Michelle Obama: Das werde ich Trump nie verzeihen
Michelle Obama attackiert Trump in neuem Buch
Rassismus, Eheprobleme – und deutliche Kritik an Donald Trump: Die ehemalige First Lady Michelle Obama hat ihre Memoiren geschrieben, nun werden erste Auszüge bekannt.

Es ist ein Buch, dessen Veröffentlichung mit Höchstspannung erwartet wird: Michelle Obama, die ehemalige First Lady der USA, hat ihre Memoiren geschrieben. Das Werk trägt den Titel “Becoming” und wird offiziell am kommenden Dienstag erscheinen. Begleitet wird das von einer groß angelegten PR-Tournee. Tickets für die Auftaktveranstaltung in Chicago kosten zwischen knapp 30 und mehreren Tausend Dollar, moderiert wird sie von Oprah Winfrey, es werden Zehntausende Besucher erwartet. Für andere Veranstaltungen im Land werden unter anderem Gäste wie Reese Witherspoon und Sarah Jessica Parker erwartet.

Michelle Obama, die frühere First Lady der USA, hat ihre Memoiren geschrieben. In “Becoming – Meine Geschichte” spricht sie privat über Barack Obama als Ehemann und politisch über seinen Nachfolger Donald Trump, dessen Wahl sie “geschockt habe”.

Vor der offiziellen Veröffentlichung zitiert nun unter anderem die Nachrichtenagentur AP aus “Becoming”, ihr liegt bereits ein Exemplar vor. Demnach sind Michelle Obamas Memoiren auch eine Abrechnung mit Donald Trump.

Trump ist aber nicht das einzige Thema, mit dem sich Michelle Obama in dem Buch befasst. Sie schreibt auch über ihre Kindheit und Jugend in Chicago, über den Rassismus, dem sie ausgesetzt war und über ihre Erfahrungen als erste schwarze First Lady.

Obama berichtet auch über Probleme zu Beginn ihrer Ehe. Damals habe Barack Obama gerade seine Politikkarriere gestartet und sei häufig unterwegs gewesen, zitiert AP aus “Becoming”. Das Paar habe sich einige Male mit einem Eheberater getroffen. Sie habe gelernt, schreibt Obama, dass sie selbst ihr eigenes Glück mehr in der Hand habe, als sie zuvor gedacht habe.

Der Nachrichtenagentur AP lag ein Vorab-Exemplar des Buches vor, das Obama in den kommenden Wochen mit einer Tour bewirbt. Erste Station ist am Dienstag kein Buchladen, sondern das United Center in Chicago, wo mehrere Zehntausend Menschen erwartet werden. Moderiert wird die Veranstaltung von der Starmoderatorin Oprah Winfrey. Auch andere geplante Auftritte von Michelle Obama in New York und Los Angeles vermitteln in ihrer Dimension eher den Eindruck eines Rockkonzerts. Unter den Gästen sind die Schauspielerinnen Reese Witherspoon und Sarah Jessica Parker, die Tickets kosten zwischen 30 Dollar und mehreren Tausend Dollar. Zehn Prozent der Einnahmen fließen an örtliche Hilfsorganisationen, Schulen und Gemeindezentren.

Die 54-Jährige beschreibt auch die positiven Seiten des Kennenlernens und der Ehe. So sei sie zu Beginn beispielsweise von seinem “vollen, gar sexy Bariton” beeindruckt gewesen und von seiner “seltsamen, mitreißenden Kombination” von Gelassenheit und Kraft.

“Becoming” ist Teil eines gemeinsamen Buchdeals der Obamas. Die Memoiren des ehemaligen Präsidenten werden im kommenden Jahr erwartet. Michelle und Barack Obama haben angekündigt, einen Teil der Einnahmen aus den verkauften Tickets und Büchern spenden zu wollen.

