Kind gestorben: Passierte Fehler in der Notaufnahme?
Staatsanwaltschaft prüft ärztliche Fehler nach Tod eines Fünfjährigen
Weitere Informationen mit Video Kind stirbt – Vorwürfe gegen Klinikum Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Tod eines Kindes in Salzgitter. Medien berichten, das Klinikum in Lebenstedt habe den Jungen abgewiesen. Die Klinik bestreitet das. (22.11.2017) mehrDer fünf Jahre alte Junge war Mitte November tot in der elterlichen Wohnung in Salzgitter-Gebhardshagen gefunden worden. In der Nacht zuvor war der Vater laut seiner Schilderung mit seinem Kind in das Krankenhaus in Salzgitter-Lebenstedt gefahren. Sein Sohn habe unter starken Bauchschmerzen gelitten. Im Krankenhaus habe man ihn jedoch ohne Untersuchung abgewiesen und an einen Kinderarzt verwiesen. Lediglich einige wenige Fragen habe die Ärztin gestellt. Am Morgen danach war der junge tot.

„Bei einer Bauchfellentzündung handelt es sich um eine Infektion, also sind Bakterien in den Bauchraum gelangt", erklärt Thomas Buck, Facharzt für Kinderheilkunde aus Hannover. „Die häufigste Ursache bei Kindern ist eine Blinddarmentzündung, die beispielsweise geplatzt ist", so Buck weiter. Er könne sich aber nur schwer vorstellen, dass eine Bauchfellentzündung bei einer Untersuchung übersehen wird. Ein tödlicher Verlauf sei möglich, dann handele es sich aber um eine unglückliche Verkettung vieler Faktoren. 

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Die Klinik hatte dieser Darstellung widersprochen. Der Junge sei von einer erfahrenen Assistenzärztin gründlich körperlich untersucht und behandelt worden, hieß es in einer Stellungnahme. Diese widersprüchlichen Angaben zusammen mit der ermittelten Todesursache sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Grund für die intensivierten Ermittlungen. 

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.12.2017 | 14:00 Uhr Drucken Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Aerztin-droht-Verfahren-wegen-fahrlaessiger-Toetung,salzgitter654.html Mehr Nachrichten aus Niedersachsen 00:38 Stall gerät in Brand: 700 Schweine sterben 01:27 Prozessbeginn um getötete Prostituierte 07.12.2017 16:00 Uhr NDR//Aktuell 02:35 Tod eines Fünfjährigen: Ärztin in der Kritik 06.12.2017 19:30 Uhr Hallo Niedersachsen Mehr aus der Region Braunschweig Ärztin droht Verfahren wegen fahrlässiger Tötung Gute Laune trotz Weihnachtsmarktbarrieren Pistorius will Hilfe für Flüchtlingshelfer Tote im “Lovemobil”: Angeklagter bestreitet Tat Sieben Jahre Haft für VW-Manager in USA Nachrichten – Übersicht Mehr Infos aus den Regionen Braunschweig, Göttingen und Harz Hannover und Weser-Leinegebiet Oldenburg und Ostfriesland Lüneburger Heide und Unterelbe-Region Osnabrück und Emsland Der NDR Unternehmen Presse Zahlen, Daten, Fakten Karriere Standorte & Adressen Technik NDR Chronik NDR Rundfunkrat NDR Verwaltungsrat Service Wetter Verkehr Rezepte NDR Text Barrierefreiheit Leichte Sprache im NDR Tickets Shop Hilfe Korrekturen Themen Bundestagswahl Landtagswahl Niedersachsen Elbphilharmonie Flüchtlinge im Norden Visual Storytelling Netzwelt Social Media Geschichte Plattdeutsch Hand in Hand Themen A-Z Schwerpunkte Ressort Investigation Luxemburg Leaks Auschwitz und Ich Der Hamburger Hafen Streitfall Atomkraft Herausforderung Windkraft Impressum Kontakt Datenschutz ARD.de Bildrechte © Norddeutscher RundfunkNachrichten Niedersachsen Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern Hamburg Wetter Verkehr Sport Fußball Handball Mehr Sport Ergebnisse Live Ratgeber Kochen Reise Garten Gesundheit Verbraucher Unterhaltung Kultur Musik Film Buch Kunst Geschichte Fernsehen Livestream Sendungen A-Z Programm Service NDR Fernsehen bei Facebook Radio Mediathek Sendung verpasst Sendungen A-Z Audio Suche einblenden Suchbegriffe: Suchen Stand: 06.12.2017 18:45 Uhr Ärztin droht Verfahren wegen fahrlässiger Tötung Die Todesursache des fünfjährigen Jungen, der in Salzgitter in eine Notaufnahme kam und kurz danach zu Hause gestorben ist, ist geklärt. Die Obduktion habe ergeben, dass das Kind an den Folgen einer akuten Bauchfellentzündung starb. Das teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch mit. Außerdem gebe es Anhaltspunkte, dass die behandelnde Assistenzärztin des Helios Klinikums Salzgitter die Erkrankung hätte erkennen müssen. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob sie ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen die Medizinerin einleitet. Das Klinikum hat sie inzwischen vom Dienst freigestellt. Zu den Ermittlungen wollte sich die Klinikleitung bislang nicht äußern.

