Auftritt im verkohlten Paradise
Trump besucht Waldbrand-Orte in Kalifornien – sagt, die Leute hätten mehr Laub fegen sollen
Beim Besuch des US-Präsidenten in der zerstörten Stadt Paradise wird klar: Trump bleibt bei seiner Meinung zum Klimawandel. (Quelle: Reuters)

In Kalifornien macht die Feuerwehr Fortschritte im Kampf gegen die Waldbrände. Fast 1300 Menschen werden noch vermisst. Nun war US-Präsident Trump zu Besuch im Katastrophengebiet.

Während Trump Kalifornien besuchte, setzten Rettungskräfte ihre Suche nach Überlebenden und Toten fort. Viele der geborgenen Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Nach offiziellen Angaben wurden 1011 Menschen vermisst. Die Behörden sprachen aber davon, dass viele Menschen wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen seien oder sich nicht gemeldet hätten. Viele Leute sind vom Feuer vertrieben worden, und wir stellen fest, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass wir nach ihnen suchen, zitierte der Sender CNN den Sheriff von Butte County, Kory Honea.

Die Zahl der Toten und Vermissten nach den verheerenden Bränden in Kalifornien steigt weiter. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden bislang mindestens 76 Leichen geborgen, 63 von ihnen konnten inzwischen identifiziert werden. Fast 1300 Menschen werden noch vermisst.

Dass insbesondere die Zahl der Vermissten weiter steigt, führt der Sheriff von Butte County, Korea Honea darauf zurück, dass viele Notrufe erst mit Verspätung ausgewertet werden könnten. Etwa 380 Personen hätten sich in der Zwischenzeit gemeldet und hätten von der Vermisstenliste gestrichen werden können.

Aufnahmen zeigten ausgebrannte Autos, verkohlte Ofen und ein Haus, von dem offenbar nur noch der Schornstein stand. Im Anschluss reiste der Präsident weiter in eine Einsatzzentrale in Chico. Dort pries er erneut die Arbeit der Rettungskräfte. Sie würden wie verrückt gegen die Brände kämpfen. Es sei eine totale Verwüstung, erklärte er.

Am Samstag (Ortszeit) besuchte US-Präsident Donald Trump die durch die Waldbrände zerstörte Kleinstadt Paradise. “Niemand hätte gedacht, dass so etwas je geschehen könnte”, sagte Trump vor Journalistinnen inmitten verkohlter Trümmer. Wie viele Menschen ums Leben gekommen seien, könne noch niemand sagen. “Jetzt wollen wir uns um die kümmern, die schwer verletzt wurden”, ergänzte der Präsident.

▶ Allein das Camp-Feuer im Norden konnte sich auf einer Fläche von fast 60 000 Hektar ausbreiten. Nach Angaben von Kaliforniens Feuerschutz-Behörde wurden davon inzwischen 55 Prozent eingedämmt. Nach Stand von Samstagabend (Ortszeit) gab es dort mindestens 76 Tote. Mehr als 1300 Menschen werden noch vermisst.

In Paradise lebten früher knapp 27.000 Einwohner. Die Stadt 280 Kilometer nördlich von San Francisco brannte bei der Feuersbrunst in der Nacht des 8. November weitgehend ab. Die Brandkatastrophe ist die schlimmste in der Geschichte Kaliforniens und gehört zu den Flächenbränden in den USA mit den höchsten Todesopfern. Bei Bränden in den nördlichen Rocky Mountains im August 1910 kamen 87 Menschen ums Leben. Das Cloquet Feuer in Minnesota im Oktober 1918 forderte 450 Menschenleben.

Trump hatte für die jüngsten Brände die Forstverwaltung von Kalifornien verantwortlich gemacht. Wissenschaftler führen die Feuer dagegen auf die anhaltende Dürre in Folge des Klimawandels zurück. Dadurch gerieten die Bäume schneller in Brand. Der anhaltende Winde schürte das Feuer zusätzlich. Inzwischen ist ein Großteil der Brände unter Kontrolle.

