Trump erzürnt Feuerwehr in Kalifornien
Kalifornien/Los Angeles: Villa von Thomas Gottschalk in Malibu abgebrannt – Moderator mit dramatischen Worten | Welt
Mindestens 31 Tote, Hunderte Vermisste, Tausende Häuser zerstört: Die Wäldbrände in Kalifornien haben eine historische Dimension erreicht. Der Gouverneur rechnet damit, dass solche Katastrophen häufiger auftreten werden.

Die Zahl der Opfer in Kalifornien steigt: In der Ortschaft Paradise wurden laut Polizei in ausgebrannten Häusern und Autos weitere sechs Leichen gefunden. Damit erhöhte sich die Zahl der Opfer dort auf 29 Menschen.

In den ersten 24 Stunden hätten in und um Paradise gar keine Löscharbeiten stattfinden können, berichtete Feuerwehrmann Casey Peck. Es sei nur darum gegangen, herumirrende Menschen zu retten – und nebenbei auch das eigene Leben. Peck und seine Kollegen waren mit dem Feuerwehrauto in die Falle gefahren, wie Dutzende andere wurden die Rettungskräfte auf dem Highway vor den Toren von Paradise von den Flammen eingeschlossen.

Kalifornien: 31 Tote bei Waldbränden – Trump weiß schon, wer Schuld hat

In dem nordkalifornischen Ort zerstörten das sogenannte “Camp”-Fire seit Donnerstag mehr als 6000 Häuser. Hunderte Menschen werden vermisst. Vermutlich stehen aber auch Personen auf der Vermisstenliste, die sich bereits in Sicherheit bringen konnten. Chaotische Verhältnisse mit abgesperrten Straßen und ohne Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen. Mit Blick auf die Zahl der Opfer ist das Feuer in Paradise nun genauso verheerend wie der verheerendste Waldbrand, der je in der Geschichte Kaliforniens verzeichnet worden ist.

Weltstars wie Lady Gaga, Kim Kardashian und Orlando Bloom flüchteten vor der Feuersbrunst. Rund 200 000 Menschen in der Region nördlich vom Los Angeles sind aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Das Woolsey-Feuer verkohlte bis Samstagabend eine Fläche von mehr als 280 Quadratkilometer. Mindestens 150 Häuser brannten nieder, darunter berühmte Filmkulissen und wohl auch einige Promi-Villen.

Schwerste Brände in Kalifornientagesschau 17:00 Uhr, 12.11.2018, Claudia Buckenmaier, ARD Washington

Nach monatelanger Dürre lodern Dutzende Waldbrände im Golden State. Die tödlichste Feuerwalze frisst sich durch das nordkalifornische Hügelland am Fuße des Sierra Nevada-Gebirges. In und um das Städtchen Paradise verbrannten 29 Einwohner bis zur Unkenntlichkeit – etliche von ihnen in ihren Autos, als sie die Ausfahrt aus der Gluthölle suchten.

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Im südkalifornischen Malibu waren bereits am Freitag zwei Leichen entdeckt worden. Fast 150.000 Menschen hätten ihre Häuser räumen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit. Mit der Rückkehr der heftigen Santa-Ana-Winde blieb die Lage in Südkalifornien weiter angespannt.

Sängerin Katy Perry konterte den Tweet bereits nach nur sieben Minuten, schrieb: Das ist eine absolut herzlose Reaktion. Es sind nicht einmal Politiker involviert. Während Sie twittern, verlieren gute amerikanische Familien gerade ihr Zuhause, werden in Notunterkünfte evakuiert.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende weiter gegen drei große Brände im Norden und Süden Kaliforniens an.

Sieben Autostunden südwestlich wüten zwei Flächenbrande bei Los Angeles. Nachdem das sogenannte Woolsey-Feuer vor zwei Tagen den Promi-Ort Malibu erreichte, sieht es im Baywatch-Paradies aus wie in einem Kriegsgebiet. Hier wurden bislang zwei Leichen geborgen.

