Ohrfeigen für TV-Mann? Die Gründe für den Ribéry-Ausraster
Franck Ribéry geht nach dem 2:3 gegen Borussia Dortmund auf Journalisten los
Franck Ribéry: Der Franzose machte gegen den BVB sein 257. Bundesligaspiel für den FC Bayern. (Quelle: mika/imago)

Der Frust nach der Niederlage in Dortmund scheint bei Franck Ribéry groß gewesen zu sein. Denn der Franzose wurde nach dem Spiel offenbar gegenüber einem TV-Experten handgreiflich – der Verein äußerte sich bereits.

Franck Ribéry hat nach der 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund offenbar einen handfesten Streit mit einem französischen TV-Experten gehabt. Laut “Bild”-Zeitung soll der 35-Jährige auf dem Weg von der Kabine zum Mannschaftsbus mit Landsmann Patrick Guillou aneinander geraten sein, der für den katarischen TV-Sender beIN Sports arbeitet.

Der deutsche Rekordmeister bestätigte, dass es nach dem Spiel beim BVB zu einem Vorfall gekommen sei. “Franck Ribéry hat uns informiert, dass er mit seinem Landsmann Patrick Guillou, den er seit vielen Jahren gut kennt, eine Auseinandersetzung hatte”, wird Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic in dem Bericht zitiert.

Nach Rücksprache mit dem ehemaligen Fußball-Profi, der unter anderem neun Bundesligaspiele für den VfL Bochum machte, wolle man “zeitnah bei einem persönlichen Treffen darüber sprechen, wie wir die Angelegenheit aus der Welt schaffen”, erklärte Salihamidzic weiter: “Herr Guillou hat bereits signalisiert, dass dies auch in seinem Interesse ist.”

Unter Berufung auf Zeugenaussagen berichtete die “Bild”-Zeitung, dass Ribéry den 48-Jährigen zunächst beschimpft habe. Danach kam es zu Handgreiflichkeiten. Auslöser der Auseinandersetzung soll demnach gewesen sein, dass Guillou Ribéry für zwei Gegentore verantwortlich gemacht hatte. 

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Eklat beim FC Bayern München: Hat Franck Ribéry in Dortmund den TV-Experten Patrick Guillou geschlagen? Der Verein bestätigt einen „Vorfall“.

Was passierte nach der Niederlage bei Borussia Dortmund zwischen Bayern-Spieler Franck Ribéry und dem französischen TV-Experten Parick Guillou? Hasan Salihamidzic bestätigt gegenüber der Bild-Zeitung einen Vorfall. „Franck Ribéry hat uns informiert, dass er mit seinem Landsmann Patrick Guillou, den er seit vielen Jahren gut kennt, eine Auseinandersetzung hatte“, erklärte der Sportdirektor des FC Bayern. Guillou, der früher selbst als Fußballprofi aktiv war, arbeitet als Experte für den katarischen Sender beIN Sports.

„Wir haben mit Patrick Guillou noch am Samstagabend vereinbart, dass wir zeitnah bei einem persönlichen Treffen darüber sprechen, wie wir die Angelegenheit aus der Welt schaffen. Herr Guillou hat bereits signalisiert, dass dies auch in seinem Interesse ist“, so Salihamidzic weiter.

