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NFL: New England Patriots schlagen Miami Dolphins, Packers besiegen Bills
Wie würden die New England Patriots auf zwei Pleiten in Serie reagieren? Das war die große Frage vor der Week four in der NFL. Die bis dahin dreimal siegreichen Miami Dolphins werden sich an die Antwort lange erinnern – Brady & Co. zerlegten das Team aus Florida in seine Einzelteile: 38:7. Auch die Green Bay Packers meldeten sich gegen Buffalo zurück, richtig spannend wurde es zwischen Tennessee und Meister Philadelphia – und ein gewisser Mitchell Trubisky war überhaupt nicht zu stoppen.

Gegen Jacksonville verloren (20:31), gegen Detroit verloren (10:26), erstmals seit 2002 zwei Spiele in Folge mit zweistelligem Abstand verloren: New England stand ausgerechnet gegen die dreimal siegreichen Miami Dolphins, die auch noch direkter AFC-East-Konkurrent sind, mächtig unter Druck. Doch die Patriots sind immer noch die Patriots – wenn es wirklich eng wird, funktioniert die Franchise wie geschmiert.

Die Gastgeber verloren im zweiten Viertel ihren Running Back Leonard Fournette, der mit einer Oberschenkelblessur aufgeben musste. Doch auch ohne den Offense-Star bestimmten die "Jags" die Partie dank Dede Westbrook (130 Receiving Yards und elf Rushing Yards), Donte Moncrief (109 Receiving Yards samt Touchdown) und Fournette-Backup T.J. Yeldon (52 Rushing Yards samt Touchdown und 48 Receving Yards inklusive Touchdown).

Los gings mit einem Field Goal von Gostkowski, als nächstes trug Patterson das Ei nach einem 55-Yard-Pass von Brady in die Endzone. Auch der erste Rushing-Touchdown der Saison gelang: White nahm 22 Yards erfolgreich in Angriff, unmittelbar zuvor hatte Miami den Ballbesitz ziemlich dilettantisch bei einem misslungenen Snap verloren.

Sekunden vor der Pause der nächste Patriots-Streich: Brady passte in die Endzone, Dorsetts spektakulärer Catch mit eingebauter Vorwärts-Flugrolle war ein wahrer Augenschmaus – 24:0. Miami hatte übrigens in der ersten Hälfte ganze sieben (!) Yards Laufspiel zusammengebracht. Die Patriots hingegen 118.

Den ersten Saisonsieg verdanken die Texaner neben einem deutlich verbesserten Deshaun Watson (375 Passing Yards mit zwei Touchdowns und eine Interception sowie 41 Rushing Yards inklusive einem Touchdown) vor allem der Defense. Den ersten Touchdown erzielte Jadeveon Clowney per Fumble Recovery in der Endzone, J.J. Watt brillierte mit zwei Sacks und zwei Forced Fumbles. Auch Clowney sammelte zwei Sacks.

Würden die Dolphins nochmal zurückkommen? Die Antwort: eher im Gegenteil. Beim Team aus Florida klappte schlicht überhaupt nichts, weder in der Offense noch in der Defense. So brachte selbst ein eigentlich ziemlich misslungener Trickspielzug mit Brady als Receiver neun Yards Raumgewinn; als der Star-Quarterback endlich mal unter Druck gesetzt wurde, warf er das Ei kurzerhand per Bogenlampe zum nächsten Touchdown von White in die Endzone.

Doch Eagles-Kicker Jake Elliott rettete die Gäste mit einem Field Goal aus 30 Yards in die Overtime. Dort traf er dann auch aus 37 Yards. Der folgende Drive der Titans war nichts für schwache Nerven: Drei Mal erkämpfte sich das Team aus Nashville mit dem vierten Versuch ein neues First Down, ehe Corey Davis (neun Receptions für 161 Yards) seine starke Leistung per Touchdown krönte.

Das Debakel für Miami nahm weiterhin seinen Lauf: Michel spazierte 13 Minuten vor Spielende zum nächsten Touchdown, während die hilflosen Dolphins bei 0:38 noch immer nicht auf dem Scoreboard standen. Immerhin: Die bemitleidenswerten Dolphins, inzwischen mit Ersatz-Quarterback Osweiler für Tannehill auf dem Feld, gingen dank Gores Touchdown nicht komplett leer aus.

Der Unterschied der beiden Teams wurde auch in den Statistiken der Quarterbacks sichtbar. Brady leistete sich zwei Interceptions, brachte aber auch 23 seiner 35 Pässe an den Mann, warf für 274 Yards und drei Touchdowns. Sein Pendant Tannehill hatte da weniger zu bieten (11-20, 100 YDS, 1 INT).