Für den Prominenten-Ort Malibu und umliegende Gebiete gelten weiter Evakuierungsbefehle. Das sogenannte “Woolsey”-Feuer habe dort Dutzende Häuser vernichtet, hieß es. Auch das Anwesen von Thomas Gottschalk in Malibu brannte ab. Seine Villa sei zerstört, sagte Gottschalk der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag auf Anfrage. Auch Hollywood-Stars verloren ihre Häuser.

Mindestens 31 Menschen sind tot, mehr als 200 gelten als vermisst, Kalifornien steht weiterhin in Flammen. Und US-Präsident Donald Trump hat bereits einen Schuldigen für alles ausgemacht: Kaliforniens Regierung und ihr schlechtes Forstmanagement”.

Bei anhaltender Trockenheit, Wärme und heftigen Winden sei eine baldige Entspannung der Lage nicht in Sicht, warnte die Feuerwehr am Sonntag. Es gab aber auch einen Lichtblick. Dank eines massiven Löscheinsatzes konnte einer der drei Großbrände – das “Hill”-Feuer – zu 70 Prozent eingedämmt werden.

Vier Menschen konnten die Feuerwehrmänner ins Innere ziehen, darunter eine Krankenschwester, deren Beine in Flammen standen. Die Männer pressten feuerfeste Decken an die Fenster. Dann wartete alle ab, ob sie das Inferno überleben würden.

Gouverneur Jerry Brown zeichnete ein düsteres Bild für den dürregeplagten Westküstenstaat. Brown vertritt die Position zahlreicher Forscher, die den Klimawandel mit steigenden Temperaturen für schlimmere Dürren, heftigere Waldbrände und andere Wetterextreme verantwortlich machen. “Dies ist nicht die neue Normalität, es ist die neue Abnormalität”, sagte Brown. Brown hat in Washington rasche Bundeshilfe für die Opfer der Feuerkatastrophe angefordert.

Milliarden Dollar würden jährlich ausgegeben und trotzdem stürben so viele Menschen. Er drohte dem von den Demokraten regierten Staat mit dem Entzug von Bundesmitteln. In den sozialen Medien löste die Kritik eine Welle der Empörung aus.

In Kalifornien wüten heftige Waldbrände. Tausende Menschen fliehen vor den Flammen. Bei anhaltend hohen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der amerikanischen Westküste hoch. Starke Winde erschweren die Lage.

Mehrere verheerende Feuer wälzen sich durch Kalifornien, so etwa das “Camp Fire” bei Paradise und – auf diesem Foto – das Woolsey-Feuer in der Nähe Malibu. | Bildquelle: AFP

US-Präsident Donald Trump twitterte derweil Vorwürfe hinüber an die Westküste. Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement, schrieb er.

US-Präsident Donald Trump und der liberale Westküstenstaat sind oft auf Kollisionskurs. So hatte Trump mit Blick auf die jüngsten Brände den Behörden Missmanagement vorgeworfen und mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht. “Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement”, schrieb Trump auf Twitter. Brown wies diese Darstellung vehement zurück.

Über dieses Thema berichtete am 12. November 2018 das ARD-Morgenmagazin um 06:12 Uhr und die tagesschau um 06:30 Uhr.

Donald Trump scheint sich die Kritik der Feuerwehrkräfte nicht besonders zu Herzen zu nehmen. Am Sonntagmorgen (MEZ) setze er wieder einen Tweet in Richtung der Katastrophengebiete ab.

Die Villa von Thomas Gottschalk in Malibu ist bei dem Großbrand in Kalifornien abgebrannt. Im Interview spricht er nun über die dramatischen Momente.

Ich habe noch nie so viel gebetet, sagte Peck am Samstag nach seiner 48-Stunden-Doppel-Schicht. Wenigstens in seinem Feuerwehrauto ließ niemand sein Leben.

