Norwegische Fregatte kollidiert nach Nato-Manöver mit Tanker
Manöverunfall vor Norwegen:Kriegsschiff stößt mit Öltanker zusammen
Das Ende des Nato-Manövers Trident Juncture ist von einem schweren Schiffsunglück überschattet worden.

▶︎ Auf der Heimfahrt zu einem Marinestützpunkt in der Nähe von Bergen kollidierte am frühen Donnerstagmorgen das norwegische Kriegsschiff KNM Helge Ingstad mit einem Tankschiff und schlug leck.

Die 2009 in Dienst gestellte “Helge Ingstad” ist gut 133 Meter lang und hat eine Verdrängung von 5.290 Tonnen. Sie trägt einen Hubschrauber und ist unter anderem mit Torpedos und mit Raketen zur Schiffs- und Flugabwehr ausgerüstet. Während der Nato-Übung wurde sie bei der Jagd von U-Booten eingesetzt. Sie soll keine scharfe Munition an Bord gehabt haben. Man versuche die Waffen vor eindringendem Wasser zu schützen, sagte ein Marinesprecher. Die Küstenwache meldete, dass Helikoptertreibstoff, den die Fregatte an Bord hatte, ausgelaufen sei.

Die 137 Soldaten an Bord der Fregatte konnten gerettet werden. Acht Menschen wurden allerdings leicht verletzt. Das Tankschiff Sola TS, das mit 625 000 Liter Rohöl beladen war, wurde nur leicht beschädigt. Die Mannschaft blieb unverletzt.

Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Die staatliche Havariekommission soll den Fall nun untersuchen. Das Tankschiff war bei der Ausfahrt aus einem Ölterminal in der norwegischen Gemeinde Øygarden in Hordaland mit dem Kriegsschiff zusammengestoßen.

Die Bundeswehr zog unterdessen eine positive Bilanz ihrer Beteiligung am größten Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges. Aus deutscher Sicht sei die Übung in Norwegen ausgesprochen gut verlaufen, sagte Brigadegeneral Michael Matz. So habe zum Beispiel die Verlegung von Truppen und Material reibungslos funktioniert. Als verbesserungsfähig wurde nach Angaben von Matz die Abstimmung mit einigen internationalen Partnern identifiziert, mit denen sehr lange nicht zusammengearbeitet wurde.

Ein Schlepper, der den in Malta registrierten Tanker begleitet hatte, sei nicht in den Vorfall verwickelt gewesen, teilte die Marine am Nachmittag bei einer Pressekonferenz mit.

▶︎ Die 2009 in Dienst gestellte Helge Ingstad ist gut 133 Meter lang und hat eine Verdrängung von 5290 Tonnen. Sie trägt einen Hubschrauber und ist unter anderem mit Torpedos und mit Raketen zur Schiffs- und Flugabwehr ausgerüstet. Während der Nato-Übung wurde sie bei der Jagd von U-Booten eingesetzt.

Das Kriegsschiff war zusammen mit vier anderen Fregatten vom Typ F310 auf einer spanischen Werft gebaut worden. Der Gesamtwert des Auftrags belief sich nach Angaben des spanischen Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 2004 auf 1,3 Milliarden Euro. Eine Fregatte kostete Norwegen damit mindestens 260 Millionen Euro.

Sie soll keine scharfe Munition an Bord gehabt haben. Man versuche die Waffen vor eindringendem Wasser zu schützen, sagte ein Marinesprecher. Die Küstenwache meldete, dass Helikoptertreibstoff, den die Fregatte an Bord hatte, ausgelaufen sei.

Die Bundeswehr hatte für das Großmanöver mehr als 8.000 Soldaten nach Norwegen verlegt. Damit war Deutschland zweitgrößter Truppensteller nach den USA. Insgesamt nahmen rund 50.000 Soldaten aus den 29 Nato-Staaten sowie den Partnerländern Finnland und Schweden an “Trident Juncture” teil.

Norwegische Flugzeuge verlieren seit Wochenanfang immer wieder ihr GPS-Signal. Die Behörden vermuten Russland hinter den Funkangriffen.

Oh jeez, daylight photo by Eirik Brekke shows extent of damage to the Norwegian Aegis frigate #HelgeIngstad after collision with oil tanker #Sola, in fjord north of Bergen. She was returning from #TridentJuncture2018. Was driven aground to prevent sinking. pic.twitter.com/x58huixr3w

Nach der Kollision waren zunächst rund zehn Mann an Bord geblieben, doch die Fregatte sei nicht mehr steuerbar gewesen. Das Schiff setzte auf, drohte jedoch wegen des steilen Seegrundes abzusacken. Schlepper zogen es näher an Land, um es zu stabilisieren.

Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Die staatliche Havariekommission soll den Fall nun untersuchen. Das Tankschiff war bei der Ausfahrt aus einem Ölterminal in der norwegischen Gemeinde Øygarden in Hordaland mit dem Kriegsschiff kollidiert.