Bei den Dolphins ging im Running Game lange Zeit rein gar nichts – am Ende kamen 56 Yards zusammen. Auch Ryan Tannehill konnte nicht annähernd an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen, erreichte erst im Schlussviertel die 100-Passings-Yards-Marke. Im Schlussabschnitt durfte dann Brock Osweiler ran und sorgte bei 35 Passing Yards für den einzigen Touchdown zum Endstand.

Auch die Green Bay Packers standen nach dem glücklichen Remis gegen die Minnesota Vikings und der Pleite gegen Washington unter Zugzwang. Gegen Buffalo ließen Rodgers & Co. nichts anbrennen und gewannen deutlich mit 22:0. Graham nach einem 3-Yard-Pass von Rodgers (das erste gelungene Zusammenspiel der beiden in dieser Saison) und Jones per Laufspiel waren für die Touchdowns zuständig, den Rest besorgte Crosby mit drei Field Goals (2x 52 und einmal 36 Yards). Rookie-Quarterback Allen gelang hingegen gar nichts, er leistete sich unter anderem drei Turnovers (zwei Interceptions, ein Fumble). Für die Packers war es der erste Shutdown seit einem 9:0-Sieg gegen die Jets im Jahr 2010.

Bei Detroit überzeugte eine Woche nach dem Überraschungserfolg über die New England Patriots Golden Tate, der acht Bälle für 132 Yards inklusive zwei Touchdowns fing. Matthew Stafford warf Pässe für 307 Yards inklusive der beiden erfolgreichen Würfe auf Tate. Damit stach er seinen Gegenüber Dak Prescott (255 Passing Yards und zwei Touchdown-Pässe) aus.

Spannend bis zum Schluss wars dafür in Tennessee. Gegen den Meister Philadelphia ging es in die Overtime, in der die Eagles per Field Goal in Front gingen. Der letzte Drive der Titans wollte aber einfach nicht enden. Mal passte Quarterback Mariota beim Fourth Down akkurat zum Mann, mal sorgte eine Pass Interference (ebenfalls im vierten Versuch) dafür, dass es weiter nach vorne ging. Nach einem weiteren gelungenen vierten Versuch waren die Titans der Endzone nah. Und tatsächlich: Davis fing Mariotas starken 10-Yard-Pass in der Endzone zum 26:23!

Die völlig indisponierten "Bucs" tauschten zu Beginn des dritten Viertels ihren Quarterback. Der diesmal nur allzu menschliche Ryan Fitzpatrick musste nach neun Pässen bei 18 Versuchen für 126 Yards und einer Interception für Jameis Winstion weichen. Dem First-Overall-Pick des Draft 2015 unterliefen sogar Interceptions bei einem Touchdown-Pass.

Dass zwischen den Chicago Bears und den Tampa Bay Buccaneers keine Spannung aufkam, lag ziemlich offensichtlich an Mitchell Trubisky. Der Bears-Quarterback warf für satte sechs Touchdowns und dürfte mit diesem persönlichen Rekord einigen Fantasy-Managern leuchtende Augen beschert haben. Das 48:10 war gleichbedeutend mit dem dritten Sieg in Folge für das Franchise aus Illinois. Buccaneers Edel-Oldie Fitzpatrick, gerne auch “Fitzmagic” genannt, blieb zur Pause auf der Bank. Da lag sein Team bereits mit 3:38 zurück.

Kicker Brett Maher war der Held beim zweiten Saisonsieg von "America's Team", denn er verwandelte alle vier Field-Goal-Versuche – darunter auch den im allerletzten Drive. Überragend aufgelegt waren außerdem Demarcus Lawrence mit drei Sacks und Ezekiel Elliott mit 152 Rushing Yards und 88 Receiving Yards inklusive eines Touchdowns.

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Die Bears brannten schon in der ersten Hälfte ein echtes Feuerwerk ab. Mitch Trubisky warf bis zum Gang in die Pause fünf Touchdown-Pässe. Später machte er noch das halbe Dutzend voll, kam auf 354 Passing Yards. Taylor Gabriel brachte das Team zwei Mal aufs Scoreboard. Dessen 104 Receiving Yards überbot Tarik Cohen mit 121 sogar noch.

Update Die New England Patriots stoppen die Siegesserie der Dolphins und fügen Miami eine empfindliche Niederlage zu. Auch die Packers dürfen sich über einen Sieg freuen.

