Erzgebirge Aue entzaubert SC Paderborn - MDR
Vollstrecker und Vorbereiter: Iyoha avanciert zum Matchwinner
Am 25. Spieltag der 2. Bundesliga hat der FC Erzgebirge Aue für eine faustdicke Überraschung gesorgt und mit 2:1 (1:0) gegen den SC Paderborn 07 gewonnen. Dabei agierte das Team von Daniel Meyer spielerisch von Beginn an auf dem Niveau der Ostwestfalen und ging durch einen Treffer von Emmanuel Iyoha in Führung. In einer turbulenten Schlussphase konnte sich auch Tor-Debütant Philipp Zulechner erfolgreich im Erzgebirge einreihen.

In der Start-Elf musste Aue-Trainer Daniel Meyer eine kurzfristige Änderung vornehmen. Der durch Grippe zu stark geschwächte Robert Herrmann wurde durch Calogero Rizzuto ersetzt.

Die Partie startete wie erwartet stürmisch. Vor allem Sven Michel vom SC Paderborn bereitete den Sachsen in den ersten Spielminuten arges Kopfzerbrechen. Jedoch konnten sich die Hausherren auf einen sehr gut aufgelegten Schlussmann Martin Männel verlassen, der mit einer Glanztat den frühen Rückstand verhinderte (6.). Und offensiv zeigten sich die Veilchen stark verbessert und nahmen den Schwung vom 3:0-Auswärtssieg beim SV Sandhausen mit. Spielerisch hielten die Sachsen gegen die zweitbeste Offensiv-Mannnschaft der Liga überraschend gut mit und gingen sogar durch Iyoha in Führung (11.). Nach einem feinen Zuspiel von Pascat Testroet nahm Iyoha die Flanke direkt an und erzielte sehr ansehnlich das 1:0. Erstes Heim-Tor 2019 für die Sachsen.

Danach kamen die Ostwestfalen immer besser in die Partie und banden die Hausherren in ihrer eigenen Hälfte. Noch dazu musste Aue-Trainer Meyer einen bitteren Ausfall verkraften. Ohne fremde Einwirkungen knickte Malcolm Cacutalua um und musste ausgewechselt werden. Das störte den Spielfluss der Auer dann doch gewaltig. Für die Hochkaräter war nun der SCP zuständig. Die dickste Chance hatte Ben Zolinski. Der Angreiffer wurde von Michael mustergültig eingesetzt, scheiterte jedoch im Abschluss am Querbalken (36.). Bis kurz vor Pause blieb es auch weiterhin stürmisch auf dem Platz, denn SCP-Kapitän Uwe Hünemeier flog nach einem Foul an dem eingewechselten Louis Samson vom Platz (45.). So ging es mit einer knappen aber nicht unverdienten Führung für die Sachsen in die Kabine.

Die Erfolgsserie von Jahn Regensburg wurde gestoppt. Die Oberpfälzer kamen nach zwei Siegen gegen den abstiegsbedrohten MSV Duisburg über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus. Die Zebras sind jetzt seit drei Spielen ungeschlagen und holten dabei fünf Punkte. Al Ghaddioui (39.) schoss das Führungstor für die Oberpfälzer, vorausgegangen war ein Stellungsfehler von Duisburgs Enis Hajri. Kevin Wolze (67., Foulelfmeter) erzielte den verdienten Ausgleich für Duisburg, das eine wesentlich stärkere zweite Halbzeit bot. Der SSV Jahn bleibt zu Hause ein Tor-Minimalist. In zwölf Saisonheimpartien erzielten die Süddeutschen nur 13 Tore. Die Meidericher holten aus den vergangenen fünf Partien in der Fremde nur zwei Zähler. Die Gastgeber taten sich allerdings lange Zeit recht schwer. Der MSV machte die Räume eng, war giftig im Zweikampf und ließ das Jahn-Angriffsspiel nicht auf Touren kommen. Allerdings hatten die Duisburger ihrerseits ebenfalls Probleme, gefährlich vor das Tor der Regensburger zu kommen. Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Duisburger mehr Druck, aber die Abwehr der Regensburger bewahrte lange Zeit die Übersicht, ehe Torwart Philipp Pentke John Verhoek im Strafraum foulte.

