Kommunal- und Europawahl live: MV hat gewählt - NDR.de
Kommunal- und Europawahl: MV hat gewählt: Die Auszählung hat begonnen | svz.de
In Mecklenburg-Vorpommern sind die Wahllokale geschlossen. Rund 1,3 Millionen Menschen im Land waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Bürger konnten neben der Europawahl in den sechs Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns Kreistage, Gemeinde- und Stadtvertretungen sowie Bürgermeister wählen. Es werden rund 8.000 Sitze neu vergeben.

Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 26. Mai: Gewählt wurden Kreistage, Gemeinde- und Stadtvertretungen sowie Bürgermeister. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Wahlen. mehr

Die Regierungspartner SPD und CDU in Mecklenburg-Vorpommern haben bei den Europawahlen am Sonntag – wie auch die Bundesparteien – kräftig Federn gelassen. Zwar wurde die Nordost-CDU erneut stärkste Kraft. Doch verlor sie im Vergleich zur Wahl 2014 etwa ein Drittel ihrer Wähler. Die europakritische AfD legte hingegen massiv zu, rückte nah heran an die Union und kam vor SPD und Linke auf Platz zwei. Am Sonntag wurden in Mecklenburg-Vorpommern auch Kreistage, Städte- und Gemeinderäte sowie Bürgermeister gewählt. Die Ergebnisse dazu wurden allerdings erst in der Nacht erwartet.

Nach 68 von 162 Wahlgebieten in Rostock liegt der parteilose Oberbürgermeisterkandidat Claus Ruhe Madsen mit 34,4 Prozentpunkten deutlich vor Steffen Bockhahn (Die Linke), der bislang mit 19,4 der Stimmen auf sich vereinen kann. Insgesamt sind neun Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl in Rostock angetreten.

Die Bürger in MV haben auch über die Zusammensetzung der Stadtparlamente in den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock sowie der Kreistage in den sechs Landkreisen entschieden. Aktuelle Zahlen finden Sie hier. Die Zahlen aktualisieren sich fortlaufend.

Mecklenburg-Vorpommerns Bürger haben ihre Kommunal- und Kreisparlamente gewählt. Hier finden Sie die Ergebnisse aus den sechs Kreisen und zwei kreisfreien Städten. mehr

Auch bei der Europawahl hatte die CDU 2014 mit 34,6 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis im Nordosten erzielt. Sie stellt mit Werner Kuhn, der erneut kandidiert, auch den bekanntesten der drei aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden EU-Parlamentarier. Die SPD war auf 21,2 und die Linke auf 19,6 Prozent gekommen, die AfD auf 7, die Grünen auf 5,1 Prozent. Danach folgten NPD (3,0), FDP (1,9), Familienpartei (1,6), Tierschutzpartei und Piraten (jeweils 1,2).

Im Kreis Ludwigslust-Parchim laufen die ersten Zahlen zur Kommunalwahl in Mecklenburg-Vorpommern ein. Dort sind fast ein Drittel aller Wahlscheine ausgezählt. Insgesamt sind in MV mehr als 1,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Kommunalvertretungen zu wählen.

Nach Auszählung von 1813 aller 1949 Wahlbezirke kamen die Christdemokraten im Nordosten auf 24,3 Prozent der Stimmen und fielen damit erstmals bei einer Europawahl unter 30 Prozent. 2014 hatte die CDU noch 34,6 Prozent erreicht. Auch wenn die Union sehr klar Erster geworden ist: Ein Ergebnis zum Jubeln ist es nicht und es tröstet auch nicht, dass das Ergebnis für die SPD noch viel schlechter ist, sagte CDU-Landeschef Vincent Kokert.

In Rostock wurde heute auch über ein neues Stadtoberhaupt abgestimmt. 28 von 162 Gebieten sind ausgezählt, der von CDU und FDP unterstützte Kandidat Claus Ruhe Madsen liegt mit knapp 36 Prozent vorn. Dahinter Steffen Bockhahn (Linke, 19,6) und Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD, 13,2). Aber es kann sich noch viel ändern.  

Die Bundespartei legte auf etwa 21 Prozent zu und wurde erstmals bei einer bundesweit abgehaltenen Wahl zweitstärkste Kraft. Dieses Ergebnis führt dazu, dass die Grünen laut Schulz mit Niklas Nienaß erstmals auch einen Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern nach Straßburg schicken können. Der Rostocker Student hatte auf Listenplatz 18 kandidiert, die Grünen können mit mehr als 20 Mandaten rechnen.

In Rostock ist über das neue Stadtoberhaupt abgestimmt worden. Die Auszählung dürfte bis spät in die Nacht dauern. Hier die aktuellen Zahlen. mehr

Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt: Neben den Abgeordneten des Europaparlaments wurden am Sonntag auch die Mitglieder der Kreistage, der Stadt- und Gemeindevertretungen sowie viele Bürgermeister neu gewählt. 1,37 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen in einem der insgesamt 1.727 Wahllokalen ihre Stimme abzugeben. Nach und nach laufen die Ergebnisse bei der Wahlleitung ein:

Die Linksfraktionschefin im Landtag von MV, Simone Oldenburg, meinte: “Wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben Verluste eingefahren. Wir haben es noch nicht vollständig geschafft, unsere Vorstellungen von Europa den Menschen nahe zu bringen.” Europa und die Wahl seien zu weit weg von den Menschen. “Wir schaffen es nicht, diese große Entfernung in Nähe umzuwandeln. Wir müssen spezielle Themen setzen, damit wir uns wählbar machen.”

