Tödliche Schüsse in der Tanzbar
Schüsse in Kalifornien: 13 Tote in Thousand Oaks – Blutbad bei College-Party
Hunderte Gäste feierten in Thousand Oaks (Kalifornien) in der Borderline Bar ein Fest für College-Studenten, als ein Mann eindrang, Rauchbomben warf und wild um sich schoss. Die Polizei bestätigte, dass er zwölf Menschen tötete, mehrere weitere verletzte. Auch der Täter ist tot.

Augenzeugen zufolge soll der Schütze gegen 23.20 Uhr Ortszeit den Türsteher niedergeschossen haben, bevor er die Country-Bar stürmte. Ein anderer Anwesender berichtete, der Mann habe die Kassiererin mit einer Handfeuerwaffe erschossen.

Am Ende starben 13 Menschen, darunter der Polizist Helus und der Täter selbst. Er soll sich erschossen haben. Viele Details über ihn wisse man noch nicht, sagte Sheriff Buschow einem Lokalsender. Er soll ein 28-jähriger ehemaliger Marinesoldat aus der Gegend sein. “Davon abgesehen war er wegen einiger kleiner Vorfälle polizeibekannt, aber nichts, was auch nur im entferntesten auf solch eine Tat hätte hinweisen können.” 

Der Typ kam aus dem Nichts und schoss um sich, sagte ein Zeuge. Er habe einfach auf alles gefeuert, berichtete eine Frau.

Im Anschluss machte sich Sohn Cody auf dem Weg in den Country Club “Borderline Grill & Bar” in Thousand Oaks. Mittwochs war in der Bar Studentennacht, weshalb die Altersgrenze sogar von 21 auf 18 herabgesetzt wurde. Mehrere Hundert Menschen tanzten und feierten gerade, als gegen 23 Uhr am Mittwochabend ein schwarz gekleideter Mann, teils vermummt, die Bar betrat, Rauchbomben warf und das Feuer eröffnete.

Panik brach aus, auf der Tanzfläche stürzten Menschen zu Boden. Feiernde suchten notdürftig Schutz hinter Tischen und Barhockern, versteckten sich in den Toiletten, flohen. Ein Zeuge: Es war das reine Chaos. Leute kletterten aus den Fenstern, sprangen über Hindernisse, wollten nur raus.

Ungefähr zeitgleich tritt vor einem Krankenhaus in Thousand Oaks ein Mann vor die Kameras. Jason Coffman hat gerade erfahren, dass sein Sohn Cody, 22 Jahre alt, eines der Opfer war. Stundenlang wusste er nicht, was mit seinem Sohn passiert ist: “Ich habe gestern Abend mit ihm gesprochen, bevor er zur Tür raus ist”, schildert er. “Ich hab zuerst gesagt: Kein Alkohol am Steuer! Und dann: Ich hab dich lieb.”

Viele Gäste konnten aus der Bar fliehen, indem sie mit Stühlen die Fensterscheiben zerschmetterten.

“Ich habe Billard gespielt, dann hab ich Schüsse gehört, aufgeblickt und sofort Leute unter den Billardtisch gezogen bis es eine kurze Feuerpause gab. Dann haben wir mit einem Barhocker ein Fenster eingeschlagen und sind nach draußen geflüchtet.” 

Ein anderer Zeuge: Er hat viel geschossen, mindestens 30-mal. Ich konnte immer noch Schüsse hören, nachdem alle draußen waren.

Sein Motiv ist noch völlig unklar. Er sei einmal psychisch untersucht worden, so Buschow, aber eine Einweisung habe man nicht für nötig befunden. Seine Waffe hatte er völlig legal besessen, allerdings durch ein extra Magazin erweitert. 

Unter den Toten ist auch ein Beamter, der mit einem Kollegen als erster vor Ort war. Ron Helus wurde sofort mehrfach getroffen, als er die Bar betrat. Sein Kollege zog den tödlich verwundeten Mann nach draußen. CNN zufolge sollte Helus im kommenden Jahr pensioniert werden.

Draußen wartete sein Kollege auf Unterstützung. Als schließlich Spezialeinsatzkräfte eintrafen und in die Bar stürmten, war das Massaker Behördenangaben zufolge vorbei. Die Beamten fanden die Leichen der Opfer und des Täters.