16.02 Uhr: Auch das Anwesen von Kim Kardashian ging in Flammen auf, die Selfie-Ikone wurde samt Ehemann Kanye (41) und ihren drei Kids North (5), Saint (2) und Chicago evakuiert.  „Ich bete dafür, dass es der Wind gut mit uns meint und richtig steht", zeigte sie sich auf Twitter besorgt. Auf den Schrecken gönnte sich die 38-Jährige angeblich erst einmal eine Ladung Botox. Wie US-Medien berichten, sind Bilder aufgetaucht die sie wenige Stunden nach diesem Social-Media-Beitrag beim Verlassen der Epione Skin Clinic in Beverly Hills zeigen. 

Trump: Mit einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft können wir die ständige Verwüstung in Kalifornien stoppen. Kommen Sie zur Vernunft!

15.20 Uhr: Einen Tag nachdem bekannt wurde, dass auch die Luxus-Villa von Entertainer Thomas Gottschalk den Flammen zum Opfer fiel, äußerte sich der 68-Jährige nun im Interview mit „Bayern 1“. Demnach sei zwar das komplette Anwesen verbrannt, Gottschalk findet jedoch: „Es gibt größeres Elend auf der Welt.“ Die Nachricht von der Flammen-Hölle daheim erfuhr der Entertainer während eines Auftritts, als er auf der Bühne stand. Trotzdem möchte der ehemalige Moderator von „Wetten, dass…?“ nicht sofort in die USA zurückreisen, sondern zunächst seine Termine in Deutschland absolvieren: „Man kann da noch gar nicht hin, es brennt noch, die Straßen sind gesperrt. Es gibt auch noch keinen Strom. Von daher hab ich kein Interesse, mir die Asche meines Besitzes anzuschauen.“

Prominente wie Orlando Bloom oder Shannen Doherty sind auf der Flucht vor dem Feuer in Kalifornien, bangen um ihr Zuhause.

Ehefrau Thea wurde per SMS von der Feuerwehr zur Flucht aufgerufen. Dabei blieb der 72-Jährigen kaum Zeit, wichtige Sachen aus dem Haus zu schaffen. „In solchen Momenten gehst du nicht zum Safe und nimmst dir die Geburtsurkunde raus oder den Rilke von der Wand. Sie hat sich die Katzen geschnappt, das Katzenfutter und die Katzenklos. Das ist einfach der Wahnsinn in dieser Situation“. Wie Thomas Gottschalk in dem Interview berichtet, waren die beiden auf eine spontane Flucht jedoch eingestellt: „Wir haben uns für diesen Moment einen Wohnwagen bereitgestellt, aber das Auto für den Wohnwagen war gerade nicht da. Meine Frau hat dann den billigsten Wagen genommen, weil ihr der am Besten gefällt. Der Rest ist verglüht.“

With proper Forest Management, we can stop the devastation constantly going on in California. Get Smart!

Ausgerechnet am Hochzeitstag wurde Thea Gottschalk von den Flammen überrascht. „Ich geh mal nicht davon aus, dass das ein Feuerwerk zu meinen Ehren war. Manchmal hat man Glück, manchmal hat man Pech“. Obwohl der Entertainer scheinbar alles verlor, was er sein Eigen nennen konnte, nimmt der 68-Jährige die Situation mit Humor. „Ich weiß, dass es genügend Leute gibt die sagen, hätte sich der Depp ein Haus in Fürstenfeldbruck gebaut am Wasser, dann wär er nicht abgebrannt. Auch das hör ich mir mit Ruhe an“.

US-Präsident Donald Trump warf den zuständigen Behörden in Kalifornien zunächst Missmanagement vor, in den sozialen Medien beklagten sich daraufhin viele Nutzer über seine Reaktion. “Dies ist eine absolut herzlose Antwort”, schrieb die Sängerin Katy Perry auf Twitter. Der Chef der kalifornischen Berufsfeuerwehr, Brian Rice, wies die Vorwürfe als “gefährlich falsch” zurück. Trumps Äußerungen seien “erniedrigend” für die Opfer sowie “für die Männer und Frauen, die an den Fronten kämpfen”.

