Uni Rostock präsentiert neuen Imagefilm
Uni Rostock präsentiert neuen Imagefilm
Deshalb packt der 29-jährige Doktorand Thomas Niemann aus der Forschergruppe um Professor Ralf Ludwig (Physikalische und Theoretische Chemie) von der Universität Rostock die Koffer. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat für den gebürtigen Mecklenburger, der an der Universität Rostock Chemie studierte und nun dort promoviert, ein Stipendium für einen Forschungsaufenthalt in Australien bewilligt. Hintergrund ist ein gemeinsames Projekt der Professoren Ralf Ludwig aus Rostock und Rob Atkin von der University of Western Australia in Perth über die besonderen Eigenschaften ionischer Flüssigkeiten, die in der Batterie- und Akkuforschung eine wichtige Rolle spielen.

Vorab reiste Thomas Niemann am 15. April 2018 gemeinsam mit seinem Doktorandenkollegen Peter Stange (27) noch nach England. Gemeinsam führen sie dort vier Tage lang Neutronenstreu-Experimente an flüssigen Salzen durch. “In England steht eine etablierte Großforschungseinrichtung, die Wissenschaftler aus aller Welt anzieht”, sagt Thomas Niemann voller Vorfreude und Tatendrang auf seine bevorstehenden Arbeiten. Die beiden Doktoranden werden nun in England und Australien Experimente durchführen, die an der Universität Rostock in dieser Form und mit der notwendigen Empfindlichkeit nicht möglich sind. Die Messzeit an der Forschungseinrichtung kostet etwa 20.000 Euro pro Tag. Thomas Niemann will offene Fragen zu Teilchen-Clustern gleicher Ladung klären.

“Ich bin begeistert, dass sich meine Doktoranden auf den Weg in die Welt machen, um das Portfolio unserer Ideen und Methoden deutlich zu erweitern”, freut sich Professor Ludwig über das Engagement seiner Schützlinge. Für die intensiven Untersuchungen der ionischen Flüssigkeiten wurde der Arbeitsgruppe Ludwig vor kurzem ein Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Seitdem strecken die Rostocker ihre Fühler in die ganze Welt aus. Zu den Kooperationspartnern gehören Wissenschaftler aus Nowosibirsk, Madison, Housten, Dallas, New Haven und jetzt auch Perth.

Alle Partner interessieren sich für die besonderen Eigenschaften von ionischen Flüssigkeiten. Die geschmolzenen Salze bestehen ausschließlich aus geladenen Teilchen, sind aber im Gegensatz zu Kochsalz bei Raumtemperatur flüssig. Die Eigenschaften dieser neuen flüssigen Materialien können für einen möglichen industriellen Einsatz gezielt verändert werden. Im Fokus stehen besondere ionische Flüssigkeiten, in denen sich die positiv geladenen Teilchen nicht abstoßen, sondern über sogenannte Wasserstoffbrücken miteinander verbunden sind. Die Rostocker Forscher haben solche Flüssigkeiten hergestellt und charakterisiert. Darüber hinaus konnten sie zeigen, dass sich das Phasenverhalten, der Übergang von einem Aggregatzustand zu einem anderen, über die Bildung von Clustern gleicher Ladungen steuern lässt. Diese Ergebnisse haben das Interesse von Wissenschaftlern in der ganzen Welt geweckt.

Thomas Niemann war erst vor gut einem Jahr für einen Forschungsaufenthalt in den USA. Der Weg führte ihn an die Universität Yale in New Haven. Das ist eine der renommiertesten Universitäten der Welt und die drittälteste Hochschule der Vereinigten Staaten. Dort hat er zwei Monate in den Laboren des bekannten Cluster-Forschers Professor Mark A. Johnson wissenschaftliche Erfahrungen gesammelt. Der Auslandsaufenthalt von Thomas Niemann wurde durch das Hermes-Programm finanziert, das gezielt junge Nachwuchswissenschaftler der Universität Rostock fördert. Text: Wolfgang Thiel

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Rechtzeitig zum 600. Universitätsjubiläum im kommenden Jahr hat die Rostocker Universität einen neuen Imagefilm produzieren lassen. Nach der öffentlichen Premiere heute im CineStar Capitol soll dieser nun die Herzen der Menschen erobern, die hier arbeiten, studieren, forschen und lehren, die sich der Universität verbunden fühlen oder in der Hochschule durchstarten möchten.

