Schwerin: Ermittlungen gegen Behindertenverband - NDR.de
Ermittlungen gegen Schweriner Behindertenverband – Mecklenburg-Vorpommern – News und Hintergründe
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Behindertenverband Schwerin. Es besteht der Verdacht, dass der Verband ein Verwaltungsschreiben gefälscht hat.

Das hat die Stadt Schwerin öffentlich gemacht. Das Ziel des Behindertenverbands sei demnach gewesen, Fördermittel vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) für ein Projekt zu bekommen. Dafür hätte der Verein nachweisen müssen, dass auch die Stadt Schwerin das Projekt finanziell unterstützt. Dieser Nachweis soll gefälscht worden sein.

Ermittlungen gegen Schweriner Behindertenverband

Anzeige erstattet hatte das LAGuS, wie eine Sprecherin NDR 1 Radio MV bestätigte. Von der Stadt heißt es: Bis die Vorwürfe aufgeklärt sind, soll der Behindertenverband keinerlei Fördermittel mehr erhalten. Rund 40.000 Euro stünden derzeit noch aus. Grundsätzlich will die Landeshauptstadt aber weiter mit dem kleinen Schweriner Verein zusammenarbeiten.

Der Zeitung zufolge soll es um mindestens zwei Fälle von Fördermittelbetrug gehen: Um Co-Finanzierungen des Landes zu erhalten, sollen Fördermittelzusagen der Stadt Schwerin fingiert worden sein. Mindestens ein Dokument habe Briefkopf und Unterschrift von Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) getragen. Doch das Papier habe es nie gegeben, wird Badenschier zitiert. Aufgefallen seien die Ungereimtheiten dem Lagus.

Der Behindertenverband wies den Vorwurf zurück. Der Vorsitzende Manfred Rehmer sprach gegenüber NDR 1 Radio MV von einer bösen Unterstellung. Die fingierten Briefe seien nicht vom Verband gekommen, er halte so ein Verhalten für kriminell. Rehmer kritisierte, dass er – obwohl die Anzeige im März gestellt worden sei – aus der Zeitung von den Vorwürfen erfahren habe. Zudem halte er es für möglich, dass die Ermittlungen eine Reaktion auf sein wiederholtes Drängen auf Auszahlung von Fördermitteln sei, ohne die der Verband zahlungsunfähig wäre.

Schwerin (dpa/mv) – Wegen mutmaßlich fingierter Fördermittelanträge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Behindertenverband Schwerin. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat im März Anzeige erstattet, wie eine Sprecherin am Donnerstag erklärte. Zu weiteren Details wollte das Lagus keine Auskunft geben. Zuvor hatte die "Schweriner Volkszeitung" berichtet.

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Schwerin (dpa/mv) – Wegen mutmaßlich fingierter Fördermittelanträge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Behindertenverband Schwerin. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat im März Anzeige erstattet, wie eine Sprecherin am Donnerstag erklärte. Zu weiteren Details wollte das Lagus keine Auskunft geben. Zuvor hatte die Schweriner Volkszeitung berichtet.

Der Zeitung zufolge soll es um mindestens zwei Fälle von Fördermittelbetrug gehen: Um Co-Finanzierungen des Landes zu erhalten, sollen Fördermittelzusagen der Stadt Schwerin fingiert worden sein. Mindestens ein Dokument habe Briefkopf und Unterschrift von Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) getragen. Doch das Papier habe es nie gegeben, wird Badenschier zitiert. Aufgefallen seien die Ungereimtheiten dem Lagus.

Behindertenverbandsvorstand Manfred Rehmer wies die Vorwürfe zurück. Die fingierten Briefe seien nicht vom Verband gekommen, er halte so ein Verhalten für kriminell. Rehmer kritisierte, dass er – obwohl die Anzeige im März gestellt worden sei – aus der Zeitung von den Vorwürfen erfahren habe. Zudem halte er es für möglich, dass die Ermittlungen eine Reaktion auf sein wiederholtes Drängen auf Auszahlung von Fördermitteln sei, ohne die der Verband zahlungsunfähig wäre.

Eine Sprecherin der Landeshauptstadt erklärte, solange die Vorwürfe nicht aufgeklärt seien, könnten ausstehende Fördermittel in Höhe von 40 500 Euro nicht an den Verband ausgezahlt werden. Die Stadt erwarte zudem, dass der Verband aktiv an der Aufklärung der Vorwürfe mitarbeite.

0 Anzeige Schwerin (dpa/mv) – Wegen mutmaßlich fingierter Fördermittelanträge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Behindertenverband Schwerin. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat im März Anzeige erstattet, wie eine Sprecherin am Donnerstag erklärte. Zu weiteren Details wollte das Lagus keine Auskunft geben. Zuvor hatte die Schweriner Volkszeitung berichtet.

Der Zeitung zufolge soll es um mindestens zwei Fälle von Fördermittelbetrug gehen: Um Co-Finanzierungen des Landes zu erhalten, sollen Fördermittelzusagen der Stadt Schwerin fingiert worden sein. Mindestens ein Dokument habe Briefkopf und Unterschrift von Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) getragen. Doch das Papier habe es nie gegeben, wird Badenschier zitiert. Aufgefallen seien die Ungereimtheiten dem Lagus.

Behindertenverbandsvorstand Manfred Rehmer wies die Vorwürfe zurück. Die fingierten Briefe seien nicht vom Verband gekommen, er halte so ein Verhalten für kriminell. Rehmer kritisierte, dass er – obwohl die Anzeige im März gestellt worden sei – aus der Zeitung von den Vorwürfen erfahren habe. Zudem halte er es für möglich, dass die Ermittlungen eine Reaktion auf sein wiederholtes Drängen auf Auszahlung von Fördermitteln sei, ohne die der Verband zahlungsunfähig wäre.

Eine Sprecherin der Landeshauptstadt erklärte, solange die Vorwürfe nicht aufgeklärt seien, könnten ausstehende Fördermittel in Höhe von 40 500 Euro nicht an den Verband ausgezahlt werden. Die Stadt erwarte zudem, dass der Verband aktiv an der Aufklärung der Vorwürfe mitarbeite.