RSC bleibt trotz Derbyschlappe Fünfter
RSC bleibt trotz Derbyschlappe Fünfter
Die jungen Cronenberger-Rollhockey-Löwen verlieren in einem umkämpftem Derby gegen Remscheid mit 2:9 und treffen nun im Play-off-Viertelfinale auf Düsseldorf.

Die Stimmung passte im Bergischen Derby von Beginn an. Hier wird Lucas Seidler (vorne links) nach seinem 1:1 vom RSC-Fanblock gefeiert. Danach durften allerdings fast nur noch die beinahe ebenso zahlreichen Remscheider Anhänger jubeln.

Die Stimmung passte im Bergischen Derby von Beginn an. Hier wird Lucas Seidler (vorne links) nach seinem 1:1 vom RSC-Fanblock gefeiert. Danach durften allerdings fast nur noch die beinahe ebenso zahlreichen Remscheider Anhänger jubeln.

Ausschließlich Niederlagen gegen hochkarätige Gegner gab es für die Rollhockey-Bundesligateams aus Wuppertal an diesem Wochenende. Sowohl die Cronenberger Herren und Damen gegen Remscheid, als auch die beiden Moskito- Teams in Iserlohn, konnten dem Gegner nicht standhalten. Freuen durften sich die Herren des RSC rund drei Stunden nach dem 2:9 gegen die IGR dennoch. Da stand nämlich fest, dass Darmstadt überraschend zu Hause gegen Recklinghausen verloren hatte und die Löwen ihren fünften Platz zum Ende der Vorrunde behaupten konnten. Das bedeutet, wie erhofft, im Play-off-Viertelfinale das Duell gegen den Vierten TuS Düsseldorf, gegen den man sich bessere Chancen ausrechnet als gegen Herringen oder Walsum.

Herren-Bundesliga, RSC Cronenberg – IGR Remscheid 2:9 (1:1). Laufen und kämpfen reicht nicht, man muss auch mal ein Tor schießen, sagte RSC-Trainer Jordi Molet nach der herben Derby-Niederlage, nach der es zur Pause noch nicht ausgesehen hatte. In einem umkämpften Derby gegen den Tabellenführer, das sich auch auf den Rängen mit 400 Zuschauern und zwei lautstarken Fangruppen wieder einmal stimmungsvoll zeigte, konnten die Cronenberger ein 1:1 mit in die Kabine nehmen. Lucas Seidler hatte nach elf Minuten den frühen Rückstand durch Remscheids Top-Torschütze Yannik Peinke ausgeglichen. Doch gleich nach der Pause folgte dann die große Peinke-Show. Binnen der ersten fünf Minuten nach dem Wechsel netzte der Remscheider Kapitän dreimal eiskalt ein, meist im Anschluss an eine gute Chance, die der RSC gerade vorne vergeben hatte. Der mangelhafte Abschluss machte nun den großen Unterschied aus. Da machten es die Routiniers Kay Hövelmann und Benni Nusch beim RSC nicht besser als die starken Talente Niko Morovic, Otto Platz, Kai Riedel oder Lucas Seidler. Sebastian Rath gelang nur noch das zwischenzeitliche 2:7 für die nie aufsteckenden aber etwas kopflos anrennenden Löwen. Beeindruckend war das Remscheider Kombinationsspiel. Hätte RSC-Torwart Fynn Hilbertz nicht so stark gehalten, wäre auch eine zweistellige Niederlage möglich gewesen. Bis zu den Play-offs müssen wir uns noch verbessern, sagt Jordi Molet, der selbst wegen einer Oberschenkelzerrung nicht spielen konnte, gegen Düsseldorf aber wieder mit eingreifen will. Das Hinspiel in Cronenberg ist bereits am Samstag, 21. April, um 15.30 Uhr. Das zweite und ein mögliches Entscheidungsspiel (Modus best of three) finden dann am 28. und 29. April in Düsseldorf statt (15.30 Uhr). RSC: Hilbertz, Geisler (n.e.) – Bernadowitz, Platz, Nusch, Hövelmann, Rath, Riedel, Seidler, Morovic. Tore: 0:1 Peinke (2.), 1:1 Seidler (11.), 1:2, 1:3, 1:4 Peinke (27., 30., 31.), 1:5 Ober (35.), 1:6, 1:7 (40., 45.) Dutt, 2:7 Rath (47.), 2:8 Peinke (48.), 2:9 Strieder (49.). Zeitstrafen: 4 min -2 min Teamfouls: 16 – 13.

