Stuttgart: Die VfB-Krisensaison: Zwei Manager, drei Trainer und ein Abstieg - SÜDKURIER Online
VfB Stuttgart abgestiegen: Die Chronologie des Scheiterns
Am 5. August des vergangenen Jahres hat Daniel Didavi das erste Mal gespürt, dass dem VfB Stuttgart eine besondere Saison bevorstehen könnte. Der schwäbische Traditionsverein wirkte an seinem 125. Geburtstag so fidel wie lange nicht mehr, blendend gelaunte Menschen saßen an einem lobenswerten Sommertag im Stadion und sahen ein munteres Jubiläumsspiel gegen Atlético Madrid, das 1:1 endete (Tor: Didavi). Auch beim abendlichen Festakt in den Stadionlogen war der Verein sehr begeistert von sich, Sportchef Michael Reschke konnte kaum drei Meter gehen, ohne von einem Sponsor, einem VIP-Fan oder einem Guido Buchwald zur Komposition des Kaders beglückwünscht zu werden. Ja, auch Buchwald – der sich im Lauf der Saison zum grimmigen Reschke-Feind entwickeln sollte – hat Reschke damals zwischen Bier und Bar herzlich auf die Schulter gehauen: Gut gemacht, Michael, wird ne Supersaison! Und auch Didavi hat seinem Sportchef vorgeschwärmt: Was für eine tolle Stimmung in der Stadt doch herrsche, was für ein toller Trainer das sei und was für eine coole Mannschaft. Und der Mario Gomez, der habe das auch gesagt.

Ja, es ist eine besondere Saison geworden in Stuttgart, schon ein paar Wochen später war der tolle Trainer (Tayfun Korkut) nicht mehr da. Und neun Monate und zwei weitere Trainer später ist der VfB abgestiegen – und dass dieser Kader eine Vollkatastrophe ist, das haben jetzt sowieso alle schon immer gewusst.

Beim VfB Stuttgart ist die Trauer über den Abstieg groß. Der Präsident von Union Berlin findet den Aufstieg seines Teams "irreal". Die Stimmen zur Relegation.

Finster sieht es dagegen vorerst bei den Profis aus. Der VfB war am Montagabend im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Union Berlin zum dritten Mal nach 2016 und 1975 abgestiegen. Ob Tim Walter nun der richtige Trainer für den Wiederaufstieg sei, könne er nicht beurteilen, sagte Buchwald und meinte: “Ein Abstieg ist auch eine Chance, um gewisse Altlasten hinter sich zu lassen und einen richtigen Neuaufbau zu machen. Man braucht noch mehr sportliche Kompetenz im Klub.”

Dieser Abstieg des VfB – der zweite in drei Jahren – ist tatsächlich alles auf einmal. Er ist rätselhaft, weil immer noch keiner verstanden hat, wie dieser Kader so irreparabel aus der Spur geraten konnte. Der Abstieg ist auch unnötig, weil der Aufwärtstrend unter Interimstrainer Nico Willig zumindest zu einem Relegations-Erfolg gegen das spielerisch unterlegene Union Berlin hätte reichen müssen. Gleichzeitig gehört dieser Abstieg aber, übers Jahr gerechnet, zu den verdienteren in der Bundesliga-Geschichte: Wer versucht, sich an ein richtig gutes Spiel des VfB in der abgelaufenen Saison zu erinnern, der wird die ganze Sommerpause lang nachdenken können, und er wird keines finden.

“Sehr, sehr heftig” sei das alles, sagte der immer noch recht neue Sportvorstand Thomas Hitzlsperger nach dem 0:0 in Berlin, “wir haben zu viele Fehler gemacht, deswegen sind wir in der zweiten Liga.”

Vom Nachwuchs kam aber nur Trainer Nico Willig, um in den letzten Spielen die Wende zu schaffen. Dessen A-Junioren, zu denen er jetzt wieder zurückkehrt, spielen derzeit sogar um das Double. Das Pokalfinale gegen RB Leipzig haben die Youngster bereits gewonnen. Am 2. Juni geht es dann gegen Borussia Dortmund um die Deutsche Meisterschaft.

