SC Paderborn verliert Klement an den VfB Stuttgart - WDR Nachrichten
Klement steigt sportlich ab
SC Paderborn verliert Klement an den VfB Stuttgart Philipp Klement verlässt Aufsteiger SC PaderbornDer Linksfuss schließt sich Absteiger VfB Stuttgart anKrösche: “Sind mit erzieltem Ergebnis sehr zufrieden” Neuer Abschnitt Der 26-jährige Linksfuß erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. “Wir brauchen Spieler wie Philipp Klement, die uns in der zweiten Liga besser machen und auch ganz klar das Potenzial für die Bundesliga mitbringen”, sagte VfB-Sportchef Thomas Hitzlsperger über den Topscorer der Ostwestfalen.

Die Paderborner hingegen verlieren einen wichtigen Spieler. Klement kam 2018 in der 3. Liga zum SCP, wo er innerhalb von 15 Monaten zwei Aufstiege mitfeiern durfte. In seinen 47 Meisterschaftsspielen für die Ostwestfalen gelangen ihm 18 Tore, zudem bereitete er zwölf weitere Treffer vor.

Gegen Union Berlin reichten zwei Unentschieden nicht für den Klassenerhalt – Sportvorstand Thomas Hitzlsperger hat nun die schwere Aufgabe, den Kader für die zweite Liga zusammenzustellen.

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Vor allem in der jüngsten Zweitligasaison trumpfte er auf: In der Saison 2018/2019 steuerte Klement 16 Tore in 31 Spielen bei und traf somit mindestens in jedem zweiten Spiel. “Philipp hat sich in Paderborn zu einem herausragenden Mittelfeldspieler entwickelt, der großen Anteil an dem zweiten Bundesliga-Aufstieg in unserer Vereinsgeschichte hat”, hob Sportchef Markus Krösche am Mittwoch (29.05.2019) die sportlichen Leistungen Klements hervor.

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“Da der Spieler die sportliche Herausforderung in Stuttgart annehmen wollte, mussten wir mit Blick auf die Vertragssituation eine Lösung finden, mit der alle Parteien leben können”, so Krösche.

“Wir bedauern den Verlust sehr, sind mit dem erzielten Ergebnis aber absolut zufrieden”, deutet der Geschäftsführer an, eine hohe Ablösesumme erzielt zu haben. Über die Modalitäten wurde nichts bekannt. Das Internetportal transfermarkt.de schätzt den derzeitigen Marktwert des Spielers auf 2,5 Millionen Euro.

Klement selbst scheint es nicht viel auszumachen, als Bundesliga-Aufsteiger nun doch wieder mindestens ein Jahr in der zweiten Liga spielen zu müssen. “Ich habe in den vergangenen Wochen mit Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat viele gute Gespräche geführt”, so Klement, “dabei ist mir sehr schnell klar geworden, dass ich unabhängig von der Ligazugehörigkeit unbedingt zum VfB wechseln möchte, weil ich von der langfristigen Perspektive des Vereins und der Spielidee des Trainers überzeugt bin. Und nach dem Abstieg kann ich nur sagen: Jetzt erst recht.”

Audio starten, abbrechen mit Escape Live-Reportage – die Höhepunkte des Aufstiegszweikampfes Sportschau. 19.05.2019. 01:59 Min.. ARD.

Paderborn (WB). Erst Bernard Tekpetey zurück zum FC Schalke 04, jetzt Philipp Klement : Die Bundesliga bedient sich kräftig beim Aufsteiger SC Paderborn. Am Mittwoch gaben die Ostwestfalen bekannt, dass der Spielmacher zum Absteiger VfB Stuttgart wechselt.

Über die Vertragsinhalte wurde offiziell nichts bekannt, nach WESTFALEN-BLATT-Informationen ist es wirtschaftlich aber ein für alle Seiten gutes Geschäft: Der SCP kassiert für Klement, der nur noch bis zum 30. Juni 2020 unter Vertrag stand, eine Ablösesumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Klement selbst wurde von den Schwaben bis 2023 verpflichtet und soll etwa zwei Millionen Euro jährlich verdienen.

Die Finanzen stimmen, sportlich ist der Transfer allerdings ein weiterer Rückschlag für den SCP. Klement war nicht nur der Kopf, mit 16 Toren und sieben Assists war er auch der Topscorer. Wenn jemand auf uns zukommt und will sich verändern, dann finden wir Lösungen. Das wissen die Spieler und ihre Berater, das ist unser Geschäftsmodell und bislang hat dieses Konzept funktioniert, erklärt Manager Markus Krösche.

Sportlich wie finanziell: Der SCP ist in den vergangenen Monaten von der 3. Liga bis in die Bundesliga durchmarschiert und hat auch noch gut kassiert: Für Dennis Srbeny (im Januar 2018 für 1,5 Millionen Euro zu Norwich City) und Robin Krauße (im August 2018 für eine Million Euro nach Ingolstadt) gab es bereits 2,5 Millionen Euro, weitere fünf kommen nach den Abgängen von Tekpetey und Klement hinzu. Das ist ein Rekord in der 112-jährigen Klubgeschichte.

Das alles interessiert Klement herzlich wenig. Paderborns Stratege nannte trotz des sportlichen Abstiegs auch die besseren Möglichkeiten am Neckar als Grund für seinen Abgang: Ich wollte unbedingt zum VfB wechseln, weil ich von der langfristigen Perspektive des Vereins und der Spielidee des Trainers überzeugt bin. Und nach dem Abstieg kann ich nur sagen: Jetzt erst recht. Stuttgarts Sportvorstand Thomas Hitzlsperger reagierte ähnlich zufrieden: Wir brauchen Spieler wie Philipp Klement, die uns in der 2. Liga besser machen und das Potenzial für die Bundesliga mitbringen.

Paderborn verliert dagegen erneut an sportlicher Substanz. Ob das in diesem Tempo noch weitergeht, ist ungewiss. Sebastian Schonlau, Sebastian Vasiliadis oder Christopher Antwi-Adjei sind weitere Kandidaten, im Moment liegen dem SCP aber keine Anfragen vor. Krösche macht sich aber nichts vor: Es kann sein, dass am 31. August noch Angebote kommen. Das kann und will ich auch nicht beeinflussen, weil ich keinem Spieler seine Karriere versauen werde.

Einer der SCP-Profis setzt seine Laufbahn in der Regionalliga fort: Felix Herzenbruch löste am Mittwoch seinen Vertrag auf und wechselt – wie berichtet – zu Rot-Weiss Essen. Von dort kam im Winter Kai Pröger und der bleibt den Paderborner dagegen etwas länger erhalten: Der 27-Jährige Senkrechstarter verlängerte vorzeitig bis zum 30. Juni 2022.

Krösche hatte noch eine positive Meldung: Die Verhandlungen mit Rifet Kapic (23) stehen kurz vor dem Abschluss. Der Klement-Nachfolger könnte schon nächste Woche vorgestellt werden: Wir haben eine Lösung gefunden. Krösche und Kapic kennen sich übrigens schon länger. Der Bosnier sollte bereits im Winter 2017/2018 kommen. Damals verlangte der Schweizer Erstliga-Absteiger Grasshopper Club Zürich aber noch eine (zu) hohe Ablösesumme (angeblich 600.000 Euro) und Paderborns Sport-Geschäftsführer entschied sich für Klement. Am Ende keine schlechte Wahl, obwohl Krösche überzeugt ist: Kapic ist ein super Spieler mit einem riesigen Potenzial. Einer, der genau passt.

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