HSV verliert Kontakt zu Köln - Fürth und Magdeburg siegen
Remis im Hamburger Derby – Köln setzt sich ab
Paulis Christopher Avevor (l) grätscht HSV-Profi Lewis Holtby den Ball ab. Foto: Axel Heimken. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) – Der Hamburger SV strauchelt und verliert den Kontakt zum 1. FC Köln. Bei der Zweitligapremiere des Stadt-Derbys gegen den FC St. Pauli kam der HSV eine Woche nach dem peinlichen 0:5 gegen Jahn Regensburg nicht über ein 0:0 hinaus.

Nach dem torlosen Remis und dem dritten Spiel in Serie ohne Sieg und Treffer hat die Mannschaft von Fußball-Lehrer Christian Titz bereits fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Köln.

“Das ist enttäuschend”, kommentierte HSV-Keeper Julian Pollersbeck im TV-Sender Sky den pomadigen Auftritt vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion. HSV-Mitabsteiger Köln hatte am Freitag bei Arminia Bielefeld mit 3:1 (1:0) gewonnen. Angst habe er wegen des Abstands auf die Rheinländer nicht, bekannte Titz, monierte aber den schwachen HSV-Angriff: “Nach vorn haben wir wenig kreiert. Jetzt müssen wir die Leichtigkeit der Offensive zurückholen.”

In den beiden anderen Begegnungen des Sonntags unterlag der zu Hause weiter tor- und sieglose SV Sandhausen Aufsteiger 1. FC Magdeburg durch den Treffer von Christian Beck in der 73. Minute 0:1 (0:0), Dynamo Dresden verlor gegen die SpVgg Greuther Fürth ebenfalls mit 0:1 (0:0). Fürth ist nach dem späten 1:0 durch Daniel Keita-Ruel (85.) Zweiter. “Die Mannschaft hat eine Willensleistung gezeigt. Kompliment an die Jungs”, sagte Fürths Trainer Damir Buric. Für Neuling Magdeburg war es der erste Erfolg in der 2. Liga. Der 1. FC Union Berlin kann mit einem Sieg am Montag (20.30 Uhr) beim FC Ingolstadt Zweiter werden.

Köln bleibt mit 19 Zählern an der Spitze. Im vierten Auswärtsspiel gelang der Mannschaft von Trainer Markus Anfang beim 3:1 in Bielefeld der vierte Sieg – vor allem dank Simon Terodde: Der 30-Jährige erzielte seine Zweitligatreffer 100 und 101. “Das macht mich schon sehr stolz”, sagte Terodde bei Sky: “Die Hunderter-Marke hatte ich immer im Kopf. Die bleibt jetzt für immer stehen. Aber ich will die Marke natürlich noch ausbauen.” Terodde hat bislang zwölf der 21 FC-Saisontreffer erzielt.

Der MSV Duisburg bleibt nach dem achten Spieltag siegloser und abgeschlagener Letzter. Mit der 1:3 (1:2)-Niederlage am Samstag gegen Regensburg wird die Situation für MSV-Chefcoach Ilja Gruew immer bedrohlicher. Der 48-Jährige, seit November 2015 im Amt, holte mit seinem Team in dieser Saison erst zwei Punkte.

Noch am Wochenende setzten sich die Vereinsgremien in der Trainerfrage zusammen. “Wir wollen nicht mit dem Bauch, sondern mit dem Kopf entscheiden. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt”, sagte MSV-Präsident Ingo Wald. Am neunten Spieltag müssen die Duisburger in Köln antreten.

Regensburg feierte mit dem dritten Erfolg in sieben Tagen eine perfekte Englische Woche und ist Fünfter. Der VfL Bochum dagegen fällt zurück. Bei Holstein Kiel (2:2), gegen Dynamo Dresden (0:1) und zuletzt beim 1. FC Heidenheim (2:3) holte die Elf von Chefcoach Robin Dutt lediglich einen Zähler. Erzgebirge Aue kassierte mit dem 0:1 (0:1) bei Aufsteiger SC Paderborn die zweite Niederlage in Serie. Der SV Darmstadt 98 ist nach dem 2:4 (2:3) in Kiel schon seit vier Begegnungen sieglos.

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Das Hamburger Derby blieb am Sonntag ohne Tore. Vorne setzte sich Köln nach dem Erfolg in Bielefeld etwas ab. Fürth überholt den HSV durch den Sieg in Dresden. Union muss erst am Montag in Ingolstadt ran. Im Keller bleibt Duisburg auch nach acht Spieltagen weiter sieglos, während Magdeburg seinen ersten Sieg feierte.