Gegen das in Unterzahl agierende Team von Steffen Baumgart versuchten die Hausherren sofort das zweite Tor nachzulegen. Es folgte jedoch oft das nötige Quäntchen Genauigkeit im Abschluss. So war es unter anderem Rizzuto, der mit seinem Abschluss aus 20 Metern nur knapp scheiterte (49.). Wenig später scheiterten Iyoha und Testroet (53./56.) an ihrer eigenen Abschlussgenauigkeit. Ein gefährliches Spiel des Meyer-Teams, denn die Ostwestfalen kämpften sich erneut in die Partie und ließen in vielen Spielphasen vergessen, dass nur zehn Kicker auf dem Feld waren. In der Endphase des Spiels wurde es noch einmal hektisch.

Die Sachsen erzielten durch Tor-Debütant Philipp Zulechner das 2:0. Dem Tor ging eine starke Vorarbeit vom Iyoha voraus (81.). Schluss im Schacht war danach jedoch noch nicht. Die drittbeste Abwehr der Liga kassierte doch noch einen Gegentreffer. Der gerade erst eingewechselte Christopher Antwi-Adjej traf nach ungefähr zwanzig Sekunden “Feld-Zeit” und ließ das Auer Publikum noch einmal zittern (87.). Umso erlösender war dann letztendlich der Schlusspfiff von Referee Lasse Koslowski. Für Aue somit seit September 2018 der erste “Doppel-Dreier” in dieser Saison.

"Wir wollen jetzt gierig bleiben". Mit diesen Worten hat Aue-Trainer Daniel Meyer seine Jungs nach dem Spiel angespornt. Im Gespräch mit Ronny Maiwald geht er dennoch kritisch mit der Leistung der Mannschaft um.

Aues Winter-Neuzugang Philipp Zulechner machte nicht nur das zwischenzeitliche 2:0. Der gebürtige Wiener bewies auch nach dem Spiel, dass er nicht nur mit dem Ball spielen kann, sondern auch mit Worten.

Aue ging verdient mit der Führung in die Pause. In einer temporeichen ersten Hälfte, in der auch die Gäste gute Chancen hatten, sorgte Iyoha nach einer Flanke von Pascal Testroet mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck für das schnelle 1:0. Kurz vor der Pause konnte Hünemeier Iyoha Zentimeter vor dem Strafraum nur mit einem Foul stoppen und musste für die Notbremse vom Platz.

Steffen Baumgart (Paderborn): “Gleich in der Anfangsphase gab es Chancen hüben wie drüben. Auch wir hätten in Führung gehen können, gerieten aber in Rückstand. Trotz der Roten Karte haben wir nach der Pause weiterhin nach vorne gespielt und versuchten Druck aufzubauen. Im Abschluss fehlt uns momentan aber auch etwas das Glück.”

Daniel Meyer (Aue): “Mit der zeitigen Führung im Rücken haben wir eine gute erste Halbzeit gespielt. Nach der Pause waren wir dann in Überzahl, mussten aber trotzdem sehr aufmerksam sein. Die Schlussphase war dann noch einmal unnötig hektisch. Insgesamt haben wir aber gegen die erwartet spielstarken Paderborner verdient gewonnen.”

Stürmische Zeiten auf dem Trainingsgeländes des 1. FC Magdeburg: Ohne Torjäger Christian Beck geht es gegen Sandhausen. Trainer Michael Oenning bleibt gelassen, für Mittelfeldspieler Philip Türpitz ist das Ziel klar.

Robin Lenk hat als Co-Trainer bei Erzgebirge Aue wohl keine Zukunft mehr. Aktuell ist er bis Sommer "widerruflich freigestellt". Die Gründe für die Trennung sind nebulös. Jan Günther berichtet.