Sheriff Geoff Dean sagte bei einer Pressekonferenz auf dem Parkplatz vor der Bar: Da drinnen sieht es grausam aus. Überall ist Blut.

Sheriff Eric Buschow sagt im Lokalfernsehen: “Es gibt keine Worte dafür, wie wir uns fühlen.” Diese schreckliche Tat werde alle in der Gemeinde noch sehr lange beschäftigen.

Über den toten Polizisten sagte er: Ron war ein hart arbeitender, engagierter Sergeant. Heute starb er als Held, wie ich seiner Frau sagen musste, als er da rein ging um Leben zu retten.

Präsident Trump reagierte per Twitter: “Die Polizei hat großen Mut gezeigt”, schreibt er, “möge Gott die Opfer und ihre Familien segnen. Dank an die Rettungskräfte.”

Die Identität des Täters ist noch unklar, ebenso wie sein Motiv. Einigen Augenzeugen zufolge war er circa 20 Jahre alt, ein Weißer oder Latino, groß und stämmig. Anderen zufolge könnte er auch aus dem Nahen Osten stammen. Er soll einen Bart, einen schwarzen Trenchcoat und eine Sonnenbrille getragen haben, teilweise mit einem Tuch vermummt gewesen sein.

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Er stürmte die Bar mit einer Handfeuerwaffe und mehreren Magazinen. Wie er starb, ist derzeit noch unbekannt.

Einer Zeugin zufolge war er offenbar gut auf die Tat vorbereitet. Ich sah drei Leute, die von ihm getroffen wurden, sagte Teylor Whittler dem Sender Fox News. Ich komme aus einer Soldaten-Familie, ich kenne mich mit Waffen aus. Es sah aus, als wusste er genau, was er tat. Er hat das geübt, vorher schon geschossen.

Thousand Oaks ist ein ruhiger und wohlhabender Vorort im Nordwesten von Los Angeles. In der Gegend befinden sich zahlreiche Colleges.

Ein Ex-Soldat der US Marines hat in einer Bar in Kalifornien zwölf Menschen erschossen und zahlreiche weitere verletzt. Auch der Schütze fand den Tod. Er litt möglicherweise an einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Ein ehemaliger Soldat des US Marine Corps hat in einer Country-Bar in Thousand Oaks im US-Bundesstaat Kalifornien zwölf Menschen erschossen und mehrere weitere verletzt. Wie der Sheriff des Verwaltungsbezirks Ventura, Geoff Dean, am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Schützen um den ehemaligen Marine-Infanteristen Ian David Long.

Nach Angaben von Sheriff Dean war Long der Polizei bereits wegen “kleiner Vorfälle” in der Vergangenheit bekannt. Dazu gehörten ein Autounfall und eine Beschwerde über Ruhestörung. Wegen dieser habe ihn die Polizei im vergangenen April aufgesucht. Dabei habe Long “zornig” und “irrational” gewirkt. Experten hätten daraufhin seinen mentalen Zustand untersucht und ihn gehen lassen. Der Sheriff schloss nicht aus, dass der Ex-Marine aufgrund seiner Militärzeit an einer sogenannten Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden könnte.

Der 28-jährige frühere Marine hatte am späten Mittwochabend (Ortszeit) in dem beliebten Country-Lokal “Borderline Bar & Grill” in Thousand Oaks, einer 125.000-Einwohner-Stadt nordwestlich von Los Angeles, während einer Studenten-Party um sich geschossen. Der Angreifer selbst wurde später tot aufgefunden. Seine Motive waren zunächst weiter unklar.

US-Medienberichten zufolge feuerte der Täter mindestens 30 Schüsse ab. Ein Zeuge sagte, der Schütze habe auf einen Wachmann geschossen und Rauchbomben geworfen. Dann habe er das Feuer auf die anderen Menschen in dem Lokal eröffnet. Ein anderer Anwesender berichtete, der Mann habe die Kassiererin mit einer Handfeuerwaffe erschossen. Eine junge Frau beschrieb, dass die Leute mit Stühlen die Fenster eingeschlagen hätten, um herauszukommen.

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