ERG Iserlohn – SC Moskitos Wuppertal 11:2 (6:0). Auch im letzten Spiel gab es die erwartete Niederlage. Dass die nicht ganz so hoch ausfiel, lag auch daran, dass bei Iserlohn einige namhafte Spieler fehlten. Außerdem stimmten Wille und Einsatzbereitschaft bei den Moskitos. Die kamen verdient auch noch zu zwei Toren. Beim 1:9 (38.) war Marcel Mirscheidt per Solo erfolgreich, beim 2:10 (43.) legte Nick Brikmann nach beherztem Solo für Jan Henckels auf. Ob es jetzt nach Abschluss der Vorrunde noch Relegationsspiele für die Moskitos gibt und was das für die nächste Saison bedeutet, steht noch nicht fest. Junge Spieler wie Nick Brikman, Niklas Obermeier, Güven Dincer und Jörn Spiecker haben sich deutlich weiterentwickeln können. Moskitos: Prange, A. Obermeier, Meuer, Hauck, Dincer, N. Obermeier, Brikmann, Mirscheid (1), Henckels (1)

Frauen-Bundesliga, ERG Iserlohn – SC Moskitos Wuppertal 10:1 (7:0). Noch schneller als ihre männlichen Kollegen kamen die Moskito-Damen beim Meister ins Hintertreffen. Schon nach sechs Sekunden hieß es 0:1, nach neun Minuten bereits 0:5. Eigentlich wollte man ein gutes Ergebnis erzielen, um sich für die letzten beiden Spiele gegen Cronenberg und Recklinghausen noch ein bisschen Selbstvertrauen zu holen. Das ging trotz steter Bemühungen, nach vorne zu spielen, in der ersten Halbzeit nicht gut. Iserlohn hatte seine körperliche Überlegenheit und das überragende Passspiel voll eingesetzt. Da kann keine Mannschaft in Deutschland auch nur annähernd mithalten. In der zweiten Hälfte ließen die Gastgeberinnen den Moskitos dann etwas Luft, und in der 32. Minute konnte Naomi Lückenhaus einen groben Torwartfehler nutzen und wenigstens den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:8 erzielen. Jetzt heißt es für die Moskitos, volle Konzentration zu bewahren, um noch Platz zwei zu erobern. Schon jetzt ist es die erfolgreichste Saison in der jungen Vereinsgeschichte. Moskitos: Behrens, Stöckmann – Hauck, Kahmann, T. Lückenhaus, N. Lückenhaus (1), Johannsen, Hainbuch

RSC Cronenberg – IGR Remscheid 1:6 (0:2). Das Team Dörper Cats büßte durch die nicht unerwartete Derby-Niederlage die letzte winzige Chance ein, noch das Final-Four zu erreichen, in dem die IGR nun fest steht. Die Cronenbergerinnen scheiterten immer wieder an Nationalkeeperin Carolin Reinert im Remscheider Tor. Die Gäste bauten ihre 2:0-Halbzeitführung bis auf 6:0 aus, ehe Lea Seidler in der Schlussphase der Ehrentreffer gelang. Nicht viel Zeit bleibt Trainer Michael Witt mit seinem Team, um diese Niederlage aufzuarbeiten, denn bereits am Montagabend (20.30 Uhr) findet das Rückspiel in Remscheid statt. RSC: de Beauregard, L. Spiecker – Tacke, Kaub, J. Spiecker, Lara Seidler. Lea Seidler, Ducherow, Dicke.

Die Cronenberger unterliegen dem unangefochtenen Tabellenführer IGR Rescheid im letzten Spiel der Vorrunde mit 2:9, können ihren fünften Platz aber halten. im Viertelfinale gehts jetzt gegen Düsseldorf.

Wuppertal. Die Rollhockey-Bundesligist RSC Cronenberg hat am letzten Spieltag der Vorrunde die erhoffte Überraschung gegen den derzeit übermächtigen bergischen Nachbarn IGR Remscheid deutlich verpasst. Vor gut 400 Zuschauern in der Alfred-Hecnckels Halle, dabei fast die Hälfte aus Remscheid, boten die Löwen dem Tabellenführer einen Halbzeit lang Paroli, kamen nach dem 1:1 zur Pause (RSC-Torschütze zum 1:1 war Lucas Seidler) aber noch mit 2:9 unter Räder. Während die jungen Cronenberger, die auf ihren verletzten Spielertrainer Jordi Molet verzichten mussten, ihre vorne durchaus vorhandenen Chancen nicht nutzten, zeigte sich Remscheid bei Kontern und im Kombinationsspiel eiskalt. Allen voran IGR-Kapitän Yannik Peinke, der insgesamt fünfmal traf. Als ihm in den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte ein lupenreiner Hattrick gelang, war die Entscheidung praktisch gefallen.

Trotz der Niederlage konnte der RSC den angepeilten 5. Tabellenplatz in der Abschlusstabelle halten. Darmstadt, das die Cronenberger noch hätte überholen können, unterlag am Abend überraschend  zu Hause gegen Recklinghausen mit 5:6. Damit kommt es im Pokal-Viertelfinale wie erhofft zum Duell mit dem Nachbarn TuS Düsseldorf, der Vierter ist. 

In den Play-offs wird nach dem Modus best auf three gespielt. Termine sind am 21. April in Cronenberg und am 28. April in Düsseldorf. Sollten beide Teams je ein Spiel gewinnen, würde das Entscheidungsspiel am Sonntag, 29. April, erneut in Düsseldorf ausgetragen.  Bereits am 1.Mai folgt für den RSC dann das Pokalhalbfinale gegen Herringen.

Für den zweiten Wuppertaler Erstligisten, den SC Moskitos, endete auch das letzten Saisonspiel mit einer Niederlage. Die Mannschaft verlor beim amtierenden meister ERG Iserlohn mit 11:2 und hat damit in der Saison keinen einzigen Zähler geholt. Wie berichtet hofft man dennoch auf den Klassenerhalt.