13.03 Uhr: Urlauber in Kalifornien können sich bei mehreren Stellen über die derzeit wütenden Waldbrände informieren. Die Internetseite www.Calfire.ca.gov gibt Auskunft über die aktuelle Situation, über die Luftqualität können sich Reisende auf www.airnow.gov informieren. Beide Seiten nennt auch das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen. Die kalifornische Verkehrsbehörde Caltrans gibt auf www.dot.ca.gov Hinweise zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. Besucher, die eine Reise nach Kalifornien geplant haben, können sich außerdem bei den gebuchten Hotels und der regionalen Tourismusbehörde erkundigen.

Stunden nach seiner ersten Einlassung zum Thema schlug der Präsident einen anderen Ton an und drückte den Feuerwehrleuten und den Betroffenen sein Mitgefühl aus. “Die Zerstörung ist katastrophal. Gott schütze alle”, schrieb er und rief die Menschen auf, den Evakuierungsaufrufen zu folgen. Am Sonntag schwenkte Trump aber wieder auf die andere Stoßrichtung um und erklärte, mit einem vernünftigen Forstmanagement seien zerstörerische Feuer wie das in Kalifornien zu stoppen.

12.01 Uhr: Wie Zehntausende Menschen in Südkalifornien hat auch Uschi Obermaier die Flucht vor den Flammen ergriffen. „Heute habe ich wirklich richtig Angst, denn die Feuer sind schon nah, und dazu kommen die Santa-Ana-Winde mit bis zu 60 Meilen pro Stunde“, erzählt die gebürtige Münchnerin im Telefon-Interview der Deutschen Presse-Agentur. Gewöhnlich lebt sie in den Hügeln des Topanga Canyon, östlich von Malibu. Doch die gesamte Region ist evakuiert, das Ex-Model hat mit seinem Hund bei einer Freundin in sicherer Entfernung Unterschlupf gefunden.

Rund 8000 Hilfskräfte versuchen derzeit in Kalifornien, gleich zwei große Brände zu löschen. Der eine, das “Camp Fire”, wütet im Norden des US-Bundesstaats, der andere, genannt “Woolsey Fire”, in der Gegend um Malibu. Mindestens 31 Menschen sind bislang wegen der Flammen ums Leben gekommen. Weitere Opfer werden befürchtet, denn Trockenheit, Wärme und heftige Winde verschärfen die Lage.

Die 72-Jährige bangt um ihr Haus am Rand der Santa-Monica-Berge. Seit 15 Jahren lebt sie dort, mitten in der Natur, aber auch „mitten in einer gefährlichen Windschneise“, sagt Obermaier, eines der bekanntesten Gesichter der 1968er Bewegung in Deutschland. Feuer hat sie in dem dürregeplagten Staat schon häufig erlebt. „Doch die Brände sind eindeutig schlimmer geworden“. Nach einem Ausflug war sie am Freitag in ihr Haus zurück gekommen. Da türmten sich bereits dicke Rauchwolken hinter dem Canyon auf. „Da sinkt dir schon mal das Herz in die Knie“, erzählt Obermaier am Sonntag (Ortszeit). Die Ampeln gingen nicht mehr, auch im Haus kein Strom, kein Telefon. Nur mit ihrem Hund und ein paar Anziehsachen machte sie sofort kehrt, wie sie erzählt.

11.44 Uhr: Auch Bestsellerautorin Cornelia Funke hat wegen der verheerenden Brände im US-Bundesstaat Kalifornien ihre Farm in Malibu verlassen. Zuvor habe sie noch erfolglos versucht, ihre beiden Esel und die sechs Enten einzufangen, schrieb die 59-Jährige auf ihrer Homepage. Ein Freund und seine Kollegen bewachten das Haus und die Scheune nun seit dem Wochenende. „Und natürlich haben sie auch meine Esel und Enten vor den Flammen gerettet“, berichtete Funke („Tintenherz“, „Drachenreiter“). 2005 war sie mit ihrer Familie von Hamburg nach Kalifornien gezogen. 