Während ihres öffentlichen Lebens an der Seite ihres Mannes habe sie immer darum kämpfen müssen, öffentliche und private Bedürfnisse zu vereinbaren, erklärt Obama. Sie habe ein comichaftes, rassistisches Bild von sich gefürchtet. Noch ganz genau erinnere sie sich daran, wie der Sender Fox News sie als wütende Frau, als Obamas Baby Mama bezeichnet habe. Als erste schwarze First Lady im Weißen Haus sei ihr sehr bewusst gewesen, dass sie sich die Würde erst verdienen müsse, die ihren Vorgängerinnen ganz automatisch zugeschrieben worden sei. Selbstvertrauen habe sie gefunden, indem sie sich immer wieder gesagt habe: Bin ich gut genug? Ja, bin ich.

Michelle Obama hat mehrfach betont, selbst keine Karriere in der Politik anzustreben. Zuletzt war sie aber vor den Midterm-Wahlen mehrfach aufgetreten, um die Menschen zum Wählen zu motivieren.

Ex-Trump-Beraterin Omarosa Schwer, mit anzusehen, was das Land durchmachen muss In Becoming schreibt Obama von Freude und Schmerz in ihrem Leben. Sie erzählt liebevoll von ihrer Familie und schildert ausführlich, wie sie ihren späteren Ehemann Barack kennenlernte und von ihm umworben wurde. Beide arbeiteten damals in einer Anwaltskanzlei, sie war seine Betreuerin, als er dort anfing. Die Sekretärinnen hätten Barack als brillant und niedlich beschrieben, sie habe aber Zweifel gehabt, schreibt Michelle Obama. Nach einem ersten Treffen sei sie dann doch beeindruckt gewesen, von seiner sexy Stimme, der Mischung aus Gelassenheit und Kraft.

Als “scheinheilig und gefährlich” bezeichnet die frühere First Lady, Michelle Obama, US-Präsident Trump. In der kommenden Woche erscheint ihr neues Buch “Becoming”. Es wird mit Spannung erwartet.

Die frühere First Lady der USA, Michelle Obama, ist den Nachfolger ihres Ehemannes im mächtigsten Amt der Vereinigten Staaten scharf angegangen. Sie sei schockiert gewesen, als Donald Trump im November 2016 Präsident geworden sei, schreibt sie in ihrem neuen Buch “Becoming”, das in der kommenden Woche erscheinen wird.

Laut der Agentur AP, der ein Exemplar vorliegt, schildert sie zudem, dass Trump in seinem Wahlkampf die US-Staatsbürgerschaft ihres Mannes angezweifelt habe. Dies sei “gefährlich und scheinheilig”gewesen und habe absichtlich Spinner anstacheln sollen. Außerdem könne sie nicht fassen, dass so viele Frauen Trump gewählt hätten und nicht Hillary Clinton, eine “außergewöhnlich qualifizierte Frau”.

Sie sei wütend gewesen, als die “Access Hollywood”-Aufnahmen Trumps umstrittene Aussagen über Übergriffe auf Frauen ans Licht brachten. Seine Botschaft sei “Ich kann dich verletzen und damit davonkommen”, schreibt Obama. Sie wirft dem Präsidenten außerdem vor, bei einer Wahlkampfveranstaltung Körpersprache eingesetzt zu haben, um Clinton zu “stalken”. Er sei ihr auf der Bühne gefolgt und nah an sie herangetreten, um ihre Präsenz klein zu machen.

Obama gilt weltweit als beliebte Politpersönlichkeit. Die Verlage hoffen auf ein großes Interesse. Memoiren der früheren First Ladies, darunter Clinton und Laura Bush, sind in der Regel Bestseller.

Die Autorin schreibt in ihren Erinnerungen über den unbeschreiblichen Tabu-Bruch der Misogynie, die durch Trump Einzug in die politische Szene fand. Als Trump in dem "Access Hollywood Tape" öffentlich damit prahlte, wie er Frauen aufgrund seiner Prominenz sexuell belästigte ("Grab them by the P*ssy") und beschrieb, wie er vehement einer verheiratenen Frau gegen deren Willen nachstellte und abblitzte, hätten die normalen ethischen und politischen "Hygiene-Mechanismen" greifen m…