Hitzlsperger hat gewusst, auf welchen Klub er sich einlässt, er geht inzwischen ja trotz seiner urkundlich beglaubigten oberbayerischen Herkunft als Ehrenschwabe durch, aber auch er hat jetzt den Unterschied zwischen Wissen und Erleben kennenlernen müssen. Die Wucht eines Traditionsklubs in der Krise lässt einem manchmal nur die Wahl zwischen einer falschen und einer noch falscheren Entscheidung.

Vielleicht war der 11. Februar der Tag, an dem sich der Abstieg entschied: Nach dem 0:3 in Düsseldorf votierte Reschke intern für eine Entlassung des Trainers Weinzierl, den er selbst geholt hatte. Reschke hat das bald bereut, weil er merkte, dass es nicht passt zwischen Team und Trainer; Reschke hatte sich im Februar bereits mit einem Nachfolger verabredet, der Österreicher Oliver Glasner hätte für den VfB den Linzer ASK verlassen, dank einer fürs Ausland gültigen Klausel. Bei den VfB-Gremien kam Reschke aber nicht durch mit seinem Plan, sie fürchteten einen weiteren Imageverlust des Trainerfresserklubs aus Stuttgart – am Ende ging dann Reschke.

Der Abstieg des VfB Stuttgart hatte sich über viele Monate angekündigt. Dennoch reagieren jetzt viele im Lager der Schwaben bestürzt. Auch Weltmeister Guido Buchwald hat die Niederlage in der Relegation gegen Union Berlin noch nicht verarbeitet.

Fast euphorisch startete der VfB Stuttgart im Sommer in die neue Saison. Nach dem siebten Platz im Vorjahr wollte sich der Verein in der Fußball-Bundesliga weiter stabilisieren und in naher Zukunft Richtung oberes Tabellendrittel bewegen. Wenn ich unseren Kader heute sehe, ist klar: Der VfB Stuttgart wird mit dem Abstieg am Ende nichts zu tun haben – da lehne ich mich aus dem Fenster, tönte Ex-Sportchef Michael Reschke vor dem Saisonstart.

Doch es kam ganz anders: Die unglücklich zusammengestellte Mannschaft stand seit dem 16. Spieltag ununterbrochen auf dem Abstiegsrelegationsplatz, in den beiden Entscheidungsspielen gegen Union Berlin (2:2 und 0:0) konnte sie den dritten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte nicht mehr verhindern.

Stuttgart – Der einstige Weltmeister Guido Buchwald hat mit großer Enttäuschung auf den erneuten Abstieg des VfB Stuttgart reagiert. Der Absturz in die Fußball-Zweitklassigkeit sei natürlich brutal, sagte der einstige Profi des VfB am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der war überflüssig. Natürlich aber auch hausgemacht. Es sind so viele Dinge im Laufe der Saison passiert, wo man dann auch sagen muss, man hat es eigentlich verdient, sagte Buchwald: Ich kann es noch nicht so richtig fassen.

07.07.: Beim offiziellen Trainingsauftakt kann Sportvorstand Reschke bereits sechs von sieben Neuzugängen präsentieren. Darunter ist auch der vom VfL Wolfsburg zurückgekehrte Spielmacher Daniel Didavi. Wenige Tage später kommt noch das argentinische Sturmtalent Nicolás González dazu. Unter den Fans herrscht fast Euphorie.

Der VfB Stuttgart war am Montagabend durch ein 0:0 im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Union Berlin zum dritten Mal nach 2016 und 1975 abgestiegen. Ob Tim Walter nun der richtige Trainer für den Wiederaufstieg sei, könne er nicht beurteilen, sagte Buchwald und meinte: Ein Abstieg ist auch eine Chance, um gewisse Altlasten hinter sich zu lassen und einen richtigen Neuaufbau zu machen. Man braucht noch mehr sportliche Kompetenz im Club.

07.10.: Nachdem der Saisonstart mit nur einem Sieg aus sieben Spielen misslungen ist, muss der Erfolgstrainer der vorherigen Saison, Tayfun Korkut, nach dem 1:3 in Hannover gehen. Auch Reschke gerät in die Kritik, weil er Korkut nach dem Spiel erst das Vertrauen ausspricht, ihn am Tag danach aber beurlaubt. Ein bisschen Flunkern gehört dazu, sagt Reschke und räumt damit eine Lüge ein. Die Bild-Zeitung druckt darauf ein Bild Reschkes mit einer Pinocchio-Nase ab.