Viele Prominente haben an der Küste und in dem angrenzenden Hügelland teure Villen. Stars wie die Sängerin Lady Gaga, der Regisseur und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro sowie die TV-Persönlichkeiten Caitlyn Jenner und Kim Kardashian waren von den Räumungen betroffen. Zu den zerstörten Anwesen gehörte auch das von TV-Moderator Thomas Gottschalk.

08.02 Uhr: Auch US-Sängerin Miley Cyrus (25) hat durch die Brände im US-Bundesstaat Kalifornien ihr Haus verloren. „Mein Haus steht nicht mehr, aber die Erinnerungen bleiben, die ich mit Familie und Freunden geteilt habe“, schrieb sie am Montagmorgen deutscher Zeit auf Twitter. Trotz des materiellen Verlustes sieht sie sich als „eine der Glücklichen“: „Meine Tiere und DIE LIEBE MEINES LEBENS haben es sicher herausgeschafft & das ist alles, was im Moment zählt.“ Die Sängerin dankte der Feuerwehr und Polizei. 

Das Feuer im Norden war am Donnerstag im Nordosten von Sacramento ausgebrochen, im Butte County. “Camp Fire” wird der Brand in Anspielung auf seinen Entstehungsort genannt, der Camp Creek Road. Bislang haben die Flammen vor allem die Kleinstadt Paradise verwüstet, in dieser Gegend kam es mehr als 20 der bislang bestätigten Todesfälle.

Cyrus' Haus grenzte an das Anwesen von Moderator Thomas Gottschalk, das durch den Busch- und Waldbrand ebenfalls zerstört wurde. Der 68-Jährige hatte vor zweieinhalb Jahren sein Gästehaus an die Sängerin verkauft. Cyrus' Freund, der australische Schauspieler Liam Hemsworth (28), hat ein Anwesen direkt daneben. Ob es auch von den Flammen zerstört wurde, war zunächst unklar.

07.23 Uhr: Die Zahl der Toten bei den Waldbränden in Kalifornien ist nach Angaben der Behörden auf 31 angestiegen. In der nordkalifornischen Ortschaft Paradise seien weitere sechs Leichen gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Damit erhöhte sich dort die Zahl der Opfer auf 29 Menschen. Zudem seien weiterhin 228 Personen als vermisst gemeldet, hieß es. Beim sogenannten "Camp Fire" sind damit mindestens so viele Menschen ums Leben gekommen wie beim bislang tödlichsten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens: Im Jahr 1933 waren beim "Griffith-Park"-Feuer in der Region von Los Angeles 29 Menschen gestorben.

Einige der Leichen seien in ausgebrannten Autos oder in deren Nähe entdeckt worden, hieß es von der Polizei. Ein mobiles DNA-Labor und Anthropologen sollen nun dabei helfen, die Toten zu identifizieren. Über hundert Menschen gelten auch noch als vermisst, man befürchtet, sie zum Beispiel in Häuserruinen zu finden.

Mehr als 6.000 Häuser wurden bereits zerstört, noch immer sind die Zustände chaotisch. Abgesperrte Straßen und Störungen im Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen. Knapp 150.000 Menschen mussten ihre Häuser räumen. Neben Thomas Gottschalk verlor auch Hollywood-Star Gerard Butler sein Zuhause.  „Nach der Evakuierung zurück an meinem Haus“, schrieb er am Sonntag auf Instagram. Dazu veröffentlichte er ein Foto, das ihn vor qualmenden Trümmern zeigt. Zu erkennen sind darauf Reste einer Hauskonstruktion und ein Autowrack. Das sei eine „herzzerreißende Zeit in ganz Kalifornien“, so der Schauspieler.

Das “Camp Fire” zählt so schon jetzt zu den folgenreichsten, die der Bundesstaat je erlebt hat, etwa 4000 Hilfskräfte sind allein dort im Einsatz. Insgesamt hätten fast 150.000 Menschen in Kalifornien ihre Häuser verlassen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Returned to my house in Malibu after evacuating. Heartbreaking time across California. Inspired as ever by the courage, spirit and sacrifice of firefighters. Thank you @LosAngelesFireDepartment. If you can, support these brave men and women at SupportLAFD.org. Link in bio.

