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Nasa-Sonde “Insight”: Der Mars-Maulwurf ist gelandet
Millionen von Kilometern entfernt arbeitet jetzt ein von Menschen gebauter Roboter, um für uns die Geheimnisse des Roten Planeten zu lüften.

Die Nasa-Sonde InSight ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. Nach einem halben Jahr Anflug (rund 485 Millionen Kilometer) glückte das hochkomplizierte etwa sechsminütige Landemanöver in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators.

Gefährliches Manöver: Nasa-Roboter “InSight” landet auf dem Mars – Live-Stream

Bei jedem kleinen Schritt auf ihrer letzten Etappe – dem Abkoppeln vom Antrieb, dem Eindringen in die Mars-Atmosphäre, dem Entfalten des Fallschirms und dem Zünden der Bremsraketen – klatschten die Wissenschaftler in der Kommando-Zentrale in Pasadena (Kalifornien) Beifall. Am Ende ertönte dann Riesenjubel, als klar war, dass der Roboter die Oberfläche des Roten Planeten planmäßig erreicht hat.

“Was ein wunderbarer Tag für die Nasa”, sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. “Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen.” Nur Sekunden nach der Landung habe ihm US-Vizepräsident Mike Pence per Telefon gratuliert. Der Roboter schickte unterdessen bereits ein erstes Foto, auf dem ein Stück der Oberfläche des Planeten und des Horizonts zu sehen sind – und ziemlich viel Staub auf der Linse. Ob “InSight” (“Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport”) voll funktionsfähig ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen.

Leben auf dem Mars: Warum bist du so gottverdammt tot?

Was ein wunderbarer Tag für die Nasa, sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen. US-Vizepräsident Mike Pence gratulierte per Telefon.

Ein in Deutschland entwickeltes Gerät, eine Art Marsmaulwurf, soll sich in den Boden bohren. Der Roboter mit dem offiziellen Namen HP3 (“Heat Flow and Physical Properties Package”) wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Das 40 Zentimeter lange, spitz zulaufende Gerät wird bis in fünf Meter Tiefe vordringen und dort den Wärmefluss messen. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure “InSight”-Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Nur wenige Minuten nach dem Aufsetzen erreichte die Kommandozentrale das erste Foto der Sonde. Zu sehen ist nicht viel, denn die verschmutzte Schutzkappe bedeckt noch die Linse. Für die Forscher ist es aber von höchstem Wert. Es bedeutet: Die Kamera funktioniert, die Funkverbindung arbeitet einwandfrei – und das alles in vielen Millionen Kilometern Entfernung von der Erde.

Toll für Fans: InSight, dessen Mission die beteiligten Nationen etwa 900 Millionen Euro kostet, soll nicht nur Wissenschaftler mit Informationen füttern, sondern auch die Raumfahrt-Fans in aller Welt. Der Roboter hat dafür seinen eigenen Twitter-Kanal.

Im Gegensatz zu Schmidt meißelt Grott natürlich nicht selbst. Er forscht am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin und besteigt keine Raumschiffe. Aber Grott hat einen Bohrer samt Labor mitentwickelt, das am Montagabend um 21 Uhr deutscher Zeit auf dem Mars ankommt, an Bord der Nasa-Raumsonde Insight. Geht alles gut, wird im Januar ein Roboterarm der Insight Grotts Marsmaulwurf genanntes Labor HP3 auf den Boden vor sich platzieren – damit steht dann ein komplett in Deutschland gebautes Ding auf dem Roten Planeten.

Freude in Göttingen über Landung von Mars-Sonde

Die Forscher warten nun darauf, dass der Roboter innerhalb der nächsten Stunden seine Solar-Schirme entfaltet und seinen eigenen Strom produzieren kann – die Voraussetzung für seinen Messarbeiten.

