Bundesliga-Relegation: VfB Stuttgart verzweifelt an Union Berlin - t-online.de
Bundesliga-Relegation: VfB Stuttgart verzweifelt an Union Berlin
Zweimal geht Fußball-Erstligist VfB Stuttgart im Relegations-Hinspiel gegen Union Berlin in Führung. Aber zweimal gleicht der Zweitligist aus – im Rückspiel am Montag an der “Alten Försterei” gibts nun einen spektakulären Showdown im Kampf um das letzte Bundesliga-Startrecht in der kommenden Saison.

Der VfB Stuttgart muss immer mehr den nächsten Absturz in die Fußball-Zweitklassigkeit nach 2016 fürchten. Im Relegations-Hinspiel kamen die Schwaben nicht über ein dürftiges 2:2 (1:1) gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Union Berlin ahinaus. Damit winkt den "Eisernen" im Rückspiel am Montag (20.30 Uhr) der erstmalige Bundesliga-Aufstieg. Dem über weite Strecken ideenlosen VfB brachten auch die jeweiligen Führungstreffer von Kapitän Christian Gentner (42. Minute) und Ex-Nationalspieler Mario Gomez (51.) vor 58 619 Zuschauern keine Ruhe. Stattdessen schockten die Berliner Suleiman Abdullahi (43.) und Marvin Friedrich (68.) die Stuttgarter mit dem zweimaligen Ausgleich.

"Wir haben uns mehr vorgestellt, aber abgerechnet wird zum Schluss. Wenn wir in Berlin gewinnen, sind wir durch. Die ganze Stimmung gefällt mir nicht. Wenn man an sich glaubt, geht man erhobenen Hauptes hier raus. Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen. Die Berliner feiern, als wären sie schon aufgestiegen", sagte Gomez und Gentner fügte hinzu: "Es ist kein Spaziergang, kein Traum-Ergebnis. Wir sind heute noch nicht abgestiegen. Wir haben am Montag noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen."

Der Vorteil liegt dank der bedeutsamen Auswärtstore dennoch nun bei Union – das in dieser Saison zudem nur ein Zweitliga-Heimspiel verloren hat. "Wir sind jetzt dort, wo wir nicht hinwollten", hatte Union-Trainer Urs Fischer die Relegation nicht gerade als Wunschvorstellung bezeichnet. Doch dafür machten es die Berliner ausgesprochen gut. Dass den "Eisernen" am vergangenen Sonntag nur ein Tor zum direkten Aufstieg gefehlt hatte, wirkte sich mental nicht negativ aus.

VfB-Interimscoach Nico Willig reagierte und tauschte zur zweiten Halbzeit den wenig überzeugenden Daniel Didavi für Mario Gomez aus. Der Ex-Nationalspieler weiß wie Relegation geht, 2017 hatte er noch den VfL Wolfsburg in den Spielen gegen Eintracht Braunschweig vor dem Abstieg bewahrt. Die Einwechslung gab den Stuttgartern einen Ruck – und auch die erneute Führung. Gomez schnappte sich den Ball an der Mittellinie, marschierte bis zum Strafraum und hatte das nötige Glück, dass sein Schuss von Friedrich unglücklich ins Berliner Tor abgefälscht wurde.

Tore: 1:0 Gentner (42.), 1:1 Abdullahi (43.), 2:1 Gomez (51.), 2:2 Friedrich (68.)Stuttgart: Zieler – Pavard, Kabak, Kempf, Emiliano Insua – Castro, Gentner – Didavi (46. Gomez), Akolo (73. Zuber), Gonzalez (82. Esswein) – Donis; Trainer: Willig.Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Parensen, Reichel – Schmiedebach (84. Kroos) – Prömel, Zulj – Abdullahi (80. Gogia), Hartel (60. Mees) – Andersson; Trainer: FischerSchiedsrichter: Dankert (Rostock)Zuschauer: 58.619 (ausverkauft)

Die Union-Abwehr hatte zunächst kaum Probleme mit den oftmals ideenlos vorgetragenen VfB-Angriffen. Nur einmal waren die Berliner in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe und kassierten prompt das Gegentor, als der pfeilschnelle Grieche Anastasios Donis auf der rechten Außenbahn frei durch war und dann überlegt für Kapitän Gentner auflegte, der zur Führung traf. Ausgerechnet der VfB-Routinier Gentner, der zwischenzeitlich seinen Stammplatz in dieser Saison verloren hatte und dessen Zukunft noch ungeklärt ist.

Die Außenseiterrolle nahm Union gerne an. Und so hatte die beste Abwehr der Zweiten Liga (nur 33 Gegentore) auch kaum Probleme mit den oftmals ideenlos vorgetragenen VfB-Angriffen. Nur einmal waren die Berliner in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe und kassierten prompt das Gegentor, als der pfeilschnelle Grieche Anastasios Donis auf der rechten Außenbahn frei durch war und dann überlegt für Kapitän Gentner auflegte, der zur Führung traf. Ausgerechnet der VfB-Routinier Gentner, der zwischenzeitlich seinen Stammplatz in dieser Saison verloren hatte und dessen Zukunft noch ungeklärt ist.