Nach wie vor bleibt unklar, was genau im Signal Iduna Park nach der 2:3-Niederlage des FC Bayern München bei Borussia Dortmund vorgefallen ist. Klar ist, dass da bei den Profis des Rekordmeisters der Frust hochkommen kann, wie überlieferte Szenen aus der Kabine der Münchner bestätigen. Einer, der offenbar mächtig angefressen war: Franck Ribéry. Wie die Bild berichtet, kam es weit nach Schlusspfiff zu einem Eklat. Vor dem Mannschaftsbus des FC Bayern soll der französische Flügelflitzer mit dem französischen TV-Experten und Reporter Patrick Guillou aneinander geraten sein.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Ribéry am Samstagabend gegen 21.20 Uhr gegenüber dem französischen TV-Experten sogar handgreiflich geworden sein. Vor dem Kabinenausgang in der Buszufahrt des Signal Iduna Parks soll laut der Boulevardzeitung folgendes passiert sein: „Plötzlich (so erzählen mehrere Ohren- und Augenzeugen übereinstimmend) beginnt Ribéry, Guillou zu beschimpfen. Dann soll der Fußball-Profi den TV-Mann, der seine beiden Hände in den Jackentaschen hat, dreimal mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und einmal vor die Brust gestoßen haben. Ex-Bayern-Star Jean-Pierre Papin (55), ebenfalls „beIN“-Experte, steht dabei, Rafinha (33) kommt hinzu. Kurzer Tumult, der zornige Ribéry steigt in den Bus.“

Der Nachrichtensender n-tv schreibt über den Vorfall: „Die Szene spielte sich schräg hinter der Fahrerseite des Busses ab. Wer nicht unmittelbar daneben stand, kann kaum beurteilen, ob Ribéry tatsächlich handgreiflich wurde. Fakt ist: Er war so wütend, dass ihn mehrere Personen festhalten mussten. Als er in den Bus des FC Bayern eingestiegen war, drehte er sich noch zweimal um, stand auf den Stufen und fuchtelte erneut aufgebracht mit dem Zeigefinger.“

Nach dem Vorfall betreibt die Bild nun Ursachenforschung. Warum Franck Ribéry nach dem Dortmund-Spiel genau ausrastete, kann die Boulevardzeitung aber nicht aufklären. Deswegen bietet der Bild-Plus-Artikel „Die Gründe für den Ribéry-Ausraster“ lediglich einige Mutmaßungen.

So zitiert das Blatt eine Interview-Äußerung Ribérys aus dem Jahr 2017:  „Wenn ich auf den Platz gehe, will ich Spaß haben, gut spielen und dann mit dem Gefühl des Sieges nach Hause zu meiner Familie gehen. Dann bin ich glücklich. Wenn ich schlecht spiele und wir verlieren, bin ich richtig sauer. Das wird auch immer so bleiben.“ Ob das als Erklärung reicht?

Zudem betont die Bild, dass Ribéry ein schwieriges Verhältnis zu den französischen Medien habe. So habe er nach seinem Rücktritt aus der französischen Nationalmannschaft im Jahr 2014 vier Jahre lang nicht mit den Medien in seiner Heimat gesprochen. Die Zeitung zitiert Ribéry: „Manchen Medien werde ich das nie vergessen. Diese Narbe sitzt tief, und sie wird nicht weggehen.“ Aber reicht das als Erklärung, warum der Bayern-Spieler auf den französischen TV-Experten Patrick Guillou losgegangen sein soll?

Was genau vor dem Kabinenausgang in der Buszufahrt des Signal Iduna Parks vorgefallen ist, dazu wollten weder Ribéry noch Guillou Stellung nehmen. Offenbar war Ribéry erzürnt über die Analyse des TV-Mannes, der seinem Landsmann zwei der drei Bayern-Gegentreffer ankreidete.

Wahiba Ribéry, die Ehefrau des Bayern-Profis, hatte bereits während des Spiels in einer Instagram-Story Kommentare zum Ligagipfel abgegeben. „Diese Inkompetenz ekelt mich an“, hatte die Spielerfrau etwa über Schiedsrichter Manuel Gräfe gemotzt.

Und auch für Guillou hatte Wahiba im sozialen Netzwerk einen Kommentar parat. „PS: Herr Sabatier, denk daran, deinen Kollegen zu wechseln, er ist langweilig und nutzlos.“ Jean-Charles Sabattier (schreibt sich mit zwei „t“; Anmerk. d. Red.) ist ein Kollege Guillous beim TV-Sender beIN Sports.

Eines dürfte jedenfalls dank der Pleite in Dortmund und dem Vorfall um Ribéry sicher sein: Langweilig werden die nächsten Tage beim FC Bayern mit Sicherheit nicht.

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