Einen Tag nachdem die Villa von Entertainer Thomas Gottschalk den Flammen zum Opfer fiel, kommen immer weitere Details ans Licht. Demnach sei das Haus laut Bild, komplett zerstört worden. Thomas Gottschalk selbst, der sich zu diesem Zeitpunkt in München aufhielt und eine Wohltätigkeitsveranstaltung für krebskranke Kinder moderierte, äußerte sich nun zu dem großen Verlust. „Ich kann dazu gar nichts sagen, weil mir die Worte fehlen! Ich hatte das Gedicht ´Der Panther´ in der Handschrift von Rainer Maria Rilke an der Wand hängen. Das ist ebenso in Flammen aufgegangen wie das Treppenhaus, durch das meine Kinder immer getobt sind“, zeigt sich der 68-Jährige gegenüber der Zeitung betroffen.

Das “Woolsey Fire” 800 Kilometer weiter verkohlte Tausende Hektar Land, dabei wurden mindestens 177 Anwesen zerstört. Niedergebrannt ist unter anderem die Paramount Ranch, eine Kulisse für Cowboyfilme und -shows, wo unter anderem für “Westworld” gedreht wurde.

Während sich die Flammen durch den Promi-Wohnort Malibu kämpften, wurde Ehefrau Thea zu Hause mit einer Not-SMS der Behörden zur Flucht aufgefordert. „Thea ist mit 100 Nachbarn geflüchtet. Sie konnte nur unsere beiden Katzen mitnehmen“, erzählt Gottschalk. Die 72-Jährige sei nun in einem Hotel, Gottschalk selbst wird vermutlich erst am Freitag das komplette Ausmaß der Katastrophe sehen können: „Thea hat mir gesagt, ich soll mich jetzt in Deutschland um meinen Job kümmern“, erzählt Gottschalk. 

Lady Gaga sprach den Feuerwehrleuten, Polizisten und Helfern einen Dank aus. “Ihr seid wahre Helden”, schrieb der Star auf Twitter. Kim Kardashian rief über den Kurznachrichtendienst zu Spenden für Feuerwehrorganisationen auf.

Der Verlust, den die beiden zu verkraften haben, wird jedoch unersetzbar sein. Durch die Flammen dürfte der Showmaster nicht nur unzählige Preise verloren haben, auch seine berühmte Garderobe aus „Wetten, dass…?“ dürfte verloren sein. Familie Gottschalk lebte auf dem Anwesen bereits seit 1998 auf rund 900 Quadratmetern Wohnfläche. Neben einem Haupthaus mit Pool und Teich wurden in der Mühle 19 Zimmer mit Türen aus dem „Orient Express“ ausgestattet. Ein Badezimmer bestand aus Teilen von Coco Chanel, manche Möbel vom ägyptischen König Farouk.

Showmaster Thomas Gottschalk hat sich bemüht, auf den Brand seines Anwesens in Kalifornien mit Humor zu reagieren. "Dass mein Herz für Thea brennt, weiß jeder – aber dass zum Hochzeitstag auch noch unser Haus brennt, muss nicht sein", sagte Gottschalk.

Die schweren Waldbrände in Kalifornien haben verheerende Schäden angerichtet und nach Angaben der Behörden bereits mindestens 25 Menschen das Leben gekostet.  Die Behörden hatten die Zahl der Todesopfer am Samstagabend mit 23 angegeben. Am Sonntag wurden dann im Gebiet zwischen Los Angeles und dem Prominentenort Malibu zwei Tote in einem Fahrzeug auf einer privaten Auffahrt gefunden. Tausende Gebäude brannten nieder, hunderttausende Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

In Paradise war die Lage besonders dramatisch. Dort gab es allein 19 Tote. Die 27.000 Einwohner zählende Kleinstadt war am Donnerstagmorgen von den sich rasend ausbreitenden Flammen des "Camp Fire" überrascht worden. In Paradise und seiner Umgebung gingen tausende Gebäude in Flammen auf, darunter ein Krankenhaus, eine Tankstelle sowie mehrere Restaurants. Mehr als 52.000 Bewohner der malerischen Gegend erhielten Evakuierungsaufforderungen.

