In der Reihe „Saarland Medien präsentiert“ laufen sieben Filme, davon drei Uraufführungen – darunter „Nina, Hagen und die Unwahrscheinlichkeit des Sterbens“, eine Produktion der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK).

Die Branchentage, diesmal komplett im Ex-C&A-Gebäude beheimatet, bekommen zu ihrem 10. Geburtstag den neudeutsch-schmissigen Namen „MOP-Industry“ und bieten neben Workshops und Kontaktmöglichkeiten für Filmemacher auch Diskussionen: unter anderem über den politischen Dokumentarfilm, die „Filmflut im Kino“ und die „Fallstricken des Produzierens“. Zudem lädt das K8 Institut für strategische Ästhetik der HBK in seinem „K8 Open Lab“ zum Ausprobieren modernster Foto- und Filmtechnik ein.

Rollstuhlgerecht ausgestattet sind das Kino Achteinhalb und der Cinestar: Im Saal 5 sind alle 28 Filme aus den Wettbewerben Spiel- und Dokumentarfilm zu sehen. Plätze kann man ab morgen, 14 Uhr, reservieren unter ticketing@max-ophuels-preis.de. Einige der Wettbewerbsfilme bieten Untertitel und Audiodeskription.

Termine, Karten und teilweise Barrierefreiheit
Was kann man erwarten, formal und inhaltlich? „Filme, die sich nicht wegducken“, sagt Programmleiter Baumgarten, sondern ihre Geschichten „mit einer Konsequenz erzählen, die manchmal wehtut“ – etwa im Spielfilm „Reise nach Jerusalem“, der die Armutsspirale einer Frau (Eva Löbau) begleitet. Drastisch seien viele Filme, ob nun in ihrer Körperlichkeit oder in der Darstellung von Gewalt. Nicht als Selbstzweck, sondern als Symbol eines Gesellschaftszustands – zum Beispiel im Luxemburger Spielfilm „Gutland“, in dem es sehr rau zugeht. „Intensiv und kraftvoll“ sei das Programm; nach Ansicht zumindest einiger Wettbewerbsfilme muss man zustimmen.