Die große Koalition in Berlin arbeite nicht schlecht, deren Außendarstellung aber sei teilweise blamabel. Ich erwarte morgen im Bundesvorstand eine schonungslose Aufarbeitung des Wahlabends, betonte Kokert. Ob der langjährige EU-Abgeordnete der CDU, Werner Kuhn aus Zingst, erneut den Sprung in das Parlament in Straßburg schaffte, blieb zunächst unklar.

In Mecklenburg-Vorpommern kommt die AfD nach den bisherigen Hochrechnungen zur EU-Wahl nicht auf ihr Landtagswahlergebnis 2016 von 20,8 Prozent, aber deutlich über dem letzen EU-Wahlergebnis von 2014 von 7 Prozent. Der AfD-Europa-Kandidat Hagen Brauer aus Schwerin wird den Sprung ins EU-Parlament wohl nicht schaffen. AfD-Landeschef Leif-Erik Holm sprach dennoch von einem “ordentlichen Ergebnis”, von den Verlusten der großen Parteien habe die AfD aber nicht profitieren können. “Wir müssen noch klarer machen, wo unsere Positionen liegen – und dass sie eben nicht abseits der normalen Demokratie liegen, wie uns immer wieder vorgeworfen wird.” 

Beide große Volksparteien, CDU und SPD, hätten viel Vertrauen verloren. Und das muss der großen Koalition in Berlin zu denken geben, sagte Schwesig. Die SPD müsse genau überlegen, welche Konsequenzen sie ziehe, sagte sie, warnte aber vor Schnellschüssen.Denn das haben wir oft genug getan und es hat nicht viel gebracht, sagte Schwesig.

“Das Ergebnis ist kein schönes”, sagte CDU-Landeschef Vincent Kokert NDR 1 Radio MV. Die große Koalition in Berlin werde offenbar als zerstritten wahrgenommen. “Wir dringen bei den Menschen einfach nicht mehr durch. Da gibt es die Erwartung nach Veränderung”, so Kokert weiter. Das führe auch dazu, dass die Grünen so massiv zulegen konnten. Es sei gut, dass MV “weit hinter dem liegt, was man sonst im Osten so wählt.” Nichtsdestotrotz habe die AfD deutlich zugelegt.  

Bei der Europawahl in Deutschland erleiden Union und SPD herbe Verluste im Vergleich zu vor fünf Jahren. Die Grünen lösen erstmals bundesweit die SPD als zweite Kraft ab.

Die AfD konnte ihr Ergebnis gegenüber 2014 fast verdreifachen. Sie kam auf 18,1 Prozent nach 7 Prozent bei der vorigen Wahl. Bundesweit konnte die Partei mit etwa 11 Prozent rechnen, hatte sich aber mehr ausgerechnet. AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm sprach von einem ordentlichen EU-Wahlergebnis und beklagte einen unfairen Wahlkampf.

Die Wahlbeteiligung liegt derzeit bei bislang 1.745 ausgezählten von insgesamt 1.943 Wahlkreisen bei insgesamt 52,2 Prozent. Damit ist die Wahlbeteiligung aus MV für Europa jetzt schon höher als vor fünf Jahren. Zum Vergleich: 2014 lag sie bei insgesamt 46,8 Prozent.

Zu den großen Gewinnern zählen die Grünen, die in Mecklenburg-Vorpommern ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2014 auf 10,7 Prozent verdoppeln konnten. Der Zuwachs ist für unser Land sehr gut und macht uns stolz. Denn als Grüne haben wir es hier etwas schwerer als anderswo, sagte Landesparteichefin Claudia Schulz.

Die Landes-Vorsitzende der Grünen Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Schulz, sagte gegenüber NDR 1 Radio MV, dieses Ergebnis sei “das Beste, was Grün je erreicht hat”. Sie bewertete das Bundesergebnis für die Europawahl als “Achtungszeichen”. Es sei, so Schulz “ein Wille da zum Klimaschutz, für soziale Gerechtigkeit und für den Zusammenhalt in Europa.”

Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern haben bei den Europawahlen am Sonntag bislang ein größeres Interesse als bei den Wahlen vor fünf Jahren gezeigt. Demnach gaben 53,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab (Stand 21:00 Uhr). Bei den Europawahlen im Jahr 2014 lag diese Quote bei 46,8 Prozent.

“Das Ergebnis ist sehr bitter”, sagte die SPD-Bundesvize und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, NDR 1 Radio MV zu den ersten Hochrechnungen zur EU-Wahl. “Ich gehe davon aus, dass das Klima-Thema das entscheidende war”, so Schwesig weiter. “Allen ist klar, dass es kein Weiter-so geben kann.” Die Sozialdemokraten müssten Konsequenzen ziehen, sie sei aber gegen “Schnellschüsse”, so Schwesig weiter.