Als Trump am Samstag gefragt wurde, ob das Ausmaß der Zerstörung etwas an seiner Haltung zum Klimawandel geändert habe, verneinte er dies. Der Präsident hatte die Existenz eines von Menschen verursachten Klimawandels in der Vergangenheit immer wieder angezweifelt.

Komplett gelöscht sind sie aber nicht. Auf die Frage, ob die Szenen der Verwüstung seinen Blick auf den Klimawandel geändert hätten, sagte der Präsident: “Nein. Ich habe dazu eine feste Meinung. Ich will ein gutes Klima und wir werden das haben und wir werden sichere Wälder haben.”

Dabei hatte Trump den Klimawandel vor Kurzem noch als Realität anerkannt: “Ich bestreite den Klimawandel nicht”, sagte Trump dem US-Sender CBS Mitte Oktober. Er stritt aber weiterhin ab, dass die Menschheit für die globale Erderwärmung verantwortlich sei. “Wissenschaftler haben eine politische Agenda”, so Trump in dem Interview.

US-Präsident Donald Trump (72) hat sich vor Ort ein Bild der Zerstörung bei den schweren Waldbränden in Kalifornien gemacht. Der Präsident besuchte am Samstag die Gegend um den besonders heftig betroffenen Ort Paradise im Norden des Westküstenstaates.

In der Zeit vor seiner Präsidentschaft hatte Trump wiederholt über Warnungen vor dem Klimawandel gespottet. So hatte er beispielsweise Ende 2013 auf Twitter geschrieben: “Globale Erderwärmung ist ein totaler, und sehr teurer, Scherz!”

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Das ist sehr traurig mit anzusehen, sagte er zum Ausmaß der Schäden. Der Republikaner dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien die Unterstützung der Regierung in Washington zu.

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Der kleine Ort Paradise nördlich von Sacramento wurde durch das Feuer zu großen Teilen zerstört. Trump besuchte dort einen Wohnwagenpark, von dem nur noch Trümmer übrig waren.

Bundesländer Deutscher Bundestag Bundeswehr Außenpolitik Migration und Flüchtlinge Sonntagsfrage Politbarometer Politiker international

Im US-Bundesstaat Kalifornien verzehren seit Tagen schwere Waldbrände mehrere Ortschaften. Besonders betroffen ist der Ort Paradise im Norden von Kalifornien. Insgesamt 76 Menschen kamen seit vergangener Woche ums Leben, mehr als Tausend werden vermisst. 

Besserer Brandschutz in Finnland? Trump erkundigte sich beim finnischen Präsidenten Sauli Niinistö, wie in dem skandinavischen Land Waldbrände verhindert werden. Niinistö sagte der Zeitung “Ilta-Sanomat”, er habe dem US-Präsidenten bei einem Treffen am 11. November in Paris von den guten Überwachungssystemen erzählt. Trump hatte bei seinem Besuch in Kalifornien erklärt, solche Infernos gebe es in Finnland nicht, weil dort viel geharkt werde. An diesen Aspekt könne er sich nicht erinnern, sagte Niinistö.

Trump hatte einen Wohnwagenpark in Paradise besucht, von dem nur noch Trümmer übrig waren. Inmitten ausgebrannter Autos, verkohlter Öfen und Häuserresten sprach er zur Presse. 

Er dankte den Einsatzkräften, sie würden "wie verrückt" gegen die Brände kämpfen. Die Brände hinterließen eine "totale Verwüstung". Gleichzeitig kritisierte er die lokalen Behörden allerdings auch für ihr schlechtes Forstmanagement, das sei ein "sehr großes Problem".

Er trägt eine dunkle Kappe, auf der in großen orangefarbenen Buchstaben “USA” steht. Neben ihm läuft Jody Jones, die Bürgermeisterin von Paradise. Das sogenannte Camp Fire, das vor zehn Tagen ausgebrochen war, hat die Stadt vernichtet. 27.000 Menschen, hauptsächlich Rentner, waren hier zu Hause. “Niemand hätte sich je vorstellen können, dass so etwas passiert”, sagt der Präsident.

Die Menschen hätten die Waldböden sauber halten und mehr Laub rechen sollen. Er habe sich mit dem finnischen Präsidenten unterhalten, in Finnland gebe es sehr viele Wälder. "Sie verbringen wahnsinnig viel Zeit mit Laubfegen und Saubermachen und die haben solche Probleme nicht."

