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BBL, Playoffs: ALBA Berlin und Bayern München im Halbfinale
Die Berliner Basketballer gewinnen auch das dritte Spiel gegen Ulm souverän und treffen im Halbfinale auf den Hauptrunden-Zweiten Oldenburg.

Zur Basketball-Philosophie des Aito Garcia Reneses gehört es, das Spiel laufen zu lassen. Möglichst viel Fluss will der Trainer von Alba Berlin auf dem Parkett sehen, das Spiel soll nicht ständig unterbrochen werden. Absichtliche Fouls sind gar völlig verpönt. Die amtliche Bestätigung dafür gab es am Sonntag in der Arena am Ostbahnhof vor dem dritten Spiel der Play-off-Viertelfinalserie gegen Ulm: Da wurde das Team für die ligaweit wenigsten Fouls mit dem Fairness-Award der Basketball-Bundesliga ausgezeichnet.

In der Vorschlussrunde trifft die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses ab dem kommenden Wochenende auf die EWE Baskets Oldenburg. Die Niedersachsen, die sich in der ersten K.o.-Runde ebenso problemlos mit 3:0 gegen die Telekom Baskets Bonn durchgesetzt hatten, besitzen in der Serie Heimrecht.

Das anschließende Spiel vor 10 616 Zuschauern hatte zwar anfangs wenig Fluss, am Ende setzten sich die Berliner dennoch souverän mit 100:83 (17:20, 33:23, 25:15, 25:25) durch. Über die gesamte Serie war offensichtlich, dass Alba immer eine Antwort parat hat, sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath. Auch heute wieder. Durch den dritten Sieg im dritten Spiel stehen die Berliner nun im Halbfinale und treffen dort auf Oldenburg.

Punkte Alba Berlin: Siva 18, Hermannsson 14, Giedraitis 11, Sikma 11, Walton Jr. 11, Thiemann 10, Schneider 6, Giffey 5, Ogbe 5, Saibou 5, Nikic 2, Wagner 2 ratiopharm Ulm: Reinhardt 21, Thompson 17, Schilling 12, Akpinar 11, Krämer 10, Green 7, Evans 3, Radosavljevic 2 Zuschauer: 10616

Bei aller Fairness der Berliner kann man sich jedoch fragen, was die Alba-Profis unter der Woche im Training so veranstalten. Auch gegen Ulm fielen wieder zwei Spieler mit Verletzungen aus: Landry Nnoko hatte im Training einen Stoß abbekommen und fehlte mit Rückenproblemen, bei seinem Center-Kollegen Dennis Clifford war es gar ein Schlag an den Kopf, der ihn mit einer Gehirnerschütterung außer Gefecht setzte. Dafür kehrte Peyton Siva ins Team zurück: Der Spielmacher hatte in den ersten beiden Spielen der Serie mit einer Knöchelverletzung – zugezogen im Training – ausgesetzt. Mit 18 Punkten war er direkt wieder Topscorer.

Alba Berlin ist vorzeitig in das Halbfinale um die deutsche Basketball-Meisterschaft eingezogen. Die Hauptstädter setzten sich am Sonntag im dritten Viertelfinalspiel gegen ratiopharm Ulm mit 100:83 (50:43) durch und entschieden die Best-of-Five-Serie frühzeitig mit 3:0 für sich.

Auch in den ersten 20 Minuten auf dem Parkett ging es dann ziemlich ruppig zu. Alba hatte zügig losgelegt, nach einem Schnellangriff über Rokas Giedraitis stand es 15:7 für die Berliner. Dann nahm Ulms Trainer Leibenath eine Auszeit, und von nun an ging sein Team physischer ans Werk. Auf dem Feld wurde es hektischer, was den Berlinern gar nicht schmeckte: Sie kassierten prompt einen 2:14-Lauf. Alba ist nervös!, sangen die Ulmer Fans, als Martin Hermannsson dann auch noch zwei Freiwürfe danebensetzte.

