IS-Braut beschwert sich vor Gericht in Stuttgart: Gab keine Waschmaschine - FOCUS Online
Prozessauftakt in Stuttgart:IS-Rückkehrerin steht vor Gericht
Wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss sich seit Freitag eine 32-jährige Deutsche vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten.

Sabine S. habe von Dezember 2013 bis August 2017 in Syrien und im Irak gelebt, sagte Bundesanwalt Stefan Biel zum Prozessauftakt. Ich wollte unter dem islamischen Gesetz leben, aber nicht kämpfen, sagte die Angeklagte zum Prozessauftakt. Sie war Mitte 2018 nach der Rückkehr aus dem Kriegsgebiet in Baden-Baden festgenommen worden.

Die vierfache Mutter war im Alter von 22 Jahren zum Islam konvertiert. Sie lebte 2013 mit dem Vater ihrer beiden ersten Kinder in Berlin. Von diesem trennte sie sich, um dann nach Syrien in das Kriegsgebiet zu reisen. Zuvor radikalisierte sie sich nach eigenen Angaben.

Sabine S. sagt selbst, sie sei immer salafistischer geworden. Seit März 2010 habe sie einen Gesichtsschleier getragen. Das radikalisiert sie offenbar zusätzlich. Sie beschreibt Beschimpfungen und Begegnungen, die sie als demütigend empfindet. Sie sagt: Ich wäre in jedes islamische Land gegangen. Aber Syrien war am leichtesten. Der IS habe für sie zu diesem Zeitpunkt keine Rolle gespielt. Im Internet habe sie Videos toter Kinder nach einem Giftgasangriff auf Damaskus gesehen. Sie habe humanitäre Hilfe leisten, nicht den Terrorismus unterstützen wollen. Mittels eines Schleusers ging sie im Dezember 2013 nach Syrien.

Am Freitag soll sie vor Gericht eine 120 Seiten lange Erklärung vorgelesen haben, in der sie unter anderem über ihr Leben beim IS geklagt haben soll: Ich musste immer kochen, putzen und waschen, aber es gab keine Waschmaschine, berichtet die "Bild"-Zeitung. Auch:  Nach einem Raketenangriff war mein kleiner Finger verletzt, soll in der Erklärung stehen, heißt es weiter.

Unmittelbar nach ihrer Ankunft in Syrien habe sie einen ihr bis dahin unbekannten höherrangigen IS-Kämpfer geheiratet, berichtete der Bundesanwalt. Von dem aus Aserbaidschan stammenden Kämpfer, der im Dezember 2016 gestorben sei, bekam sie weitere zwei Kinder. Der Anklage zufolge pries Sabine S. in Internetblogs das Leben beim IS an. Laut Anklage nahm sie auch als Zuschauerin an öffentlichen Hinrichtungen teil. Sie soll zudem Schießtraining bekommen haben.

Sabine S. soll zwei Maschinenpistolen und zwei Revolver bei sich gehabt haben. Im Internet habe sie Nachwuchs angeworben, für das Kalifat geworben und Ausreisetipps gegeben. Sie selbst beschreibt ihre Zeit beim IS, so soll man das Gesagte wohl interpretieren, als Prozess der Desillusionierung. Den IS halte sie heute für eine Sammlung von Heuchlern, eine durch und durch gestörte Ideologie. Die Gewalt habe sie erschreckt. Aber je mehr sie sich während ihrer Zeit dort diese Ideologie angeeignet habe, desto weniger habe sie sich als Gefangene gefühlt.

Bei der Terrormiliz kümmerte sich die Angeklagte um den Haushalt und versorgte ihre Kinder, wie der Bundesanwalt berichtete. Von der Terrororganisation habe sie im Monat 100 US-Dollar und jeweils 35 US-Dollar für die Kinder erhalten.

Stuttgart – Sabine S. will reden. Wie kommt eine junge Frau dazu, sich dem Islamischen Staat anzuschließen? Warum lässt sie ihre zwei kleinen Kinder zurück? Die 32-jährige Frau nickt kaum wahrnehmbar, als der Vorsitzende Richter sie darauf hinweist, sie könne jederzeit eine Erklärung abgeben. 150 Seiten verliest sie dann nach der Prozesseröffnung. Das Gericht hat die Seiten in Windeseile für alle Verfahrensbeteiligten kopiert.

