Real-Mitarbeiter im Saarland streiken am Montag
Vor Verdi-Streik: Metro treibt Real-Verkaufsprozess voran
Verdi ruft Mitarbeiter der Warenhauskette Real bundesweit zum Streik auf. Grund: Neue Mitarbeiter werden schlechter bezahlt. Die Geschäftsleitung zeigt sich aber unbeeindruckt. 

Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 34.000 Beschäftigten der Warenhauskette Real für Montag zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Mit der ganztägigen Arbeitsniederlegung will die Gewerkschaft den Druck auf die noch zum Metro-Konzern gehörende Handelskette erhöhen, in den Verdi-Flächentarifvertrag zurückzukehren. Zu einer Streikversammlung am Montagmittag vor der Metro-Zentrale in Düsseldorf, auf der auch Verdi-Chef Frank Bsirske sprechen soll, erwartet die Gewerkschaft mehrere tausend Beschäftigte.

Im Tarifkonflikt bei der Supermarktkette Real ruft die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten zu einem bundesweiten Streik auf. Die Arbeitsniederlegung am Montag solle die Forderung nach einer Anwendung des Verdi-Flächentarifvertrages für die 34.000 Mitarbeiter untermauern, teilte die Gewerkschaft mit. Bei einer Kundgebung vor der Düsseldorfer Zentrale des Real-Mutterkonzerns Metro werde Verdi-Chef Frank Bsirske zu den Streikenden sprechen. Der Handelsriese Metro hat seine von Umsatzrückgängen geplagte Supermarkttochter zum Verkauf gestellt. Der Konzern will sich auf sein Großmarktgeschäft konzentrieren. (rts)

Der Hintergrund des Streits: Die Unternehmensleitung von Real hatte im Frühjahr den Flächentarifvertrag verlassen und bezahlt seitdem neu eingestellte Mitarbeiter nach einem Tarifvertrag mit der Gewerkschaft DHV, der für das Unternehmen deutlich günstiger ist. Für zusätzliche Unruhe im Konzern sorgte zuletzt die Ankündigung der Metro, die Tochter Real verkaufen zu wollen.

Arbeitskampf:Verdi bestreikt am Montag Real

Die Real-Führung zeigte sich von dem Streikaufruf dennoch wenig beeindruckt. Firmenchef Patrick Müller-Sarmiento bezeichnete die Forderung nach einer Rückkehr in den Verdi-Flächentarifvertrag als unrealistisch. Denn durch einen solchen Schritt würde Real wieder auf nicht wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zurückgeworfen. Er kündigte an, die Real-Märkte würden trotz der angekündigten Streiks auch am Montag geöffnet bleiben.

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Ver.di erhöht den Druck auf die Metro-Tochter Real. Die Gewerkschaft hat für Montag bundesweit zum Streik bei der Supermarktkette aufgerufen. So soll die Rückkehr in den Flächentarif erzwungen werden.

Die Gewerkschaft Ver.di hat die rund 34.000 Beschäftigten von Real für Montag bundesweit zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Mit den ganztägigen Streiks will die Gewerkschaft den Druck auf die der Metro-Tochter erhöhen, in den Flächentarifvertrag zurückzukehren.

Zu einer Streikversammlung am Montagmittag vor der Metro-Zentrale in Düsseldorf erwartet die Gewerkschaft mehrere tausend Beschäftigte. Dort soll auch Ver.di-Chef Frank Bsirske sprechen.

Die Unternehmensleitung von Real hatte im Frühjahr den Flächentarifvertrag verlassen und bezahlt seitdem neu eingestellte Mitarbeiter nach einem Tarifvertrag mit der Gewerkschaft DHV. Der ist für das Unternehmen deutlich günstiger, für die Mitarbeiter jedoch deutlich schlechter. Für zusätzliche Unruhe im Konzern sorgte zuletzt die Ankündigung der Metro, die Tochter Real verkaufen zu wollen.

Die Real-Führung zeigte sich von dem Streikaufruf wenig beeindruckt. Firmenchef Patrick Müller-Sarmiento bezeichnete die Forderung nach einer Rückkehr in den Ver.di-Flächentarifvertrag als unrealistisch. Denn durch einen solchen Schritt würde Real wieder auf nicht wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zurückgeworfen. Er kündigte an, die Real-Märkte würden trotz der angekündigten Streiks auch am Montag geöffnet bleiben.