"Der ganze untere Teil von Paradise steht in Flammen", berichtete Kevin Winstead, ein Bewohner des Nachbarorts Magalia, dem Sender KIEM TV. "Kein Haus wird stehen bleiben. Ich bin am Boden zerstört." Winstead bangte nach eigenen Angaben auch um sein eigenes neues Haus, in das er eigentlich am folgenden Tag einziehen wollte.

Bis zum Samstag hatte der Brand nach Angaben der Feuerwehr mehr als 40.000 Hektar vernichtet und war erst zu 20 Prozent eingedämmt. 3200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, drei wurden verletzt. Weitere, für die späte Jahreszeit ungewöhnlich heftige Brände wüteten in Südkalifornien. Die Behörden forderten rund 250.000 Menschen nördlich von Los Angeles sowie im Bezirk Ventura zum Verlassen ihrer Häuser auf.

Wie jetzt bekannt wurde, fiel auch die Villa von Entertainer Thomas Gottschalk (68) den Flammen zum Opfer. Wie „Bild“ berichtet, hielt sich Gottschalk bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in München auf. Ehefrau Thea (72) dagegen sei vor Ort gewesen, befinde sich inzwischen in einem Hotel in Los Angeles.  

Gottschalk ist seit 1990 in Kalifornien ansässig, letzte Nachbarin war Popstar Miley Cyrus. Gottschalks Haus wurde schon mehrfach von Feuern bedroht. Im Jahr 2005 sagte er der „Bild am Sonntag“, während er sich in Deutschland auf „Wetten, dass …?“ vorbereitet habe, habe seine Frau Thea zu Hause in Los Angeles Vorkehrungen für den Notfall getroffen. Auf seinem Anwesen in Malibu stünden aber immer zwei Autos bereit. „Das sind unsere „Fluchtautos““, sagte Gottschalk damals.

Auch Dana Schweiger (50), die Frau von Action-Held Til Schweiger (54), bangt um ihr Zuhause. Sie postete ein dramatisches Bild mit dem Kommentar „Our Hometown“ . 

Eine Feuerwalze hat ihr Paradies zerstört: Den Einwohnern der kleinen Ortschaft Paradise im ländlichen Norden Kaliforniens ist nichts geblieben, als eine aschgraue Mondlandschaft, Trauer um die Toten und Sorge um die Vermissten. Fast die gesamte Ortschaft ist abgebrannt.

Die erste Bilanz des Schreckenszenarios: neun verkohlte Leichen, mehr als 6000 abgebrannte Häuser. Von Geschäften, Kirchen und Restaurants in dem einst idyllischen Ort in den Hügeln am Rande des Sierra-Nevada-Gebirges sind nur noch schwelende Ruinen übrig.

Auch das Surfer-Paradies Malibu in Südkalifornien und umliegende Promi-Orte sind zu Feuerhölle geworden. Die berüchtigten Santa-Ana-Winde treiben heftige Buschfeuer an und damit Zehntausende Menschen in die Flucht. Auch vor teuren Villen hinter hohen Mauern machen die Flammen nicht halt. Malibu wurde geräumt; die Stadt bei Los Angeles ist als Wohnort von Prominenten wie Thomas Gottschalk und Barbra Streisand bekannt. Stars wie Lady Gaga, Guillermo del Toro und Orlando Bloom brachten sich vor der Feuerwalze in Schutz.

„Dies ist meine Straße vor zwei Stunden“, schrieb der „Fluch der Karibik“-Star Bloom (41) am Freitag auf Instagram zu einem Foto mit einer orangeglühenden Flammenwand gleich hinter Häusern. Er bete dafür, dass alle aus Malibu in Sicherheit seien.

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Er sei letzte Nacht geflüchtet, schrieb Oscar-Preisträger Guillermo del Toro (54) auf Twitter. Sein Haus und seine Sachen mögen in Gefahr sein, aber „das Geschenk des Lebens“ sei ihm geblieben. Der Regisseur appellierte an die Bewohner, ihre Häuser zu verlassen.

