche sind.” In einer Nachricht an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreibt er: “In diesem Moment sind Portugal und Deutschland im gemeinsamen Schmerz vereint.”

Der Reisebus war am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço, in der die Urlauber im Hotel “Quinta Splendida” die Osterferien verbrachten, in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt. Medienberichten zufolge waren die Urlauber im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf dem Weg von ihrem Hotel in ein Restaurant in der Provinzhauptstadt Funchal. 

Die portugiesische Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Örtliche Medien zitierten aus einer Mitteilung des Ministerrats, dass Trauer und Solidarität aller Portugiesen mit den Opfern und ihren Angehörigen Ausdruck verliehen werden soll.

Die Zeitung “Observador” berichtete von insgesamt 57 Menschen an Bord. Verletzt wurden bei dem Unfall demnach 27 von ihnen. Zwei konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Unter den Verletzten waren den Angaben zufolge zwei Portugiesen: der Fahrer und ein Fremdenführer.

Das Unglück hatte sich gegen 18.30 Uhr in dem östlich von Funchal gelegenen Caniço ereignet. Zwei Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz, die Polizei riegelte den Unglücksort weiträumig ab. Auf Videos war zu sehen, wie Helfer Verletzte stützten und in Sicherheit brachten. Im Hintergrund waren Sirenen von Ambulanzen zu hören.

Die portugiesische Regierung will Schwerverletzte auf das Festland ausfliegen lassen. Die Luftwaffe will dazu drei Maschinen nach Madeira schicken. Auch die Bundesregierung prüft den Einsatz eines Rettungsflugzeugs der Luftwaffe zur schnellen Hilfe für die verletzten Deutschen. Außenminister Heiko Maas reist zusammen mit einem deutschen Ärzteteam an die Unglücksstelle. Die Ankunft auf der Insel wurde nach dpa-Informationen am frühen Abend erwartet. 

Die Unfallursache war zunächst noch unklar. Medien berichten, ein mechanisches Problem sei wahrscheinlich der Grund gewesen – entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. Der Inhaber des Unglücksfahrzeugs sagte den Ermittlungsbehörden seine uneingeschränkte Kooperation zu. “Es ist unser Wille und unser Bestreben, dass alle Fakten, Gründe und Verantwortlichkeiten des Unfalls ermittelt werden”, zitierte die Nachrichtenagentur Lusa am Donnerstag aus einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens SAM. 

 Wegen des milden Klimas ist Madeira das ganze Jahr über bei Urlaubern beliebt. Auch immer mehr Deutsche reisen auf die “Blumeninsel”.

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