2. Liga: Regensburg klettert weiter, Köln festigt Tabellenführung
VfL geht in Heidenheim leer aus – MSV weiter sieglos
Duisburg verliert 1:2 gegen Regensburg, wartet auch nach acht Spieltagen auf einen Sieg (2 Unentschieden, 6 Niederlagen). Nun droht dem Bulgaren das Aus. 45 Minuten vor Spielbeginn sprechen ihm die MSV-Verantwortlichen noch das Vertrauen aus. Aber bleibt das nach der Pleite auch so?

▶︎ Mit Bernd Hollerbach (48) saß ein potenzieller Nachfolger wie gegen Aue (1:2) im Stadion. Nach BamS-Informationen ist der Ex-HSV-Trainer aber kein Thema. Im Gegensatz zu Ismail Atalan (38). Der ehemalige Coach von Lotte und Bochum ist heißer Kandidat auf den Posten beim Zweitliga-Schlusslicht.

Das nächste Endspiel für MSV-Trainer Ilia Gruev (48) – auch das letzte? Gegen Regensburg muss ein Sieg her, sonst fliegt Gruev.

Teilen Weiterleiten Tweeten Weiterleiten Drucken Der MSV Duisburg bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga sieglos und abgeschlagener Letzter der Tabelle. Mit der 1:3 (1:2)-Niederlage am Samstag gegen Jahn Regensburg wird die Situation für MSV-Trainer Ilia Gruev immer bedrohlicher. Der 48 Jahre alte Trainer, seit November 2015 im Amt, holte in der neuen Saison erst zwei Punkte mit den Duisburgern.

Der MSV-Trainer kämpft um seinen Job. Er weiß, dass er Samstag im Heimspiel gegen Regensburg zum Siegen verdammt ist…

Noch am Wochenende setzen sich die Vereinsgremien in der Trainerfragen zusammen, bestätigte MSV-Präsident Ingo Wald. Heute wird es keine Entscheidung geben. Wir wollen nicht mit dem Bauch, sondern mit dem Kopf entscheiden. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt, sagte Wald.

Bitterer Beginn für den MSV! Iljutschenko (11. Minute) taucht allein vor dem Jahn-Tor auf, scheitert aber an Keeper Pentke. Im direkten Gegenzug macht es Grüttner besser, unter Mithilfe von MSV-Torwart Mesenhöler. 114 Sekunden später vernaschen zwei Regensburger vier Zebras. Stolze trifft zum 2:0.

Doch der MSV lebt! Gyau (24.) trifft nach einem Föhrenbach-Aussetzer zum Anschluss. Duisburg stemmt sich gegen die Pleite, doch George macht mit einem Strafstoß alles klar. 5:0 in Hamburg, 2:1 gegen Heidenheim, 3:1 in Duisburg – eine perfekte Woche den Jahn.

Regensburg Pentke – Saller, Sörensen, Correia (46. Nandzik), Föhrenbach – Lais, Geipl (83. Fein) – Stolze, George – Grüttner, Adamyan (74. Al Ghaddioui). – Trainer: Beierlorzer

Bezeichnend für die Stimmungslage in Duisburg: In der 69. Minute wird MSV-Torschütze Gyau ausgewechselt. Die Zuschauer reagieren mit Gruev raus-Rufen!

▶︎ Torschützen: 0:1 Grüttner (11.), 0:2 Stolze (13.), 1:2 Gyau (24.), 1:3 George (78./Elfmeter)

Die nächste bittere Pleite für Bochum. Nach dem 0:1 unter der Woche gegen Dresden nun ein 2:3 in Heidenheim.

Drei Tore, ein Platzverweis – viel los in der 1. Halbzeit. Heidenheim macht mit Dovedan (11.) den Anfang, kontert den VfL aus. Aus dem Nichts gelingt Hinterseer (21.) der Ausgleich. Schon sein fünftes Saisontor. Nur zwei Minuten nach der VfL-Führung durch Hoogland (31.) fliegt Losilla (33.) mit Gelb-Rot vom Platz. Bochum also fast eine Stunde in Unterzahl.

Glatzel (77.) findet in der 77. Minute die Lücke im VfL-Beton, der dann komplett zerbröckelt. Schnatterer sorgt mit einem direkten Freistoß für die Entscheidung. VfL-Torwart Riemann, wie auch beim 1:0 der Heidenheimer, macht eine ganz schwache Figur.

▶︎ Torschützen: 1:0 Dovedan (11.), 1:1 Hinterseer (21.), 1:2 Hoogland (31.), 2:2 Glatzel (77.), 3:2 Schnatterer (84.) ▶︎ Platzverweis: Losilla (33./Gelb-Rot)

Sieben Änderungen im Team der Veilchen, aber keine Veränderung auf dem Platz. Aue verliert beim starken Aufsteiger Paderborn verdient mit 0:1, nur drei Tage nach dem 0:2 gegen Sandhausen.

Jetzt wird es wieder ungemütlich im Erzgebirge. Paderborn hat sein kleines Zwischentief mit zwei Spielen ohne Sieg dagegen beendet, hätte durchaus höher gewinnen können.