Fürth freute sich über einen späten Sieg in Dresden. Dynamo und die Spielvereinigung lieferten sich bis zur Pause zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Allerdings hätten die Sachsen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung gehen müssen. Dumic kam aus kurzer Distanz freistehend zum Abschluss, traf dabei aber nur die Latte. Gleich nach dem Seitenwechsel war es Koné, der an Keeper Burchert scheiterte. Auf der anderen Seite zielte Gugganig aus der Distanz nur knapp daneben. So blieb es bis kurz vor dem Ende beim torlosen Remis. Doch Fürth kann sich derzeit auf Keita-Ruel verlassen. Mit seinem sechsten Saisontor sicherte er dem Kleeblatt den knappen Sieg. Damit liegen die Franken wieder vor dem HSV in der Tabelle.

Der 1. FC Magdeburg verschafft sich etwas Luft und bejubelte in Sandhausen den ersten Sieg nach dem Aufstieg. Die erste Chance der Partie hatten die Gastgeber, allerdings scheiterte Schleusener mit seinem Schuss aus kurzer Distanz an Keeper Brunst. Es blieb für lange Zeit die beste Möglichkeit. Die Partie nahm anschließend einen zähen Verlauf. Magdeburg machte hinten dicht und war damit auch erstmal zufrieden. In der zweiten Hälfte lief es noch besser für die Gäste. Allerdings passte das Tor für den FCM ins Bild: Ein verunglückter Volleyschuss wurde von Beck zum 1:0 in die Maschen geköpft. Für Magdeburg war es nach fünf Unentschieden und zwei Niederlagen der erste Sieg.

Einen packenden Schlagabtausch lieferten sich parallel Heidenheim und Bochum. Der Gastgeber krönte eine sehr gute Anfangsphase mit dem Führungstreffer (11. Dovedan), geriet gegen effektive Bochumer aber noch vor der Pause in Rückstand – Hinterseer (21.) und Hoogland (31.) drehten die Partie. Doch in der 33. Minute sah Losilla Gelb-Rot – die Schlüsselszene. In den zweiten 45 Minuten rannte der FCH in Überzahl an – und belohnte sich in der Endphase. Glatzel (77.) und Schnatterer (84.) tüteten den 3:2-Heimsieg ein.

Nur ein Tor sahen die Zuschauer beim 1:0-Sieg des SC Paderborn gegen Erzgebirge Aue. Tekpetey setzte die klaren Feldvorteile der Ostwestfalen in der 34. Minute in die Pausenführung um. Die Sachsen steigerten sich nach dem Wechsel zwar und brachten den Aufsteiger kräftig in die Bredouille, im Duell zweier Keeper in Bestform verhinderte Zingerle aber den Ausgleich. Für Paderborn war es der erste Sieg nach zuletzt zwei sieglosen Partien. Terodde sind 100 nicht genug

Die seit vier Spielen ungeschlagenen Bielefelder begrüßten am Freitag Köln auf der Alm. Der FC setzte in Person von Drexler eine frühe Duftmarke, Ortega war jedoch auf dem Posten (4.). Auch der auffällige Guirassy (22.) scheiterte am Schlussmann gegen keineswegs enttäuschende, sondern vielmehr kampfstarke Bielefelder. Dennoch kassierten die Ostwestfalen kurz vor dem Pausenpfiff das Tor. Drexlers punktgenaue Flanke köpfte Terodde ein – sein 100. Zweitligatreffer im 194. Spiel! Da Drexler in der 56. Minute allein vor dem Tor nicht selbst abschloss, sondern zu ungenau auf Guirassy querlegte, blieb der DSC im Spiel. Machte nichts: In der 70. Minute legte wieder Drexler für Terodde auf, fertig war das 2:0 – wobei der Vorbereiter allerdings wohl knapp im Abseits stand. Mit einem Distanzhammer brachte Staude zwar nochmal Stimmung auf die Alm (85.), doch in der Nachspielzeit machte Cordoba (natürlich nach Drexler-Vorarbeit) alles klar: 3:1.

Bei Kiel durfte Benjamin Girth erstmals von Beginn an ran. Das bemerkte Darmstadt spätestens in der 12. Minute, als der Angreifer die Führung für die Störche markierte. Die Hausherren ließen unmittelbar nach der erster guten Gelegenheit für SVD-Angreifer Wurtz (22.) das 2:0 folgen: Mühling lupfte das Leder aus spitzem Winkel über Keeper Heuer Fernandes hinweg ins lange Eck (23.). Und es blieb spektakulär an der Ostsee: Erst verkürzte Kempe per Handelfmeter für die Lilien (29.), nur drei Minuten später übersprang Serra Darmstadts Abwehrchef Sulu – 3:1. Einer ging aber noch vor der Pause: Wieder war Kempe, diesmal per Kopf, zur Stelle und verkürze abermals (39.), beinahe hätte Dursun kurz darauf einen haarsträubenden Abwehrfehler zum 3:3 genutzt. Obwohl Kiels Dehm in der 51. Minute die Ampelkarte sah, schlug die KSV erneut zu, diesmal durch Kinsombi (70.). Das war zu viel des Guten für die Lilien, die letztlich die dritte Pleite in Folge quittieren mussten.

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