Die Luft ist gelblich, Trump blickt auf verkohlte Baumstämme und Trümmer. Dem anwesenden Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, und seinem Nachfolger Gavin Newsom sichert er Unterstützung zu: “Die Regierung steht hinter euch, wir alle stehen hintereinander. Ich denke, wir können wirklich sagen, dass wir alle zusammenarbeiten und einen guten Job machen werden.”

Trump: "You gotta take care of the floors. You know the floors of the forest, very important… I was with the President of Finland… he called it a forest nation and they spent a lot of time on raking and cleaning and doing things and they don't have any problem." pic.twitter.com/cC8syQobdC

Am Ort des schlimmsten Feuers in der Geschichte Kaliforniens wiederholt er, dass die Wälder besser gemanagt werden müssten. Jeder habe das nun verstanden: “Wir müssen das managen und Wartungsarbeiten durchführen. Und wir werden auch mit Umweltgruppen zusammenarbeiten. Ich denke, jeder ist zu dieser Erkenntnis gekommen.”

Trump wiederholt damit seine Kritik von vergangener Woche. Da hatte er bereits getwittert, die Behörden würden die Wälder nicht sauber halten.

“Wir haben unterschiedliche Meinungen”, sagt Trump später an Bord der Air Force One. Aber: “Das wichtigste ist, dass wir etwas verbessern. Und das tun wir.” Anschließend besucht der Präsident Malibu nahe Los Angeles, wo das “Woolsey Fire” schwere Schäden anrichtete.

Als er von Reportern gefragt wurde, ob das Ausmaß der Zerstörung etwas an seiner Haltung zum Klimawandel geändert habe, verneinte er dies. Der Klimawandel spiele nur eine untergeordnete Rolle bei den Waldbränden. Trump hält den von Menschen verursachten Klimawandel für eine Erfindung – wirtschaftliche Profite stellt er vor Klimaschutz.

Finnland hat viele private Waldgebiete, die Anwohner kümmern sich um die Ordnung. Außerdem gibt es in finnischen Wäldern viele Gewässer und Sumpfgebiete – die Wälder sind nicht so trocken wie in Kalifornien. 

Die Gegend gleicht einer Mondlandschaft: Der Boden ist grau, übersät mit Asche und den verkohlten Überresten eines früheren Lebens. US-Präsident Donald Trump sieht sich in Paradise um, der Kleinstadt im Norden Kaliforniens, die es nicht mehr gibt.

Mit deutlichen Worten. Schon auf den Tweet reagierte die Feuerwehr von Pasadena mit dem einfachen Satz:

Unterdessen wurden in der Nähe von Paradise vier weitere Todesopfer geborgen. Damit steigt die Zahl der Toten des Camp Fire auf 76. Nach wie vor wissen die Behörden nichts über den Verbleib von rund 1300 Menschen. Sie gelten als vermisst.

Auch Kaliforniens Feuerwehrverband hebelte Trumps Kritik aus und erklärte, die Brände entstünden und verbreiteten sich nicht nur in Forstgebieten – sondern auch in gepflegten Wohngebieten. 

Anders als Trump macht Brown in großen Teil den Klimawandel für die Probleme seines Bundesstaats verantwortlich: die Dürre, weniger Regenfälle, höhere Temperaturen. Überzeugen kann er den Präsidenten nicht.

Und was sie Trump auch mit auf den Weg gaben: Die Mehrheit der kalifornischen Wälder, fast 60 Prozent, sind unter Bundeskontrolle. 

Mein Penis-Tattoo, mein Boot, mein Drama: So lässt sich die gestrige Folge von “Adam sucht Eva” wohl am besten zusammenfassen.

Denn kaum kommt der erste “Promi”-Mann, Jan Sokolowsky von “Love Island”, an Bord, hängt der Bootsegen gehörig schief. Die sicher geglaubte Romanze zwischen Martin und Gina-Lisa kommt ins Wanken – und auch die anderen Evas finden den tätowierten Neuzugang hochinteressant.