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Heute zeigt Sabine S. ihr Gesicht wieder. Blass, das Haar verhüllt, ein langes Gewand unter dem blauen Anorak sitzt sie auf der Anklagebank im neuen Stammheimer Gebäude des Oberlandesgerichts und hört die Anklage der Generalbundesanwaltschaft. Ihr Anwalt sagt, seine Mandantin sei geläutert, wolle reinen Tisch machen. Seit Juli 2018 sitzt sie in Untersuchungshaft.

Wenn schon dem BGH nicht bewusst ist, dass die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung strafbar ist, wer sollte es denn dann wissen?

Eine 32-jährige Mutter aus dem Badischen muss sich wegen der Mitgliedschaft im IS vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Sie erklärt sich in einer 150-seitigen Erklärung, die sie verliest.

Man sollte sich in diesem Zusammenhang mal die Argumentation der Staatsanwaltschaft im Fall der NSU-Tschäpe durchlesen. Da hat es sogar für eine Mordanklage gereicht. Ich dachte damit wird endlich mal ein Grundsatzurteil für alle Unterstützer von Terrororganisationen – egal welcher Art- gesprochen aber offensichtlich war das leider nur eine Ausnahme, die unserer Vergangenheit geschuldet ist. Diese IS-Weiber sind kein bißchen besser oder unschuldiger als die Zschäpe, warum also wird hier zweierlei Maß angewendet?!

Wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) muss sich seit Freitag eine 32 Jahre alte Deutsche vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Zwischen 2013 und 2017 soll die Frau der Terrororganisation angehört haben, einen IS-Kommandeur geheiratet und mit ihm zwei Kinder bekommen haben. Für den IS soll sie Internetpropaganda erstellt haben, zum Beispiel durch einen Blog, ein virtuelles Tagebuch zum Kampf des IS. Außerdem soll sie selbst bereit gewesen sein zu kämpfen und zu sterben. So glaubt der Generalbundesanwalt, dass sie sich bereiterklärt hatte, ein “Frauenhaus” des IS zur Not auch mit einer Sprengstoffweste zu verteidigen. Laut Anklage nahm sie zudem als Zuschauerin an öffentlichen Hinrichtungen teil. Sabine S. soll auch Schießtraining und mehrere Waffen bekommen haben.

Hauptsache das westliche Geld nehmen sie obwohl sie den Westen so verachten. Naja für manche Menschen sollte man doch wieder das Mittelalter einführen

Im Alter von 22 Jahren war sie zum Islam konvertiert. Die Frau, die eigentlich aus dem Raum Baden-Baden stammt, hatte 2013 mit dem Vater ihrer beiden ersten Kinder in Berlin gelebt. Von diesem trennte sie sich, um dann nach Syrien in das Kriegsgebiet zu reisen. Zuvor hatte sie sich nach eigenen Angaben radikalisiert. “Ich wollte unter dem islamischen Gesetz leben, aber nicht kämpfen”, sagte Sabine S. zum Prozessauftakt in einer Erklärung.

was natürlich unter ihrer Würde war,hatte wohl erwarte in einer Sänfte spazieren getragen zu werden. Ich muss doch mal fragen,was will diese IS Anhängerin wieder in Deutschland ? Warum können solche Personen,einfach so,sich auf die deutsche Staatsbürgerschaft berufen Die Antwort kann ich mir selber geben,gemütlich in einer sozialen Hängematte liegen.

Prozess wegen Mitgliedschaft in Terrororganisation IS-Rückkehrerin Sabine S. droht mehrjährige Haftstrafe teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Fast vier Jahre lang soll Sabine S. im Herrschaftsgebiet des “Islamischen Staats” gelebt haben. Jetzt steht die Deutsche und vierfache Mutter vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Viele Fragen müssen geklärt werden.

Verstehe leider nicht, dass wir derartige Menschen, wenn auch hier geboren, wieder aufnehmen. Sie hat sich für ihren Weg zum IS selbst entschieden, dann bitte dorthin wieder zurück mit ihr. Derart Menschen verdienen es nicht, sich in Deutschland wieder aufzuhalten.

Bislang sind insgesamt elf Verhandlungstage vor dem Oberlandesgericht Stuttgart angesetzt. Parallel wird vor einem Familiengericht um das Schicksal ihrer beiden in Syrien geborenen Kinder gestritten. Sollte Sabine S. verurteilt werden, droht ihr eine mehrjährige Haftstrafe.