Dennoch drang immer mehr Wasser ein, so dass auch die verbliebene Mannschaft um 6 Uhr von Bord gehen musste. Wenig später war das Helikopterdeck unter Wasser. Schlepper unternahmen am Vormittag mehrere Versuche, die Fregatte aufzurichten, doch sie glitt immer wieder in die Schlagseite.

Man habe versucht, das Fahrzeug zu sichern, weil die Gefahr bestand, dass es in tiefere Gewässer abrutsche, sagte Sigurd Smith vom Marinestab. Wann das Schiff geborgen werden soll, sei noch nicht klar.

Man habe versucht, das Fahrzeug zu sichern, weil die Gefahr bestand, dass es in tiefere Gewässer abrutsche, sagte Sigurd Smith vom Marinestab. Wann das Schiff geborgen werden soll, sei noch nicht klar.

Der Sture Öl-Terminal wurde nach dem Vorfall geschlossen. Auch umliegende Ölplattformen stellten die Produktion ein, was Konsequenzen für die Gaslieferungen nach Europa haben kann.

Die Fregatte “Helge Ingstad” ist auf dem Rückweg nach Norwegen. Vor der Küste kollidiert das Kriegsschiff mit einem Öltanker und droht zu sinken. Das Leck ist nicht unter Kontrolle.

Die Bundeswehr zog unterdessen eine positive Bilanz ihrer Beteiligung am größten Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges.

Nach der Kollision waren zunächst rund zehn Mann an Bord der Fregatte geblieben, um sie unter Kontrolle zu halten. Um zu verhindern, dass das Schiff zu tief sinkt, steuerten sie es nah ans Ufer. Weil zu viel Wasser eindrang, mussten auch sie von Bord gehen. Wenig später war das Helikopterdeck unter Wasser. Schlepper unternahmen am Vormittag mehrere Versuche, die Fregatte aufzurichten, doch sie glitt immer wieder in die Schlagseite. Man wolle versuchen, das havarierte Schiff in den Marinestützpunkt Haakonsvern unweit der Unglücksstelle zu schleppen, teilte das Militär mit. 

▶︎ Aus deutscher Sicht sei die Übung in Norwegen ausgesprochen gut verlaufen, sagte Brigadegeneral Michael Matz der Deutschen Presse-Agentur. So habe zum Beispiel die Verlegung von Truppen und Material reibungslos funktioniert. Als verbesserungsfähig wurde nach Angaben von Matz die Abstimmung mit einigen internationalen Partnern identifiziert, mit denen sehr lange nicht zusammengearbeitet wurde.

Die Bundeswehr hatte für das Großmanöver mehr als 8000 Soldaten nach Norwegen verlegt. Damit war Deutschland zweitgrößter Truppensteller nach den USA.

Insgesamt nahmen rund 50 000 Soldaten aus den 29 Nato-Staaten sowie den Partnerländern Finnland und Schweden an Trident Juncture teil.

Das Tankschiff "Sola TS" war bei der Ausfahrt aus einem Ölterminal in der norwegischen Gemeinde Øygarden in Hordaland mit dem Kriegsschiff zusammengestoßen. Warum, war zunächst unklar. Außerdem sei ein Schlepper, der den in Malta registrierten Tanker begleitet hatte, in den Vorfall verwickelt, teilte die staatliche Havariekommission mit. Das Tankschiff, das mit 625.000 Liter Rohöl beladen war, wurde nur leicht beschädigt. Die Mannschaft blieb unverletzt.

Die Lehren und Erkenntnisse aus Trident Juncture sollen nach Nato-Angaben in den kommenden Wochen und Monaten im Hauptquartier in Brüssel diskutiert werden.

Die 2009 in Dienst gestellte "Helge Ingstad" ist gut 133 Meter lang und hat eine Verdrängung von 5290 Tonnen. Sie trägt einen Hubschrauber und ist unter anderem mit Torpedos und mit Raketen zur Schiffs- und Flugabwehr ausgerüstet. Während der Nato-Übung wurde sie bei der Jagd von U-Booten eingesetzt. Sie soll keine scharfe Munition an Bord gehabt haben. Die Küstenwache meldete, dass Helikoptertreibstoff, den die Fregatte gebunkert hatte, ausgelaufen sei.

Seenoteinsatz vor der norwegischen Küste: Im Übungsgebiet des Nato-Manövers “Trident Juncture” kollidiert eine Fregatte der norwegischen Marine mit einem Öltanker. Das Kriegsschiff wird schwer beschädigt. Die Sicherungsarbeiten dauern an.

dpa/Hommedal, Marit/NTB scanpix Die norwegische Fregatte “KNM Helge Ingstad” liegt nach einer Kollision mit dem Tanker “Sola TS” im Wasser. Bei der Rückfahrt vom Nato-Manöver Trident Juncture ist die norwegische Fregatte am frühen Donnerstagmorgen mit dem Tankschiff kollidiert. Die Fregatte hat Schlagseite und droht nach Einschätzung der Feuerwehr zu sinken. Nach dem Zusammenstoß einer Fregatte mit einem Tanker in norwegischen Gewässern droht die Fregatte jetzt zu sinken.

