Batteriezellfertigung - Stadt Salzgitter
VW-Hauptversammlung: Verfehlungen der Vergangenheit lassen den Konzern einfach nicht los
Oberbürgermeister Frank Klingebiel hierzu: “Die Entscheidung des VW-Konzerns für den Standort Salzgitter ist ein tolles Signal, für unsere Stadt und für unsere Region. Salzgitter mit seiner Lage im Herzen der Volkswagenwelt, mit seiner  Kompetenz aus der Pilotlinie, mit der vorhandenen Infrastruktur und Erweiterungsflächen bietet die besten Voraussetzungen für eine positive Standortentscheidung, das war Grund genug für mich und die Ratsfraktionen eine gemeinsame Resolution auf den Weg zu bringen, die auch beim Gesamtbetriebsrat auf großem Zuspruch stieß.”

Klingebiel weiter: “Alle Beteiligten symbolisierten Geschlossenheit und sandten ein wichtiges Signal in Richtung Vorstand und Aufsichtsrat. Seit langem habe ich intensive Gespräche mit der Landesregierung, den Vorstandsmitgliedern und dem Betriebsrat von VW geführt,  die die Vorteile unseres Standortes und die Bedeutung für Salzgitter zum Inhalt hatten. Ich danke allen Beteiligten und freue mich, dass gestern bekanntgegeben wurde, dass Salzgitter für die Batteriezellfertigung vorgesehen ist. Es bedeutet für unsere Stadt, die mit außergewöhnlichen multiplen Problemlagen zu kämpfen hat, aber auch für die Menschen, die hier leben und entweder selbst oder durch Familienangehörige eng mit dem VW-Werk verbandelt sind, sehr viel. Eine Entscheidung, die nicht nur heute begeistert aufgenommen wird, sondern die auch in die Zukunft wirkt. Salzgitter wird eine wichtige Rolle beim Transformationsprozess des Konzerns spielen und sich damit auch künftig wettbewerbsfähig aufstellen.” 

Die Hauptversammlung von VW verlief kontrovers. Im Mittelpunkt stand unter anderem der Diesel-Skandal, der offensichtlich noch lange nicht überwunden ist. Aber auch die Herausforderungen der Zukunft wurden intensiv thematisiert – zum Beispiel die geplante Batteriezellen-Fertigung in Salzgitter.

Volkswagen will in den nächsten zehn Jahren fast 70 neue Elektro-Modelle auf den Markt bringen. Die Anzahl der projektieren Fahrzeuge auf den E-Plattformen des Konzerns liege bei 22 Millionen. Bei der Hauptversammlung im letzten Jahr hatte Volkswagen erklärt, Aufträge für Elektroauto-Akkus im Wert von 40 Milliarden Euro an asiatische Zulieferer vergeben zu haben. Der Aufbau einer eigenen Produktion soll möglichen Engpässen und Abhängigkeiten entgegenwirken.