Nach bisherigen Stand wird die Rostocker SPD-Politikerin Iris Hoffmann ihr Mandat im Europa-Parlament verlieren. Sie steht auf Listenplatz 19. Ob Werner Kuhn (CDU) und Arne Gericke (Bündnis C) ihr Mandat verteidigen können, ist noch ungewiss. Der AfD-Kandidat aus Schwerin, Hagen Brauer, wird den Sprung ins Parlament wahrscheinlich nicht schaffen. Realistische Chancen hat der Rostocker Niklas Nienaß (Grüne).

Die SPD verlor nicht nur im Bund, sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern weiter an Zustimmung. Sie kam im Nordosten nach Auszählung von 1813 aller 1949 Wahlbezirke auf 15,5 Prozent.2014 hatten die Sozialdemokraten im Land noch 21,2 Prozent erreicht.

Bei einem möglichen Einzug in das Europaparlament, so Nienaß, wird er sich in den Bereichen ländliche und globale Entwicklung engagieren. Er wolle vor allem “die europäische Idee weiter voranbringen”, aber nimmt auch “die Stärkung der ländlichen Räume” in den Blick. Für Mecklenburg-Vorpommern sei es entscheidend, die Strukturpolitik zu stärken.

Die höchste Beteiligung lag in der Landeshaupztstadt Schwerin mit 59,6 Porzent. Am wenigsten Interesse zeigten die Wähler im Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte mit einer Beteiligung von 50,5 Prozent.

Es ist 18 Uhr: Die Wahllokale für die Europa-, Kommunal-, und Bürgermeisterwahlen sind geschlossen. Das sind die ersten Prognosen für Mecklenburg-Vorpommern aus Europa:

Die Wahlbeteiligung lag mit 53,9 Prozent (Stand 22.00 Uhr) deutlich über der von 2014. Damals hatten im Land 46,8 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

Die Parteien der großen Koalition in Deutschland haben bei der Europawahl historisch schlecht abgeschnitten. SPD-Bundesvize Schwesig sprach von einer bitteren Niederlage für die Sozialdemokraten. mehr

Klein und beschaulich – das ist das Dorf Kamminke an der polnischen Grenze. Auch hier haben die Einwohner ihre Stimmen zur Wahl abgegeben.

Twitter beweist auch am Wahltag Humor. Unter dem Hashtag #TwitternWie18Uhr, momentan auf Platz eins der Trends, finden sich Tweets wie dieser hier:

Bernd Wüstneck/dpa Wie hier in Warnemünde standen auch an anderen Orten die Leute Schlange, um ihre Stimme abzugeben.

Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern haben bei den Europawahlen heute bislang ein größeres Interesse als bei den Wahlen vor fünf Jahren gezeigt. Wie Landeswahlleiterin Gudrun Beneicke berichtete, gaben bis 14 Uhr 29,9 Prozent der rund 1,32 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab. Bei den Europawahlen im Jahr 2014 lag diese Quote bei 26 Prozent.

In Kamminke am Stettiner Haff war schon mittags die Hälfte der Wähler an der Urne. Der Bürgermeister des kleinen Dorfes an der polnischen Grenze, Uwe Hartmann (CDU), ist sichtlich erfreut.

Patrick Dahlemann (SPD) hat seine Frau und seine Eltern bei der Wahl an der Urne an seiner Seite. Noch kurz vor der Wahl war Dahlemann in die Kritik geraten.

Vor einem Wahllokal in Warnemünde hat sich am Vormittag des Wahlsonntags eine lange Schlange gebildet. Ein Hinweis für eine höhere Wahlbeteiligung? An der Europawahl 2014 beteilgte sich nicht einmal jeder zweite, die Wahlbeteiligung lag bei 46,8 Prozent.

Auch in der Rostocker Innenstadt musste die Bürger etwas länger auf die Stimmabgabe warten. Die Rostocker sind nicht nur zur Europa- und Kommunalwahl aufgerufen, sondern wählen auch einen neuen Oberbürgermeister. Neun Kandidaten sind vom Gemeindewahlausschuss zugelassen worden.

Heute waren die Rostocker aufgerufen, parallel zur Europa- und Kommunalwahl auch einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Neun Kandidaten sind vom Gemeindewahlausschuss zugelassen worden. mehr

Am Vormittag grüßt die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Twittergemeinde. Auch für sie hieß es in Schwerin vor dem Wahllokal Schlange stehen.

Sonntagfrüh öffnen die rund 1.700 Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bürger können zur Europawahl in den sechs Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns Kreistage, Gemeinde- und Stadtvertretungen sowie Bürgermeister wählen. Es werden rund 8.000 Sitze neu vergeben.

In Mecklenburg-Vorpommern sind heute Europa- und Kommunalwahlen. Es wird damit gerechnet, dass die Auszählung der Stimmzettel bis tief in die Nacht dauert. mehr