Bei der Rückfahrt vom Nato-Manöver "Trident Juncture" ist eine norwegische Fregatte am frühen Morgen mit einem Öltanker zusammengestoßen. An Bord der Fregatte "KNM Helge Ingstad" wurden sieben Seeleute verletzt. Das gut 133 Meter lange und 17 Meter breite Kriegsschiff erlitt schwere Schäden und droht zu sinken. Die Sicherungsarbeiten sind im Gang.

Man habe versucht, das Fahrzeug zu sichern, weil die Gefahr bestand, dass es in tiefere Gewässer abrutsche, sagte Sigurd Smith vom Marinestab. Wann das Schiff geborgen werden soll, sei noch nicht klar. Der Sture Öl-Terminal wurde nach dem Vorfall geschlossen. Auch umliegende Ölplattformen stellten die Produktion ein, was Konsequenzen für die Gaslieferungen nach Europa haben kann.

Der deutlich größere Rohöltanker trug nur leichte Schäden davon. Rumpf und Laderaum blieben offenbar intakt. Öl trat ersten Berichten zufolge nicht aus. Der rund 250 Meter lange und 44 Meter breite Tanker "Sola TS" war nach Darstellung norwegischer Medien in den frühen Morgenstunden von einem Ölterminal rund 35 Kilometer nordwestlich von Bergen unterwegs in Richtung Nordsee, als es unter bislang ungeklärtem Umständen zum Zusammenstoß kam.

Die Unglückstelle liegt vor der Küste der norwegischen Provinz Hordaland in Sichtweite des Ölterminals an der Einfahrt in den Hjeltefjorden. Nach Angaben der Rettungszentrale HRS befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 137 Personen an Bord der Fregatte. Die gesamte Besatzung sei in Sicherheit, bestätigte ein Sprecher der norwegischen Agentur NTB. Die 23 Mann starke Besatzung des Tankschiffes überstand den Unfall unverletzt.

Die Bundeswehr hatte für das Großmanöver mehr als 8000 Soldaten nach Norwegen verlegt. Damit war Deutschland zweitgrößter Truppensteller nach den USA. Insgesamt nahmen rund 50.000 Soldaten aus den 29 Nato-Staaten sowie den Partnerländern Finnland und Schweden an "Trident Juncture" teil.

Wie es zu dem Zusammenstoß zwischen dem riesigen Tanker und der hochmodernen Fregatte kommen konnte, ist noch vollkommen unklar. Die rund 5290 Tonnen verdrängende "Helge Ingstad" ist unter anderem mit militärischen Radarsystemen und anderer Navigationselektronik ausgerüstet. Das Schiff befand sich auf dem Rückweg nach Bergen. An Bord befindet sich neben den üblichen Kraftstoffvorräten auch ein Hubschrauber-Hangar, Startbehälter für Torpedos sowie für Raketen zur Schiffs- und Flugabwehr.

Die Kollision ereignete sich nach Angaben der Behörden gegen 4.00 Uhr morgens. Nach den ersten Notrufen lösten die Behörden vor Ort Großalarm aus: Alle verfügbaren Rettungskräfte der umliegenden Gemeinden waren im Einsatz. Zunächst ging es den Helfern darum, die Verletzten an Bord der schwer beschädigten "Helge Ingstad" zu versorgen. Anschließend wurde das leck geschlagene Schiff evakuiert.

Die Rede war von einem größeren Wassereinbruch, der offenbar nicht gestoppt werden konnte. Schlepper drückten die 2009 in Dienst gestellte Fregatte der norwegischen Fridtjof-Nansen-Klasse mit der Kennung F313 in flacheres Gewässer. Dort liegt das Schiff mit schwerer Schlagseite auf Grund. Erste Bilder vom Unglücksort zeigen die Fregatte, wie sie halb versunken auf den Küstenfelsen aufliegt. Ein Schlepper hält das havarierte Kriegsschiff in Position.

Das Heck der "Helge Ingstad" liegt halb unter Wasser. Ein zweiter Schlepper zieht eine Ölsperre rund um das Wrack. Ohne die schnelle Hilfe der Schlepper wäre das Schiff nach Einschätzung von Experten gekentert und versunken. Man habe keine Kontrolle über das Leck, teilte die norwegische Feuerwehr mit. Der Rumpf des Schiffes senkte sich im Lauf des Vormittags tiefer ins Wasser. Ob die Fregatte gerettet werden kann, ist noch unklar. Den Stückpreis geben norwegische Medien mit umgerechnet rund 400 Millionen Euro an.

In der Region findet derzeit das größte Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges statt. Truppen aus 31 Staaten trainieren dabei die gemeinsame Abwehr eines fiktiven Großangriffs. An dem Manöver sind auch Einheiten der Bundeswehr beteiligt. Teile des Übungsszenarios erstrecken sich dabei auch auf Truppenbewegungen in der Luft und auf hoher See.