Mainz 2:1 in Offenbach Bungert siegt bei seinen Kickers!
Bundesligist Mainz 05 gewinnt Test bei Regionalligist Offenbach 2:1
Offenbach – Nur zufriedene Gesichter gab es heute Abend nach dem Testspiel zwischen Kickers Offenbach und dem FSV Mainz 05. Von Jörg Moll

Der Fußball-Bundesligist gewann vor 500 Zuschauern auf dem neuen Naturrasen im Sana-Sportpark am Wiener Ring gegen munter mitspielende Kickers mit 2:1 (1:1).Niko Bungert, von 2006 bis 2008 beim OFC in der 2. Bundesliga unter Vertrag und danach bis heute in Mainz, ging nach seiner Auswechslung lächelnd zu Offenbachs Torwarttrainer René Keffel und dem heute geschonten Stammtorwart Daniel Endres. Einer herzlichen Umarmung folgte ein lockerer Plausch bis zum Abpfiff. „Es hat mich gefreut, mal wieder hier zu sein“, meinte Bungert: „Ich hatte hier eine schöne Zeit und habe gute Erinnerungen.“ Zuvor hatte sich der Verteidiger über 60 Minuten Spielpraxis gefreut. Nach längerer Verletzung trainiert der 32-Jährige erst seit drei Wochen wieder.

Der 05 Trainer hatte auf zwölf Spieler, die auf Länderspielreise sind, einige Verletzte und drei Angeschlagene (Stefan Bell, Jean-Paul Boetius, Philipp Mwene) verzichten müssen. Deshalb gehörten vier Spieler aus dem Mainzer Regionalligateam zum Testspielaufgebot, darunter Charmaine Häusl, der sogar in der Anfangsformation stand. Außerdem feierte Gerrit Holtmann sein Comeback, ohne groß Akzente setzen zu können. Giulio Donati, der in der Bundesliga noch ohne Saisoneinsatz ist, musste nach einer Stunde wegen einer Oberschenkelprellung ausgewechselt werden.

Zufrieden war heute Abend auch OFC-Trainer Daniel Steuernagel über ein gelungenes Experiment: „Das war für uns ein sehr guter Test, wir konnten einiges ausprobieren.“ Vor allem eine neue taktische Ausrichtung. Steuernagel ließ mit einer defensiven Dreierkette agieren. In der ersten Hälfte bildeten diese Francesco Lovric, Lucas Albrecht und Benjamin Kirchhoff im 3-4-3-System. In Durchgang zwei agierten Serkan Göcer, Gerrit Gohlke und Dennis Schulte im 3-5-2 hinten. In beiden Hälften – Steuernagel ließ nach der Pause nur Torwart Bilal Zabadne und Serkan Firat auf dem Feld – arbeiteten die Kickers gut gegen den Ball. „Wir haben die Räume gut verengt, wenig zugelassen“, lobte der OFC-Coach.

Der stark ersatzgeschwächte 1. FSV Mainz 05 tat sich gegen den Regionalliga-Sechsten ziemlich schwer und musste kurzzeitig sogar einem Rückstand hinterherlaufen, nachdem Hirst die Kickers in Führung gebracht hatte. Onisiwo glich jedoch bereits fünf Minuten später aus, später gelang dem eigewechselten Kinsombi, der zum Kader der zweiten Mannschaft gehört, der Siegtreffer. Von den Mainzer Angreifern Anthony Ujah und Issah Abass war wenig zu sehen. “Wenn der Spielfluss nicht da ist, hängen die Stürmer vorne in der Luft”, sagte Schwarz.

Nachdem Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke den neuen Naturrasenplatz, den fünften (drei Rasen, zwei Kunstrasen) am Wiener Ring, offiziell eingeweiht hatte, entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Kickers ihre zweite gute Chance zur Führung nutzten. Jake Hirst kam nach feiner Vorarbeit von Jan Hendrik Marx und geblockter Flanke nochmal an den Ball und traf trocken ins rechte Eck.

“Man hat gemerkt, dass wir nicht immer den Rhythmus hatten, es im Zusammenspiel nicht so flüssig war. Trotz allem haben wir ein schönes Umschalttor gemacht und einen Rückstand aufgeholt gegen einen sehr gut organisierten Gegner. Wir haben uns schwer getan gegen die Offenbacher Fünferkette Überzahl im Mittelfeld herzustellen”, bilanzierte Trainer Sandro Schwarz den knappen Erfolg.

Die Mainzer hatten zuvor durch Danny Latza die große Chance zur Führung. Der Freistoß des Mittelfeldspielers ging an den Außenpfosten, Zabadne wäre chancenlos gewesen (12.). Richtig zwingend wurden die Mainzer aber selten. Das 1:1 durch Onisiwo begünstigten die Kickers mit einem Stellungsfehler von Christos Stoilas (22.). Auch beim 1:2 half der OFC unfreiwillig mit. Zabadne wollte den Ball ins Aus spielen, weil ein Mainzer verletzt am Boden gelegen hatte, doch Christian Kinsombi spritzte in den Ball, Serkan Göcer erkannte das zu spät und kam nicht mehr hinterher (75.). In Halbzeit zwei machte bei den Kickers ein A-Jugendlicher auf sich aufmerksam. Leonidas Tiliuidis gefiel im zentralen Mittelfeld mit guten Balleroberungen, aggressiver Zweikampfführung und guter Übersicht. „Er ist ein guter Junge“, lobte Steuernagel den U19-Kapitän.

Karim Onisiwo und Christian Kinsombi schossen den 1. FSV Mainz 05 zu einem 2:1-Sieg bei Kickers Offenbach. Für den Regionalligisten traf Jake Hirst.

Kickers Offenbach, 1. Halbzeit: Zabadne – Lovric, Albrecht, Kirchhoff – Marx, Ikpide, Sawada, Stoilas – Hecht-Zirpel, Hirst, Firat

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Kickers Offenbach, 2. Halbzeit: Zabadne – Göcer, Gohlke, Schulte – Sentürk, Hodja, Tiliiuidis, Garic, Scheffler – Treske, Firat

FSV Mainz 05: Huth – Donati, Bungert, Hack, Bussmann – Onisiwo, Häusl, Latza, Holtmann – Abass, Ujah (ab 60. Minute: Müller, Demirbas, Christian Kinsombi, Brosinski)

Natürlich hat ein bisschen der Spielfluss gefehlt, gab 05-Trainer Sandro Schwarz (40) nachher zu: Hauptsache aber, dass sich keiner ernsthaft verletzt hat und wir gewonnen haben!

Aufgefüllt mit Spielern aus der U23 gewannen seine Rumpf-Mainzer (ohne zwölf Profis, die zu Länderspielen abgestellt sind) den Test bei Regionalligist Offenbach Donnerstag-Abend knapp 2:1 (1:1).

Vor 500 Zuschauern zur Platzeinweihung auf dem Jugend-Sportgelände gingen die Kickers durch Hirst (17.) in Führung. Onisiwo (22.) glich aber postwendend aus. Und am Ende erzielte der kurz zuvor eingewechselte U23-Angreifer Christian Kinsombi (19) das Siegtor (74.).

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Etwas Besonderes in doppelter Hinsicht war das Spiel für Niko Bungert: Ich habe ein paar alte Gesichter wieder gesehen, freute sich der 05-Kapitän, der 2008 aus Offenbach nach Mainz kam. Zudem wars sein erstes Spiel nach vierwöchiger Verletzung (Wadenprobleme). Bungert: Es tut gut, zurück zu sein, ich bin wieder fit.