„Wir sind alle in Sicherheit, und das ist das Wichtigste“, schrieb Reality-TV-Star Kim Kardashian (38) auf Twitter. Die Flammen hätten sich bis an den Rand ihres Anwesens in Hidden Hills gefressen, aber nun sei die Gefahr wohl gebannt.

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„Doctor Strange“-Regisseur Scott Derrickson (52) hatte weniger Glück. „Wir haben unser Haus verloren“, schrieb er am Freitag auf Twitter, aber er sei mit seiner Familie dem „Inferno“ entkommen.

Das Flammenchaos trieb rund 90.000 Menschen in Südkalifornien in die Flucht. Der sonst malerische Pacific Highway war in dichten Rauch gehüllt, auf der Küstenstraße staute sich kilometerlang der Verkehr. Nach ersten Schätzungen der Behörden sind im Raum Malibu und im Bezirk Ventura County Dutzende Häuser abgebrannt, doch zunächst gab es keine Berichte über Tote oder Verletzte.

Umso dramatischer das Katastrophenszenario im Norden des „Goldenen Staates“, wo orkanartige Winde die tödliche Feuerwalze am Donnerstag in Gang setzten. Bei der Flucht aus dem Ort Paradise spielten sich Tragödien ab. An den Straßenrändern stehen ausgebrannte, schwelende Autowracks mit geschmolzenen Reifen. Mindestens neun Menschen sind hier ums Leben gekommen, vier davon bis zur Unkenntlichkeit in ihren Fahrzeugen verbrannt, drei Leichen wurden vor verkohlten Häusern gefunden, teilte die Feuerwehr in der Nacht zum Samstag mit.

Paradise, ein Ort mit 27.000 Einwohnern, ist zerstört, sagte Bürgermeisterin Jody Jones am Freitag. Etwa 80 Prozent der Gebäude seien abgebrannt. Die Häusermaklerin Debbie Teter hat kaum Hoffnung, dass ihr Haus noch steht. „Ich werden auch keinen Job mehr haben. Mein Büro ist sicher auch abgebrannt, und wer will hier noch Häuser kaufen“, sagte die 53-Jährige dem „San Francisco Chronicle“.

Mit mehr als 6000 zerstörten Häusern zählt das sogenannte „Camp Fire“ in Paradise zu den schlimmsten Flächenbränden in der Geschichte Kaliforniens. Vor einem Jahr im Oktober wüteten mehrere Feuer nördlich von San Francisco in den beliebten Weinbauregionen um Napa und Sonoma. Die Bilanz: über 40 Tote, mehr als 5700 Gebäude vernichtet, eine Fläche größer als New York City verkohlt.

Die schwersten Brände toben typischerweise in den Herbstmonaten im Anschluss an einen trockenen Sommer. Doch in dem dürregeplagten Westküstenstaat gibt es kaum noch Entwarnung. „Tagtäglich ist nun Feuersaison irgendwo in Kalifornien“, klagt Ken Pimlott, Leiter der Brandschutzbehörde Cal Fire.

Auch für die Einwohner von Malibu ist die Feuersbrunst ein Déjà-vu-Erlebnis. Die ständige Bedrohung, besonders wenn die Santa-Ana-Winde wehen, ist die Kehrseite des Luxuslebens in dem Nobelort. Bei einem der schlimmsten Brände im Umland von Malibu kamen 1993 drei Menschen ums Leben. Damals brannten knapp 300 Häuser ab, darunter die Villen der Schauspieler Sean Penn und Ali McGraw.

„Ich mache mir Sorgen um mein Haus, aber ich kann nichts tun“, schrieb die US-Sängerin Cher auf Twitter. „Mein ganzes Leben lang habe ich Zerstörung durch Feuer gesehen“, erklärte der 72-jährige Star. Seit 1972 habe sie ein Haus in Malibu. „Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass es Malibu nicht mehr gäbe.“

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