Tumult im Ankerzentrum Regensburg: Lage hat sich entspannt - BR24
Regensburg: Leichenfund in Flüchtlingsheim – Polizisten attackiert
Regensburg – Nach dem Tod einer Frau (31) aus Afrika kam es im Ankerzentrum Regensburg zu tumultartigen Szenen: Eine Gruppe von etwa 40 Asylbewerbern versammelte sich vor dem Gebäude. 20 Streifenwagen und 50 Polizisten waren im Einsatz.

Die Frau aus Nigeria wurde am Samstagmorgen gegen 9 Uhr in der Asylunterkunft Zeißstraße gefunden. Die Todesursache ist unklar. Ein Polizeisprecher: Während der Aufnahme wurden die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei von Bewohnern der Unterkunft bedrängt und angegriffen.

Zuerst hatten der Bayerische Rundfunk und die Mittelbayerische über den Vorfall berichtet.

Der Sprecher weiter: Die Stimmung unter Teilen der Bewohner heizte sich auf, sodass ein Bergen der Leiche nicht möglich war. Nachrückende Polizeikräfte wurden unter anderem mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberpfalz hielt Kontakt zu den Bewohnern.

Gegen 11.40 Uhr konnte der Leichnam der Frau schließlich geborgen und an ein Bestattungsunternehmen übergeben werden. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt.

Hinweise darauf, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte, gab es zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft werde nun die weiteren Schritte zur Klärung der Todesursache veranlassen, erklärte der Polizeisprecher.

Die 31-Jährige hinterlässt drei Kinder im Alter von drei bis neun Jahren. Das Jugendamt kümmert sich nun um die Kinder. Die Polizei prüft nun, ob gegen Bewohner des Heims wegen der Auseinandersetzungen Ermittlungen eingeleitet werden müssen.

Bewohner haben Polizei und Rettungsdienst offenbar bedrängt, angegriffen und mit Steinen beworfen. Auslöser war wohl ein Todesfall.

Nach dem Tod einer Frau in einem Regensburger Flüchtlingsheim ist es am Samstag zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Die Einsatzkräfte sprachen von “Ausschreitungen” in dem sogenannten Ankerzentrum. Die Beamten seien mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ihnen hätten etwa 40 bis 50 Bewohner der Unterkunft gegenübergestanden. Verletzte gab es offenbar keine.

Am Samstagvormittag wurde der Polizei eine leblose Person in dem Heim gemeldet. Der Rettungsdienst habe nur noch den Tod der 31-Jährigen feststellen können. Laut Polizei gibt es bislang keine Anhaltspunkte für Gewalteinwirkung, es werde jedoch weiter ermittelt. Die Verstorbene hinterlässt drei Kinder im Alter von neun, fünf und drei Jahren.

“Der Tod einer jungen Frau war wohl mit ein Anlass für eine hohe Emotionalisierung”, sagte der Polizeisprecher. Während des Einsatzes seien die Beamte von Bewohnern der Unterkunft bedrängt und angegriffen worden. “Die Stimmung unter Teilen der Bewohner heizte sich auf, sodass ein Bergen der Leiche nicht möglich war.” Polizisten seien mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen worden.

Erst nach etwa drei Stunden sei es möglich gewesen, die Tote aus dem Gebäude zu bringen. Die Polizei habe es den Bewohnern ermöglicht, den Sarg selbst aus dem Haus zu tragen. Nachdem die Einsatzkräfte die Asylunterkunft verlassen hätten, habe sich die Lage schnell beruhigt.

In der Vergangenheit hat es bereits mehrfach bei Einsätzen in bayerischen Ankerzentren schwere Konflikte zwischen Bewohnern und Polizeikräften. Dabei gab es beispielsweise im oberfränkischen Bamberg und im schwäbischen Donauwörth Verletzte und Festnahmen.