Preis für Regensburger Brauer
Zwei Mal Gold und ein Mal Silber für Kundmüller beim European Beer Star: Die beste Privat-Brauerei Deutschlands kommt aus Weiher
Mit 2344 Bieren aus 51 Ländern aller Kontinente wurden 2018 so viele Biere wie noch nie für den European Beer Star der Privaten Brauereien eingereicht. Zwei Tage dauerte die Blindverkostung der 144-köpfigen, internationalen Jury bei dem weltweit renommierten Bier-Wettbewerb. Am Mittwoch wurden die Gewinner gekürt. Keine Überraschung, dass darunter auch Bamberger Biere sein müssen: Weiherer, Wagner, Hummel und Will hatten bei der Jury Erfolg.

Die erfolgreichste deutsche Brauerei kommt aus Viereth-Trunstadt: Im kleinen, inhabergeführten Brauereigasthof Kundmüller wird das beste milde Lagerbier und das beste Stark-Rauchbier gebraut. Zudem wurde deren Rotbier die Silbermedaille zuerkannt. Punkten konnte auch die Brauerei Wagner aus Merkendorf bei Memmelsdorf: Mit ihrem Pils erzielte sie eine Bronze-Medaille in der Kategorie “Bohemian Style Pilsner”. Einen dritten Platz erreichte auch die Brauerei Hummel aus Merkendorf für ihr dunkles Weizen.

Eine Silbermedaille schnappte sich die Brauerei Konrad Will für das Schederndorfer Rauchbier. In der wohlkingenden Kategorie “Smoke Beer Traditional Franconian Style” mussten sich die Stadelhofener nur den fränkischen Nachbarn aus Zeil am Main geschlagen geben: Das Göller-Rauchbier gewann. Die Brauerei war auch mit ihrem dunklen Bockbier erfolgreich und schaffte Bronze.

Im Landesvergleich schneidet Deutschland am besten ab. Insgesamt 28 Mal konnten sich unsere Nachbarn den Thron sichern. Spitzenplätze belegen auch die US-Brauereien, Italien, und die Niederlande.

Die Brauerei Greif aus Forchheim gewann eine Silbermedaille mit ihrem hellen Bernstein-Hefeweizen. Staffelberg-Bräu haute mit ihrem hellen Doppelbock Zwergator die Jury von den Sitzen – das reichte für Bronze.

Die erfolgreichste Brauerei kommt aus den Niederlanden. Die Bierbrouwerij de Konigshoeven konnte gleich vier Goldmedaillen einheimsen.

In Viereth-Trunstadt ist die Freude über Platz 1 in Deutschland groß. “Wir schäumen praktisch vor Glück”, so Braumeister Roland Kundmüller. Ausgezeichnet wurde die Brauerei Kundmüller mit der Silbermedaille für ihr Biobier Weiherer Urstöffla sowie der Goldmedaille für das Weiherer Landbier und für den Weiherer/Cervejaria Bamberg Rauchbock. Gerade der Preis für den Gemeinschaftssud mit dem brasiliansichen Brauer Alexandre Bazzo macht die Inhaber besonders stolz, wie Oswald Kundmüller erklärt: “Dieses Bier wurde als Hommage an Bamberg und ein Zeichen tiefer Freundschaft gebraut.” Denn Bazzo, Braumeister der Cervejaria Bamberg gilt als einer der Wegbegleiter der vergangenen Jahre, den eben nicht nur der Bambergbezug verbindet, sondern auch das Rauchbier, das Bazzo selbst nahe Sao Paolo braut.

Laut den Veranstaltern des European Beer Star sind die Auszeichnungen bei den Brauereien so begehrt wie Michelin-Sterne für Gastronomen. Schaum, Geruch, Geschmack und sortentypische Ausprägung werden von der Jury bewertet. Die Gewinner in den 65 Kategorien wurden gestern im Rahmen der BrauBeviale in Nürnberg ausgezeichnet. Die meisten “Bier-Sterne” gehen in der 15. Auflage des Wettbewerbes an Brauer in Deutschland.

Beim European Beer Star kommt es auf das besondere, das authentische Bier an. Hier zu gewinnen ist ein wahrer Ritterschlag und der Beweis für gelebte Qualität und die Verwendung bester Rohstoffe. Eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit des gesamten Brauerei-Teams. Einfach legendär, erklärt Braumeister Andreas Rosa.

Dabei war es in diesem Jahr so schwierig wie nie zuvor, eine Medaille beim European Beer Star zu erringen. Denn mit 2.344 angemeldeten Bieren (+ 9% gegenüber 2017) aus 51 Ländern aller Kontinente verzeichnet der Verkostungswettbewerb den der Verband der Privaten Brauereien seit 2004 ausrichtet, eine neuerliche Rekordbeteiligung.

Entsprechend aufwändig war es für die 144-köpfige Jury des European Beer Star in einer zweitägigen Blindverkostung Anfang Oktober an der Brau-Akademie Doemens (Gräfelfing), die Gold-, Silber und Bronzemedaillen in den 65 Bierstilen europäischer Brau-Art zu ermitteln. Bewertet haben die Braumeister, Biersommeliers und ausgewiesenen Bierkennern aus 32 Ländern nach Kriterien, die auch jeder Konsument zur Beurteilung heranzieht: Optik, Schaum, Geruch, Geschmack und sortentypische Ausprägung.

Dem Verbraucher die Genussvielfalt von handwerklich gebrauten Bieren zu vermitteln, benennt Oliver Dawid, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, die Zielsetzung dieses Wettbewerbes. Die Strahlkraft unserer Auszeichnung wird immer intensiver – der European Beer Star ist inzwischen längst das Schaufenster für die besten Biere der Welt.

Bei der Brauerei Fohrenburg wird daher auch erwartet, dass die Silber-Medaille beim European Beer Star 2018 für entsprechende Aufmerksamkeit beim Konsumenten sorgt: Unsere treuen Kunden können sich in ihrer Wahl bestätigt sehen und vielleicht wird auch der eine oder andere Verbraucher erstmals auf unser prämiertes Bier aufmerksam, so Geschäftsführer Wolfgang Sila.