Nübel-Transfer könnte in Paderborn die Kassen klingeln lassen - Neue Westfälische
Fünf Topklubs denken an Nübel
Der SCP soll sich 2015 beim Wechsel des jungen Torhüters nach Schalke eine attraktive Klausel gesichert haben

Paderborn. Im August 2015 war der damals knapp 19 Jahre alte Torwart Alexander Nübel für eine kolportierte Ablösesumme von 600.000 Euro vom SC Paderborn zum FC Schalke 04 gewechselt. Nun könnte der gebürtige Paderborner, der seine Karriere beim TSV Tudorf gestartet hatte, dem SCP eine weitere satte Einnahme bescheren. Denn sollte Nübel nach dieser Saison zu einem anderen Klub wechseln, würde Paderborn nach Informationen der Sport-Bild stolze 20 Prozent der Ablösesumme kassieren. Der damalige SCP-Manager Michael Born habe mit Schalke eine entsprechende Klausel vereinbart. Krösche hält sich bedeckt „Wir kommentieren keine Vertragsinhalte”, will SCP-Sport-Geschäftsführer Markus Krösche die besagten 20 Prozent weder bestätigen noch dementieren. Sollte Nübel in diesem Sommer wechseln, fließt aber auf jeden Fall Geld an Paderborn. Dafür sorgt schon der so genannte „Solidaritätsmechanismus”. Da Nübel zehn Jahre für den SCP spielte, würde der SCP rund drei Prozent der Ablösesumme einstreichen. Auch das könnte schon ein erkleckliches Sümmchen ergeben, wenn man bedenkt, dass Vereine wie Bayern München, Chelsea, Arsenal London, Tottenham und Paris St. Germain um die Dienste des 22 Jahre alten Torwart-Juwels buhlen. Bleibt Nübel ein weiteres Jahr bei Schalke, würde der SCP leer ausgehen. Denn im Juli 2020 läuft sein Vertrag bei den Königsblauen aus, so dass er ablösefrei wechseln könnte.

Alexander Nübel ist heiß begehrt. Laut der ‚Sport Bild haben neben dem FC Bayern auch der FC Chelsea, der FC Arsenal, Tottenham Hotspur und Paris St. Germain das Torhüter-Juwel von Schalke 04 im Blick.

Besonders interessant macht Nübel seine Vertragssituation: Der U21-Nationalkeeper ist nur noch bis 2020 an Schalke gebunden. Derzeit ziert sich der gebürtige Paderborner, seinen Kontrakt zu verlängern.

Dass Schalke beim Thema Nübel überhaupt in der Bredouille steckt, wird Ex-Manager Christian Heidel angelastet. Dieser soll es trotz des Drängens von Ex-Coach Domenico Tedesco versäumt haben, frühzeitig mit Nübel über eine Ausdehnung seines Kontrakts zu verhandeln.

Die Bayern sollen schon seit einer Weile mit dem 22-Jährigen in Kontakt stehen. Nicht erst, seit Nübel zur Rückrunde Ralf Fährmann als Schalker Nummer eins abgelöst und mit spektakulären Paraden maßgeblich zum vorzeitigen Klassenerhalt beigetragen hatte.

An Interessenten mangelt es allerdings bereits jetzt nicht. Dem Bericht zufolge buhlen neben dem FC Bayern bereits die englischen Spitzenvereine FC Chelsea, Tottenham Hotspur und FC Arsenal sowie Paris Saint-Germain um Nübel.

Berater Stefan Backs hatte die Spekulationen vor einem Monat ins Rollen gebracht. Der Agent sagte damals zu ‚Sport1: Schalke hatte monatelang Zeit, Gespräche zu führen und hat dies nicht getan. Was das gute Recht des Klubs ist. Jetzt ist für unsere Seite der falsche Zeitpunkt dafür. Was unser gutes Recht ist.

Das Arbeitspapier des gebürtigen Paderborners, der 2015 vom SC Paderborn in den Ruhrpott wechselte, endet im Sommer 2020, Verhandlungen über eine Verlängerung sollen derzeit auf Eis liegen. Das berichtet “Sport Bild”.

FT-Meinung: Die Torhüterplanstellen bei europäischen Topklubs sind rar gesät. Bekommt Nübel bei einem Schwergewicht eine realistische Chance auf die Nummer eins, muss er einen Wechsel ernsthaft in Erwägung ziehen. Mit Schalke verheiratet scheint der Schlussmann ohnehin nicht zu sein. Am konkretesten sind bisher die Bemühungen aus München.

Ein Verbleib bei S04 ist laut “Sport Bild” zwar nicht ausgeschlossen, hängt aber stark vom neuen Kontrakt des Schlussmanns ab. Eine für Nübel “akzeptable Ausstiegsklausel” sei Pflicht, heißt es.