Das besondere universitäre Lebensgefühl in Rostock in 78 Sekunden darzustellen, war schon eine schwierige Herausforderung, sagte Rektor Professor Wolfgang Schareck bei der heutigen Vorstellung des Imagefilmes. Die speziell auf Rostock zugeschnittene Idee, die Darsteller durch die Wissensstätten und Lieblingsorte der City paddeln zu lassen, bringt die Verbindung von den exzellenten Rahmenbedingungen an der Hochschule und dem positiven Lebensgefühl in unserer attraktiven Hansestadt hervorragend zur Geltung. Alles ist im Fluss, Stadt und Universität gehören zusammen. Der Rektor machte deutlich, dass für viele Menschen die Qualität einer Universität und gleichzeitig ein ansprechendes Lebensumfeld entscheidend für die Auswahl des Arbeits- oder Studienortes sind. Genau das ist unsere Botschaft, hier oben passt das optimal zusammen.

Produziert hat den Clip das 1998 gegründete Rostocker Unternehmen Naeomedia, das bundesweit im Bereich Corporate Media, Media Production und Sports Branding aktiv ist. Regie hat der Kölner Filmpreisträger Friedrich Klütsch geführt. Der Spot wurde durch den Einsatz und die Vielfalt von Talenten möglich und steht damit für das, was die Universität ausmacht im Rückblick auf eine 600-jährige Tradition und die spannende Zukunft vor uns, sagte Naeomedia-Inhaber Thomas Klütsch.

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres wurde an dem aufwändig produzierten Film-Spot gearbeitet. An neun Tagen im September und Oktober wurden die Szenen gedreht. Die Stand-Up-Paddling-Linie wurde mittels eines Dolly-Systems realisiert, eine Art Kamerawagen auf Schienen. Die Filmemacher haben zwei Dollywagen verbunden. Auf einem Wagen standen die Paddler und auf dem zweiten wurde eine Kamera auf einer mehrachsigen Stabilisierung, einem sogenannten Gimbal, installiert. Der Gimbal stabilisiert die Kamera mittels extrem schneller Elektromotoren und realisiert so eine sehr ruhige Kamerafahrt. Für die unterschiedlichen Drehorte wurden fünf Varianten des Schienensystems mit entsprechenden Kameraeinstellungen entwickelt. Eine weitere Szene wurde mit einer Flugdrohne umgesetzt.

Gedreht wurde unter anderem im Universitätshauptgebäude, auf dem Universitätsplatz, am Campus Ulmenstraße, in der Universitätsbibliothek, im Audimax, im Chemielabor sowie im Strömungskanal der Schiffstechnik, im Marine Science Center (MSC), auf der Warnow und am Warnemünder Strand. Die 16 Paddler und Hauptakteure sind neben Volkstheaterschauspieler Steffen Schreier als der berühmte mit Rostock verbundene Astronom Tycho Brahe und Rektor Professor Wolfgang Schareck auch Landesfinanzminister Mathias Brodkorb, der an der Universität der Hansestadt studiert hat, sowie viele Mitarbeitende, Wissenschaftler, Studierende und Abiturienten. Unvergessen ist der Drehtag auf der Robbenstation in Warnemünde, so Thomas Klütsch. Im Making-of ist zu sehen, wie drei Seerobben gleichzeitig aufs Paddelbrett springen und dennoch niemand baden geht.

Unterstützt wurde die Produktion vom Volkstheater Rostock, vom HW-Shapes Surf-, Kite- & Longboardshop Warnemünde und PI13 die Culttourhalle.

Der Filmclip soll im Rahmen des Unijubiläums für den Wissenschafts- und Studienstandort Rostock werben und auf allen typischen Informationskanälen und im Social-Media-Bereich zum Einsatz kommen. Unser Spot wird darüber hinaus auf Veranstaltungen wie beispielsweise auf dem MV-Tag, auf Konferenzen und Messen laufen und kann auch von Förderern der Universität genutzt werden, erklärte der Rektor. Mit der Premiere haben wir nun die heiße Vorbereitungsphase für unser Jubiläumsjahr 2019 eingeläutet. Wir wollen Welle machen und das weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus, kündigte Schareck an.