Ist klar weil wir ja auch keine wollen die Verbrecher sind und wo anders herkommen. Nur müssen wir bei beiden Konsequent sein!

Verhandlung in Stuttgart Prozess gegen IS-Rückkehrerin Sabine S. beginnt Eine mutmaßliche 32-jährige Islamistin muss sich ab heute vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht verantworten. Sie soll mehrere Jahre beim “Islamischen Staat” in Syrien gelebt haben.  mehr…

Der Versuch, sie nach der Festnahme in Untersuchungshaft zu bringen, war am Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) gescheitert. Der bloße Aufenthalt beim IS und die Teilnahme am Alltagsleben seien zu wenig, hieß es." Unglaublich, man kann sich also an ISIS, Taliban und Alkaida anschliessen und behaupten man habe dort nur den @ Haushalt geführt. Und man kommt nicht ins Gefähngniss? In Amerika würde die 20 Jahren bekommen und in Deutschland nicht einmal 24h wtf??

2017 starb der Vater ihrer zwei weiteren Kinder in einem Gefecht, Sabine S. geriet in kurdische Gefangenschaft. Wenige Monate nach ihrer Rückkehr nach Deutschland im April 2018 wurde sie verhaftet.

Ich wollte unter dem islamischen Gesetz leben, aber nicht kämpfen, – …nur gerecht, wenn man sie zumindest JETZT nach islamischen Gesetzen verurteilen und die Strafe absitzen lassen wuerde. Ab in den Irak oder nach Syrien mit ihr, bis sie ihre dort zu erwartenden Strafen bekommen und abgesessen hat

Der Anwalt der Frau sagte, die 32-Jährige habe sich inzwischen vom Gedankengut des “Islamischen Staates” verabschiedet. Sie wolle in Deutschland ein normales und ruhiges Leben führen.

"Der Versuch, sie nach der Festnahme in Untersuchungshaft zu bringen, war am Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) gescheitert. Der bloße Aufenthalt beim IS und die Teilnahme am Alltagsleben seien zu wenig, hieß es."

Eine 32-jährige Deutsche radikalisiert sich und lebt mit der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak. Dort heiratet sie einen IS-Kämpfer und ist bei öffentlichen Hinrichtungen dabei. Jetzt beginnt der Prozess gegen sie in Stuttgart.

Wegen der mutmaßlichen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss sich eine 32-jährige Deutsche vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Sabine S. habe von Dezember 2013 bis August 2017 in Syrien und im Irak gelebt, sagte Bundesanwalt Stefan Biel zum Prozessauftakt.

Politik 15.04.19 Rückkehr von IS-Kindern Verfassungsschutz-Chef will Minderjährige überwachen "Ich wollte unter dem islamischen Gesetz leben, aber nicht kämpfen", sagte die Angeklagte zum Prozessauftakt. Sie war Mitte 2018 nach der Rückkehr aus dem Kriegsgebiet in Baden-Baden festgenommen worden. Die vierfache Mutter war im Alter von 22 Jahren zum Islam konvertiert. Sie lebte 2013 mit dem Vater ihrer beiden ersten Kinder in Berlin. Von diesem trennte sie sich, um dann nach Syrien in das Kriegsgebiet zu reisen. Zuvor radikalisierte sie sich nach eigenen Angaben.

Unmittelbar nach ihrer Ankunft in Syrien habe sie einen ihr bis dahin unbekannten höherrangigen IS-Kämpfer geheiratet, berichtete der Bundesanwalt. Von dem aus Aserbaidschan stammenden Kämpfer, der im Dezember 2016 gestorben sei, bekam sie weitere zwei Kinder. Der Anklage zufolge pries Sabine S. in Internetblogs das Leben beim IS an. Laut Anklage nahm sie auch als Zuschauerin an öffentlichen Hinrichtungen teil. Sie soll zudem Schießtraining bekommen haben. Bei der Terrormiliz kümmerte sich die Angeklagte um den Haushalt und versorgte ihre Kinder, wie der Bundesanwalt berichtete. Von der Terrororganisation habe sie im Monat 100 US-Dollar und jeweils 35 US-Dollar für die Kinder erhalten.

Der Versuch, sie nach der Festnahme in Untersuchungshaft zu bringen, war am Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) gescheitert. Der bloße Aufenthalt beim IS und die Teilnahme am Alltagsleben seien zu wenig, hieß es. Dagegen reichte die Bundesanwaltschaft erfolgreich Beschwerde ein.