Die New England Patriots feierten nach zuletzt mehreren Niederlagen in Folge wieder einen Erfolg. Der Super-Bowl-Finalist besiegte die Miami Dolphins klar mit 38:7 (24:0). Patriots-Quarterback Tom Brady kam auf drei Touchdowns beim Heimerfolg seines Teams. Der 41-Jährige verbuchte jedoch auch zwei Interceptions. Für die Dolphins war es die erste Niederlage in der aktuellen Spielzeit. Mit sechs Touchdown-Pässen lieferte Chicagos Mitch Trubisky eine Galavorstellung ab. Der 24-jährige Quarterback führte die Bears zu einem deutlichen 48:10 (38:3)-Heimerfolg gegen die Tampa Bay Buccaneers. Insgesamt fünf verschiedene Spieler konnten einen Pass in der Endzone fangen. Die Oakland Raiders feierten den ersten Sieg der aktuellen Spielzeit. Die Kalifornier konnten sich mit 45:42 (14:17) nach Verlängerung gegen die Cleveland Browns durchsetzen. Raiders-Quarterback Derek Carr warf für 437 Yards und vier Touchdowns. Running Back Marshawn Lynch steuerte 130 Yards zum Erfolg der Raider bei.

Nachdem das Team um Quarterback Ryan Tannehill die ersten drei Saisonspiele gewonnen hatte, setzte es gegen die New England Patriots eine deftige Niederlage. Mit 7:38 ging die Franchise rund um Quarterback Ryan Tannehill baden. 

Vor allem die starke Leistung der Patriots überraschte. Nachdem der letztjährige Super-Bowl-Teilnehmer nach zuletzt zwei Niederlagen massiv in der Kritik stand, zeigten Tom Brady und sein Team gegen die Dolphins wieder ein anderes Gesicht. (Hier zum NFL Spielplan 2018/19)

Die Philadelphia Eagles haben im vierten Saisonspiel ihre zweite Niederlage kassiert. Der Titelverteidiger musste sich auswärts bei den Tennessee Titans mit 23:26 (10:3) nach Verlängerung geschlagen geben.

Alleine im zweiten Viertel gelangen den Pats drei Touchdowns. Doch es war nicht der in der Regel enorm erfolgreiche Rob Gronkowski, der die entscheidenden Punkte beisteuerte. James White brachte gleich zwölf Punkte auf das Scoreboard. Auch Phillip Dorsett, Cordarrelle Patterson und Sony Michel durften sich über einen Touchdown freuen.

Besonders die sechs Punkte von Phillip Dorsett erfreuten die Fans. Der 25-jährige Wide Receiver schlug beim Fangen des Balls einen Salto, behielt den Ball aber dennoch sicher in den Händen.

Nicht nur die Offense der Patriots überzeugte. Auch die Defense stand im Vergleich zu den vorherigen Partien sicher.

Bei den Dolphins war die Ernüchterung dagegen groß. Mitte des letzten Abschnitts wurde sogar Ersatz-Quarterback Brock Osweiler eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:38. Osweiler gelang im Anschluss ein Touchdown-Pass auf Frank Gore.

Auch die Green Bay Packers durften sich am vierten NFL-Spieltag wieder über einen Sieg freuen. Gegen die Buffalo Bills hatte das Team um Quarterback Aaron Rodgers keinerlei Probleme und siegte mit 22:0. Nach je einem Touchdown von Jimmy Graham und Aaron Jones waren es drei Field Goals von Mason Crosby, die den Endstand herstellten.

Nach der Niederlage gegen die Washington Redskins und dem Unentschieden gegen die Minnesota Vikings durften sich die Fans aus Wisconsin wieder über einen Sieg freuen.

Quarterback Rodgers war trotz des deutlichen Sieges nicht zufrieden. Der Superstar bezeichnete die Leistung seiner Offensive nach dem Spiel als “nicht akzeptabel”.

Der Deutsche Equanimeous St. Brown stand nach dem ersten Spieltag zum zweiten Mal im Kader der Packers, konnte jedoch keinen Catch für sich verbuchen. Allerdings kam “EQ” in den Special Teams zum Einsatz und setzte unter anderem einen starken Block.

Die Bills, die in der Vorwoche noch mit einem Sieg gegen die Vikings überrascht haben, zeigten erneut eine ähnlich schwache Leistung wie in den ersten beiden Wochen. 

Ein historisches Ereignis gab es im Spiel der Houston Texans gegen die Indianapolis Colts. Colts-Kicker Adam Vinatieri erzielte zwei Sekunden vor Ende des zweiten Viertels ein Field Goal und brach den bisherigen Rekord von Morten Andersen. Dieser hatte in seiner Karriere 565 Field Goals erzielt. Vinatieri steht mittlerweile bei 567.