Live-Blog: VfB trifft im Hinspiel der Relegation auf Union Berlin

Weil aber die in der Liga schon so wacklige VfB-Hintermannschaft sich auch in der Relegation einen Aussetzer leistete, war der Vorsprung wieder einmal schnell dahin. Einen langen Ball nach Wiederanpfiff verlängerte Sebastian Andersson auf Abdullahi, der mit einem Trick die VfB-Defensive narrte und das so herbeigesehnte Auswärtstor erzielte. Jener Abdullahi hatte am vergangenen Wochenende in Bochum in der 95. Minute das Siegtor noch verpasst. Der Ausgleich zur Pause war durchaus verdient, denn bis auf die zwei Tore erlebten die Zuschauer Relegation pur. Die Schwaben hatten zwar mehr Ballbesitz, die Favoritenrolle wirkte aber wie eine Last. Es fehlte der Überraschungsmoment im Stuttgarter Spiel.

Erstligist VfB Stuttgart spielt nur 2:2 (1:1) gegen Zweitligist Union Berlin, vergeigt zweimal eine Führung. Keine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Montag. VfB-Torjäger Mario Gomez bei Eurosport: Wir haben uns mehr vorgestellt, aber abgerechnet wird zum Schluss. Wenn wir in Berlin gewinnen, sind wir durch.

Die Relegation im Union-Blog: Schluss! 1. FC Union erkämpft ein 2:2 in Stuttgart

Anders die Berliner, die bei ihren Kontern nicht ungefährlich waren. So hatte Andersson bereits in der 21. Minute die große Chance zur Führung, als er nach Flanke von Abdullahi knapp an Ron-Robert Zieler scheiterte. VfB-Interimscoach Nico Willig reagierte und tauschte zur zweiten Halbzeit den wenig überzeugenden Daniel Didavi für Mario Gomez aus. Der Ex-Nationalspieler weiß wie Relegation geht, 2017 hatte er noch den VfL Wolfsburg in den Spielen gegen Eintracht Braunschweig vor dem Abstieg bewahrt.

Die Punkteteilung ging insgesamt in Ordnung, der gefühlte Sieger waren aber die Gäste, auch wenn Gentner nachher am ARD-Mikrofon zurecht meinte: "Es ist noch nichts verloren. Es bringt jetzt nichts, die Köpfe hängen zu lassen." und Gomez ergänzte bei Eurosport: "Wir haben noch ein Spiel in Berlin, wenn wir das gewinnen, sind wir durch." Beide Torschützen wiesen aber auch darauf hin, dass man sich gerade in Kopfballduellen deutlich besser anstellen müsse. Unions im Rückspiel gesperrter Kapitän Christopher Trimmel: "Wir haben wirklich alles reingeschmissen und ein wirklich gutes Resultat erzielt. Wir freuen uns auf das Rückspiel, das Stadion wird beben."

VfB Stuttgart gegen 1. FC Union Berlin – Liveticker: Starker Zieler hält das Unentschieden

Die Einwechslung gab den Stuttgartern einen Ruck – und auch die erneute Führung. Gomez schnappte sich den Ball an der Mittellinie, marschierte bis zum Strafraum und hatte das nötige Glück, dass sein Schuss von Friedrich unglücklich ins Berliner Tor abgefälscht wurde. Doch auch diese Führung gab der VfB wieder her, weil sich bei einer Union-Ecke von Christopher Trimmel keiner für Friedrich zuständig fühlte. Der hoch aufgeschossene Verteidiger ließ sich das Geschenk nicht nehmen und traf per Kopf zum Ausgleich. Danach wurde die Verunsicherung beim VfB nur noch größer.

Beinahe wäre es für die Gastgeber dann noch dicker gekommen, als ein Volley-Kracher von Andersson in Richtung VfB-Gehäuse flog, von Zieler aber hervorragend pariert wurde (78.). Die Stuttgarter fanden nun keine Lücke mehr im Abwehrverbund der "Eisernen", die natürlich mit dem Ergebnis durchaus glücklich waren. Auch mit der sprichwörtlichen "Brechstange" und vielen Flanken in den Strafraum wollte keine Großchance mehr herausspringen. Im Gegenteil: Auch in der Nachspielzeit musste Zieler noch einmal einen Kopfball von Andersson parieren (90.+3).

Die Schwaben kommen gegen ein kämpferisches Union Berlin nicht über ein Remis hinaus. Im Rückspiel nächste Woche in Berlin geht es für den VfB nun endgültig um alles.

Dem über weite Strecken ideenlosen VfB brachten auch die jeweiligen Führungstreffer von Kapitän Christian Gentner (42. Minute) und Ex-Nationalspieler Mario Gomez (51.) vor 58 619 Zuschauern keine Ruhe. Stattdessen schockten die Berliner Suleiman Abdullahi (43.) und Marvin Friedrich (68.) die Stuttgarter mit dem zweimaligen Ausgleich. Der Vorteil liegt dank der bedeutsamen Auswärtstore nun bei Union – das in dieser Saison zudem nur ein Zweitliga-Heimspiel verloren hat.

Relegation: VfB Stuttgart vs. Union Berlin live in TV und Livestream sehen

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