Zwei Tote in Studentenwohnheim gefunden
Kassel: Polizei findet zwei Leichen in Appartementhaus im Wesertor | Wesertor
Am Donnerstagnachmittag fand einer der Bewohner des neu gebauten Studentenwohnheims zwei Tote. Bei den beiden Leichen handelt es sich um einen Mann und eine Frau. Die weibliche Person sei eine Bewohnerin des Wohnheims des Stadtteils Wesertor, bestätigte die Polizei.

Laut Ermittlern könne ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden. Die genauen Umstände sind laut Polizei noch unklar.

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Verbrechen nicht ausgeschlossen:Zwei Tote in Studentenwohnheim in Kassel entdeckt – Hintergründe unklar

In einem Wohnhaus mit kleinen Appartements am Ostring in Kassel sind am Donnerstag zwei Tote gefunden worden. Die Polizei schließt ein Gewaltdelikt nicht aus. 

In einem Studentenwohnheim im nordhessischen Kassel sind am Donnerstag zwei Tote gefunden worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, waren die Umstände zunächst noch unklar.

Aktualisiert um 21.11 Uhr - Ein Mann und eine Frau sind am Donnerstag tot in einem Appartementhaus am Ostring 80 im Kasseler Stadtteil Wesertor gefunden worden. Bei der Frau handelt es sich um eine 19-jährige Bewohnerin. Auch der Mann soll jünger gewesen sein.

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Die Todesumstände sind noch völlig unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft machten am Donnerstag keine weiteren Angaben. Ein Gewaltdelikt könne nicht ausgeschlossen werden, man ermittele in alle Richtungen, hieß es.

Bei den Toten handelte es sich demnach um einen Mann und eine Frau. Sie wurden am Nachmittag in einer Wohnung des Studentenwohnheims gefunden.

Der Tatort, der im dritten Stock des Gebäudes liegen soll, war am Donnerstagnachmittag zu Spurensicherung abgesperrt worden. Die Arbeiten werden wohl noch bis in die Nacht andauert, hieß es am späten Abend. Am Freitag soll die Obduktion der zwei Leichen erfolgen.

Ein Verbrechen könne nicht ausgeschlossen werden, erklärten die Ermittler. Die Spurensicherung laufe.

Vor dem Haus ließ nur ein Polizeifahrzeug darauf schließen, dass dort etwas Schlimmes passiert sei. Viele Bewohner zeigten sich bestürzt. Einige hatten noch nichts von der Tat mitbekommen oder davon erfahren, als die Polizei an ihren Wohnungen geklingelt habe.

In einem Studentenwohnheim im nordhessischen Kassel sind ein Mann und eine Frau tot aufgefunden worden. Die Todesumstände seien bislang unklar, sagte ein Polizeisprecher. Ein Gewaltverbrechen könne bislang nicht ausgeschlossen werden.

In dem Haus im Stadtteil Wesertor wohnen überwiegend Studenten. Der Unispace-Komplex mit 240 Appartements war vor gut einem Jahr fertiggestellt worden. Die Immobilie liegt unmittelbar an der vierspurigen Ihringshäuser Straße in unmittelbarer Nähe zur Universität und zum Klinikum. Gegenüber befinden sich mehrere Einkaufsmärkte, Imbisse und eine Tankstelle.

In der Wohnung eines Studentenwohnheims in Kassel sind zwei Leichen gefunden worden. Bei den Toten handelt es sich um eine Frau und einen Mann. Laut Polizei könne ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden.

Was genau in dem großen Wohnkomplex passiert ist, weiß am späten Nachmittag noch kaum jemand. Vereinzelt halten sich Studenten im Eingangsbereich des Appartementhauses Unispace auf, draußen lassen lediglich zwei Polizeiautos vage darauf schließen, dass im Inneren des Appartmenthauses etwas passiert sein muss. „Die Polizei hat bei mir geklingelt und gefragt, ob ich was gehört habe. Aber seit ich heute Nacht um 2 Uhr nach Hause kam, war eigentlich alles ruhig“, sagt ein Bewohner des Hauses. 

Laut Polizei handelt es sich bei der toten Frau um die Bewohnerin der Wohnung, in der die beiden Leichen am Nachmittag gefunden wurden. Der Mann sei noch nicht identifiziert.

Man habe ihm gesagt, dass der Tatort in der Wohnung über seinem Appartement liegen soll. Von den Nachbarn höre man sonst kaum etwas, da müsse jemand schon die Musik richtig laut aufdrehen. Hunderte Briefkästen reihen sich im Untergeschoss aneinander, alle namenlos. Im Unispace scheint man eine Appartement-Nummer zu sein: Bewohner berichten von generell wenig Kontakt unter den Mitbewohnern. Alles sei sehr anonym. Wenn man den Nachbarn auf dem Flur treffe, dann grüße man freundlich. 

Der gemeinsame Aufenthaltsraum? Meistens leer. „Es war immer alles ruhig, ich habe mich hier nie unsicher gefühlt“, ergänzt der Student. Seit einem Jahr wohne er hier, wie die meisten anderen auch. Das Unispace sei vor allem bei Menschen beliebt, die ihre Ruhe haben wollen. Es gibt einen hausinternen Waschsalon, hier treffe man manchmal jemanden. Überwiegend wohnen hier Studenten, aber vereinzelt sollen auch ältere Personen wie Ärzte des nahegelegenen Klinikums eine Wohnung am Ostring angemietet haben. 

Niklas, Student im dritten Semester, berichtet von einer WhatsApp-Gruppe von Bewohnern, über die kommuniziert wurde, dass im Haus etwas passiert sei. Gegen 14.30 Uhr sei die erste Nachricht eingegangen. „Es wurde geschrieben, dass im Haus Polizisten sind, und nach und nach kamen dann mehr Infos“, berichtet er und wirkt – wie die meisten hier – irritiert. 

Über die App habe man erfahren, dass ein Flur im dritten Stock von der Polizei abgesperrt worden sei. Auch auf der Online-Plattform Jodel gaben sich Bewohner ratlos. „Weiß jemand, was am Unispace los ist?“, ist dort mehrfach zu lesen. Im Eingangsbereich des Wohnheims befragen Beamte am frühen Abend Bewohner. Die meisten kommen gerade erst von der Uni oder von der Arbeit. Sie sind bestürzt und können nicht glauben, dass sich möglicherweise eine Gewalttat ereignet haben soll. 

Am Abend bestätigt die Polizei, dass es sich bei der toten Frau um eine 19-jährige Bewohnerin handelt. Die Identität des zweiten Toten sei noch unklar. Auch wisse man nicht, ob er ebenfalls im Wohnheim gewohnt habe. Obduktionen möglicherweise schon am Freitag sollen Klarheit bringen. Noch sind viele Fragen offen.

Geboren 1985. 2011 als Volontärin zur HNA gekommen, seit 2015 Redakteurin in der Stadtredaktion Kassel, dort zuständig für Kassel Live.

Jahrgang 1988. In Dortmund geboren und aufgewachsen. Seit 2015 bei der HNA, zunächst als Volontär, derzeit als Redakteur in der Online-Redaktion.

Jahrgang 1993, geboren in Gelnhausen. Ab 2014 Germanistik-Studium in Frankfurt. Seit 2018 Volontär bei der HNA.

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