Nachdem ein fünfjähriger Junge tot in der elterlichen Wohnung in Salzgitter gefunden wurde, hat sich nun die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Da es Indizien dafür gebe, dass der Junge unzureichend untersucht wurde, wird nun gegen eine Ärztin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt._date pda-comments-list-date pda-comments-list-date_moderator”>.., ::

Ende Juli wurden Teile von Hildesheim vom Hochwasser überflutet. Besonders schlimm traf es den Kulturcampus der Universität Hildesheim. So sieht es dort drei Monate später aus.

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Eltern: “Sie hat ihn nicht untersucht” Bild vergrößern Ein fünfjähriger Junge war mit Bauchschmerzen in die Notaufnahme des Helios Klinikum Salzgitter gekommen. Am nächsten Tag war das Kind tot. Rückblick: Mitte November bringen die Eltern ihren Jungen mit starken Schmerzen in die Helios Klinik im Stadtteil Lebenstedt. “Wir haben der Ärztin gesagt, dass unser Junge starke Bauchschmerzen hat und sich oft erbrechen musste”, schildert die Mutter des Jungen, Kawthar Hassan, gegenüber dem NDR später die Situation im Krankenhaus. Anschließend soll die Ärztin noch weitere Fragen zum Gesundheitszustand des Jungen gestellt und die Angaben im Computer notiert haben. “Den Bauch angeschaut und untersucht hat sie aber nicht”, so die Mutter. Bevor die Ärztin das Untersuchungszimmer verließ habe sie dem Jungen noch ein Zäpfchen gegeben mit dem Hinweis, dass die Eltern am nächsten Tag wiederkommen könnten, wenn das Befinden des Jungen nicht besser sei. Zu Hause war es ihm aber offenbar immer schlechter gegangen. “Er wollte immer wieder Wasser, hat schnell geatmet und mich irgendwann nicht mehr erkannt”, sagt Kawthar Hassan. Die Eltern riefen den Krankenwagen. Doch noch bevor die Retter ankamen, war der Fünfjährige tot.Hätte die Ärztin des Klinikums Salzgitter erkennen müssen, dass der später verstorbene Fünfjährige an einer Bauchfellentzündung litt? Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall.

Das Klinikum in Salzgitter teilte am Mittwoch mit, dass die Ärztin in der vergangenen Woche vom Dienst freigestellt worden sei. Der Grund dafür wurde dabei nicht genannt. "Wir befinden uns in der intensiven Aufarbeitung der Vorgänge, die sich in der betreffenden Nacht zugetragen haben", sagte eine Sprecherin. Dafür sei es unbedingt notwendig, den Obduktionsbericht medizinisch zu bewerten, der der Klinik aber noch nicht vorliege. – dpa