Cristian Fiel hatte seinen ersten Arbeitstag als Chefcoach bei Dynamo Dresden. Groß eingewöhnen muss sich der 38-jährige nicht, schließlich hat er fünfJahre bei Dynamo gespielt.

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und apropos zulechner. er ist ein wiener bub, kommt von der austria, ist bei der austria gross geworden. gebt ihm eine chance. thomas letsch hat für den geschassten torsten fink bei der austria das traineramt übernommen.tomislav stipic übernimmt etwa ein jahr später bei grasshoppers club für den geschassten torsten fink das traineramt. viel spass noch.

"faustdicke Überraschung"Na klar, gg. den Aufsteiger und Tabellennachbarn. Großes Kino der Mdr-Qualitätspressler. Bei besserer Chancenverwertung ballern wir die ausm Stadion.

ich nehme für mich in anspruch, dass ich hier im forum der erste gewesen bin pro meyer. da habt ihr alle noch gejammert. er hat seine eignen vorstellungen und lässt, wenn es sein muss, rizutto und nazarov auf der bank sitzen und bringt junge unverbrauchte spieler. das ist mutig, bei eurem eingeschlafenen haufen.wenn er es schafft aue deutlich über dem abstieg zu halten, dann ist er der erste trainer nach rico schmitt, der wirklich etwas bewegt hat.glück auf meyerio!

Ball flach halten und weiter geht es…noch ist die Saison nicht zu Ende. Oder hat es eine Mannschaft schon mal mit 32 Punkten geschafft nicht abzusteigen?

@32 jetzt kannst du wieder wild onanierend durch die anderen Chats springen und deinen Müll ablassen du peinliche Figur! Einen Knallfrosch hat wohl jeder Verein in seinen Reihen! Deine Kumpels sind sicher furchtbar stolz auf dich 😉

15. Aldi – ich muss Deinen letzten Satz verbessern: am 01.04.19 bleibt EIN Punkt im Schacht…….Sportliche Harzer Grüße.

Glückwunsch ins Erzgebirge!War tolle Leistung und ich denke IHR seit fast durch.Ja wer einen Paco in der Truppe hat(ich kann den "Wechsel" immer noch nicht nachvollziehen und unter Fielo wäre er weiter bei UNS),der hat fest eine "Überlebensversicherung für die 2.Liga"!Hoffe unsere Jungs holen heute auch "mal wieder" drei Punkte!

Respekt! Aber bitte nicht wieder schleifen lassen! Was in der Vergangenheit leider immer wieder passiert ist! Denn noch ist der Klassenerhalt nicht geschafft!

So nun ist der Spaß wieder vorbei.Meine Hortgruppe Erzbrigade hat sich im Stadion gegen Paderborn ausgetobt.Fanger auf den leeren Rängen macht Laune.Komisch warum unsere Herde nicht so beliebt ist.Nun müssen alle Schachter wieder in die Einrichtung nach Untergöltzsch.Ich grüße meine Kumpels Mütze Witzmut Aua und Lunachod und Schacht nach Untergöltzsch wo die meisten Schachter untergebracht sind. Ich grüße auch den Oberstampfer Schachter und neu auch das Bolzplatz Kind. Uranbolzer ist cool. Südharzfront nicht. Wer ist Wacker.

Makelloser Samstagnachmittag für den FC Erzgebirge Aue. Die "Veilchen" legten beim SV Sandhausen einen Blitzstart hin und ließen auch anschließend nichts anbrennen.

Die Auer hatten sich gegen den MSV Duisburg viel vorgenommen, mussten sich am Ende aber mit einem 0:0 begnügen. Nachdem die Partie lange ohne die großen Aufreger ablief, wurde es in der Schlussphase hektisch.

+++ Ex-Aue-Trainer Stipic auf den Spuren von Hitzfeld und Weisweiler +++ DFB gewährt Magdeburg Nachlass bei Geldstrafe +++ Dynamo-Kapitän bleibt länger an Bord +++ Beck hat keine Erinnerung an Kopfball-Duell +++

Am historischen Datum 4. März hat sich ein neuer Verein in Aue gegründet: die BSG Wismut. Laut Präsident Holger Hasse will man an alte Traditionen anknüpfen – aber auch Alternativen zu modernen Entwicklungen bieten.