09.10.: Markus Weinzierl wird neuer Trainer des VfB, er ist der 15. Chefcoach der Stuttgarter in nur zehn Jahren. Sein Auftakt ist verheerend: In den ersten drei Spielen unter Weinzierl schießt der VfB kein Tor und holt keinen Punkt, dafür kassiert er elf Gegentreffer. Außerdem gibt es immer mehr Diskussionen darüber, ob Reschke den Kader möglicherweise falsch zusammengestellt hat.

01.11. Der Weltmeister von 1990, Guido Buchwald, kritisiert Sportvorstand Reschke öffentlich dafür, dass er im Sommer die Verträge von Korkut und dem häufig angeschlagenen Ex-Nationalspieler Holger Badstuber verlängert hat. Das Aufsichtsratsmitglied spricht sich zudem für eine breitere sportliche Kompetenz im Klub aus.

10.11.: Nun kann Weinzierl jubeln, mit dem 2:0 beim 1. FC Nürnberg gelingt ihm der erste Sieg mit dem VfB.

04.12.: Buchwald entschuldigt sich bei der Vereinsführung für die Kritik an Reschke und kann damit im Aufsichtsrat bleiben.

15.12.: Er kann es noch: Nach 682 Minuten ohne Tor führt Mario Gómez sein Team mit einem Doppelpack zum 2:1 gegen Hertha BSC. Der Sieg wird allerdings vom Tod des Vaters von Kapitän Christian Gentner überschattet.

22.12.: Mit einem 1:3 gegen den FC Schalke 04 beendet der VfB Stuttgart die Hinrunde auf dem Relegationsrang und gibt ihn nicht mehr ab. Es herrschen erhebliche Abstiegssorgen, die Bilanz mit nur 14 Punkten ist verheerend. Der 20-jährige González wird zum Sinnbild der enttäuschenden Monate, als er nach einem schlimmen Fehlpass von Schalkes Torhüter Ralf Fährmann statt ins leere Tor den Pfosten trifft.

9.1.: Der baldige Wechsel von Weltmeister Pavard zu Rekordmeister FC Bayern wird verkündet. Der französische Verteidiger geht im Sommer für die festgeschriebene Ablöse von 35 Millionen Euro nach München.

17.1.: Der VfB verpflichtet den Innenverteidiger Ozan Kabak vom türkischen Meister Galatasaray Istanbul. Mit einer Ablöse von rund elf Millionen Euro ist er der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Gemeinsam mit den ausgeliehenen Offensivspielern Alexander Esswein (Hertha BSC) und Steven Zuber (1899 Hoffenheim) soll er neuen Schwung ins Spiel des Tabellen-Drittletzten bringen.

19.01.: Trainer Weinzierl hatte vor dem Rückrundenauftakt von einem Neustart gesprochen, doch es geht weiter wie bisher: Gegen den Abstiegskonkurrenten Mainz 05 gibt es eine 2:3-Heimniederlage.

04.02.: Buchwald tritt aus dem VfB-Aufsichtsrat zurück und begründet das mit einem gestörten Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen in dem Kontrollgremium.

10.02.: Spätestens nach dem 0:3 in Düsseldorf und einem indiskutablen Auftritt der Mannschaft wird in der Öffentlichkeit über die Ablösung Weinzierls diskutiert.

12.02.: Statt des Trainers muss der Sportvorstand gehen. Reschke werden der schlecht zusammengestellte Kader und der sportliche Misserfolg zum Verhängnis. Sein Nachfolger ist der bisherige Nachwuchschef und frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.

07.04.: Der Verein bestätigt, dass der millionenschwere Neuzugang Pablo Maffeo nach Disziplinlosigkeiten nicht mehr mit der Mannschaft trainieren darf. Der Rechtsverteidiger hatte bei Weinzierl schon seit Monaten keine Rolle mehr gespielt.

11.04.: Inmitten des Abstiegskampfs landet der VfB einen personellen Coup: Sven Mislintat, der frühere Chefscout von Borussia Dortmund, wird Sportdirektor der Stuttgarter. Er soll den Kader in den kommenden Jahren wieder auf Vordermann bringen.

20.04.: Nach dem 0:6 beim FC Augsburg ist Weinzierl nicht mehr zu halten. Nach nur vier Siegen und 16 Punkten aus 23 Spielen unter seiner Leitung trennt sich der VfB von ihm. Präsident Wolfgang Dietrich bezeichnet die Leistung in Augsburg als eine Katastrophe. Stuttgarts bisheriger U19-Coach Nico Willig soll als Interimstrainer bis Saisonende den Abstieg verhindern.

