Stuttgart denkt über Winter-Verstärkungen nach
Trotz Rekord-Ausgaben und schwächstem Start: Reschke spürt tiefes Vertrauen
Der VfB Stuttgart ist mal wieder in einer schweren sportlichen Krise. Nicht wenige sehen Sportvorstand Michael Reschke in der Verantwortung – schließlich hat er den Kader geplant. Reschke selbst zeigt sich unbeeindruckt von Spekulationen um Jürgen Klinsmann und zieht einen Rücktritt nicht in Erwägung.

Immer wieder taucht der Name von Jürgen Klinsmann rund um das das Vereinsgelände des VfB auf. Entweder wird er von Medien ins Spiel gebracht (wobei das Thema nach kicker-Informationen derzeit nicht konkret ist) oder es melden sich andere prominente Ex-Spieler wie Hansi Müller zu Wort, die dem ehemaligen Torjäger der Schwaben den Roten Teppich ausbreiten. Zudem wurde zuletzt die Kritik an Reschke immer lauter – auch innerhalb des Vereins. So kritisierte etwa Aufsichtsrat Guido Buchwald die Vertragsverlängerungen mit Trainer Tayfun Korkut im Sommer und die Länge der Vertragsverlängerung mit Holger Badstuber.

Reschke steht angesichts der sportlichen Misere beim VfB, der unter seinem neuen Trainer Markus Weinzierl alle drei Spiele ohne eigenes Tor verlor, in der Kritik. Der frühere Bundestrainer Klinsmann kann sich angeblich vorstellen, in einer Managerrolle zum VfB zurückzukehren. An Rücktritt habe er bislang “keine Sekunde” gedacht, sagte Reschke: “Ich spüre im gesamten Klub und seinem Umfeld tiefes Vertrauen. Von einer Ausnahme im Aufsichtsrat (Guido Buchwald, d.Red.) abgesehen, die ja bekannt ist. Aber diese Kritik muss man hinnehmen.”

Reschke hat nun mit Ironie auf die anhaltenden Gerüchte um eine mögliche Rückkehr von Klinsmann reagiert. “Seine Tore könnten wir brauchen”, sagte Reschke der “Bild” (Donnerstagausgabe) und lachte.

Krise in Stuttgart: Ist Michael Reschke das VfB-Problem?

“Dass in unserer aktuellen Lage andere Namen gehandelt werden, ist normal. Das Thema Klinsmann beschäftigt mich nicht”, ergänzte Reschke.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke hat mit Ironie auf die anhaltenden Gerüchte um eine mögliche Rückkehr von Klubikone Jürgen Klinsmann reagiert. “Seine Tore könnten wir brauchen”, sagte Reschke am Donnerstag der Bild-Zeitung und lachte. “Dass in unserer Lage in alle Richtungen spekuliert wird, ist normal”, ergänzte Reschke und stellte klar: “Das Thema Klinsmann beschäftigt mich nicht.”

Klinsmann ist seit seinem Rauswurf als US-amerikanischer Nationaltrainer im November 2016 ohne Posten im Fußball. Und: Eine Rückkehr des 54-Jährigen aus den USA nach Europa ist kein Tabu mehr. Sohn Jonathan (21) ist seit 2017 Torhüter bei Hertha BSC.

Reschke macht sich allerdings keine Sorgen um seinen Job und genießt wohl weiter Rückendeckung im Verein. An Rücktritt habe er bislang “keine Sekunde” gedacht, sagte Reschke: “Ich spüre im gesamten Klub und seinem Umfeld tiefes Vertrauen. Von einer Ausnahme im Aufsichtsrat (Guido Buchwald, d.Red.) abgesehen, die ja bekannt ist. Aber diese Kritik muss man hinnehmen.”

Trotz Rekord-Investition von 35 Mio. Euro ist der VfB Liga-Letzter. Neu-Trainer Markus Weinzierl (43) ist nach drei Spielen punkt- und torlos. Jetzt nimmt auch die Kritik an Sport-Vorstand Michael Reschke (61) zu.

Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) steht für die Schwaben ein extrem wichtiges Spiel beim 1. FC Nürnberg auf dem Programm. Und nur mit drei Punkten dürfte etwas Ruhe einkehren, ansonsten wird wohl weiter spekuliert. Immerhin der Anhang steht noch fest zu seinem Klub. Der FCN rechnet mit 10.000 Fans aus Stuttgart.

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VfB-Sportvorstand Michael Reschke (Foto) verstärkte den Kader im Sommer für 35 Millionen Euro. Nie zuvor gaben die Schwaben mehr aus, nie zuvor starteten sie schlechter in eine Saison. Nach dem 10. Spieltag sind die Stuttgarter mit fünf Punkten im Tabellenkeller.

6 Millionen-Deals VfB-Sommertransfers Zur Übersicht Die Neuzugänge schlugen noch gar nicht ein – Reschke sagt im „Bild“-Interview: „Mit Daniel Didavi, Borna Sosa und Marc Oliver Kempf hatten drei davon verletzungsbedingt noch gar nicht richtig die Möglichkeit, sich zu beweisen. Bei Pablo Maffeo und Nicólas González war klar, dass sie Zeit brauchen würden. Und Gonzalo Castro ist nicht optimal in die Saison gestartet, er wird sein Ding aber noch machen.“

Seit Reschkes Amtsantritt im August 2017 investierte der VfB knapp 66 Mio. Euro in neue Spieler und nahm 23,8 Mio. Euro ein – im Winter-Transferfenster könnten die nächsten Ausgaben folgen. „Diese Überlegungen gibt es. Wir sondieren ja ständig den Markt und werden uns nach dem letzten Vorrundenspiel zusammensetzen, um zu entscheiden, ob wir etwas tun oder nicht“, so Reschke.

Schlechteste Saisonstarts 11 Teams holten weniger Punkte als VfB Zur Statistik Gerüchte gab es zuletzt um einen Zugang auf der Managerposition. Demnach könne sich Ex-Stuttgarter Jürgen Klinsmann eine Rückkehr vorstellen (zur News). Für Reschke ist das kein Thema, aber „seine Tore könnten wir brauchen (lacht).“ Der VfB wartet seit drei Spielen auf einen Treffer – Neu-Trainer Markus Weinzierl startete mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:11.

Reschke spürt trotz der nicht zündenden Zugänge und dem Fehlstart seines neuen Trainers „im gesamten Klub und seinem Umfeld tiefes Vertrauen. Von einer Ausnahme im Aufsichtsrat (Guido Buchwald; Anm. d. Red.) abgesehen, die ja bekannt ist. Aber diese Kritik muss man hinnehmen.“ Am Samstag (15:30 Uhr) reisen die Schwaben zum Auswärtsspiel beim 1.FC Nürnberg.