Achim Beierlorzer will sein letztes Spiel als Trainer des SSV Jahn Regensburg nicht von übertriebener Wehmut überschatten lassen.

"Wir sind alle gut drauf, die Stimmung in der Mannschaft ist prächtig. Die Mannschaft gönnt mir diesen Schritt, es gibt nichts hinterherzuweinen oder Trübsal zu blasen", sagte Beierlorzer am Freitag vor dem Zweitliga-Finale gegen den SV Sandhausen auf die Frage, ob sein Team nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum 1. FC Köln in ein Tief gefallen sei. "Es gilt für alle Beteiligten nach vorne zu blicken."

Beierlorzer verlässt die Oberpfälzer nach zwei erfolgreichen Jahren und unterschrieb bei Bundesliga-Rückkehrer Köln einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. "Es war eine bewegte Woche", räumte der 51-Jährige ein. Für den SSV Jahn stehe aber am Sonntag (15.30 Uhr) "ein ganz wichtiges Spiel an, weil wir uns der Verantwortung für die Liga bewusst sind und wir unser letztes Heimspiel haben, das wir gewinnen wollen", führte Beierlorzer aus.

Die Regensburger möchten unbedingt ihre Ausbeute von 48 Punkten aus der Vorsaison übertreffen. Derzeit stehen sie bei genau dieser Marke. "Wir wollen einen sehr guten Abschluss mit unseren Fans feiern", sagte Beierlorzer. Die Sandhäuser kämpfen bei zwei Punkten Vorsprung auf den FC Ingolstadt auf dem Relegationsplatz noch um den Klassenerhalt.

Ob sich Beierlorzer nach dem Schlusspfiff von Emotionen hinreißen lassen könnte, konnte er noch nicht sagen. "Jetzt gerade bin ich nicht nah am Wasser gebaut", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Was dann am Wochenende kommt, werden wir sehen." Neben Beierlorzer werden auch Philipp Pentke, vier Jahre lang die Nummer eins des Jahn, und Topscorer Sargis Adamyan, der zum Bundesligisten Hoffenheim wechselt, zum letzten Mal für die Oberpfälzer auflaufen.

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Wenn am Sonntag um 15.30 Uhr der Anpfiff für die letzten neun Partien in der 2. Fußball-Bundesliga ertönt, dann wird Christian Keller sehr wahrscheinlich mithilfe seines Smartphones auch darauf schielen, was auf den anderen Plätzen passiert. Denn nach der Saison wird abgerechnet, wer wie viel vom TV-Gelder-Kuchen bekommt. Für den SSV Jahn Regensburg geht es um viel Geld. Den kompletten *M-Plus-Artikel lesen Sie auf mittelbayerische.de

Für den Jahn-Geschäftsführer gibt es ein Déjà-vu. Vor einem Jahr zitterte er auf der Tribüne im Ruhrstadion. Denn es hatte sich eine Konstellation ergeben, in der die Regensburger 800 000 Euro mehr oder weniger verdienen hätten können. In der Fünfjahreswertung hatte es die Chance gegeben, von Platz 17 auf Platz 14 zu springen. Doch dafür mussten die Oberpfälzer das 1:1-Unentschieden gegen Bochum ins Ziel retten. Bange Minuten bis zum erlösenden Schlusspfiff. Bis dieses Mal feststeht, wie viel Fernsehgeld auf das Jahn-Konto wandert, gilt es sogar, nicht nur den letzten Spieltag, sondern eventuell auch die Relegation abzuwarten.

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