27.04: Willig startet mit einem 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach, der Verein schöpft nach dem engagierten und leidenschaftlichen Auftritt wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

04.05.: Doch nach dem ernüchternden 1:3 bei Hertha BSC ist endgültig klar: Die Stuttgarter können sich maximal noch über die Relegationsspiele gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga vor dem Abstieg retten.

23.05.: Im Relegationshinspiel gegen den Zweitliga-Dritten Union Berlin kommt der VfB trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2 hinaus. Vor dem Rückspiel in Berlin steht das Willig-Team mit dem Rücken zur Wand.

27.05.: Beim Auftritt im Stadion An der Alten Försterei tritt Stuttgart mutig auf und kann das 0:0 doch nicht verhindern. Am Ende gibt es Tränen und Ernüchterung bei Spielern und Fans.

Tut mir Leid für die Fans Der VfB Stuttgart muss nach zwei Remis in der Relegation gegen Union Berlin den Gang in Liga 2 antreten. Interims-Coach Nico Willig ist nach dem Spiel sichtlich niedergeschlagen.

0 Anzeige Fast euphorisch startete der VfB Stuttgart im Sommer in die neue Saison. Nach dem siebten Platz im Vorjahr wollte sich der Verein in der Fußball-Bundesliga weiter stabilisieren und in naher Zukunft Richtung oberes Tabellendrittel bewegen. Wenn ich unseren Kader heute sehe, ist klar: Der VfB Stuttgart wird mit dem Abstieg am Ende nichts zu tun haben – da lehne ich mich aus dem Fenster, tönte Ex-Sportchef Michael Reschke vor dem Saisonstart.

Doch es kam ganz anders: Die unglücklich zusammengestellte Mannschaft stand seit dem 16. Spieltag ununterbrochen auf dem Abstiegsrelegationsplatz, in den beiden Entscheidungsspielen gegen Union Berlin (2:2 und 0:0) konnte sie den dritten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte nicht mehr verhindern.

07.07.: Beim offiziellen Trainingsauftakt kann Sportvorstand Reschke bereits sechs von sieben Neuzugängen präsentieren. Darunter ist auch der vom VfL Wolfsburg zurückgekehrte Spielmacher Daniel Didavi. Wenige Tage später kommt noch das argentinische Sturmtalent Nicolás González dazu. Unter den Fans herrscht fast Euphorie.

07.10.: Nachdem der Saisonstart mit nur einem Sieg aus sieben Spielen misslungen ist, muss der Erfolgstrainer der vorherigen Saison, Tayfun Korkut, nach dem 1:3 in Hannover gehen. Auch Reschke gerät in die Kritik, weil er Korkut nach dem Spiel erst das Vertrauen ausspricht, ihn am Tag danach aber beurlaubt. Ein bisschen Flunkern gehört dazu, sagt Reschke und räumt damit eine Lüge ein. Die Bild-Zeitung druckt darauf ein Bild Reschkes mit einer Pinocchio-Nase ab.

09.10.: Markus Weinzierl wird neuer Trainer des VfB, er ist der 15. Chefcoach der Stuttgarter in nur zehn Jahren. Sein Auftakt ist verheerend: In den ersten drei Spielen unter Weinzierl schießt der VfB kein Tor und holt keinen Punkt, dafür kassiert er elf Gegentreffer. Außerdem gibt es immer mehr Diskussionen darüber, ob Reschke den Kader möglicherweise falsch zusammengestellt hat.

01.11. Der Weltmeister von 1990, Guido Buchwald, kritisiert Sportvorstand Reschke öffentlich dafür, dass er im Sommer die Verträge von Korkut und dem häufig angeschlagenen Ex-Nationalspieler Holger Badstuber verlängert hat. Das Aufsichtsratsmitglied spricht sich zudem für eine breitere sportliche Kompetenz im Klub aus.

10.11.: Nun kann Weinzierl jubeln, mit dem 2:0 beim 1. FC Nürnberg gelingt ihm der erste Sieg mit dem VfB.

04.12.: Buchwald entschuldigt sich bei der Vereinsführung für die Kritik an Reschke und kann damit im Aufsichtsrat bleiben.

