SVWW: KSC bleibt nach 0:0 gegen Rostock hinter den Hessen
SVWW: KSC bleibt nach 0:0 gegen Rostock hinter den Hessen
Auch im 300. Drittliga-Spiel auf Augenhöhe mit den jungen Hüpfern: Der 36-jährige Alf Mintzel (rechts) im Zweikampf mit dem elf Jahre jüngeren Magdeburger Nils Butzen. Foto: René Vigneron

WIESBADEN – Es war ein Drittliga-Spiel, das alles geboten hatte. Es war ein würdiges Jubiläumsspiel, sagte Alf Mintzel. Es hatte aus Sicht des SVWW-Routiniers nur den falschen Sieger. In der Tat: Das 300. Drittliga-Spiel des 36-Jährigen war für SVWW- und Brita-Arena-Verhältnisse vor insgesamt 6720 Zuschauern ein Highlight. Dass am Ende der 1. FC Magdeburg nach dem 2:1-Erfolg mit seinen knapp 3000 mitgereisten Fans den Dreier und damit eigentlich schon den Aufstieg feierte, wurmte den SVWW-Linksverteidiger zwar, der aber betonte: Die Saison geht weiter. Und wenn wir an diese Leistung in einem Spiel auf Augenhöhe anknüpfen können, ist mir nicht bange.

Die Magdeburger wollten die vorzeitige Gratulation für den ersehnten Aufstieg nicht annehmen, das Trauma vom in letzter Minute verpassten Aufstieg 2007, als nur ein Punkt zum Zweitliga-Aufstieg fehlte, und die zwei vierten Plätze in der Dritten Liga in den vergangenen beiden Jahren sind eben noch in bester Erinnerung.

Der SVWW droht am Ende dieser Saison auch das gleiche Schicksal. Wie schon in den Jahren 2011 und 2014, als es auch nur zu diesem Blech-Platz reichte. Doch noch sind die Hessen auf dem dritten Platz. Dank der Nullnummer vom Karlsruher SC am Sonntag gegen Hansa Rostock bleibt der punktgleiche SVWW dank des wesentlich besseren Torverhältnisses (+36 gegenüber +17) auf dem Relegationsrang. Das Verteidigen dieses dritten Platzes wird das Ziel des SVWW sein. Paderborn und Magdeburg können schon am nächsten Wochenende mit Siegen (wenn Magdeburg das Nachholspiel am Dienstag gegen Jena auch gewinnt) den direkten Aufstieg klar machen. Dahinter wird der Kampf um Platz drei wohl bis zum letzten Spieltag gehen. In Sachen Restprogramm haben die beiden Widersacher jeweils drei selbe Gegner in den noch ausstehenden vier Spielen. Der SVWW muss zunächst nach Rostock, empfängt dann Zwickau, anschließend geht es zu Paderborn und zum Finale daheim gegen Aalen. Die Badener fahren nach Zwickau, haben zu Hause Paderborn, treten dann in Aalen an und empfangen am letzten Spieltag Jena.

Wer weiß, vielleicht schießt ja Alf Mintzel den SVWW dann in seinem 304. Drittliga-Spiel am 38. Spieltag in letzter Minute in die Relegation? Erst vor zwei Spielzeiten bewahrte der Routinier seine Farben mit dem Last-Minute-Tor vor dem Abstieg in die Regionalliga. Und die SVWW-Legende hätte nichts dagegen, wenn im nächsten Jahr dann in seiner wahrscheinlich wirklich letzten Saison eher noch ein paar Partien zu seinen bisher 35 Zweitliga-Spiele hinzukämen, auch wenn dann der noch aktive Tim Danneberg vom VfL Osnabrück der Drittliga-Rekordspieler bliebe, der bisher auf 301 Begegnungen gekommen ist.

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