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Schlusslicht Duisburg ist auch am 8. Spieltag sieglos geblieben, Regensburg dagegen setzte seine Erfolgsserie fort. Parallel gingen Bochum in Heidenheim und Aue in Paderborn leer aus. Am Freitag hatte Köln dank Jubilar Terodde und Vorbereiter Drexler Platz eins gefestigt, Kiel Darmstadt bezwungen. Am Sonntag trifft Dresden auf Fürth – und in Hamburg steigt das Derby!

Vierte Niederlage im vierten Heimspiel und nach acht Spieltagen noch immer kein Sieg: Der MSV Duisburg steckt nach dem 1:3 gegen Regensburg vom Samstag weiter tief in der Krise. Der Jahn legte einen Auftakt nach Maß hin: Nachdem Iljutcenko eine Riesenchance für die Zebras liegen ließ, holte Regensburg zum Doppelschlag aus – Grüttner (11.) und Stolze (13.) trafen. Doch die Gruev-Elf erholte sich recht schnell und Startelfdebütant Gyau sendete mit seinem Volleytreffer ein Lebenszeichen (24.). Die Duisburger konnten sich jedoch nicht für ihre Leistungssteigerung belohnen, stattdessen sorgte George nach einem Foul von Wiegel an Geipl per Elfmeter für die Vorentscheidung (78.). Mit ihrem dritten Sieg in Serie orientieren sich die Regensburger in der Tabelle nach oben. Für MSV-Trainer Ilia Gruev wird die Luft zusehends dünner.

Einen packenden Schlagabtausch lieferten sich parallel Heidenheim und Bochum. Der Gastgeber krönte eine sehr gute Anfangsphase mit dem Führungstreffer (11. Dovedan), geriet gegen effektive Bochumer aber noch vor der Pause in Rückstand – Hinterseer (21.) und Hoogland (31.) drehten die Partie. Doch in der 33. Minute sah Losilla Gelb-Rot – die Schlüsselszene. In den zweiten 45 Minuten rannte der FCH in Überzahl an – und belohnte sich in der Endphase. Glatzel (77.) und Schnatterer (84.) tüteten den 3:2-Heimsieg ein.

Nur ein Tor sahen die Zuschauer beim 1:0-Sieg des SC Paderborn gegen Erzgebirge Aue. Tekpetey setzte die klaren Feldvorteile der Ostwestfalen in der 34. Minute in die Pausenführung um. Die Sachsen steigerten sich nach dem Wechsel zwar und brachten den Aufsteiger kräftig in die Bredouille, im Duell zweier Keeper in Bestform verhinderte Zingerle aber den Ausgleich. Für Paderborn war es der erste Sieg nach zuletzt zwei sieglosen Partien. Terodde sind 100 nicht genug

Die seit vier Spielen ungeschlagenen Bielefelder begrüßten am Freitag Köln auf der Alm. Der FC setzte in Person von Drexler eine frühe Duftmarke, Ortega war jedoch auf dem Posten (4.). Auch der auffällige Guirassy (22.) scheiterte am Schlussmann gegen keineswegs enttäuschende, sondern vielmehr kampfstarke Bielefelder. Dennoch kassierten die Ostwestfalen kurz vor dem Pausenpfiff das Tor. Drexlers punktgenaue Flanke köpfte Terodde ein – sein 100. Zweitligatreffer im 194. Spiel! Da Drexler in der 56. Minute allein vor dem Tor nicht selbst abschloss, sondern zu ungenau auf Guirassy querlegte, blieb der DSC im Spiel. Machte nichts: In der 70. Minute legte wieder Drexler für Terodde auf, fertig war das 2:0 – wobei der Vorbereiter allerdings wohl knapp im Abseits stand. Mit einem Distanzhammer brachte Staude zwar nochmal Stimmung auf die Alm (85.), doch in der Nachspielzeit machte Cordoba (natürlich nach Drexler-Vorarbeit) alles klar: 3:1.

Bei Kiel durfte Benjamin Girth erstmals von Beginn an ran. Das bemerkte Darmstadt spätestens in der 12. Minute, als der Angreifer die Führung für die Störche markierte. Die Hausherren ließen unmittelbar nach der erster guten Gelegenheit für SVD-Angreifer Wurtz (22.) das 2:0 folgen: Mühling lupfte das Leder aus spitzem Winkel über Keeper Heuer Fernandes hinweg ins lange Eck (23.). Und es blieb spektakulär an der Ostsee: Erst verkürzte Kempe per Handelfmeter für die Lilien (29.), nur drei Minuten später übersprang Serra Darmstadts Abwehrchef Sulu – 3:1. Einer ging aber noch vor der Pause: Wieder war Kempe, diesmal per Kopf, zur Stelle und verkürze abermals (39.), beinahe hätte Dursun kurz darauf einen haarsträubenden Abwehrfehler zum 3:3 genutzt. Obwohl Kiels Dehm in der 51. Minute die Ampelkarte sah, schlug die KSV erneut zu, diesmal durch Kinsombi (70.). Das war zu viel des Guten für die Lilien, die letztlich die dritte Pleite in Folge quittieren mussten.

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