Von nun an gab es kaum noch einen Angriff, der nicht durch ein Foul gestoppt wurde. Fluss und Fairness-Award schienen da weit weg. Schon nach drei Minuten im zweiten Viertel hatten die Schiedsrichter fünf Fouls gegen Alba verhängt. Das Publikum geriet in Rage, und selbst Coach Reneses fuchtelte an der Seitenlinie herum. Das schien jedoch das Team zurück ins Spiel zu holen. Vor allem Peyton Siva drehte auf, als sei er nie weg gewesen. Mit zwei Dreiern und einem Korbleger brachte er Alba zur Halbzeit nach vorne.

Erfolgreichste Werfer bei Alba waren Peyton Siva (18 Punkte) und Martin Hermansson (14), für die von Thorsten Leibenath trainierten Ulmer punktete Katin Reinhardt (21) am sichersten.

Update Bayern München und ALBA Berlin stehen im Halbfinale der BBL-Playoffs. Beide Teams gehen ohne Niederlage aus ihren Viertelfinalserien hervor.

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Der deutsche Meister Bayern München und Vizemeister ALBA Berlin  sind auf dem schnellsten Weg ins Play-off-Halbfinale der Basketball Bundesliga (LIVE im TV auf SPORT1) eingezogen.

Der FC Bayern gewann das dritte Viertelfinale gegen die Löwen Braunschweig trotz einiger Probleme 87:77 (42:40) und damit die Best-of-Five-Serie 3:0. Den Gegner des Titelverteidigers ermitteln Rasta Vechta und Pokalsieger Brose Bamberg, derzeit steht es im Duell 2:1.

“Sie sind beide gute Teams. Sie spielen unglaublichen Basketball. Bamberg ist erfahrener, aber das bedeutet in den Playoffs nichts”, sagte Bayerns Petteri Koponen nach der Partie im Gespräch mit SPORT1 zum möglichen Halbfinalgegner.

Im zweiten Halbfinale kommt es zum Aufeinandertreffen der früheren Meister Berlin und Oldenburg. ALBA schaltete ratiopharm Ulm am Sonntag durch einen 100:83 (50:43)-Sieg souverän mit 3:0 aus, schon am Samstag hatten die EWE Baskets die Telekom Baskets Bonn ohne eine Niederlage aus den Playoffs geworfen.

Die Bayern begannen am Sonntag stark (28:11/9. Minute), ließen Braunschweig im zweiten Viertel aber wieder herankommen und gerieten nach der Pause erstmals in der Serie in Rückstand (59:60/26.). Erst in den letzten zwei Minuten setzten sich die Münchner entscheidend ab, Nationalspieler Danilo Barthel (16 Punkte) war bester Werfer der Gastgeber.

Sie sind beide gute Teams. Sie spielen unglaubliches Basketball. Bamberg ist erfahrener, aber das bedeutet in den Playoffs nichts.

Durch den Halbfinaleinzug der Berliner stand Thorsten Leibenath zum letzten Mal als Trainer der Ulmer an der Seitenlinie. Der 44-Jährige wechselt zur kommenden Saison im Klub auf die Position des Sportdirektors. Bester Scorer bei Alba war Peyton Siva mit 18 Punkten. Bei Ulm verbuchte Katin Reinhardt 21 Zähler. 

ALBA Berlin – ratiopharm Ulm 100:83 (50:43)Beste Werfer: Siva (18), Hermannsson (14), Giedraitis (11), Sikma (11), Thiemann (10) für Berlin – Reinhardt (21), Thompson (17), Schilling (12), Akpinar (11), Krämer (10) für UlmZuschauer: 10.616Playoff-Endstand: 3:0 

Bayern München – Basketball Löwen Braunschweig 87:77 (42:40)Beste Werfer: Barthel (16), Koponen (15), Booker (11), Lo (11) für München – Sengfelder (18), Hines (17), Blake (16) für BraunschweigZuschauer: 5419Playoff-Endstand: 3:0