Erzgebrige Aue hat mit dem zweiten Sieg in Folge einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht: Die Veilchen fuhren am Samstagnachmittag zu Hause einen verdienten 2:1-Erfolg gegen Aufsteiger Paderborn ein. Der SCP spielte dabei allerdings 45 Minuten in Unterzahl.

Aues Trainer Daniel Meyer wollte nach dem wichtigen 3:0 in Sandhausen lediglich eine Änderung an seine Siegerelf vornehmen: Kalig verteidigte für Baumgart (Bank). Kurz vor Spielbeginn meldete sich allerdings noch der grippegeschwächte Herrmann ab, für den Rizzuto beginnen durfte.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart baute sein Team im Vergleich zum 0:1 gegen den FC St. Pauli auf zwei Positionen um: Schonlau rückte für Strohdiek ins Abwehrzentrum, ganz vorne erhielt Zolinski anstelle von Gueye (beide Bank) eine neue Chance.

Eine unmittelbare Antwort blieb dem SCP im Halse stecken, oft fehlte im letzten Drittel die nötige Präzision. Durch viele knackige Zweikämpfe verlor die Partie zudem ihren Fluss – und Cacutalua. Der Innenverteidiger der Veilchen knickte im gegnerischen Strafraum böse weg, das lädierte Knie verhinderte sein Weiterspielen (31., dafür kam Samson). Die letzte richtig dicke Paderborner Chance vor der Pause ließ Zolinski liegen, der nach überragender Michel-Vorarbeit das Leder an die Latte zimmerte (35.). Sekunden vor der Pause flog dann noch Hünemeier vom Platz, weil er gegen Iyoha zu einer Notbremse greifen musste – der fällige Freistoß brachte Aue nichts ein (45.+1).

2. Bundesliga, 25. Spieltag Bochum – Heidenheim 1:0 (0:0)   Union – Ingolstadt 2:0 (1:0)   Aue – Paderborn 2:1 (1:0)   Köln – Bielefeld 5:1 (2:0)   Darmstadt – Kiel 3:2 (2:1)   Regensburg – Duisburg 1:1 (1:0)   Magdeburg – Sandhausen -:- (0:0)   St. Pauli – HSV -:- (0:0)   Fürth – Dresden Abgesagt Die aktuelle Tabelle Mit dem Seitenwechsel reagierte Baumgart und holte Flügelflitzer Pröger vom Feld – Strohdiek sollte fortan den zweiten Innenverteidiger geben. Den ersten Akzent nach der Pause setzte aber Aue, Rizzutos missglückte Flanke landete gefährlich hinter dem Tor von Zingerle (49.). Kurz darauf waren die Hausherren noch näher am zweiten Treffer, doch Testroet setzte seinen Kopfball knapp neben den linken Pfosten (55.).

Ritters Antwort fehlte drei Minuten später die nötige Präzision. In der Folge verflachte die Partie zusehends. Aue spielte seine Möglichkeiten zu unsauber aus, Paderborn tat sich in Unterzahl extrem schwer. In der 81. Minute war der Deckel drauf: Männel fand mit seinem Abstoß Iyoha, der mustergültig für Zulechner auflegte. Der Auer Joker ließ sich nicht zweimal bitten und haute die Kugel links im Strafraum unter die Latte – 2:0. Paderborn fand in Person des eingewechselten Antwi-Adjej nochmal eine Antwort, doch mehr als der Anschlusstreffer war nicht drin (87.). Letztlich blieb es beim verdienten 2:1 für die Hausherren.

Nach dem zweiten Sieg in Serie gastiert Aue am Freitag (18.30 Uhr) in Kiel, Paderborn hat zwei Tage später (13.30 Uhr) Ingolstadt zu Gast.

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