15.12.: Er kann es noch: Nach 682 Minuten ohne Tor führt Mario Gómez sein Team mit einem Doppelpack zum 2:1 gegen Hertha BSC. Der Sieg wird allerdings vom Tod des Vaters von Kapitän Christian Gentner überschattet.

22.12.: Mit einem 1:3 gegen den FC Schalke 04 beendet der VfB Stuttgart die Hinrunde auf dem Relegationsrang und gibt ihn nicht mehr ab. Es herrschen erhebliche Abstiegssorgen, die Bilanz mit nur 14 Punkten ist verheerend. Der 20-jährige González wird zum Sinnbild der enttäuschenden Monate, als er nach einem schlimmen Fehlpass von Schalkes Torhüter Ralf Fährmann statt ins leere Tor den Pfosten trifft.

9.1.: Der baldige Wechsel von Weltmeister Pavard zu Rekordmeister FC Bayern wird verkündet. Der französische Verteidiger geht im Sommer für die festgeschriebene Ablöse von 35 Millionen Euro nach München.

17.1.: Der VfB verpflichtet den Innenverteidiger Ozan Kabak vom türkischen Meister Galatasaray Istanbul. Mit einer Ablöse von rund elf Millionen Euro ist er der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Gemeinsam mit den ausgeliehenen Offensivspielern Alexander Esswein (Hertha BSC) und Steven Zuber (1899 Hoffenheim) soll er neuen Schwung ins Spiel des Tabellen-Drittletzten bringen.

19.01.: Trainer Weinzierl hatte vor dem Rückrundenauftakt von einem Neustart gesprochen, doch es geht weiter wie bisher: Gegen den Abstiegskonkurrenten Mainz 05 gibt es eine 2:3-Heimniederlage.

04.02.: Buchwald tritt aus dem VfB-Aufsichtsrat zurück und begründet das mit einem gestörten Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen in dem Kontrollgremium.

10.02.: Spätestens nach dem 0:3 in Düsseldorf und einem indiskutablen Auftritt der Mannschaft wird in der Öffentlichkeit über die Ablösung Weinzierls diskutiert.

12.02.: Statt des Trainers muss der Sportvorstand gehen. Reschke werden der schlecht zusammengestellte Kader und der sportliche Misserfolg zum Verhängnis. Sein Nachfolger ist der bisherige Nachwuchschef und frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.

07.04.: Der Verein bestätigt, dass der millionenschwere Neuzugang Pablo Maffeo nach Disziplinlosigkeiten nicht mehr mit der Mannschaft trainieren darf. Der Rechtsverteidiger hatte bei Weinzierl schon seit Monaten keine Rolle mehr gespielt.

11.04.: Inmitten des Abstiegskampfs landet der VfB einen personellen Coup: Sven Mislintat, der frühere Chefscout von Borussia Dortmund, wird Sportdirektor der Stuttgarter. Er soll den Kader in den kommenden Jahren wieder auf Vordermann bringen.

20.04.: Nach dem 0:6 beim FC Augsburg ist Weinzierl nicht mehr zu halten. Nach nur vier Siegen und 16 Punkten aus 23 Spielen unter seiner Leitung trennt sich der VfB von ihm. Präsident Wolfgang Dietrich bezeichnet die Leistung in Augsburg als eine Katastrophe. Stuttgarts bisheriger U19-Coach Nico Willig soll als Interimstrainer bis Saisonende den Abstieg verhindern.

Die Hoffnung starb zuletzt: Mit Trainer Willig stieg Stuttgart ab Quelle: dpa/Soeren Stache 27.04: Willig startet mit einem 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach, der Verein schöpft nach dem engagierten und leidenschaftlichen Auftritt wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

04.05.: Doch nach dem ernüchternden 1:3 bei Hertha BSC ist endgültig klar: Die Stuttgarter können sich maximal noch über die Relegationsspiele gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga vor dem Abstieg retten.

23.05.: Im Relegationshinspiel gegen den Zweitliga-Dritten Union Berlin kommt der VfB trotz zweimaliger Führung nicht über ein 2:2 hinaus. Vor dem Rückspiel in Berlin steht das Willig-Team mit dem Rücken zur Wand.

27.05.: Beim Auftritt im Stadion An der Alten Försterei tritt Stuttgart mutig auf und kann das 0:0 doch nicht verhindern. Am Ende gibt es Tränen und Ernüchterung bei Spielern und Fans.