Es ist eine wahrlich große Tragödie. Denn mit etwas planetarer Fortune könnte es auf dem Mars heute deutlich sichtbares Leben geben. So aber steht ein schrecklicher Verdacht im Weltenraum: Womöglich ist ein so lauschiges, blau funkelndes Örtchen wie die Erde extrem selten im kalten All. Und der Mensch dann vielleicht das am höchsten entwickelte Wesen des Universums. Sollen wir wirklich alles sein? Nach 13,81 Milliarden Jahren Sein, Existenz, Dinglichkeit des Kosmos? Wie sinnlos.

Denn InSight soll mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten über einen Zeitraum von zwei Jahren den Mars untersuchen und vor allem mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen. Sobald der Lander sicher steht, soll im direkten Umfeld die Suche nach passenden Standorten für die mitgebrachten Messgeräte beginnen. Ein Roboterarm soll sie an die optimale Position heben.

Der Nasa-Roboter “InSight” ist auf dem Mars gelandet. Nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise setzte der im Mai gestartete Lander “InSight” am Montag in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators auf dem roten Planeten auf. “Landung bestätigt” klang es aus den Lautsprechern im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena – und die allesamt in dunkelrote Hemden gekleideten Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa brachen in Klatschen, Jubel, Umarmungen und Freudentränen aus. Nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre war der Roboter mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm in einem äußerst komplizierten Manöver abgesenkt worden.

Ein in Deutschland entwickeltes Gerät, eine Art Marsmaulwurf, soll sich dann fünf Meter tief in den Boden bohren. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Nächste Woche wird ein Maulwurf auf dem Mars ausgesetzt. Er soll sich in den Boden graben und dort Messungen durchführen.

Wachsen Pflanzen eigentlich auch unter verminderter Schwerkraft? Am Montag starten deutsche Forscher einen Tomaten-Test im Weltraum.

▶︎ Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover Curiosity erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig – nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich. Die USA sind das bisher einzige Land, das es geschafft hat, funktionierende Forschungsrover auf dem Mars abzusetzen.

Der im Mai gestartete InSight steht nun in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators. Die in dunkelroten Hemden gekleideten NASA-Forscher brachen in Klatschen, Jubel, Umarmungen und Freudentränen aus, als die Bestätigung eintraf. Nach dem Eintritt in die Atmosphäre war der Roboter mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm in einem äußerst komplizierten Manöver von einer Geschwindigkeit von 19.800 Kilometer pro Stunde abgebremst worden. Die automatisch durchgeführte Landung dauerte insgesamt sechseinhalb Minuten.

Jubel bei der Nasa: Die Landung auf dem Mars ist geglückt. Fast 500 Millionen Kilometer war der Nasa-Roboter “Insight” unterwegs – nun soll er das Innere des Roten Planeten erforschen.

Montag, 26.11.2018   20:54 Uhr Drucken Nutzungsrechte Feedback Kommentieren if (typeof ADI != undefined) ADI.writeAdScript(integrationteaser_1); Erstmals seit 2012 hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag einen Roboter auf dem Mars landen lassen. Die Sonde sei am Montag gegen kurz vor 21 Uhr deutscher Zeit auf dem Marsboden aufgesetzt, teilte die Nasa mit. Der Landeapparat “Insight” war im Mai gestartet und etwa 485 Millionen Kilometer unterwegs gewesen. Der Landeplatz liegt in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators. An Bord befinden sich wissenschaftliche Instrumente, mit denen die Forscher das Innere des Mars untersuchen wollen.

Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover “Curiosity” erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig – nur etwa 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich.

Die NASA hatte die Landung am Montagabend per Livestream aus dem Kontrollzentrum in Washington übertragen. Im MPI in Göttingen fieberten zahlreichen Interessierte bei einem Public Viewing mit – ehe um kurz vor 21 Uhr die Bestätigung für die erfolgreiche Landung der Sonde nördlich des Mars-Äquators, nur rund 500 Kilometer vom noch aktiven NASA-Rover “Curiosity” entfernt, folgte. Wenige Minuten später folgte der nächste Applaus, als das erste von “InSight” übertragene Bild vom Mars auf den Bildschirmen zu sehen war.

Nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre war der Roboter mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm in einem äußerst komplizierten Manöver abgesenkt worden. “Landung bestätigt” klang es danach aus den Lautsprechern im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena. Die in dunkelrote Hemden gekleideten Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde brachen in Klatschen, Jubel, Umarmungen und Freudentränen aus.

Kurz vor 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit war es soweit: Mit Applaus und Jubelschreien feierten NASA-Wissenschaftler in Pasadena (USA) die Landung der Sonde “InSight” auf dem Mars. Auch bei Forschern in Göttingen sorgte das Manöver am Montagabend für Freude – denn an Bord der Sonde ist mit dem Seismometer ein Gerät, das Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für Sonnensystemforschung mitentwickelt haben.

Raumfahrt – Ein Bohrer für den Mars

“Was ein wunderbarer Tag für die Nasa”, sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. “Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen.” Nur Sekunden nach der Landung habe ihm US-Vizepräsident Mike Pence am Telefon gratuliert. Der Roboter schickte unterdessen bereits ein erstes Foto, auf dem ein Stück der Oberfläche des Planeten und des Horizonts zu sehen sind – und ziemlich viel Staub auf der Linse. Ob “InSight” (“Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport”) voll funktionsfähig ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen.

Der 360 Kilogramm schwere "InSight"-Roboter kann nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll der Roboter den Mars untersuchen und vor allem mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen.

InSight Livestream: NASA überträgt die Landung des Mars-Roboters ab 20:00 Uhr Live auf YouTube (360°)

Das erste Bild der Nasa-Sonde "Insight" vom Mars. #MarsLanding (Quelle: Nasa) pic.twitter.com/EAlqo0PNEV

Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover "Curiosity" erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten aber als extrem schwierig – nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich.

�� Wish you were here! @NASAInSight sent home its first photo after #MarsLanding:InSight’s view is a flat, smooth expanse called Elysium Planitia, but its workspace is below the surface, where it will study Mars’ deep interior. pic.twitter.com/3EU70jXQJw

Nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise soll der im Mai gestartete Lander "InSight" in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators auf dem roten Planeten aufsetzen. Die Landung wird am Montag um etwa 21 Uhr MEZ erwartet.

Die Sonde ist 360 Kilogramm schwer und hat seine siebenmonatige Reise zum Nachbarplaneten der Erde mit bis zu 10.000 Kilometern pro Stunde zurückgelegt. Nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre sollte das Flugobjekt mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm absinken. Die Forscher steuern den Roboter von einem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena aus.

“InSight”: Landung von Mars-Roboter der Nasa mit Spannung erwartet

Der Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet. Der noch aktive Nasa-Rover “Curiosity” befindet sich in einer Entfernung von 500 Kilometern – und ist damit noch am nächsten dran. Im Gegensatz zu ihm wird sich “InSight” allerdings nicht bewegen, sondern am Landeplatz verharren.

Hochspannung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Bremen: Montag gegen 21 Uhr landet die Marssonde InSight auf dem roten Planeten. Dieser Moment der 485 Millionen Kilometer langen Reise wird live übertragen!

Heute Abend: Landung von Mars Insight: NASA-Bohrsonde erreicht ihren Einsatzort auf dem Roten Planeten

“Insight” hat keine Räder, dafür aber ein unter französischer Führung entwickeltes Seismometer an Bord, das die von Marsbeben und Meteoriteneinschlägen ausgehenden Schockwellen aufzeichnet, wenn diese durch den Planeten laufen. Außerdem soll die Sonde auch selbst für Erschütterungen sorgen – und das tiefste je mit menschengemachter Technik in einem anderen Himmelskörper erzeugte Loch fabrizieren.